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PN's Forum \ HiFi \ Allgemeines \ Surround & Heimkino \ Lautsprecher hinter Leinwand zum Hörer anwinkeln?


verado *

#1 Verfasst am 27.10.2009, um 14:33:29



Hallo,

Lautsprecher werden gerne zum Hörer angewinkelt. Sieht man auch immer in Tonstudios. Die sitzen dort im Nahbereich ca. 1m entfernt.

Wie sieht es aus hinter einer akustisch transparenten Leinwand? Da gibt es ja immer Reflektionen LS vs. Leinwand. Weiters sitzt man im Heimkino ja doch 4m oder mehr entfernt und soll einen breiteren Hörerkreis beschallen als nur den Hörer im Stereodreieck.

Auch gibt es scheinbar LS welche angewinkelt werden sollen und welche die nicht. In meiner Betriebsanleitung steht zb. nichts von anwinkeln, aber da steht überhaupt auch nicht sehr viel drinnen. Meine LS (JBL L820) sind derzeit an die Wand geschraubt und daher parallel zu ihr. Einen Hochtonabfall am Hörplatz würde Audyssey ausgleichen.

Wie seht ihr das?




Barnie

#2 Verfasst am 27.10.2009, um 16:00:29



Wenn du in 4m Abstand sitzst, spielt das imho keine grosse Rolle mehr. Hoch- und Mittelton bündeln ja ähnlich wie Licht, so dass du in diesem Abstand ziemlich sicher dasselbe Frequenzbild abbekommst wie genau auf Achse. Die einzige Frage, die sich bei so einem grossen Hörabstand und nicht angewinkelten Boxen stellt, ist der reflektierte Schall, der ja zusammen mit dem Direktschall die Summe dessen ausmacht, was du am Hörplatz hörst, und der wird, je stärker die Schallenergie, die seitlich abgestrahlt wird, auch stärker im Verhältnis zum Direktschall. Das heisst, du sitzst in 4m ziemlch sicher nicht mehr im Hallradius bzw. der Diffusschall gewinnt Überhand. Da der seitlich abgestrahlte Schall aber bei den meisten Boxen schon von Haus aus nicht linear ist und durch die Materialeigenschaften der reflektierenden Oberflächen nochmals verfälscht wird, kann das Ergebnis am Hörplatz, also der Mix aus Direkt- und Diffusschall auch verfälscht/verfärbt klingen.

Soviel zur Theorie. Bei dir sind aber, soviel ich weiss, die Wände absorbierend gestaltet, die Frage ist nun, wieviel und wie linear deine Wände wirklich absorbieren und wie der Frequenzgang des von den JBL seitlich abgestrahlten Schalles aussieht.

Hier als schlechtes Beispiel das Rundstrahlverhalten einer Audio Physic Tempo - die Lila Linie zeigt das setliche Abstrahlverhalten, die rote ist auf Achse:





Und hier das einer ELAC FS 210A :


Hier ist der seitliche Schall praktisch identisch mit dem auf Achse. Ein Spezialfall sind Spezialisten aus dem Studiobereich wie MEG oder auch K&H, dort ist der seitlich abgestrahlte Schall nicht nur ähnlich linear wie der auf Achse sondern auch deutlichst leiser als auf Achse. So hat die Raumakustik weniger Einfluss auf das was am Hörplatz ankommt und man kann auch grössere Hörabstände fahren, ohne dass der Diffusschall überwiegt. Ähnlich ist es auch bei Hörnern.

Gruss
Barnie


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

bearbeitet von Barnie, am 27.10.2009, um: 16:02:58


 Poison Nuke 

#3 Verfasst am 27.10.2009, um 16:21:32



also ist die Frage wie breit die Leinwand ist...wenn man doch zu sehr abseits der Achse ist würde ich da schon nochmal schauen das die LS einigermaßen in die eigene Richtung zeigen. den seitlich reflektierten Schall hat man so oder so, das macht nur bei starken Einwinklungen wirklich was aus.

und das größte Problem ist vorallem, die Leinwand schluckt ja auch schon etwas Hochton...wenn nun Audyssey das und den Abfall durch den Winkel ausgleichen muss, dann kann es leicht passieren das man seine HTs dann bei gut Pegel killt, weil da einfach zuviel ankommt.

Weiterhin: was für eine Leinwand hast du denn, das der Schall da reflektiert wird? Bei jedem normalen Tuch hat man null Reflektionen, da kommt nichts mehr zurück, oder wenn dann wirklich nur minimalst, vernachlässigbar.


@ Barnie:
wieviel Grad seitlich wurde bei deinen gezeigten Messungen gemessen?
und bei der Klein und Hummel ist es nicht so das diese linear sind. Ok es ist wenig buckelig, aber seitlich ist es bei denen so das der Tiefton fast genauso laut ist (geht ja auch nicht anders) und der Hochton halt einfach deutlich leiser, alles dazwischen ist wie mit einem Lineal beide Punkte verbunden...sprich man hat dann einen "schrägen" Frequenzverlauf. Ist bei MEG ähnlich. Das Problem ist einfach das sie nicht so gebaut sind das die Frequenzen gleich stark gebündelt werden. Sondern mit steigender Frequenz steigt auch die Bündelung an. erst bei richtigen Hörnern hat man sowas, das es wirklich einfach nur leiser wird.



greetz
Poison Nuke

Barnie

#4 Verfasst am 27.10.2009, um 16:40:33



Die obigen Messungen sind 30° seitlich.

Zitat:
und bei der Klein und Hummel ist es nicht so das diese linear sind. Ok es ist wenig buckelig, aber seitlich ist es bei denen so das der Tiefton fast genauso laut ist (geht ja auch nicht anders) und der Hochton halt einfach deutlich leiser, alles dazwischen ist wie mit einem Lineal beide Punkte verbunden...sprich man hat dann einen "schrägen" Frequenzverlauf. Ist bei MEG ähnlich.


Ich weiss, das meinte ich ja auch - habs etwas unglücklich formuliert - ich wollte sagen, dass der Hochton einerseits seitlich viel leiser(im Vergleich zur obigen ELAC z.B.) ist und andererseits eben auch relativ linear(also ohne grossartige Einbrüche o.Ä.) abfällt. Diese beiden Eigenschaften zusammen führen eben zu einem vergrösserten Hallradius und homogenerem Diffusschall.


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

bearbeitet von Barnie, am 27.10.2009, um: 16:41:25

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