Registrierung
leer
leer
newposts
Users
search
FAQ
Login
Start

Hallo Gast, und Willkommen im Forum. Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um alle Funktionen nutzen zu können.


PN's Forum \ HiFi \ Schallerzeugung \ Lautsprecher \ TQWT (Tapered Quarter Wave Tube)


TimB *

#1 Verfasst am 20.03.2010, um 14:41:43



Ich habe letztens mal was über eine interessante Gehäuseart gelesen das sogenannte TQWT
Es handelt sich im Prinzip um eine Mischung aus TL, BR und Backloaded Horn

Aufgebaut ist es so:
eine Transmissionline, die sich wie ein Horn nach hinten hin öffnet jedoch ist dort nicht wie bei einer gewöhnlichen TL eine Öffnung sondern ein BR-Port (dieser kann als Schacht oder Rohr ausgeführt sein) und wie bei einer normalen TL ist der Treiber bei der 1/3 Position engebracht. Geignet sein sollen Chassis mit einem Qts von etwa 0,4

Hier mal zu besseren Vorstellung ein Bild:

Einmal mit einem BR-Schacht und einmal mit einem Rohr

Berechnen lässt es sich hiermit:
http://www.hifi-selbstbau-magazin.de/index.php?o...mo&catid=46:gehe

Was Ich mich bei diesem Prinzip frage ist: Wo liegt da der Sinn und die Vorteile gegenüber anderen Gehäuseprinzipen?

Kennt jemand in diesm Forum dieses Gehäuseprinzip und hat es vllt. auch schon mal gehört?

EDIT: Ich habe gerade noch einen Link dazu gefunden:
http://yu-ra.tripod.com/tqwta.htm
leider auf Englisch


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

bearbeitet von TimB, am 20.03.2010, um: 15:10:37


DarkSubZero

#2 Verfasst am 20.03.2010, um 16:30:04




Zitat:
Was Ich mich bei diesem Prinzip frage ist: Wo liegt da der Sinn und die Vorteile gegenüber anderen Gehäuseprinzipen?



Das frage ich mich gerade auch. Das sieht so aus als ob jemand alle Vorteile der 3 Prinzipen vereinen wollte, jedoch nichts gescheites rausgekommen ist. Bild 2 Ist einfach nur ein BR-Gehäuse mit einer Verstrebung in der Mitte kann mir kaum Vorstellen, dass das einen großen Unterschied im Klang macht.



TimB *

#3 Verfasst am 20.03.2010, um 16:49:49



Naja meine Skizze war wohl nicht perfekt etwas höher und schmaler wäre wohl besser gewesen

Ich habe aber vorhin noch gelesen, dass ein Recht bekannter DIY-LS nach diesem Prinzip arbeitet:
http://www.lautsprechershop.de/hifi/needle.htm


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

 Poison Nuke 

#4 Verfasst am 20.03.2010, um 17:01:41



bei der Needle scheint es mir aber eher noch eine TL zu sein.

Gibt es denn Vergleichsmessungen, so am besten BR bei dem Volumen vrs ein gleich großes Gehäuse mit der "Verstrebung" vrs eine gleichlange echte TL? Konnte dem Text da jetzt auch nicht so wirklich einen Vor- oder Nachteil entnehmen.


greetz
Poison Nuke

AundB

#5 Verfasst am 20.03.2010, um 18:53:19



Tag,
die Needle ist eine TQWT. Habe auch ein Pärchen an einem dicken DIY-Verstärker hören dürfen.

acoustic-design-magazin.de schrieb:
Die Gehäuseart nennt sich TQWT, was ausgeschrieben Tapered Quarter Wave Tube heißt. Eine gewisse Ähnlichkeit des Aufbaus mit Transmissionlines ist nicht zu leugnen, in ihre Berechnung fließen nahezu die gleichen Faktoren ein, wenn auch in anderer Weise. Generell ist die TQWT eine sich öffnende Schallführung, deren geschlossenes Ende einen Querschnitt nahe der Membranfläche aufweist. Zum offenen Ende vergrößert sich der Querschnitt um den Faktor zwei bis drei. Die Kanallänge entspricht einem Viertel der Wellenlänge der gewünschten Resonanzfrequenz der TQWT. Anders als bei TL’s endet der Kanal in einem Auslass, der etwa die halbe Fläche der Membran hat. Die Laufleitung kann als hohe Säule oder mit Abknick in der Mitte aufgebaut werden. Das Chassis sitzt zwischen einem Drittel und der Hälfte der Linelänge vom geschlossenen Ende entfernt. Die Konstruktion der TQWT geht auf ein Design des Lowther-Erfinders Paul Voigt aus dem Jahre 1934 zurück, das als Voigt-Pipe in die Geschichte des Lautsprecherbaus einging.




bearbeitet von AundB, am 20.03.2010, um: 18:57:45


 Poison Nuke 

#6 Verfasst am 20.03.2010, um 19:35:13



nur was bringt es jetzt wirklich? Durch das geschlossene Ende hat man dann eine Raummoden bei der gewünschten Frequenz im Gehäuse und im Schalldruckmaximum der Mode befindet sich die Resonatoröffnung. Nur ob dadurch nicht dann der Effekt der REsonatoröffnung gemindert wird :?

und was soll die Öffnung bringen, so ein sich vergrößernder Querschnitt hat doch eigentlich nur den Sinn der Impedanzanpassung bei einem abrupten Impedanzwechsel, aber hier wird ja absichtlich ein richtig harter Impedanzwechsel angestrebt. Würde mich mal interssieren ob es messtechnisch einen Unterschied macht ob man eine gerade Säule mit konstantem Querschnitt hat oder eben diese Hornfunktion


greetz
Poison Nuke

AundB

#7 Verfasst am 04.06.2010, um 17:10:21



Ich habe etwas zu TQWT gefunden was mich ziemlich überrascht hat, glaube das war irgendwo bei http://www.hifi-selbstbau.de und zwar hat die TQWT bei der Tuningfrequenz keine Impedanzeinbuchtung zwischen zwei peaks wie BR, sondern nur einen einzigen peak, wie CB!
Obs nun gut oder schlecht ist, keine Ahnung, würde sonst auf eine Spekulation hinauslaufen, das wollen wir nicht.
Tatsache ist, es ist "anders".

PS: TQWTs wird aber ein trockener Bass nachgesagt. Ich hab zwar die needles gehört aber nur solo und in einem fremden Raum mit Gitarrenmusik, kann somit nichts sagen.


bearbeitet von AundB, am 04.06.2010, um: 17:13:50


hifi-killer

#8 Verfasst am 04.06.2010, um 18:49:36



ich kenne das system,(bezogen auf das erste bild) habs auch schon aufgebaut, es handelt sich um eine TML mit 1/3 anzapfung!
durch die drittelung, sollen sich frequenzen (lanbda halbe X 2) die durch die reflexion im toten drittel stärker wiedergegeben werden, und somit dem typischen frequenzeinbrüchen der TML endgegen wirken!

das funktioniert nur bedingt, ein 12db einbruch wird dabei auf 6db reduziert
interessant wird das aber erst, wenn mann das ganze auf die vorgegebenen raummoden abstimmen kann

wird die "reflexöffnung" zu tief gestimmt oder zu klein verliert das TML-brett seine wirkung


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

bearbeitet von hifi-killer, am 04.06.2010, um: 18:55:14


AundB

#9 Verfasst am 04.06.2010, um 18:53:30



Killer, hast du die Möglichkeit eine TQWT zu simulieren oder irgendwie zu berechnen?


bearbeitet von AundB, am 04.06.2010, um: 18:55:04


hifi-killer

#10 Verfasst am 04.06.2010, um 19:01:08



ich hab das mit try and error ermittelt gehabt ,bin dann aber auf ein "tapethorn" mit KK ausgang umgestiegen. das hatte wesentlich bessere ergebnisse und ist teilweise simulierbar! im prinip hab ich das noch, der rest meines riesenhornes steht im keller! wer hilft mir das hoch zu schleppen? die gelegenheit ist günstig!

ach ja,sobald man etwas dämmung einbringt wirds wieder völlig unüberschaubar! da die wellenlänge um das brett dadurch verlängert wird und das volumen wird erhöht! das verhältniss dürfte unterschiedlich sein


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

bearbeitet von hifi-killer, am 04.06.2010, um: 19:07:21


FlorianK

#11 Verfasst am 05.06.2010, um 09:00:56



Killer@
was hast du für Erfahrungen gemacht, in Bezug auf den Wirkungsgrad ? So wie ich TQWT erlebt habe, ist das im Vergleich zu zB Horn und sogar Reflex eher eine Minderung ?! Man kann bessere Abstimmungen machen um tiefer zu kommen,aber mit ähnlichen Schwierigkeiten wie bei TML.Hatte auch immer den Eindruck, dass die Wiedergabe nicht so spritzig ist (ist natürlich wieder so eine Sch... Aussage - weil man nicht richtig nachvollziehen kann, wie der LS auf den Raum abgestimmt war )
Hast du da Vergleiche machen können ? Es muß ja auch einen Grund gegeben, warum sich das nicht so unheimlich durchsetzt - mal abgesehen von den Abmessungen.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

bearbeitet von FlorianK, am 05.06.2010, um: 09:04:25


AundB

#12 Verfasst am 05.06.2010, um 13:15:45



Ich habe mich gestern mit dem Thema beschäftigt und weiss jetzt was es mit der TQWT auf sich hat.

AundB schrieb:
TQWT bei der Tuningfrequenz keine Impedanzeinbuchtung zwischen zwei peaks wie BR, sondern nur einen einzigen peak, wie CB!


Das stimmt doch nicht. Der Impedanzverlauf ist wie bei einer BR.
Ausschwingverhalten ist auch ziemlich das gleiche wie bei BR.

Unterschiede zur BR:

1. Für BR braucht man chassis mit Qts < 0,4. Eine TQWT funktioniert mit schwach bedämpften chassis mit Qts 0,4 - 0,8.
2. Die BR Tuningfrequenz ist >/= Freiluftreso des chassis. Die TQWT Tuningfrequenz soll deutlich unter der Chassis-Freiluftreso liegen können ohne dröhnig zu werden, ideal für chassis mit hoher Reso.
3. Bei chassis mit niedriger Freiluftreso wird eine TQWT viel größer als eine gleich-abgestimmte BR-Kiste. Die Lauflänge muss nämlich 1/4 der Freiluftreso-Lambda betragen. -> TQWT lohnt erst bei chassis mit höhrer Fres denen man Tiefbass beibringen will.





hifi-killer

#13 Verfasst am 06.06.2010, um 16:20:54



der wirkungsgrad ist etwa gleich der BR und tiefgang bettelt auch nach entzerrung deshalb auch der umstieg auf "tapedhorn - TML mitKK die 1/3 anzapfung bringt zwar was aber zu wenig!

wenn ich nicht so kaputt währe(abgebaut auf grill hütte) würd ichs mal schnell zusammen bauen


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

hifi-killer

#14 Verfasst am 10.06.2010, um 12:38:29



hochgeschleppt ist das horn, werd demnächst mal ans aufbauen denken, der kopf wird jedoch gerade als tisch und arbeitsplatz missbraucht! da es das kontra teil schlecht hin is gibt das aber n neuen thread!


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

PN's Forum \ HiFi \ Schallerzeugung \ Lautsprecher \ TQWT (Tapered Quarter Wave Tube)


- Zurück zur Homepage - Eigene Beiträge - Neue Beiträge - Wer ist online? - Impressum - Datenschutz - Statistiken -



Board coded and provided by: Poison Nuke
Copyright 2007-2014, Robert Menger