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PN's Forum \ HiFi \ Allgemeines \ Wie kommt daheim das raus, was im Studio aufgezeichnet wurde?


Sharangir *

#1 Verfasst am 21.01.2009, um 15:35:49



Auf des Chef's Bitte hin, hier der neue Fred :D


Also, die Frage ist:
Wie bekomme ich in MEINEM Raum EXAKT das raus, was in den Abbey Road Studios aufgezeichnet wurde?
(Timbaland ist in meinen Augen ein Pfuscher, auch wenn jede Pop-Göre an dem seinem Mikro rumspielen will.. *hust* Nelly Furtado's Loose ist zum Kotzen, aus dem audiophilen Betrachtungswinkel, um das krasseste mir bekannte Beispiel zu nennen!)


Trifft es zu, dass der WEG auf die CD wie folgt ausschaut:
Sänger im Studio-Raum -> Mikrofon (mit "eigenem" Frequenzgang) -> Verstärker (ebenfalls ein eigener Frequenzgang, da kein linearer Verstärker existiert. (setze ich jetzt einfach mal voraus!) -> Kopfhörer des "Masters" (beeinflusst durch den Frequenzgang der KH)
Der Tonmeister entscheidet nun, was am Signal inwiefern bearbeitet wird, was angehoben wird und so weiter.


Sollte ich bis hierhin falsch liegen, flehe ich um Korrektur!
Ich habe die umwerfendsten Videos aus der Abbey Road gesehen, aber die Prozesse kenne ich nicht :D
Ich sah da nur:

Die B&W 800D (für 20'000€ das Paar!) an Classé-Endstufen als "Studio-Monitore"
5 Stück davon sind im Tonstudio am Werk, zusammen mit zwei riesigen B&W-Subs, deren Teyp ich nicht kenne!



Nun kommt das Signal aber genau SO auf die CD, wie es der Tonmeister gehört hat, oder?
Oder ist da die "letzte Wandlung" über Verstärker und Lautsprecher im Studio NICHT vorhanden, bei der Aufnahme?!

Optimiert der Tonmeister das Signal also nur darauf, auf DER Kombination perfekt (nach seinem Geschmack) zu klingen, die ER im Studio verwendet?!

(Dann hat Timbaland also iPod-Kopfhörer aufgestellt, als Monitore)



Bitte korrigiert mich, wenn ich Müll erzählt habe, der Thread hier soll eher informativ sein, als Mutmassungen enthalten



Sharangir *

#2 Verfasst am 21.01.2009, um 15:52:40



Zweiter Beitrag:
Ich hoffe, den muss ich nicht bearbeiten, sonst pack ich das dann auch in den ersten rein :D


Nun haben wir eine Compact Disc mit dem Ton drauf, den der Tonmeister abgemischt hat.

Wie legen sie in unseren CD-Player
-> (D/A-Wandlung des Signals, dabei entsteht 100% das gleiche Signal, wie jenes, das zuvor in der Abbey Road mit A/D-Wandlung auf die CD gebracht wurde. /// Oder wird im Studio mit höheren Raten gearbeitet und es geht Information verloren, wenn der Inhalt auf die CD gepackt wird?! Das weiss ich ehrlich nicht!)
Der CD-Player leitet das ANALOGE Signal nun via Cinch-Kabel weiter an den Verstärker.
Die Cinch-Kabel KLINGEN nicht und sind herausragend geschirmt, also kommt das gleiche am Ende raus, wie reinkam, oder nicht?!
Der Verstärker erhält ein Analoges Signal und muss dieses nun verstärken, dies tut er NICHT Linear, weil es (wie ich im oberen Beitrag wagemutig behauptet habe!) keinen linearen Verstärker gibt!

Das Signal geht anschliessend über NICHT KLINGENDE Lautsprecherkabel, die ebenfalls herausragend geschirmt sind, an die Lautsprecher weiter.

Durch die Lautsprecher-Kabel wird das Signal also NICHT beeinflusst, kommt GENAU so beim Lautsprecher an, wie es beim Verstärker rausging!


Der Lautsprecher gibt das ankommende Signal nun in Form von Schallwellen aus.
Dies geschieht nicht linear, denn kein Lautsprecher spielt 100% linear (eine weitere wagemutige Behauptung )
Bevor das Signal aber bei unserem OHR ankommt, werden Teile dieser Schallwellen vom Raum um uns herum reflektiert, sie beeinflussen sich gegenseitig, verstärken sich oder löschen sich aus, sodass das, was beim Hörplatz ankommt, nochmals anders "klingt", als das, was beim Lautsprecher rauskam.





Bitte um Korrektur, sollte hier irgendwas vergessen worden sein oder wenn ich absoluten Bockmist geschrieben habe!!!

Grüsse



DarkSubZero

#3 Verfasst am 21.01.2009, um 15:53:30



Musik und Musikalität lässt sich aber technisch nicht erklären genauso wenig wie Emotionen oder warum ein Mensch bei einer Musikrichtung Gänsehaut bekommt und es den anderen nur nervt oder langweilt.

Und das können Analoge Endstufen halt (noch) besser als digitale. Besonders groß ist der Unterschied zwischen Röhre und Digital. Das sind 2 ganz unterschiedliche Klangcharaktere die sich nur schwer technisch erklären lassen.



Sharangir *

#4 Verfasst am 21.01.2009, um 15:57:47



Nun zum letzten Punkt, der Beantwortung der EIGENTLICHEN Frage dieses Threads:

Wie erreicht man nun, dass bei MEINEM Ohr das gleiche ankommt, wie beim Ohr vom Tonmeister in Abbey Road?


Wenn meine Ausführungen da oben stimmen, was ich schwer bezweifle , dann sollten wird doch bei einem linearen Frequenzgang unserer KETTE 1:1 das Signal bekommen, das der Tonmeister auf die CD gebrannt hat, oder?

Also wenn jede einzelne Frequenz an jeder Stelle um EXAKT den Betrag "beeinflusst" wird, dass am Ende am Hörplatz jede Frequenz um den exakt gleichen Betrag angehoben worden ist, haben wir das, was auf der CD drauf ist?!?!



Oder müsste man nun dazu die B&W 800D an Classé haben?!


Wie gesagt, als B&W-Fanboy beziehe ich mich natürlich auf die Abbey Road-Studios, auch weil da ganz grosse Werke produziert wurden. (Und ich habe sogar ein paar Stücke aus der Traumschmiede)


Grüsse
Mischa



 Poison Nuke 

#5 Verfasst am 21.01.2009, um 16:06:38



also den Weg über das Mikrofon usw darf man gar nicht beachten, weil das ist eine völlig andere Schiene. Denn das Mic und die ganzen Rahmenbedingungen der Aufnahme werden vom TOnmeister entschieden, damit es KLINGT

die entscheidende Ausgangsbasis ist, es KLINGT auf dieser Anlage, die er im Studio verwendet, gut. In seinen Ohren. Wie man jetzt an deinem Bild sieht, verwendet so ein Masterstudio aber auch nicht unbedingt die neutralste Technik, die B&W sind halt leider trotzdem voll mit Sounding. Aus Sicht einer sauberen Abmischung ist das gezeigte Studio SCHROTT! Man kann darin sicherlich sehr gut schon eine Abmischung machen, keine Frage, aber kein Tonmeister sollte das als Referenzprodukt sehen. Für die entgültige Abmischung sollte dann eine ordentliche Abhöre verwendet werden und die sieht definitiv noch ne ganze Ecke anders aus.



Ok, das Problem ist jetzt:
der Raum. Jedes Studio hat seinen eigenen Raum. Die einen mehr, die anderen weniger gut akustisch optimiert. Und auch da ist die Optimierung oft unterschiedlich. Die einen tendieren eher zu einem reflektionsarmen Raum, die anderen eher zu massiver Diffusion, die anderen nur zur Bekämpfung erster Wellen, andere orientieren sich an einem durchschnittlichen Wohnraum usw.
Es gibt also IMMER bei der Abmischung einen Eigenklang. Das was auf der CD drauf ist, ist also nicht das, was der Tonmeister gehört hat. Es ist das, was er im Zusammenhang mit seinem Raum und siner Abhöre gehört hat. Vorallem bei Stereo ist da ja noch das Problem, dass es KEIN idealen Raum gibt, da kann jeder seinen eigenen Weg gehen.


Du hast jetzt also eine CD, wo etwas drauf ist, dass auf der ANlage vom Produzenten gut klingt. Da man nicht weiß, was für eine Anlage er hat und weil jeder eine andere hat, gibt es nur einen einzigen Weg, um es selbst richtig zu machen:
möglichst wenig vom Signal verändern lassen. Also hohe Linearität vom Frequenzgang UND gute Eigenschaften vom Raum. Der Part vom CD Player bis zu den Lautsprechern ist sogar relativ unkritisch, auch wenn es vielerorts anders dargestellt wird.

Interssant wird es halt erst, wenn der Schall am Lautsprecher entsteht. Abstrahlung von dem, Reflektionen an den Wänden, Moden, Interferenzen, Nachhall usw usw usw.




Exakt das zu hören, was der Produzent gehört hat, ist an sich schlichtweg unmöglich, weil man einfach nicht die kenntnis über den Abhörraum hat und weil eben jedes Label einen anderen Raum hat. Wenn man sich an einige Vorgaben und Empfehlungen für den Bau von Tonstudios hält, würde man dem schon relativ nah kommen.

Zudem hören gute Produzenten ihre Stücke über verschiedene Systeme ab, zuerst über die eigentliche Masteranlage, dann aber auch über Ipod, Küchenradio, Autoradios usw. Es soll halt auf möglichst vielen Systemen gut klingen.



Naja, aus der Erfahrung was ich bisher vorallem bei den kleineren Labels an Studios gesehen habe und was ich von den größeren so andeutungsweise erfahren konnte, sieht es meist doch nicht so gut aus. Vorallem bei den kleinen Labels macht sich sogut wie keiner Gedanken über die Abhöre. Da wird mal irgendwo ein Absorber hingeklatscht, weils ja was bringen soll, da stehen die Monitore irgendwie irgendwo und eine zweit oder gar Drittanlage sucht man auch eher vergebens.


Die von dir gezeigte Anlage der Abbey Road...naja, hoffen wir dass dies nur die Prestigeanlage ist, mit der die Konsumer beindruckt werden sollen, und dass irgendwo noch ein gescheiter Aufnahmerahm für die Masterproduktion vorhanden ist.


greetz
Poison Nuke

 Poison Nuke 

#6 Verfasst am 21.01.2009, um 16:12:26




DarkSubZero schrieb:
Musik und Musikalität lässt sich aber technisch nicht erklären genauso wenig wie Emotionen oder warum ein Mensch bei einer Musikrichtung Gänsehaut bekommt und es den anderen nur nervt oder langweilt.

Und das können Analoge Endstufen halt (noch) besser als digitale. Besonders groß ist der Unterschied zwischen Röhre und Digital. Das sind 2 ganz unterschiedliche Klangcharaktere die sich nur schwer technisch erklären lassen.



im Gegenteil, sie lassen sich sogar hervorragend technisch erklären. Röhre hat einfach einen nicht linearen Frequenzverlauf (massiv abhängig vom Ausgangsübertrager) und von dem Klirr usw sollte man da auch gar nicht erst anfangen. Dass sind aber genau die Werte, die eben den warmen, "emotionalen" Klang einer Röhre ausmachen. Absolut Signalverfälschend, aber immernoch geliebt. mit einem guten Ausgangsübertrager klingt sogar eine Röhre relativ kühl.


Und emotionslos sit auch ein schlechter Begriff, eine Endstufe DARF keine Emotionen erzeugen, dann ist sie defekt. Eine gute ANlage bringt die Musik so zum Hörer, wie sie halt auf der CD ist, wenn es dann Emotionslos klingt ist es halt einfach die falsche Musik, nicht mehr nicht weniger. Klar gibt es massenhaft technisch nicht einwandfreie Geräte, die irgendwas am Ausgangssignal wieder verbiegen, kann genausogut bei ClassD sein. Ist halt die Frage, wie kompromisslos und wie sinnvoll wurde die Schaltung aufgebaut. Aber mit etwas Aufwand lässt sich das alles sauber messen und erklären. Und wenn man zwei solche Endstufen zur Hand hätte, könnte man auch dann gut sagen mit einer Messung, warum es emotionsloser klingt als die andere ;)


greetz
Poison Nuke

hifi-killer

#7 Verfasst am 21.01.2009, um 16:18:12



der tontechniker sitzt in einem annähernd schalltoten raum und macht erst mal nur die grundeinstellungen . das signal wird auf mehrere spuren aufgenommen und kann so im nachhinein noch in mehreren versionen abgemischt und verglichen werden.
bis die CD in deinem player liegt , haben sich das einige leut auf -idealerweise verschiedenen anlagen- angehört und das optmum ausgewählt


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

DarkSubZero

#8 Verfasst am 21.01.2009, um 16:29:13



Also ich finde nicht dass eine Endstufe die Emotionen weckt kaputt ist!

Eine Anlage muss für den Zuhörer schön klingen und nicht auf dem Papier schön aussehen.

Deshalb ist das zweifellos bestehen Sounding von der 800er-Reihe gewollt und es klingt auch deshalb auch so schön. Für ein Tonstudio B&W LS zu verwenden sehe ich auch als ungeeignet aber für zu Hause spricht bis auf den überteuerten Preisen nichts gegen.

Und zu Glück gibt es verschiedene Geschmäcker und daher auch verschieden Klingende Boxen und Endstufen. Ansonsten würden wir alle einem Einheitsbrei lauschen.





Sharangir *

#9 Verfasst am 21.01.2009, um 16:31:01



Poison, ich kann dir nur beipflichten, dass die B&W 800D absolut gesoundet ist und der Sound ist Göttlich :D

Aber ich glaube auch, dass bei Abbey Road noch anderes Equipment zum Einsatz kommt, denn die Produktionen von da klingen absolut PERVERS gut abgemischt und vor allem sauber, wie selten was anderes! ;)
Auch Alan Parson war Tontechniker in Abbey Road und was der so produziert ist einfach krank!!!
Dark Side of the Moon entstand in den Abbey Road Studios..

okay, genug angegeben

Da will ich einfach mal hin, meinen Fuss auf die Matte stellen und klingeln... MUAHAHA!



Okay, BTT nun, sollte ja ein informativer Fred werden.. und dann mach ich's selber futsch...




Hifi-Killer, ich nehme an, das führt dann auch zu diversen Mehrkanal-Produktionen, dass man mehrere Spuren aufzeichnet, oder steht das nicht so direkt im Zusammenhang?!


Poison, ausgehend von meinem Beispiel:
Aufgezeichnet wird aber VOR den Lautsprechern im Hörraum, oder?!
Also wird das Signal aufgezeichnet, das der Musiker produziert, aber es wird mehr oder weniger so aufgezeichnet, dass es eben auf den B&W toll klingt???
Der Einfluss des Raumes des Tontechnikers wirkt sich nur auf seine Schlussendliche Entscheidung aus, nicht auf die Aufnahmequalität, oder sehe ich das falsch?




Wenn der Tontechniker aber aufnehmen möchte, was ER hört, dann könnte er doch ein Mikrofon an seinem HÖRPLATZ aufstellen und DIESE Aufnahme dann auf CD bannen...





 Poison Nuke 

#10 Verfasst am 21.01.2009, um 16:51:25



dann klingt es bei der nächsten Wiedergabe aber wieder anders. Die Anlage von dem soll einfach nur ein einigermaßen gute Beurteilung von dem zulassen, wie es später dann auch beim Konsumer klingen KÖNNTE.

Und die Qualität der Aufnahme hängt von so vielen Faktoren ab, das ist ein genauso umfangreiches Thema wie HiFi an sich. Und es ist halt VÖLLIG getrennt von HiFi, weil es hier auf ganz andere Sachen ankommt.

Aber aufjedenfall wird im Abhörraum selbst nix mehr aufgezeichnet. Es gibt die Aufnahmeräume, da wird mit für die Anwendung passenden Microfonen in einer für den Künstler passenden Umgebung das SIgnal aufgenommen, auf eine der vielen Masteringspuren gepackt und dann hat man eine digitale BEarbeitungssoftware, in der dann sämtliche einzelnen Aufnahmen in etlichen Spuren zusammengefasst, über x Soundprozessoren verändert werden...Timining wird genau angepasst usw und dann hat man eine komplette Spur am Ende, wo alles zusammengefügt wurde und diese Spur klingt halt auf den Anlagen von dem Tonstudio annehmbar gut und diese Spur wird dann direkt auf CD gebannt. Da wird nix mehr aufgenommen oder so ;)


greetz
Poison Nuke

Sharangir *

#11 Verfasst am 21.01.2009, um 17:13:59



ooookay ;)

Dann will ich Timbalands Studio sehen..
Irgendwas läuft bei dem Kerl gewaltig schief...



hifi-killer

#12 Verfasst am 21.01.2009, um 19:11:10



Wenn der Tontechniker aber aufnehmen möchte, was ER hört, dann könnte er doch ein Mikrofon an seinem HÖRPLATZ aufstellen und DIESE Aufnahme dann auf CD bannen...

das hätte keinen sinn weil der sitst schalltot



Hifi-Killer, ich nehme an, das führt dann auch zu diversen Mehrkanal-Produktionen, dass man mehrere Spuren aufzeichnet, oder steht das nicht so direkt im Zusammenhang?!
hat damit erst nichts zu tun , hat aber den vorteil das dies dadurch auch möglich ist


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

TimB

#13 Verfasst am 21.01.2009, um 20:34:25




hifi-killer schrieb:
Wenn der Tontechniker aber aufnehmen möchte, was ER hört, dann könnte er doch ein Mikrofon an seinem HÖRPLATZ aufstellen und DIESE Aufnahme dann auf CD bannen...



da wäre das Problem, dass es kein absolut lineares Mikro gibt


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

Sharangir *

#14 Verfasst am 21.01.2009, um 20:47:38



Wenn man aber die Fehlerkurve des Mikros hat, kann man doch das Signal korrigieren, das aufgezeichnet wurde ?! ;)

Greetz



 Poison Nuke 

#15 Verfasst am 21.01.2009, um 20:54:33



ist doch aber eh völlig sinnlos...also warum macht ihr euch darüber überhaupt Gedanken :.;)


greetz
Poison Nuke

hifi-killer

#16 Verfasst am 21.01.2009, um 21:29:23



ja wer will das hören

son räusper hüstel schnaufHATSCHI


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

bearbeitet von hifi-killer, am 21.01.2009, um: 21:30:16


Sharangir *

#17 Verfasst am 21.01.2009, um 21:35:58



Habe gerade "Drop it like it's hot" von Snoop Dog gehört.. produced by Timbaland..

Also so schlecht ist das Stück nicht, vor allem die Stereo-Effekte kommen gut, fast paranoid mit KH's :D

Aber die Bässe sind Hip Hop-Typisch absolut unsauber und total überbetont.. klingen auch nicht sauber, nach meinem Geschmack..

naja.. viel mehr als die Bässe gibt's in dem Song leider nicht, von daher kann ich auch nicht gross beurteilen..

aber so extrem Öde Musik kann doch auf Dauer nicht Spass machen, oder etwa doch?!?!

Da gibt's keine Gitarren, keine E-Bässe, nicht mal en Schlagzeug.. alles wird mit 2, 3 Knöpfen gemacht.. so schien es mir zumindest bei dem Song...


Katastrophal!



Barnie

#18 Verfasst am 21.01.2009, um 22:51:52



Ja ich frag mich auch langsam wo das hinführen soll. Aber zum Glück scheint sich dieses Minimal-HipHop-Electro Gemisch als eine Phase herauszustellen, die fast schon vorbei ist. Ich habe jedenfalls schon länger kein Lied mehr im Radio gehört, dass so produziert wurde - wie du sagtest - fast nur Bass - ein paar Effekte und Stimme. Gwen Stefanis Hollaback-Girl oder auch die Tusse von den Black Eyed Peas - Fergalicious? hiess glaub ich das Lied sind so Beispiele. Am schlimmsten fand ich noch den Versuch von Robbie Williams auf diesen Trend aufzuhüpfen mit seiner Rudebox oder wie das Lied hiess. Das hat nicht nur schlecht geklungen, sondern war auch noch peinlich...

Naja, zum Glück scheint dieser Hype so langsam vorbei zu sein. Und lass dir zu Timbaland gesagt sein, dass seine Stücke genau so klingen wie er es sich vorgestellt hat! Der Mann was sowas von was er tut... (Bin übrigens auch kein Fan von ihm)




Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

bearbeitet von Barnie, am 21.01.2009, um: 22:52:42


verado

#19 Verfasst am 22.01.2009, um 14:31:46




hifi-killer schrieb:
Wenn der Tontechniker aber aufnehmen möchte, was ER hört, dann könnte er doch ein Mikrofon an seinem HÖRPLATZ aufstellen und DIESE Aufnahme dann auf CD bannen...


Das was er hört ist ein sauberes Signal+Boxen+Nachhall vom Abhörraum.
Was wir hören ist das selbe saubere Signal+unsere Boxen+unseren Nachhall.

Würde man im Mischstudio das aufzeichnen was er hört, dann hätten wir
Signal+seine Boxen+sein Nachhall+unsere Boxen+unseren Nachhall.
Das will keiner hören. Das klingt dann vermutlich so wie die Kinomitschnitte mit Videokamera. Total hallig.



Sharangir *

#20 Verfasst am 22.01.2009, um 14:43:07



Da er aber in einem (fast) Schalltoten Raum sitzt, hat er KEINEN Nachhall ;)

Wir würden also die "Verzerrung" durch seine Boxen auf der CD haben, die Reflexionen durhc seine Wäne, genau so wie es IHM am besten gefallen hat!

wenn wir nun in unserem Raum erreichen,dass der Frequenzverlauf am Hörplatz absolut linear ist und wir KEINEN Nachhall haben, dann wäre es GENAU das gleiche, wie er gehört hat



 Poison Nuke 

#21 Verfasst am 22.01.2009, um 15:14:48




Sharangir schrieb:
Da er aber in einem (fast) Schalltoten Raum sitzt, hat er KEINEN Nachhall ;)



ganz im Gegenteil, ein Tonstudio ist weit davon entfern, schalltot zu sein, im Gegenteil. Man hat (sollte:X) dort lediglich einen kontrollierten Nachhall und Interferenzeinflüsse usw haben, aber immernoch einen Nachhall, der einem durchschnittlichen Wohnraum entspricht. Weil genau dafür wird auch abgemischt.

Klar, wäre das abmischen und konsumieren in einem schalltoten Raum mit einer passenden Mehrkanalanlage am sinnvollsten, aber wer hat das schon daheim.

WENN man selbst einen absolut schalltoten Raum hätte und ein Mehrkanal Setup (3D Wellenfeldsynthese idealerweise, Stereo reicht bei weitem nicht) und die Aufnahme entsprechend gemacht ist, dann könnte man es schon hingebekommen, dass man fast genau das hört, wie der Tonmeister. Aber EXAKT das zu hören ist unmöglich, irgendwelche Reflektionen gibt es immer, irgendwelche Mängel der LS gibt es auch immer und man kann noch nicht wirklich ein Schallfeld so sauber aufzeichnen das es am Ende genauso wiedergeben werden kann (Stichwort Wellenfronten).



greetz
Poison Nuke

bearbeitet von Poison Nuke, am 22.01.2009, um: 15:15:16


Sharangir *

#22 Verfasst am 22.01.2009, um 15:16:41



Aber hifi-killer erklärte doch weiter oben gerade, dass der Tontechniker in einem annähernd Schalltoten Raum sitzen würde?!



 Poison Nuke 

#23 Verfasst am 22.01.2009, um 15:49:10



Das ist dann aber kein echter Abhörraum ;)
ein schalltoter Raum hat aufjedenfall schon seine Reize zum Hören und eventuell auch zum mischen, aber normalerweise sollte es immer in einem wie oben beschriebenen Raum stattfinden.


greetz
Poison Nuke

hifi-killer

#24 Verfasst am 22.01.2009, um 22:23:54



in den studios in denen ich schon war ist der nachhall schon recht gut gedämmt! ok raummoden sind da noch , die sind nur rausgeregelt selten werden resonatoren benutzt! ist so halt nicht so aufwendig. je nach aufnahme merkt man dann schon wie gut das arbeitsmaterial gewesen sein muß


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

Sharangir *

#25 Verfasst am 22.01.2009, um 22:30:09



Ich lasse die Herren das unter sich klären... ich war noch in keinem Tonstudio



 Poison Nuke 

#26 Verfasst am 22.01.2009, um 23:30:34



klar, sie klingen schon gedämmter, weil eben der Nachhall linearisiert wurde auf ein sinnvolles Maß, aber klingen auch meist nicht wirklich stärker bedämpft als ein gut mit Stoffmobiliar vollgestellter Raum 8)
Mein Raum ist zumindest weit aus trockener als so ein normaler Studioraum :D


greetz
Poison Nuke

Barnie

#27 Verfasst am 22.01.2009, um 23:37:17



Kann ich bestätigen. Schalltoter Raum als Studio war in den 80ern das Ziel. Heute versucht man einen möglichst linearen Nachhall hinzubekommen, der über dem gesamten Spektrum so kurz wir möglich ist - mit der steigenden Tendenz zum Tiefbass.

Das was Hifi-Killer meint, wäre evtl. dass man Reflexionen jeglicher Art (ausser von hinten bei Stereo) versucht zu vermeiden. Allerdings tun das die guten Studios eher durch Umlenkung nach hinten als durch Absorbtion.


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

bearbeitet von Barnie, am 22.01.2009, um: 23:37:47


hifi-killer

#28 Verfasst am 23.01.2009, um 00:21:50



umlenkung? wie machen die das?
klar die neuesten und edelsten studios waren das nicht aber der sound war super , klar deutlich und sauber besser als mit kopfhörer( vomn meinem geschmack her)


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

 Poison Nuke 

#29 Verfasst am 23.01.2009, um 00:24:57



Diffusion...idealerweise werden die WÄnde nicht parallel gebaut, sondern abgeschrägt, sodass man im vorderen Bereich fast sowas wie eine Halbkugel hat, damit werden nämlich alle Schallwellen nach hinten reflektiert und nicht zum Hörer (das wäre bei der Abbey Road sogar wenigstens einigermaßen richtig gemacht).
Zudem kommen auch noch sehr großflächige Diffusoren usw zum Einsatz, um den Schall gezielt zu lenken und zu streuen.


greetz
Poison Nuke

hifi-killer

#30 Verfasst am 23.01.2009, um 00:29:34



ah na gut die studios in denen ich mal war, sind angemietet und nur etwas umgebaut!das reicht dann nicht mit dem platz


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

bearbeitet von hifi-killer, am 23.01.2009, um: 00:30:02


 Poison Nuke 

#31 Verfasst am 23.01.2009, um 08:54:50



tendentiell sieht man es hier z.B.:

http://home.snafu.de/adam-audio/german/users/field/firehouse.html

finde gerade gar keine anderen guten Beispiele...ist aber erschreckend, was man bei Google so an grauenvollen Installationen findet, wenn man "Tonstudio" eingibt:cut



greetz
Poison Nuke

Barnie

#32 Verfasst am 23.01.2009, um 09:25:09




hifi-killer schrieb:
ah na gut die studios in denen ich mal war, sind angemietet und nur etwas umgebaut!das reicht dann nicht mit dem platz


In "günstigen" Studios wird eben fälschlicherweise Vieles gemacht, was nicht wirklich gut bzw. nach den heutigen Massstäben/Standards "richtig" ist. Der Computer hat es (leider?) möglich gemacht, dass heutzutage Vieles als Tonstudio geschimpft wird, was dem Namen - milde ausgedrückt - nicht wirklich gerecht wird... Zumindest nicht wenn man es mit professionellen Studios vergleicht, die von Profis/Spezialisten nach den neuesten Standards konzipiert und (um)gebaut werden.

Ich hatte übrigens auch mal eins da wo jetzt mein Heimkino ist:








Auf dem Poster über dem Tisch sieht man übrigens die Beatles bei ihren Revolver-Aufnahmesessions in den Abbey Studios.




Mein Heimkino

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bearbeitet von Barnie, am 23.01.2009, um: 09:26:05


Barnie

#33 Verfasst am 23.01.2009, um 09:37:07



Ich hab hier einen sehr guten Artikel, der erklärt wie ein Studio heutzutage aufgebaut sein sollte - aber ich weiss nicht wie man ein pdf-File hier einfügt... ??


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

 Poison Nuke 

#34 Verfasst am 23.01.2009, um 10:08:20



geht leider nicht. Wenn er aber frei von lizenrechten oder copyright oder dergleichen ist, könntest ihn mir per Email schicken und ich stell ihn übers Forum bereit :prost


greetz
Poison Nuke

Sharangir *

#35 Verfasst am 23.01.2009, um 10:57:49



Barnie, ist das nicht so ein sündhaft teures Mikro, wie auf deinem Avatar?
(Das habe ich auf toppreise gefunden und kostet 1400€, was du da als Avatar hast )

Schaut aber doch gar nicht so schlecht aus, dein "Studio", immerhin hast für die Bedämpfung gesorgt, es ist gemütlich eingerichtet und du hast MONITORE benutzt ;)


Greetz



hifi-killer

#36 Verfasst am 05.02.2010, um 16:44:41




KuschelTiga schrieb:
Seit dem ich meine Decke für Stereo abgehängt habe, gefällts mir besser. Trockener darfs im Mittel und Hochtonbereich aber mMn nicht mehr werden


ja klar! kommt natürlich auch auf die deckenhöhe und die boxen an! raumklang ist geschmacksache!


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

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