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PN's Forum \ HiFi \ Akustik \ Experiment zur Strahlungskoppelung


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 02.11.2008, um 14:48:13



Hallo,

da mich die Sache mit der Strahlungskoppelung nicht mehr losgelassen hat, hab ich mich heute einfach mal in die Kälte gewagt mit LS und Messequip um mal einen einfachen Test durchzuführen:




Ziel war es, herauszufinden, ab welchen Abstand zu einer schallharten Begrenzungfläge es zur Strahlungskoppelung mit der gespiegelten Schallquelle kommt. (siehe das Bild zu den ebenen Wellen im Teil "Aufstellung mehrerer Subwoofer: http://www.poisonnuke.de/index.php?action=Raumakustik#03)


Naja, so recht wusste ich gar nicht erst, wie ich das ganze machen sollte.
Ich habe mich dann entschieden draußen eine freie Hauswand zu nehmen, wo möglichst wenig andere Wände in der Nähe sind.
Dann stelle in einen Lautsprecher parallel zu der Wand und lasse einen Sinuston laufen. Über einen Zollstock, der senkrecht zur Wand in einem bestimmten Abstand zum Chassis gehalten wird, führe ich dann das Messmikrofon auf einer ebene vor dem Lautsprecher entlang und bestimme den Schalldruckpegel (über ARTA) bei bestimmten Entfernungen zum Lautsprechermittelpunkt.


Gesagt getan, damit das ganze nicht zu groß wird, habe ich mich für einen Abstand von 21cm entschieden, das entspricht der Wellenlänge von 1600Hz. Entsprechend Lambda/2 von 800Hz usw.

Weiter entfernt wollte ich nicht gehen, wegen dem Abstand zum Boden und wegen der Hausecken in 1,5m Entfernung war ich auch nicht sicher.
Die Messung hab ich dann ca. 20cm vor dem Lautsprecher durchgeführt, damit eventuelle Bündelungseffekt nicht stören.


Angefangen hab ich mit 100Hz.

direkt vor dem LS: 0dBr
10cm Richtung Wand: -3dBr
direkt an der Wand: -2dBr
10cm Richtung frei: -5dBr
20cm Richtung frei: -10dBr


bei 200Hz und 400Hz war das Ergebnis fast identisch. Es gibt zur Wand hin da zwar einen leichten Pegeleinbruch, aber der scheint nicht wirklich der Rede wert zu sein, wenn man ihn mit dem starken Pegeleinbruch zur freien Seite hin vergleich.

Nur bei 800Hz sah es dann schon nicht mehr so gut aus, da hatte ich dann schon Pegelunterschiede von bis zu 5dB zur Wand hin.
Bei 1200Hz und 1600Hz hatte ich dann sogar richtige stehende Wellen messen können mit Pegelschwankungen von bis zu 20dB und mehr.



Naja, eigentlich wollte ich dann noch den Lautsprecher langsam hin und her schieben und genau den Übergang feststellen, ab dem es dann zu keiner Strahlungskoppelung kommt, aber das machte sich irgendwie sehr blöd...da müsste ich das nächste mal eine Schiene oder so bauen, um den LS dann exakt schieben zu können.



Aufjedenfall interessant zu wissen, dass es zu der Strahlungskoppelung kommt, aber richtig sauber scheinbar nur bis Lambda/4



Wenn es draußen aber nicht so kalt ist und ich mehr Zeit habe, will ich das Experiment mal wiederholen...kleine Notiz an der Stelle für mich: nächstes mal die Standrollen von der Kreissäge mit einem Brett nutzen zum Verschieben 8)


greetz
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