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PN's Forum \ Computer \ Software \ Betriebssysteme \ Linux \ Linux Server einrichten (DNS, Fileserver, DHCP) mit späterer Aufrüstmöglichkeit für WLAN


hifi_purist *

#1 Verfasst am 31.07.2009, um 22:04:52



Hallo Mädels

Ich habe vor mir einen Linux Server einzurichten. Momentan habe ich einen Win2k3 Testserver laufen.. Nun soll es aber irgendwann Linux geben, da dieses kostenlos ist.
Was wird benötigt:
- DNS
- DHCP
- Fileserver

Also nichts besonderes.

Welches Linux würdet ihr einsetzen?? Ich würde vermutlich Debian nehmen wollen. Wer was schlankeres und besseres weiß, nur her damit
Dann habe ich aber noch ein Schmankerl vor:
Mein Lappi soll sich auch per WLAN anmelden können. (Muss zwar noch ne WLAN KArte kaufen und diese in den Server einbauen) - Welche Karte kann ich kaufen um gleich die Treiber bei Linux bei zu haben??

Wahrscheinlich wäre dann eine Webmin Oberfläche sinnvoll, oder (von wegen Betriebssystemhärtung)
Welche Dienste muss ich installieren??
Was muss ich sonst noch beachten??

Vielen Dank schonmal.. Wer irgendwelche Tutoritals hat, nur her damit.. Habe zwar schonmal nen Nagios Server aufgesetzt, aber das ist schon wieder 1,5 Jahre her.

Einen schönen Gruß


Aufklärung ist Ärgernis; wer die Welt erhellt, macht ihren Dreck deutlicher.
(Karlheinz Deschner)

 Poison Nuke 

#2 Verfasst am 31.07.2009, um 23:34:16



Wieviel Erfahrung hast du schon mit Linux?

also ich würde definitiv Debian nehmen, derzeit IMHO das beste Serversystem von allen. Suse ist schon so vollgestopft mit Paketen das ich mich frage ob die Entwickler überhaupt noch durchblicken was sie da machen. Und Fedora, Red Hat, CentOS...nunja, sind fast identisch und bei weitem nicht so komfortabel wie Debian. Ubuntu wäre dann der, wie der Name schon sagt "bunte" Ableger von Debian, für den Desktopeinsatz primär gedacht.


Ergo bleiben wir bei Debian.


Und muss es wirklich eine grafische Verwaltungsoberfläche sein? Viel schlanker wäre es, wenn du einfach im Textmodus arbeitest und nur das nötigste installierst.




Zur Installation:

- Sprache auswählen usw sollte ja kein Ding sein
- wichtig, bei der Netzwerkkonfiguration gar nicht erst auf DHCP warten, da abbrechen und manuell die Netzwerkkonfiguration schon beim Setup eingeben, damit sparst du dir später etwas Fummellei. Dazu am besten gleich die IP geben die der Server schlussendlich auch haben soll und nat. einen funktionierenden Gateway und DNS Server (normalerweise der DSL Router)
- Beim Partitionslayout am besten benutzerdefiniert, auf sda legst du zuerst eine Swap Partition an, 4GB sind meist iO und den restlichen Speicher würde ich direkt für das System reservieren. Noch mehr Partitionen bereiten einem meist eher Probleme als das sie Vorteile bringen
- Bei der Paketauswahl nur Standardsystem nehmen und da man normalerweise die Netinstall CD hat, muss man das ganze vom Internet über einen Mirror installieren.
- Nach dem vergeben vom root Passwort und dem erstellen von einem Nutzeracount (Administrator z.B.) wars das auch schon mit der Grundinstallation.




grundlegende Systemeinrichtung:
- als root einloggen und als aller erstes folgenden Befehl eingeben:

Quellcode
vi /etc/apt/sources.list

dort vor die ersten beiden Einträge, die auf das CDROM verweisen, eine Raute machen, um diese Zeilen auszukommentieren (in vi zuerst "i" drücken um ein Zeichen einzugeben und Esc um dann wieder in den Steuermodus zu kommen. Wenn die ersten zwei Einträge auskommentiert sind, im Steuermodus ":wq" eintippen und Enter (heißt soviel wie "write and quit".


Quellcode
apt-get update
apt-get upgrade
apt-get install vim-nox mc ssh


damit bringst du die Paketlisten auf den aktuellsten stand und führst von den Systemdateien gleich ein Update durch.
vim-nox ist dann ein komfortablerer VI der nicht so dämlich fuhnktioniert wie der origniale VI, der eine Fehlentwicklung ist.
MC ist der Midnight Commander, ähnlich Norton Commander. Der vereinfacht das Arbeiten mit Dateien dann doch erheblich.

Mit SSH hast du dann die Möglichkeit über das Programm "putty" unter Windows dann auf den Server zuzugreifen, sodass er keinen Monitor mehr braucht und du ihn remote komplett verwalten kannst.

- als nächstes würde ich erstmal das einloggen in das System vereinfachen, dazu in folgende Datei wechseln:
/etc/inittab
und dort dann folgende Zeile (relativ weit unten):

Quellcode
1:2345:respawn:/sbin/getty 38400 tty1

gegen folgendes austauschen:

Quellcode
1:2345:respawn:/bin/su -


das bedeuted soviel, dass beim Systemstart die lokale Konsole (und nur diese) sich automatisch als Superuser einloggt mit begrenzten Rechten, damit spart man sich das dauernde einloggen wenn man lokal am Server arbeitet, insofern gesichert ist das kein anderer lokal ran kann.





Jetzt geht es auch schon direkt zur Dienstekonfiguration:

erstmal alles installieren:

Quellcode
apt-get install samba samba-client dhcp bind9


damit hast du einen Windos-Fileserver, dhcp und einen DNS Server installiert.

die Konfiguration dieser erfolgt über

/etc/dhcpd.conf -> DHCP Server

/etc/smb.conf -> Fileserver

/etc/named.conf -> DNS Server

Über folgende Kommandos kannst du die eigentlichen Dienste dann starten, restarten oder beenden:


Quellcode
/etc/init.d/dhcpd restart
/etc/init.d/smb restart
/etc/init.d/named restart



oder alternativ nur start/stop.


Die eigentliche Konfiguration von den Diensten...naja, eigentlich gibt es dazu sehr viele Tutorials im Netz, die sehr schnell gefunden sind. Jetzt hast ja erstmal die Grundlage um mit dem Server zu arbeiten.


bei weiteren Fragen einfach stellen :prost


greetz
Poison Nuke

ulbricht

#3 Verfasst am 02.08.2009, um 09:13:40



Dem gibt es nicht mehr viel hinzu zu fügen, hatte Jahrelang einen Debian Server bei mir im Keller,
nie Probleme gehabt.
Ich würde auch auf eine Gui verzichten (vielleicht mal zum testen oder so)
Als ersatz zu deiner Gui empfehle ich dir dann http://www.webmin.com/
damit hast du dann alles im Griff.


Manche Menschen sind so engstirnig, die können glatt mit beiden Augen durch ein Schlüsselloch gucken

bearbeitet von ulbricht, am 02.08.2009, um: 09:14:10


hifi_purist *

#4 Verfasst am 02.08.2009, um 10:08:37



Also so wie ich es mir auch gedacht hatte Naja, mal sehen was so daraus wird.

Vielen Dank schonmal!

Einen schönen Gruß


Aufklärung ist Ärgernis; wer die Welt erhellt, macht ihren Dreck deutlicher.
(Karlheinz Deschner)

Stripes

#5 Verfasst am 02.08.2009, um 21:27:45



Ich betreibe schon seid Jahren verschiedene Home Server, habe da mitlerweile Suse (bis 10.2), Open Solaris, Debian und Gentoo eingesetzt.
Wie Poison schon sagt würde ich von SUSE ehr weggehen, zu voll und viele Fehler in den Paketen.
Debian ist zweckmäßig gut geeignet aber je nach deinen Kenntnissen kannst du auch noch andere sehr leichte distros nehmen.

Ein Bekannter hat mir vor kurzem das neue Open Wrt auf einem Asus Router gezeigt.
Ok das ist was für Kenner aber es würde deine Anforderungen vollkommen erfüllen und dabei noch eine super Umweltbilanz abgeben.
Das wäre die Ideale Minimallösung.

Was hast du dir als Hardware vorgestellt?

Wenn du ein WEB Interface brauchst sind auch http://www.freewrt.org (für Router) oder http://www.freenas.org/ (für große Hardware) eine Lösung.
DNS, DHCP und ein Fileserver sind immer schnell eingerichtet, egal auf welchem Linux.



Addicted to good music!

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