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PN's Forum \ Computer \ Software \ Betriebssysteme \ Linux \ Debian: angepasster und farbiger Shellpromt und eigener SSH Login-Text


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 19.09.2009, um 18:42:55



Hio,

wer bei Debian die einheitliche Farbe der Kommandozeile satt ist, bzw wer die Übersichtlichkeit der Shell verbessern will, kann dies durch anpassen der Prompt tun.



dazu beim jeweiligen User diese Datei bearbeiten:


Quellcode
~/.bashrc


die Zeile "export=PS1" ist der Promt der immer vorn als erstes steht. Normalerweise hat man da ein farbloses
User@host: wd$
oder so in der Art stehen. Ist von System zu System unterschiedlich.


Wenn man nun die Prompt anpassen will stehen folgende Funktionszeichen zur Verfügung:


Quellcode
\a         - Piepton (bei jedem anzeigen der Promt piept der interne Speaker...also bei jedem Enter)
\d         - aktuelles Datum (z.B. "Tue Sep 19")
\D{format} - eigenes Datumform gem. strftime(3)  
\e         - ein Escapezeichen (wird für Farbcodes benötigt) 
\h         - Rechnername bis zum ersten Punkt 
\H         - kompletter Rechnername (FQDN)
\j         - Zahl aktiver Jobs der aktuellen Shell 
\l         - Name des Zugriffgerätes (z.B. vty, tty) 
\n         - neue Zeile
\r         - carriage return 
\s         - Name der Shell
\t         - Zeit im Format HH:MM:SS (24h)
\T         - Zeit im Format HH:MM:SS (12h)
\@         - Zeit im Format HH:MM (12h)
\A         - Zeit im Format HH:MM (24h)
\u         - Name des aktuell angemeldeten User
\v         - Version der BASH
\V         - ausführliche Version der BASH
\w         - kompletter Pfad zum aktuellen Verzeichnis, $HOME durch Tilde (~) abgekürzt 
\W         - aktuelles Verzeichnis ohne kompletten Pfad, $HOME durch Tilde (~) abgekürzt 
\!         - Nummer des aktuellen Command in der History
\#         - Aktuelle Nummer an Commands
\$         - gibt ein "#" für root aus, ein "$" für andere Nutzer
\nnn       - dreistelliger ASCII Code
\\         - ein Backslash wird ausgegeben
\[         - damit wird eine Zeichensequenz eingeleitet die nicht ausgegeben werden soll, wichtig für Farbcodes
\]         - damit wird diese Zeichensequenz beendet




Die Farbcodes

so wird ein Farbcode eingegeben:


Quellcode
\[\e[xx;yym\] 


sieht auf den ersten Blick etwas verwirrend aus...und ok ist es eigentlich auch. Aber der sich das ausgedacht hat war wahrscheinlich leidenschaftlicher Brainfuck-Programmierer.

\[ - leitet hier eine Squenz ein die nicht ausgegeben werden soll, das ist wichtig, sonst kommt es zu Fehlern bei der Ausgabe
\e[ - gibt an, das nun ein Farbcode folgt
xx - ist hier die Vordergrundfarbe
yy - die Hintergrundfarbe
m - schließt den Farbcode ab
\] - schließt die Sequenz ab Alles was ab hier folgt wird in dieser Farbe ausgegeben


Vordergrundfarben:

Quellcode
30 - schwarz
31 - rot
32 - grün
33 - gelb
34 - blau
35 - magenta
36 - cyan
37 - weiß 


Hintergrundfarben:

Quellcode
40 - schwarz
41 - rot
42 - grün
43 - gelb
44 - blau
45 - magenta
46 - cyan
47 - weiß 


wichtig ist, das man am Ende mit einem
\e[0m
abschließt, damit der eigentliche Text den man eingibt die standardfarbe hat, welche vom Betracherprogramm eingestellt werden kann

Hier mal ein kleines Beispiel von meinem Server, wie es dann in die .bashrc eingetragen wird:

Quellcode
export PS1='\[\e[36m\][\h]\[\e[31m\]\w> \[\e[0m\]'


heraus kommt folgendes:

wobei der zweite User beim zweiten Farbcode eine 32 hat, damit auf diese Weise root und User unterschieden werden können




farbige Ausgabe bei LS

dazu in der .bashrc folgende Zeile eintragen:

Quellcode
alias ls='ls -lah --color=auto'


dadurch reicht das eingeben von "ls" und der Befehl wird mit folgenden Optionen automatisch ausgeführt:
-l (Listenansicht)
-a (alles Anzeigen)
-h (Größenangaben in MByte oder GByte usw, auf binärer Basis)
--color=auto (ausführbare Dateien und Ordner werden mit gesonderten Farben dargestellt)




geänderte Login-Botschaft beim einloggen über SSH

dazu einfach folgende Datei als root öffnen:

Quellcode
/etc/motd


und dort den Text anpassen.

Dann sieht das ganze z.B. so aus:



greetz
Poison Nuke

Cattivo

#2 Verfasst am 19.09.2009, um 19:08:06



Lass sowas sein - menno

Du machst mir wieder Lust auf Debian. Leider habe ich z.Z. weder einen Rechner noch die Zeit dazu.

___________________________

Ich finde es richtig gut, dass du solche Infos hier einpflegst.
Weiter so.


Gruß Markus
Mein Heimkino

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