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PN's Forum \ HiFi \ Allgemeines \ Ausphasen sinnvoll oder voodoo


Butze1979 *

#1 Verfasst am 07.02.2010, um 20:30:17




Zitat:
Hallo!

Jede Doppelleiterkonstruktion besitzt eine parasitäre Kapazität, die dardurch gekennzeichnet ist, dass Wechselströme mit steigender Frequenz von einem Leiter zum anderen fliessen können. Mit anderen Worten sinkt die Isolation für höher frequente Wechselspannungen zwischen den Leitern. Je grösser die sich gegenüberstehenden Flächen sind und je dichter diese zusammen sind, desto stärker ist dieser Effekt. Die unterschiedlichen Wicklungen in einem Netz-Transformator stellen schon eine ziemlich grosse Fläche dar. Entsprechend stark werden die bei gezielter Untersuchung deutlich.
Den Effekt der Trafokapazität kann man leicht zu Hause nachvollziehen. Man nehme einen Audioverstärker der Schutzklasse II (Schutztrennung = Kein Schutzleiteranschluss, bzw. mit zweipoligem Eurostecker) und messe die 50Hz-Wechselspannung mit einem hochohmigen Digitalmultimeter zwischen Verstärkermasse und Schutzleiter (am besten am Heizungsrohr) . Dann vertauscht man die Pole des Netzsteckers und misst erneut. Der Verstärker darf dabei NUR mit den Stromnetz und mit keinen anderen HiFi-Komponenten verbunden sein. Man wird zwei verschiedene Spannungen messen, die ausschliesslich auf die parasitären Kopplungen zwischen Primär- und Sekundärwiklung zurückzuführen sind. Die unterschiedlich starke Kopplung bei verdrehtem Netzstecker ist dadurch erklärt, dass ein Ende der Primärwicklung weiter unten liegt, als die andere - somit ist deren Kapazität zur Sekundärwicklung um einiges kleiner. Diese Messmethode erzeugt aber keine absoluten Messwerte, sondern lediglich Vergleichswerte. Wiederholt man diese Messung mit einem anderen Multimeter, können sich wiederum ganz andere absolute Werte ergeben - allerdings bleibt das Verhältnis zwischen den Werten bestehen! Das liegt daran, dass der Messert selbst durch den ungeheuer grossen Messgeräteinnenwiderstand von >1MOhm sehr stark beeinflusst wird. Der Innenwiderstand und die Trafokapazität bilden einen Spannunsgteiler.

Über diese parasitäre Kapazität können neben der 50Hz Netzspannung höher frequente Netzstörungen natürlich noch wesentlich besser einkoppeln und sich auf der Audiomasse breit machen. Aus diesem Grund werden viele Audiogeräte von Audiophilen Leuten "ausgephast". Ausphasen ist kein Voodoo, sondern angewandte EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit, Teilgebiet der allgemeinen Elektrotechnik). Auf Grund der unterschiedlichen kapazitiven Kopplung der Sekundärwicklung nach Phase und Null können sowohl besagte Gegentaktstörungen (Störungen, die nur auf Phase oder Null gegen Erde liegen bzw. 180° phasenverdreht auf Phase und Null) als auch Gleichtaktstörungen (Störungen, die Phasengleich auf Phase und Null egen Erde - Darunter auch 99% aller gestrahlten Störungen, die von der Netzleitung eingefangen werden) in das Gerät einkoppeln. Besonders deutlich wird der Effekt der Trafokapazitäten, wenn man den Signalleiter des Audiokabels berühert oder ihn mit dem Schutzleiter verbindet. Je nach Trafokapazität und Steckerpolung hört man ein mehr oder weniger starkes Brummen in den Lautsprechern - natürlich mit einer Frequenz von Netztypischen 50Hz.
Unterschiedliche Transformatoren haben unterschiedlich starke Koppelkapazitäten. Das hängt atürlich davon ab, wie die einzelnen Wicklungen aufgebracht wurden. Mit meinem Digitalmultimeter konnte ich schon einges Durchmessen. Ein 08/15 Ringkerntrafo ergab z.B. weit über 60V und ein Yamaha-Verstärker lag bei beiden Steckerpositionen bei unter 10V.
BTW, diese Spannungen sind zwar sehr hoch, sind aber alles andere als gefährlich, weil ihr Innenwiderstand so hoch ist, dass sie bei Kontakt mit dem Körper sofort zusammenbrechen.

FAZIT: Ausphasen ist leicht und schnell gemacht, kostet nichts und schaden kann es in keinem Fall. Ich würde es daher empfehlen (aber nicht dringend) bei allen angeschlossenen Audioquellen, aber insbesondere beim Leistungsverstärker, da er auf Grund der hohen Leistungen auch einen besonders grossen Transformator verbaut hat.
Achja, Ausphasen ist in meine Augen KEIN Vodoo :)..



was haltet ihr davon, macht ihr das bei euren anlagen wenn ja wie?


hier könnte ihre Werbung stehen.

hifi-killer

#2 Verfasst am 07.02.2010, um 21:03:00



das wird bei berdarf interesant, wenn sich tatsächlich eine brummspannung bildet!

im prinzip währe es bei modernen netzteilen interesanter den koppelkondensator der auf masse liegt zu verbinden! mit gemeinamer hauptmasse!und auch mit schalter!!! auch bei den herkömlichen geräten wahlweise mit sehr fetten kabeln an eine hauptmasse zu verbinden! im prinzip wird das bei guten geräten schon intern gemacht, damits nicht brummt! und bei denen für problem fälle ein groundliftschalter mit eingebaut ist!

das als dogma zu werten ist definitiv voodoo


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

Der_Elektromeister

#3 Verfasst am 07.02.2010, um 21:05:38



Das haben wir hier ja schon einigen mit Brummstörungen empfohlen und bringt auch oft eine Verbesserung. Technisch ist das an sich schon richtig erklärt aber ob es eine hörbare Verbesserung bringt, wenn man kein Problem mit brummen hatWenn dann schon alle Komponenten mit nem 16mm² auf den PAG legen.
Wie es geht hat er doch erklärt -Multimeter zwischen Schutzleiter und Gehäuse und dann den Netzstecker in die Position drehen, wo die Spannung am geringsten ist.

- Beiträge wurden automatisch zusammengefügt -
Grund: Doppelposting


War wieder einer schneller


Grüsse, Andi.

hifi-killer

#4 Verfasst am 07.02.2010, um 21:14:58



zum wie, das ist abhängig vom grundstörsignal, wenn ein gerät rauscht, lauter als der brumm, so wird der brumm zweitrangig!
also erst wenn der brumm das hauptproblem ist, wird erst festgestellt von wo er kommt, ist es eine "kapazitäre einstreuung" oder einzel gerät mit schlechter interner brumm vermeidung!
dann werden geräte ausgeschaltet, bis der brumm weg ist. dann wird gleichzeitig noch darauf rüchsicht genommen, das es nicht ein nachbargerät ist, oder auch eine schleife, in den anschlußkabeln. zum schluß kann man den einen oder anderen stecker gedreht testen!
heiden arbeit bei 16 geräten

War wieder einer schneller ich war nicht fertig


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

bearbeitet von hifi-killer, am 07.02.2010, um: 21:16:37

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