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PN's Forum \ weitere interessante Themen \ Elektronik / Elektrik \ eine große USV oder lieber viele kleine USVs?


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 30.05.2009, um 11:18:22



Hallo,


ich hab mal eine Frage an unsere Elektrotechniker...geht hier in dem Thema um etwas größere Anlagen für Rechenzentren, also nix kleines :D



wäre es möglich, statt einer riesen großen USV Anlage, die vor der eigentlichen Stromverteilung mit Haupt-, Vor- und Endsicherrungen hängt und wo im Fehlerfalle die gesamte USV Anlage dann in den ByPass schalten muss, oder wo der Wechsel von Haupt- oder Vorsicherrung das Ausschalten sämtlicher Geräte dahinter bedeutet, weil eben die USV vor den Sicherrungen ist,

dass man einfach einen sehr viel simplere Schaltung macht:
Netzzugang mit Umschalter auf Notstromaggregat, für beides je eine Hauptsicherrung und dann ohne weitere Sicherrungen direkt auf viele kleine USV Geräte, wo jede USV sozusagen gleichzeitig die Funktion für die Endsicherrungen übernimmt?


Weil bei erster Schaltung ist das Problem, dass es doch recht viele Anfälligkeiten gibt...wenn die USV ausfällt dann hängt alles am ByPass und wenn der wegfällt ist alles aus. Zudem recht viele Sicherrungen usw noch im Weg sind.




Wäre es überhaupt erlaubt, dass man lediglich eine Hauptsicherrung von sagen wir 630A einsetzt und direkt dahinter dann eine größere Zahl von kleineren USV Anlagen von 5kVA Leistung, die gesamt unterhalb der Leistung von 630A bleiben? Hätte ja den Vorteil, dass die eigentlichen kritischen Systeme immer direkt am USV hängen und bei Ausfall einer USV samt deren ByPass trotzdem nur ein kleiner Teil an Systemen ausfällt. Und man spart sich vorallem komplexe Stromverteilungen wo einfach viele Fehleranfälligkeiten möglich sind.


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#2 Verfasst am 30.05.2009, um 13:56:29



Bei der dezentralen Variante würde ich aber eher jedes Gerät, welches eine USV braucht, mit seiner eigenen ausstatten. Bei einer vernünftigen zentralen USV werden aber komplett separate Kabel und Verteiler -nur für die USV-Stromkreis gelegt -was schon ein Aufwand ist und ins Geld geht. Wobei dann die Wartung und der laufende Betrieb aber Günstiger ist. Von der Störanfälligkeit her währen beide Systeme ziemlich gleichauf -wobei natürlich die dezentrale Anlage beim ausfall einzelner Gruppen im grossen und Ganzen weiterfunktionieren würde aber bei der zentralen Lösung werden entsprechend hochwertige Komponenten verbaut, welche eher Stör-unanfälliger sind.
Was ist es denn für ein Projekt- brauchst Du eine USV für das komplette Gebäude oder nur für einzelne Geräte ist es ein Neubau oder Betand?


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#3 Verfasst am 30.05.2009, um 18:43:10



Rechenzentrum mit mehreren tausend Servern, einige hundert kVA (300-500kVA) Leistung bei der USV werden benötigt.


Die lösung mit der hochwertigen zentralen Version kenne ich ja...läuft ja aktuell...nur die gesamte Verteilung und Sicherrungen hängen da hinter der USV. knallt da ne Vorsicherrung oder gar ne Hauptsicherrung weg hilft die USV herzlich wenig.
Oder wenn z.B. einfach das Steuerrelais das die Lastschütze steuert, ausfällt...bumm, alles wech. Da bringt einem die zentrale USV echt viel :.


Daher meine Idee, um so einen SuperGAU zu verhindern, dass man viele dezentrale USVs macht...so 5kVA für jedes Rack mit 15-20min Überbrückungszeit. Nur man spart sich halt dann ja theoertisch extrem viel von der einfach viel zu komplexen Schaltung in den Verteilerschränken...ByPässe, massenhaft Vor und Hauptsicherrungen und Steuerkreise usw usw usw.
Das ganze soll also von der Schaltung her so einfach wie möglich sein. Eben zwei Netzeingänge, einmal Aggi und einmal normales NEtz und dann pro Netzzugang eine Hauptsicherrung von 630A oder mehr und dann nach einem entsprechenden Swicht direkt eine Verteilung auf die einzelnen USVs. Selbst wenn die Hauptsicherrungen in dem Fall getauscht werden müssten hätte man noch 15min oder so Pufferzeit. Bei einer zentralen USV wenn da die Sicherrung getauscht werden muss muss man das ganze Rechenzentrum ausschalten. Also totaler Schwachsinn eigentlich :cut


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#4 Verfasst am 31.05.2009, um 13:36:46



Ja wenn Du schon ein bestehendes Gebäude hast, wo es ums umrüsten geht, würde ich auch dezentrale Geräte in die Racks klatschen.
Aber wie gesagt wenn die Zentrale wirklich vernünftig aufgebaut ist, gehen die Kabel für die USV-Stromkreise DIREKT von der USV zu den Extra (roten) Steckdosen, wo dann nur Geräte eingesteckt werden, welche ne USV brauchen. Sprich, wenn in ner Verteilung ne Sicherung auslöst betrifft das die USV-Kreise überhaupt nicht.


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#5 Verfasst am 31.05.2009, um 13:51:06



du willst ein paar tausend Ampere (!!) ohne weitere Sicherrungen direkt auf die Engeräte knallen? :?

hallo??

wenn da irgendwas passiert, dann ballert es dir alles weg, wenn da ein Mensch in der Nähe ist bei einem Fehlerfall, dann wird der gebraten...solange bis das 2,5mm² Zuleitungskabel durchgeschmolzen ist. Und das wird definitiv passieren.


In meinem Fall ist es ja so dass die USV nicht im Rack sondern zentral stehen, aber diese halt dann auch gleichzeitig als Sicherrung dienen sozusagen. Wenn dabei etwas passiert dann kommen maximal 100A oder so von den kleinen USVs bis diese entweder in den ByPass schalten oder bis bei denen die Sicherrung schaltet, die haben ja auch eine. Das wäre dann nur bei weitem nicht so extrem als wenn da sagen wir 2000A mit einem Schlag fließen. Ich hoffe dir ist schon bewusst das bei 2000A oder so in der Richtung nicht mehr viel übrig bleibt...da könnte wohl selbst das Metall von dem Servern schmelzen.



Problem bei den zentralen USV Lösungen ist halt auch die eigentliche Netzumschaltung. Nehmen wir mal den Fall an, dass durch einen Problemfall bei den Stadtwerken die Hauptzuleitung alle 5min ein und wieder ausschaltet, die zentrale USV Anlage wechselt also dauernd zwischen Normalstrom und Notstrom...es wird also alle paar Minuten unter Volllast von zig-hundert Ampere umgeschaltet zwischen Normalnetz, Batterie und Notstrom. Irgendwann wird sich da auch die Steuerung verabschieden.
Wäre das bei vielen kleinen USV nicht wesentlich vorteilhafter?


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#6 Verfasst am 31.05.2009, um 14:27:43



-Dann währen die letzten 10Jahre meiner Berufslaufbahn wohl fürn Arsch gewesenNatürlich hängen auch bei der zentralen Lösung Sicherungen vor den Leitungenaber du hast da deine USV, dann eine separate Sicherung und dahinter eine extra Leitung, welche direkt zu dem EINEN Verbraucher geht -wenn nun bei diesem einen Verbraucher ein Fehlerfall eintritt, löst nur diese eine Sicherung aus und legt nur diesen einen Verbraucher lahm -die anderen Verbraucher, welche ja auf extra USV-Stromkreisen hängen sind somit nicht betroffen.
Glaub mir, ich weiss was sogar schon 500A anrichten können -auch wenn mann schon inner 110kv Schaltstelle gearbeite hat, welche 80-100MW umsetzt, hat mann trotzdem auch vor den "kleinen" Leistungen respekt. Und selbst wenn du "nur" theoretisch 100A auf dein 2,5² gibst, gehörst du schon eingesperrt du musst deine Leitung korrekt gegen Überlast schützen, sonst besteht immer die Gefahr eines Kabelbrandes -was du aber kaum riskieren darfst ,nur um deine Server am laufen zu halten.
Es ist egal ob du einen grossen -oder viele kleine Verbraucher gleichzeitig ein/ausschaltest. Und die Steuerung ist an sich schon darauf ausgelegt -kannst se ja auch so programmieren, dass das Aggregat auf jeden Fall 30min. läuft, wenn es schon mal aktiv ist -erhöht auch die Lebensdauer.


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#7 Verfasst am 31.05.2009, um 14:45:16



ja gut, aber nehmen wir einfach an, die Stadtwerke haben Mist gebaut, die Schütze schalten wie wild zwischen Normal- und Notstrom um und aus irgendeinem Grund kracht dann eine Phase HINTER der USV weg...super, jetzt ist an sich ja erstmal nur ein drittel aller Verbraucher lahmgelegt, aber die Natur von 3phasen Stromkreisen will es ja so, dass man zum tauschen der einen Sicherrung die anderen beiden Phasen auch noch stromlos macht. Na schönen Dank aber auch. Nur wegen ner blöden Sicherrung von einer Phase muss man alles abschalten. Schöne USV.

Und das beste ist, wenn man die Schütze, die die Einspeisung von der USV schalten, eben schalten, dann ballert es erstmal ne schöne Überspannung durch das Netz das HINTER der USV liegt, weil einfach zuviele Verbraucher gleichzeitig Strom bekommen und ein Teil von denen ballert es dabei durch weil die das nicht so gut durchhalten.


Bei ner USV für ne viertel Million erwarte ich eigentlich, dass egal was passiert, niemals die Verbraucher dahinter auch nur irgendwas mitbekommen. Ich habe nur dieses Jahr bereits mehrmals das Gegenteil erlebt. Das was du so schön erklärst wie es funktionieren sollte, versagt in der Praxis auf voller Länge wenn kritisch wird.


Das mit der Programmierung von der Netzumschaltung bei Wiederherstellung von Normalnetz ist gar nicht so übel...nur frag ich mich warum kein USV Hersteller auf diese grandiose Idee kommt :cut
Warum muss der Kunde sich um sowas bitteschön kümmern.
Zudem man eigentlich auch nicht davon ausgehen kann, dass die Hauptversorgung im Minutentakt "pulsiert", oder was sagt da deine Berufserfahrung?





Um einfach auf den Punkt zu kommen:
die hochwertigste zentrale USV Lösung die es so mit auf dem Markt gibt, hat in der Praxis mehrfach versagt und es kam zum Totalausfall. Punkt.

Ich suche einfach eine Lösung bei der unter KEINEN denkbaren Umständen alles gleichzeitig ausfallen kann. Mit einer zentralen USV halte ich dieses Ziel für definitiv unmöglich. Wenn nicht, dann zeige mir bitte eine detaillierte Lösung, mit der das doch möglich sein sollte?


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#8 Verfasst am 31.05.2009, um 15:23:30



Hmm vielleicht sollte ich ja ins USV-Geschäft einsteigen und Du organisierst mir gleich den ersten Großauftrag bei euch im Rechenzentrum.
Aber ist eigentlich nicht direkt mein Fachgebiet.
Was ist das denn für eine Top-USV? Ist aber nicht die online-variante oder? weil bei der dürftest du immer konstante Ausgangsspannung haben und wenn Du dann einfach vor der Baterieanlage nur zwischen Netz-und Aggregat hin und herschaltest, dürfte da am Ausgang nicht viel passieren -theoretisch. Aber da fehlt es mir ehrlich gesagt an Erfahrung mit USVs aber dass die Stadtwerke häuffiger schnell ein-aus schalten ist eher unwarscheinlich -wenn dan schon langsamer also beim wiedereinschalten nach einem Ausfall kann das Netz wieder zusammen brechen, da ja jeder Verbraucher gleich mal fett Strom zieht. Im Drehstromnetz ist es nicht zwingend erforderlich, beim Verlust einer Phase auch die anderen lahmzulegen.
Wenn Du wirklich 99%ig sicher sein willst währe eben die Lösung mit dezentralen batteriebetreibenen online-USVs kombiniert mit einer Zentrale aus Agi mit Batterie-online und separaten Stromkreisen zu den dezentralen Stationen die beste -aber sehr sehr teuer und Wartungsaufwändig -ob dir das dein chef genehmigt
Durch das schnelle hin -und herschalten zwischen agi und netz kann dir schon die zentrale usv ausflippen desshalb lässt ja das Aggregat erstmal laufen, bis sich die Situation "beruhigt" hat und wenn alle Stricke reißen hast immer noch deinen Puffer direkt an den Servern.


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#9 Verfasst am 31.05.2009, um 16:06:00



von der größten aus der Serie ein paar mehr im Synchronbetrieb:
http://www.highresolution.it/emersonliebert/pdf/NX/BRO-NX002-DE-XX.pdf
auch von APC usw gibt es dann nicht wirklich noch was besseres.

Und ja, die Ausgangsspannung aus der USV ist eigentlich eine perfekte Wechselspannung aufs Promille genau. Nur das Problem ist halt, wenn sie doch mal ausgefallen ist, bzw wenn die Sicherrungen hinter der USV weg waren, dann haut man ja mit einem Schlag dann ein paar tausend Server an den Ausgang der USV und da gibt es definitiv dann einige Ungereimtheiten in der Spannungsversorgung, sonst würden da dann nicht haufenweise Server krepieren.


Und mit welcher Sicherrung kann man bitte eine einzelne Phase abdrehen? Ich kenne nur Sicherungsschalter wo alle drei Phasen gleichzeitig manuell geschaltet werden.
solche Sicherrungen hier:


Die dafür nötigen Halterungen lassen das wechseln einer einzelnen Phase nicht zu. Man muss alle gleichzeitig rausnehmen.




Zu der Lösung mit den dezentralen USVs:
Könnte man da noch irgendwie Leistungskondensatoren zum Abpuffern von Spannungsstößen einsetzen oder sollte der Eingang von den USVs und vorallem die Steuerungselektronik davon sowas abkönnen? Weil genau das war ja auch ein Problem, das eben die Steuerung versagte, die zwischen Not und Normalstrom umschalten soll.
Weil ich denke mal die Variante mit einer zweistufigen USV Lösung wäre schon der Idealfall aber dann wirklich zu teuer. Die dezentrale Lösung hingegen kommt kostenmäßig nicht deutlich teurer.


Und gäbe es noch eine Variante die Verbraucher "sanft" ans Netz zu führen, wenn die USV wieder Strom speisen tut, sodass die Netzteile nicht krepieren, falls dann mal so eine dezentrale USV völlig versagt oder halt aus einem Grund abschaltet und dann dieses eine Rack wieder ans Netz genommen werden muss?


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#10 Verfasst am 01.06.2009, um 20:25:30



Die USV macht ja schon nen sehr sehr guten Eindruck.
In der Leistungsklasse gibt es kaum Sicherungs-lasttrenner für nur 1 Phase da diese Hauptsicherungen ja so gut wie nie auslösen. aber mann könnte da natürlich schon was zaubern
Die USVs haben kein Problem mit Spannungsschwankungen -wenn die Eingangsspannung zu hoch währe, würde der Überspannungsschutz greiffen, der ja in jedem vernünftigen Rechenzentrum verbaut ist. Kondensatoren würden Unterspannung ausgleichen.
Zum Wiederanlauf bei Totalausfall würde ich es machen wie die Stromversorger -also wenn der Strom wieder da ist nicht alle Server auf einmal ans netz sondern in kleineren Gruppen.
Sprich wenn der Strom ausfällt übernehmen erstmal die dezentralen USVs und die Stromkreise zu diesen werden unterbrochen bis das Agi angelaufen ist dann werden die USVs nach und nach ans Aggregat geschaltet -falls das Agregat es nicht packt alle auf einmal anzuwerfen. Ansonsten knallst es direkt gleichzeitig auf alle USVs.
Wenn du nur ein Serverrack ans Netz gibts tickt es doch nicht aus oder? Nur bei mehreren gleichzeitig. Einen Sanftanlauf der den Einschaltstrom begrenzt gäbe es schon zwar eigentlich für Motore aber funktioniert auch mit anderen Verbrauchern.



Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#11 Verfasst am 01.06.2009, um 21:07:09



bleibt trotzdem die Frage, würde es reichen, nur mit dezentralen USVs zu arbeiten und hätte das schon einen deutlichen Vorteil gegenüber der anderen Lösung?


Wie sollte in so einem Fall die exakte Schaltung aussehen zwischen Normalnetz, Aggi (ich kenn das Wort nur mit zwei G) und den dezentralen USVs? Sollte man da trotzdem noch mehrere Sicherrungsebenen einsetzen oder würde halt sagen wir eine 630A Hauptsicherrung hinterm Netz und Aggi und dann zwei Schütze, die zwischen NOrmla und Aggi umschalten und dann von den Schützen direkt auf die USVs (mit maximal wenigen Metern Leitung, die USV sollen sozusagen direkt im Schaltschrank sein bzw in unmittelbarer Nähe), oder muss da trotzdem noch was weiteres zwischen USV und den Schützen?


Also beim Einschalten war halt das Problem, dass da eben sehr viele mit einmal eingeschaltet wurde, aber trotzdem nicht alle auf einmal...dennoch hat das voll durchgehauen. Wäre jetzt die Frage, wenn da nur noch max 40 Server an einer 5kVA USV hängen, diese Server zusammen brauchen ca. 10-12A, sollte an sich ja eigentlich die Belastung beim Wiedereinschalten, wenn es denn nötig sein sollte, was ja keiner hofft, wesentlich humaner aussehen als wenn da ein paar tausend Server an einer großen USV hängen und da zwar trotzdem immer nur größere Gruppen von ein paar hundert eingeschaltet werden aber dennoch ist das in dem Fall alles ein Netz und Störungen bewegen sich dann innerhalb von dem Netz.


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#12 Verfasst am 01.06.2009, um 21:57:42



Nja wie gesagt dezentral währe schon ein Vorteil und würde vollkommen ausreichen.
+ kein totalausfall
+ störunanfälliger
Aber
- teuerer bei Montage und Betrieb

Die Frage ist ob es den Aufwand wert ist -wenn es nur um das Problem mit der hohen Stromaufname beim wiedereinschalten geht würde ich keine neue USV installieren -eher nach der bestehenden USV eine Schützschaltung mit welcher Du nur immer 40 Server in Gruppen zuschaltest. Aber wenn Ihr die "alte" eh raushaut....So wie Du die Schaltung beschrieben hast währe das schon sinnvoll -und je weniger Sicherungen und Schütze dazwischen sind, desto besser aber Vorsicherungen vor den USVs würde mann schon brauchen, da mann ne 5kVA USV kaum mit ner 630A Zuleitung speisen können wird.


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#13 Verfasst am 01.06.2009, um 22:18:43



die aktuelle USV austauschen wird eh nix...weil dann springen uns da ein paar Kunden aufs Dach, weil wieder alles runterfahren :cut

ist halt die Frage, ob man da überhaupt noch was optimieren könnte. Hm...vllt könnte ich dich ja mal einladen und dann schaust dir neben meinem Heimkino auch mal das an :angel



Wie ist das eigentlich mit der Umschaltung zwischen Normalnetz und Aggi...was für Komponenten gibt es da im Detail, die diese Umschaltung übernehmen und wie steuern sie das ganze? Weil ja eben primär das der Knackpunkt letztens war...Netz war weg aber die Schaltung schaltete einfach nicht mehr auf Aggi um. Und dann helfen auch dezentrale USVs nichts mehr, weil so schnell schafft man es kaum manuell oder so umzuschalten.


achja, eigentlich sollte es bei so einer USV ja an sich kein Problem sein, das sie auch ohne größeren Aufwand 400V statt 230V entgegennehmen kann, weil ja eh alles erstmal gleichgerichtet wird, oder?
Denn der Hauptanschluss ist ja 400V Drehstrom, nur hinter der USV kommt klarerweise 230V raus. Bei den 5kVA USVs haben aber fast alle einen 230V eingang...aber bei der größeren Abnahmemenge könnte es doch für den Hersteller eigentlich ohne Aufwand möglich sein, einen TRafo mit 400V Eingangsspannung einzubauen, oder?


greetz
Poison Nuke

bearbeitet von Poison Nuke, am 01.06.2009, um: 22:21:12


Der_Elektromeister

#14 Verfasst am 01.06.2009, um 22:44:10



Ja, würde gerne mal vorbeischauen so ein großes Rechenzentrum habe ich eh noch nie gesehen.
Also die Umschaltung muss vollautomatisch erstmal den Wegfall der Netzversorgung erkennen -(über eine einfache Spannungsüberwachung) und den Netzschütz ausschalten, dann das Aggi starten und wenn dieses korrekt läuft und bereit ist den Schütz für die Aggi-Einspeisung einschalten. Steuern würde ich das ganze über eine redundante SPS -natürlich müssen alle relevanten Komponenten an der Batterie-USV hängen . Wenn dann das Netz wieder liefert erkennt das natürlich unsere SPS und wartet erstmal ab. Wenn das Netz stabil bleibt: Aggi-Schütz Aus...Netzschütz Ein. Wenn die Anlage immer gut gewartet und überprüft wird funktioniert das tadellos mann müsste mal schaun wie das bestehende System genau aufgebaut ist und was der Fehler war -optimieren kann man bestimmt noch.


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#15 Verfasst am 01.06.2009, um 22:59:29



hast du mal einen LInk was SPS überhaupt ist usw? Weil irgendwie sagt mir das gerade nicht so viel :X

aber klingt in jedemfall sehr interessant und logisch, genau so wie es sein sollte :angel


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#16 Verfasst am 02.06.2009, um 09:12:14



SPS- Speicher Programmierbare Steuerung z.B. Siemens Simatic S7
https://mall.automation.siemens.com/DE/guest/ind...600-&jumpto=1600
gibt aber noch zig andere Hersteller.
SPSen sind in fast jeder komplexeren Anlage zur Steuerung eingesetzt. Mit den Dingern kannst einiges anstellen. Die Steuerung wird nicht mehr mit Relais verdrahtet sondern mit logik-bausteinen programmiert somit kannst schnell was ändern ohne überhaupt an die Anlage zu müssen und auf kleinstem Raum hochkomplexe Steuerungsaufgaben realisieren inkl. Visualisierung an PC oder speziellen Operator-Panels. Die SPS schickt dir sogar ne email wenn sie ein Problem hat oder z.B. gerade das Aggi anwirft...


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#17 Verfasst am 02.06.2009, um 09:19:10



was kostet so eine Lösung über den Daumen gepeilt für diesen einfachen ANwendungszweck wo halt nur umgeschaltet werden soll? Und wie sieht es aus wenn man das auf 100% Ausfallsicherheit auslegen will? Wie schaut das elektrisch überhaupt aus? Weil es muss ja trotzdem dann irgendwie die Schütz schalten also braucht es intern auch ein paar Steuerrelais. Gibt es dann einfach mehrere unabhängige Einheiten die dann am gleichen Steuerspannungstromkreis hängen und wenn der andere kein Signal von sich gibt übernimmt der andere?


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#18 Verfasst am 02.06.2009, um 10:09:43



Bei der Hochverfügbaren Lösung kostet die SPS alleine schon um die 17.000 die einfachere nicht redundante Lösung gerade mal 3.000 für Montage/Programmierung kommen wahrscheinlich nochmal 10-15.000 dazu aber ich müsste mir erstmal die Gegebenheiten anschauen um nen genauen Preis sagen zu können -vielleicht braucht man gar keinen neue SPS sondern kann den Bestand modifizieren und aufrüsten.
Die redundante Variante hat hald alles doppelt von der Spannungsversorgung/Einspeisung über die CPU bis hin zu den Ein-/Ausgangskarten und idealerweise würde mann auch alle Schütze doppelt haben. Die SPS hat intern entweder Relaiskontakte oder Transistoren welche dann 24 oder 230V ausgeben.


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#19 Verfasst am 02.06.2009, um 10:13:47



bitte was :?
das soll doch wohl ein Scherz sein. Was bitte rechtfertigt den Preis? Vorallem was rechtfertigt den Preis bei der Programmierung? Die sollen da kein neues Betriebsystem von Grund auf programmieren....


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#20 Verfasst am 02.06.2009, um 10:30:07



Bei den SPS-Komponenten musst dich schon an Siemens wenden. Der rest ist ja nur mal ne grobe Schätzung -wie gesagt mann müsste sich das erstmal anschauen. Fürs programmiern selbst fallen eh nur max 2000 an aber die Steuerung musst ja auch in nen Schrank einbauen, diesen montieren und die hardwaremäßige Einbindung in den Bestand darfst auch nicht vernachlässigen vorallem, da ja alles redundant sein mussaber es kann schon leicht sein, dass man das ganze mit der einfachen Lösung für gut unter 10.000 hinbekommt aber ist hald schwierig nen Preis zu nennen wenn man die Gegebenheiten nicht kennt.


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#21 Verfasst am 02.06.2009, um 11:49:05



ich persönlich finde den Preis trotzdem ganz schön übertrieben. Es soll ja nichts weiter können. Wenn ich mir etwas Zeit nehme würde ich das in Eigenentwicklung hinbekommen und da wäre Materialaufwand bei ein paar hundert €, wenn überhaupt und auch der zeitliche Aufwand würde in Grenzen halten.


greetz
Poison Nuke

Der_Elektromeister

#22 Verfasst am 02.06.2009, um 12:50:07



Nja die Lösung mit der hochverfügbaren SPS ist vielleicht auch etwas übertrieben weil die können eben auch Sachen die für diese Anwendung nicht mal ansatzweise benötigt werden, aber wenn du wirklich absolut sicher gehen willst...weil diese Baugruppen sind hald darauf ausgelegt absolut zuverlässig zu funktionieren und überwachen sich selbst um Ausfälle sofort zu erkennen und bei der teueren Lösung werden auch einige Datenpunkte z.B. vom Aggi und der USV mit eingebunden damit hast dann am OP/Leitrechner gleich den Status und Störmeldungen der ganzen Anlage vom Treibstoffvorrat bis hin zur Öltemperatur vom Aggi. Ist hald dann die Frage in wie weit mann die Anderen Geräte einbinden will/muss aber für einen absolut sicheren Betrieb währe das schon angebracht und dann kommst schon mal auf solche Kosten.
Man könnte das ganze natürlich mit einer Logo! für eben ein paar hundert € Materialaufwand in 2 Tagen auch hinbekommen -rein von der Funktion her- aber wenn du ne USV für 250.000 hast, die enfach hochverfügbar sein muss, sparst dann vielleicht am falschen Ende nicht das dir dann die billigst-Lösung abraucht und keiner merkts und dann stehst wieder im finsteren.
Aber ist echt schlauer ich komme mal vorbei bevor wir weiter über irgendwelche "Unsummen" reden und zum schluss stellt sich raus dass wir nur ein paar Strippen umklemmen müssen.


Grüsse, Andi.

 Poison Nuke  *

#23 Verfasst am 02.06.2009, um 13:04:45



diese Zusatzfunktionen sind dann nat. schon sehr interessant, stimmt 8)

ich werde dann aber erstmal Rücksprache halten müssen, ich kann ja nix entscheiden, suche ja lediglich Alternativen die ich dann vorschlagen kann:angel


greetz
Poison Nuke

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