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PN's Forum \ HiFi \ Akustik \ Wandeinbau


Barnie *

#1 Verfasst am 03.09.2008, um 13:54:07



Hi

Ich frage mich schon länger was denn die Vorteile von Wandeinbau sind bzw. wie das funktioniert. Normale Boxen soll man ja nicht an die Wand stellen, wieso funktioniert es aber wenn man sie in die Wand einbaut??




Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

Cattivo

#2 Verfasst am 03.09.2008, um 14:20:56



Ich denke es liegt daran, dass keine Reflektion von hinten erfolgt und die LS "Gehäuse" sehr schwingungsarm sind.

Ist aber nur eine Vermutung, weil ich mir darüber noch nie wirklich Gedanken gemacht habe.

Somit eine sehr gute Frage von dir. Warten wir mal die Antworten der Experten ab.


Gruß Markus
Mein Heimkino

Barnie *

#3 Verfasst am 03.09.2008, um 14:54:22



Naja, wenn eine Box an der Wand steht, kommt's doch fast aufs gleiche was die Reflexionen betrifft, und das soll man ja nicht tun wegen Modenanregung, Bassüberhöhung usw...


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

bearbeitet von Barnie, am 03.09.2008, um: 15:05:19


Cattivo

#4 Verfasst am 03.09.2008, um 15:10:20



Ja, aber nur fast. Wenn man die Gehäusetiefe betrachtet, plus noch etwas Platz für den Anschluss der Kabel, wird man immer so mindestens 30 cm von der Wand weg sein.

Falls der Bassreflexport nicht wie bei meinen 409er vorne ist, kommt der auch noch dazu.


Gruß Markus
Mein Heimkino

Barnie *

#5 Verfasst am 03.09.2008, um 15:17:33



Frequenzen dieser Länge werden auch nicht mehr kugelförmig bzw. nach hinten abgestrahlt und somit auch nicht reflektiert... Und bei denen, die nach hinten abgestrahlt werden, kommt es auf die paar cm. auch nicht mehr an imho... Naja, warten wirs mal ab...


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

bearbeitet von Barnie, am 03.09.2008, um: 15:21:45


Cattivo

#6 Verfasst am 03.09.2008, um 15:32:54



Stimmt. Hier schon mal eine Info vorweg, falls Poison den "Baffle Step" aus der Tasche zieht.


Zitat:
Solange eine viertel Wellenlänge kleiner ist, als der kleinste Abstand des Chassis zum Gehäuserand, wird der Schall in einer Halbkugel abgestrahlt.

Unterhalb dieser einen Frequenz wird der Schall an den Gehäusekanten gebrochen und es erfolgt eine kugelförmige Abstrahlung, wodurch die Schallenergie halbiert wird und ein Abfall des Frequenzganges um 6dB stattfindet.

Der Baffle Step hebt die Frequenz in diesem Bereich um 6dB an.




Gruß Markus
Mein Heimkino

bearbeitet von Cattivo, am 03.09.2008, um: 15:34:01


 Poison Nuke 

#7 Verfasst am 03.09.2008, um 17:23:41




Barnie schrieb:
Frequenzen dieser Länge werden auch nicht mehr kugelförmig bzw. nach hinten abgestrahlt und somit auch nicht reflektiert... Und bei denen, die nach hinten abgestrahlt werden, kommt es auf die paar cm. auch nicht mehr an



gerade eben doch, diese paar cm machen massiv was aus, im Hochton und Mitteltonbereich, da bekommt man dann schöne Interferenzen.

Wenn die LS in die Wand integriert sind, dann benötigt man vorallem erstmal LS mit optimierten Abstrahlverhalten, bei denen auf eine konstante Bündelung wert gelegt wurde...auch wenn es nicht unbedingt so zwingend ist.

Wenn aber die LS in der Wand eingebaut sind, dann wird vorallem der Tieftonbereich nur noch als Halbkugel abgestrahlt, damit fällt der Bafflestep weg und bei den entsprechenden LS kann man die daraus resultierenden 6dB auch passend absenken.

Weiterhin gibt es für den Schall keine Gehäusekanten, an denen er gebrochen wird und was dann wieder für Phasenveränderungen usw beim reflektierten Schall sorgt.
Und vorallem ändert sich halt das gesamte Abstrahlverhalten, weil es ist ja nicht nur der Tieftonbereich, der damit beeinflusst wird, auch der Mitteltonbereich.
Damit eine Schallwelle total reflektiert wird, muss die betreffende Fläche mindestens 5x größer sein wie die Welle selbst. Bei einem 30cm breiten Gehäuse sind es also erst 6kHz aufwärts, die wirklich nur nach vorn gehen. Und da sind wir schon weit im Bereich vom Hochtöner. Auf diese Weise wird halt das gesamte Abstrahlverhalten linearisiert.


Es gibt halt nur das eine Problem, mit den Raummoden. Dem kann man aber auch begegnen, wenn man nicht direkt an der Rückwand sitzt und wenn man für den Tieftonbereich je nach Raumgröße halt extra Arrays einsetzt :prost


greetz
Poison Nuke

Barnie *

#8 Verfasst am 03.09.2008, um 22:37:46




Zitat:
Es gibt halt nur das eine Problem, mit den Raummoden. Dem kann man aber auch begegnen, wenn man nicht direkt an der Rückwand sitzt



Naja, das reicht ja meist nicht. Mit den Boxen an der Wand werden die Moden maximal angeregt, daran ändert auch der Sitzplatz nicht viel... Ausser man sitzt in einem Pentagramm - nicht wahr?! Ob du's glaubst oder nicht, die Tage erwische ich mich immer öfter wie ich von so nem Pentagram als Kinozimmer träume... Ach ja und in meinem Traum umgeben mich fünf in die Wand eingebaute MEG's RL-901.....!!!!


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

bearbeitet von Barnie, am 03.09.2008, um: 22:42:22


Cattivo

#9 Verfasst am 03.09.2008, um 22:45:51



Tipps zur Heimkinogestaltung: wir empfehlen folgenden Architekten und Bauträger ...


Gruß Markus
Mein Heimkino

TimB

#10 Verfasst am 04.09.2008, um 06:23:38




Barnie schrieb:
[quote]die Tage erwische ich mich immer öfter wie ich von so nem Pentagram als Kinozimmer träume.



Du willst so einen Raum als Kinozimmer?:


Du meinst wohl ein Pentagon


Gruß Tim


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

bearbeitet von TimB, am 04.09.2008, um: 06:25:41


Barnie *

#11 Verfasst am 04.09.2008, um 08:37:50






Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

verado

#12 Verfasst am 04.09.2008, um 10:00:33




Poison Nuke schrieb:
gerade eben doch, diese paar cm machen massiv was aus, im Hochton und Mitteltonbereich, da bekommt man dann schöne Interferenzen.



Meine Lautsprecher sind für Wandmontage gedacht (JBL L820, 13cm tief). Wenn ich um diese nun, an der Wandseite der Leinwand, rundherum 14cm Homatherm montiere, habe ich dann quasi einen Wandeinbau. Oder doch nicht, weil die Wand rundherum ja stark schallabsorbierend ist?
Anders gefragt: Muß ich wegen der paar cm bei meiner Einbauart mit Problemen rechnen, oder ist das eher wurscht?


bearbeitet von verado, am 04.09.2008, um: 10:01:51


 Poison Nuke 

#13 Verfasst am 04.09.2008, um 16:48:17



Homatherm ist für den Schall, in dieser Hinsicht gesehen, nichts. Es absorbiert zwar etwas, aber das ist zu vernachlässigen in dem Fall, weil die Absorption bei der ersten Reflektion zu minimal ist, um einen nennenswerten Unterschied zu erzeugen.

Und 13cm sind schon noch etwas. Kantenbrechungen und Interferenzen im kompletten Hochtonbereich werden auch hier noch vorhanden sein.


greetz
Poison Nuke

de0815de

#14 Verfasst am 10.10.2009, um 16:33:21



ich frage mich ernsthaft was im akustischen sinne eine wand ist!? ist eine wand nun ab den steinen oder ab dem rigips? bei apophisii im HK wurde ja masiv mit flex-cl gearbeitet! die lautsprecher stehen "in der wand" aus flex-cl... absorbermaterial ist also, im akustischem sinne, keine wand?


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

 Poison Nuke 

#15 Verfasst am 10.10.2009, um 18:30:24



Frequenzrelativ. Eine Wand ist dann eine Wand aus akustischer Sicht, wenn die Wandimpedanz für den zu betrachtenden Frequenzbereich gegen 0 geht. D.h. wenn sie entsprechend schallhart ist. Ein Blatt Papier ist für 20khz durchaus schallhart...wenn es dickeres Papier ist. Genauso ist RiGips auch für einige Frequenzen schallhart. Genau betrachtet sogar für alle, allerdings bei einer Resonanzfrequenzen wird er etwas schallweicher. Nur durch den Aufbau und vorallem die Befestigung kann der RiGips den Druckschwankungen nie ganz folgen. D.h. auch bei seiner Resonanzfrequenz wird noch sehr viel reflektiert, ansonsten könnte man einen Trockenbauraum ja perfekt Modenfrei bekommen, dem ist aber bei weitem nicht so. D.h. bei Trockenbauwänden kann man davon ausgehen, das diese für alle relevanten Frequenzen schallhart sind. Bei anderen Materialien würde es je nach Aufbau aber interessanter werden. Denn bei RiGips spielt z.B. auch die Masseträgheit eine große Rolle. Der kann einfach nicht so schnell den Druckunterschieden folgen und diese auf der anderen Seite weitergeben. Eine Folie hingegen schon, auch wenn sie eingespannt ist.


greetz
Poison Nuke

de0815de

#16 Verfasst am 10.10.2009, um 19:00:23



D.h., wenn ich in meinem geplantem HK die lautsprecher "unsichbar" machen möchte, dann könnte das durchaus realisiert werden, sofern ich bei der aufstellung die WANDabstände einhalte? wenn ich das thema hier richtig verstanden habe, ist von einem richtigem wandenbau ganz abzuraten?


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

 Poison Nuke 

#17 Verfasst am 10.10.2009, um 19:36:38



der einzige Nachteil am Wandeinbau ist die maximale Anregung von Moden. Wenn man da entsprechende Gegenmaßnahmen hat, dann ist das durchaus empfehlenswert, der "richtige" Wandeinbau.


greetz
Poison Nuke

de0815de

#18 Verfasst am 10.10.2009, um 20:09:09



nun, dann will ich jetzt natürlich auch wissen was zu tun ist. also was sind geeignette gegenmaßnahmen?


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

 Poison Nuke 

#19 Verfasst am 10.10.2009, um 20:49:28



Siehe mein Akustikartikel, da steht recht viel dazu drin ;)
ist ja nicht so das das ein umfangreiches Thema ist. Und eigentlich die meisten Fragen werden doch def. beantwortet.

kurz gesagt:
Raumform (pentagon usw),
oder DBA
oder "fette" Absorber oder auch mehrere Sachen zusammen.

alles weitere wurde zu jedem der drei Themen schon überaus ausführlich im Forum besprochen, daher bitte dazu jetzt KEINE weiteren Fragen hier im Thread, sondern wenn im passenden.




greetz
Poison Nuke

bearbeitet von Poison Nuke, am 10.10.2009, um: 20:49:43


direkthall

#20 Verfasst am 11.10.2009, um 08:27:50



also kann man sagen deine ls poisen genießen nicht den vorteil des wandeinbaus oder doch,
bei dir sind ja umgeben von basotec also nicht schallhart

überlege ja selber hinter der leinwand alles auszustopfen bis auf die ls,
hat man da eher vor oder nachteile??


Mein Heimkino
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 Poison Nuke 

#21 Verfasst am 11.10.2009, um 10:23:06



bei mir stehen sie relativ ungünstig wenn man ehrlich ist...ich habe ja auch einige interferenzen deswegen...da bringt das Baso nicht viel. Ganz sicher bin ich mir auch noch nicht wie ich das mit den FrontlS usw mache, weil Wandeinbau un man hat vorn mehr oder minder kaum Möglichkeiten mehr der Absorption.


Überlege daher z.B., das ich die LS dennoch kurz hinter der Leinwand stehen lassen, aber dafür überdimensionale Diffusorstrukturen an der Rückwand baue, damit der Schall weggleitet wird. Oder ähnlich wie bei apophisii, so eine teilweise Wand, wo zumindest die Schallwand der LS uaf ein Maß vergrößert wird, die der unteren Trennfrequenz entspricht. Bei 160Hz Trennung gar nicht soo groß (1m ungefähr).


greetz
Poison Nuke

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