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PN's Forum \ HiFi \ Signalverarbeitung \ aktive Frequenzweichen und Filter \ DCX oder BruteFIR?


Schimmelhirn *

#1 Verfasst am 24.03.2010, um 08:03:58



Morgen zusammen,

demnächst werde ich beruflich bedingt umziehen. Schon mal Zeit sich Gedanken über die zukünftige WZ-Beschallung zu machen . Raumakustische Maßnahmen sind schon mal eingeplant in Form von Plattenresonatoren, natürlich noch nicht im Detail, weil das neue WZ kenn ich ja noch gar nicht...
Aber immerhin habe ich das o.k. des Inneneinrichtungsministers.

Ich möchte dann ausserdem noch mit digitaler Raumkorrektor arbeiten (Fokus auf Stereo Musik). Ich denke eine Anpassung an den Raum im Bassbereich wäre ausreichend. Fullrange wäre zwar schön, aber wenn ich vom AVR-Preout auch auf die Fronts gehe, handle ich mir wahrscheinlich wg. der Filterlaufzeit Probleme bei Heimkino ein. Wie seht ihr das?
Geplant ist deshalb "nur" Multisub mit 4 Woofern. Grundsätzlich kommen da für mich zwei Verfahren in Frage:

1.) kleiner Convolution-PC mit Linux und BruteFIR
Vorteil: Flexibel, gute Optik, auf Fullrange DRC erweiterbar
Nachteil: Komplex, höherer Stromverbrauch

2.) Behringer DCX 2496
Vorteil: Einfach(er) zu bedienen
Nachteil: mit nur 6 Ausgängen weniger Flexibel, Optik

Ich denke preislich komme ich mit der DCX etwas günstiger hin, aber der Preis ist erstmal kein Kriterium wenn sich beide nicht viel nehmen.

Meine Kette soll dann so aussehen:
HTPC -digital-> Marantz SR4003 -analog (Sub preout)-> (BruteFIR/DCX) -analog-> 4 x AMP --> 4 x Sub

Mein HTPC ist Windows basierend und da kein PCI-Slot mehr frei ist, scheidet (zunächst mal) die BruteFIR Lösung direkt im HTPC aus. Darüber mach ich mir erst Gedanken wenn mein erster Ansatz hier scheitert. Auf Linux umzurüsten bedeutet auch mehr Investition für Linuxfähige Hardware (GraKa, TV-Karte(n), Board, evtl. Gehäuse mit mehr Platz etc...). Aus dem HTPC muss ich zwingend digital raus, weil die analogen Ausgänge störbehaftet sind.

Also jetzt dann mal zu den Fragen im speziellen, in der Hoffnung ihr könnt mir evtl. weiterhelfen und mir Tips zur Umsetzung geben.
Sorgen mache ich mir im Moment am meisten über die Filterlaufzeit. Umgesetzt werden sollen pro Kanal Linkwitz-Entzerrung und DRC.
Ich habe Bedenken, dass der Bass dann schon deutlich hinterherhinkt. Irgendwo habe ich gelesen, dass BruteFIR dafür etwas unter 1 Sekunde benötigen würde. Hat damit schon jemand Erfahrung gemacht? Wie ist das mit der DCX? Kann man mit BruteFIR eine Linkwitz-Entzerrung umsetzen? Mit der DCX geht das, soweit ich weiß.
Die Komplexität von BruteFIR macht mir (noch) keine Sorgen, das würde ich mit entsprechender zeitl. Investition hinkriegen. Messequipment habe ich mittlerweile.

Sonstige Kritikpunkte oder Denkfehler in meiner Planung? Wie würde ihr das umsetzen?

Danke schon mal!

Grüße, Daniel













 Poison Nuke 

#2 Verfasst am 24.03.2010, um 22:47:51



Denkfehler in der Hinsicht: FIR Filter können keine Zeitreisen machen. Ein 48dB Filter hat so oder so immer eine Laufzeitänderung allein für die Signaländerung. Der Vorteil von FIR ist dann, dass man alle anderen Frequenzen wieder linearphasig machen kann, dafür erhöht sich aber über das gesamte Spektrum die Laufzeit.

Durch die Berechnung in der CPU ergibt sich bei einem BruteFIR dann so oder so noch eine gewisse höhere Latenz als bei einer DCX z.B., wenn auch minimal. Wenn FIR dann also alles und ganz ehrlich, der Aufwand für so ein FIR Setup ist nicht zu unterschätzen. Ich selbst habe es noch nicht gemacht aber schonmal reingeschnupper, würde aber mal so schätzen, ein halbes Jahr oder so wirst sicher schon brauchen eh es dann mal irgendwann läuft. Da ist soviel zu machen und soviel Handarbeit erforderlich, allein erstmal die Einarbeitung was man alles überhaupt machen muss damit überhaupt irgendwas läuft ist übel :cut


Wenn es nur der Sub sein soll belasse es bei einem IIR Filter, Filter hoher Ordnung bringen so oder so nur selten was. Das Konzept mit einem Multisub ohne Einsatz von Filtern erstmal alles einigermaßen linear zu bekommen ist immer besser als dann mit biegen und brechen noch was gerade zu biegen.


Und wie man in den bisherigen Erfahrungsthreads zu FIR lesen kann, wirklich bringen tut eine linearphasige Wiedergabe auch nicht wirklich etwas. Das Geld+Zeit ist fast immer sinnvoller in bessere Wiedergabetechnik und/oder Akustik investiert.


greetz
Poison Nuke

Barnie

#3 Verfasst am 25.03.2010, um 09:17:34



Ausserdem: wenn du dein komplettes System mit FIR korrigierst - dann handelst du dir eine Latenz ein, die du mit einer Bildverzögerung wieder ausgleichen müsstest und mir ist bisher noch kein Tool ader AVR bekannt, der das kann.

Meine Empfehlung wäre eine DCX für Heimkino-/Multisubzwecke und evtl. einen PC mit FIR an Board als CD-Playerersatz für Stereomusik, der dann eben auch nur bei Stereo aktiv ist.


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

bearbeitet von Barnie, am 25.03.2010, um: 09:37:37


Schimmelhirn *

#4 Verfasst am 25.03.2010, um 09:45:19



Danke für die Antwort... Ich versuche mal meine Gedanken nochmal etwas zu ordnen. Bei grobem Unfug bitte ich um Einspruch! Bin noch sehr neu im Thema...

Ich habe gestern mal ein wenig mit einem alten PC und meiner 2 Kanal Edirol UA-1EX rumgespielt. Ein Xubuntu System mit Jack und BruteFIR läuft bereits, mit der Raumkorrektur habe ich aber noch nicht angefangen. Wird natürlich einiges an Zeit verschlingen, aber ein halbes Jahr...? Aber selbst wenn, der Aufwand schreckt mich nicht. Im Gegenteil, ich bin froh wenn ich was zu tun habe...



Zitat:

Wenn es nur der Sub sein soll belasse es bei einem IIR Filter, Filter hoher Ordnung bringen so oder so nur selten was. Das Konzept mit einem Multisub ohne Einsatz von Filtern erstmal alles einigermaßen linear zu bekommen ist immer besser als dann mit biegen und brechen noch was gerade zu biegen.



Das ist schon klar, bzw. wird auch meine Vorgehensweise sein. Akustische Maßnahmen treffen, Multisubsystem so gut wie möglich in akustischer und optischer Hinsicht austellen und einrichten. Dann erst Filter. Und da ich für die Integration eines Multisub Systems ohnehin noch Hardware in Form eines Signalprozessors benötige muss ich mir halt überlegen ob ich das mittels BruteFIR oder DCX mache

Warum ich momentan eher der BruteFIR Lösung mehr abgewinnen kann:
* Deutlich Flexibler. Mit einer 10 Kanal Soundkarte könnte man schon einiges mehr anstellen. Z.B. Fronts oder irgendwann mal ein SBA/DBA integrieren.
* Basteltrieb befriedigen Das ist wohl eher der entscheidende Punkt...

Wenn ich also deinen Post richtig verstanden habe, bekomme ich so oder so Laufzeitunterschiede. Bedeutet für mich zwei(drei) Optionen:

1.) Raumkorrektur auf alle Kanäle (4xSub, 2xFront, 2xSR, 1xSB) und nach Möglichkeit die Asynchronität von Bild und Ton bei HK-Wiedergabe durch SW einstellen (z.B. ffdshow).

2.) Raumkorrektur nur für Musik, dann aber Fronts und Subs um Laufzeitunterschiede auszugleichen. Problem hier ist, dass ich dann einen anderen Ausgang / Eingang von PC und AVR nutzen müsste. Dafür brauch ich aber noch eine zusätzliche Soundkarte, weil der analoge onBoardSound in meinem HTPC ist grausig. Da müsste ich dann mal prüfen ob ich für iTunes und die Videoplayer/TV unterschiedliche Ausgabegeräte definieren kann.

Bei Option 1 gibts wieder zwei Möglichkeiten ;)
1a.) Hardware und Software im HTPC auf Linux umstellen, irgendwie einen PCI Steckplatz gewinnen und HTPC auf Linuxbasis und BruteFIR in einem
1b.) Bei der dritten Option bin ich mir nicht sicher ob das funktionieren kann. Die Soundkarte die ich für BruteFIR im Blick hab ist die M-Audio Delta 1010LT. Die hat 10 analoge Ausgänge und einen "S/PDIF digital I/O mit PCM und AC-3/DTS surround" Bedeutet das, daß ich damit digital in den Convolution PC gehen kann und dort den DTS-Stream auf die einzelnen Kanäle decodieren und entsprechend mit BruteFIR bearbeiten kann? Würde dann halt den AVR zur reinen Endstufe degradieren...

Wenn ich mir das alles nochmal selber durchlese, kommt für mich nur Option 1b.), wenn das nicht geht Option 2.), in Betracht.



Zitat:

Und wie man in den bisherigen Erfahrungsthreads zu FIR lesen kann, wirklich bringen tut eine linearphasige Wiedergabe auch nicht wirklich etwas. Das Geld+Zeit ist fast immer sinnvoller in bessere Wiedergabetechnik und/oder Akustik investiert.



Die Erfahrungsthreads die ich zu BruteFIR gelesen habe waren eigentlich immer positiv - wenn es denn mal läuft... Für Akustik stimme ich zu, werde ich im Rahmen des optisch Möglichen auch umsetzen. Bessere Wiedergabetechnik? Bin eigentlich mit meinen LS sehr zufrieden und was hilft es mir "bessere" Lautsprecher zu verwenden, wenn mir der Raum eh wieder einen Strich durch die Rechnung macht... Oder hab ich dich da falsch verstanden?

Grüße, Daniel

- Beiträge wurden automatisch zusammengefügt -
Grund: Doppelposting



Barnie schrieb:
Ausserdem: wenn du dein komplettes System mit FIR korrigierst - dann handelst du dir eine Latenz ein, die du mit einer Bildverzögerung wieder ausgleichen müsstest und mir ist bisher noch kein Tool ader AVR bekannt, der das kann.

Meine Empfehlung wäre eine DCX für Heimkino-/Multisubzwecke und evtl. einen PC mit FIR an Board als CD-Playerersatz für Stereomusik, der dann eben auch nur bei Stereo aktiv ist.



Das hatte ich mir auch schon überlegt, die ganze Audiogeschichte auszulagern. Benötigt aber wieder mehr Hardware und ungemütlichen Aufwand: Der Musik/Convolution PC würde auf einen anderen Eingang vom LCD-TV angeschlossen werden. Bedienung? Müsste dann voll Fernbedienbar sein, damit ich kein zweites Keyboard/Maus im WZ rumstehen habe. Und eine ganze Musiksammlung ber Fernbedienung durchklicken?

Eine Alternative wäre das nur, wenn der Player ansprechend über ein Webinterface voll bedienbar wäre, dann aber mit Albumcover, vernünftiger Archivierung etc pp. Kennt da jemand was?



Barnie

#5 Verfasst am 25.03.2010, um 10:24:16



Wieso einen zusätzlichen PC - du kannst das doch auf dem bestehenden installieren?


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

Schimmelhirn *

#6 Verfasst am 25.03.2010, um 11:07:54




Barnie schrieb:
Wieso einen zusätzlichen PC - du kannst das doch auf dem bestehenden installieren?



Hmm, ja klarirgendwie hab ich nicht daran gedacht...

Linux System für alles ausser zocken und TV/Video, dafür dann halt Win7.
Leider dauert das dann mit dem Hin- und Her booten so lange...aber eigentlich haste recht... wäre die wahrscheinlich billigste Variante. Und zwei Minuten warten zwischen Musik und TV ist glaub ich aktzeptabel...
Da ich mir ein zusätzliches hübsches Gehäuse für den convolution PC spare wäre die Lösung sogar noch billiger als die DCX Variante.





Barnie

#7 Verfasst am 25.03.2010, um 11:21:50



Nix Linux - Windoof:

http://forum.poisonnuke.de/index.php?action=ViewThread&TID=3058&goto=1#1




Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

Schimmelhirn *

#8 Verfasst am 25.03.2010, um 11:36:12



öhm, also nach meinem Verständnis kann ich mit (((acourate))) doch nur die Filterkoeffizienten erstellen... Das würde auch mit DRC gehen... nicht ganz so komfortabel, aber kostenlos. Einen Convoler brauch ich doch trotzdem noch zum Applizieren der Filter...? Oder was hab ich jetzt da gar nicht kapiert???


Ich glaub es gibt unter Foobar noch so ein Plugin um die Convolution in Win machen zu lassen, aber ich mag die Aufmachung von Foobar nicht, die Archivierung ist grausig.



ferryman

#9 Verfasst am 25.03.2010, um 14:49:18




Zitat:
der Aufwand für so ein FIR Setup ist nicht zu unterschätzen. Ich selbst habe es noch nicht gemacht aber schonmal reingeschnupper, würde aber mal so schätzen, ein halbes Jahr oder so wirst sicher schon brauchen eh es dann mal irgendwann läuft. Da ist soviel zu machen und soviel Handarbeit erforderlich, allein erstmal die Einarbeitung was man alles überhaupt machen muss damit überhaupt irgendwas läuft ist übel


Das war vielleicht vor ein paar Jahren so. Mitlerweile gibt es Convolver für Windoof (Audiomulch, Console heisst glaub das andere) und kostenlose VST-Plugins (Equalizer, Crossover, Delays usw usf)... ich hab ne FIR Trennung inerhalb einer Stunde ans Laufen gebracht. Die meiste Arbeit, die dann eher Wochen gebraucht hat, ist das interne Routing des Signals in Windows. Ein extra Weichenrechner erspart einem das vollkommen.

Mit linearphasigen Filtern und Trennungen sind die Möglichkeiten von FIR aber nur angekratzt. Man kann mit geeigneter Software (Matlab, DRC, Acourate) nicht nur den Fgang, sondern die komplette Sprungantwort einer Anlage "glattbügeln", sprich optimieren. Raumkorrektur nennt sich das dann wohl.

Das geht dann aber nach meinem Wissen vom Stand der Dinge (NOCH) nicht unter Windows. Hier braucht man Windows, BruteFIR (und damit Linux, was aber aufgrund der Trivialität der Ubuntu-Bedienung kein Hindernis ist) und eben eine der genannten Filterdesign- Softwares. Auch das ist kein Hexenwerk, von einem halben Jahr Zeitaufwand kann imho keine Rede sein.

Ich nutze das Zeug übrigens nur aus Kostengründen. Ein PC ist billiger als ne DCX- linearphasiges Equalizing und bequeme Bedienung nehme ich einfach als Vorteile mit. Raumkorrektur ist für mich erst eines der folgenden Kapitel.


Zitat:
Wenn es nur der Sub sein soll belasse es bei einem IIR Filter, Filter hoher Ordnung bringen so oder so nur selten was.


Da fehlt mir die Erfahrung, allerdings vermittelt mir die Theorie was anderes: gerade im Bassbereich bedeutet eine Phasendrehung eine erheblich größere (zeitliche) Verzögerung, und ist damit weit kritischer als z.B. im Hochton, wo sie praktisch witzlos (weil im Bereich von Millisekunden) ist.


Lamello rulez :p

TimB

#10 Verfasst am 25.03.2010, um 15:01:00




ferryman schrieb:
Ich nutze das Zeug übrigens nur aus Kostengründen. Ein PC ist billiger als ne DCX- linearphasiges Equalizing und bequeme Bedienung nehme ich einfach als Vorteile mit.


Kommt drauf an, wenn man schon einen alten PC für diesen Zweck besitzt, dann ist es wirklich günstiger, denn dann reicht bspw. folgende Soundkarte: http://www.thomann.de/de/m-audio_delta_1010lt.htm
Aber wenn man dazu noch einen PC kaufen muss wird es denke Ich mal teuer
(ausser man kauft sich einen gebrauchten PC)

Aber die gleiche Idee hatte Ich auch schon, jedoch hatte Ich bisher nicht das Geld dafür (für eine DCX noch weniger)
Einen Computer dafür hätte Ich aber noch.

Nur wie sieht das mit den Soundkartentreibern unter Linux aus?

Ein weiterer Vorteil wäre dann, dass damit ein 2-Wege Subwoofer möglich wird welcher ja aufgrund der Phasendrehungen beimn Trennen sonst nicht so gut funktionieren soll


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

bearbeitet von TimB, am 25.03.2010, um: 15:02:04


ferryman

#11 Verfasst am 25.03.2010, um 15:25:30



Die schweineteure Karte brauchts nicht. Ich hab meinen Zweiweger erstmal mit dem Onboardsound gefahren, dann mit einer X-Fi. Jetzt hol ich mir vermutlich ne bessere M-Audio (Aber auch nur 160 Euro neu, mit externer Anschlussbox (weiterer Grund für die Karte)), aber auch aus Softwaregründen.

Soundkartentreiber unter Linux? Hihi- Onboard, Audigy, X-Fi und Terratec liefen, ohne dass ich ne TreiberCD auch nur angefasst hätte . Die M-Audio läuft ebenso, die RME-Hammerfall-Reihe ist genauso vollkompatbel



Lamello rulez :p

 Poison Nuke 

#12 Verfasst am 25.03.2010, um 16:49:00




ferryman schrieb:

Zitat:
Wenn es nur der Sub sein soll belasse es bei einem IIR Filter, Filter hoher Ordnung bringen so oder so nur selten was.


Da fehlt mir die Erfahrung, allerdings vermittelt mir die Theorie was anderes: gerade im Bassbereich bedeutet eine Phasendrehung eine erheblich größere (zeitliche) Verzögerung, und ist damit weit kritischer als z.B. im Hochton, wo sie praktisch witzlos (weil im Bereich von Millisekunden) ist.



steilflankige Filter haben das Problem, dass die Tieftöner selbst zu schnell ans Limit kommen können. Zumindest bei IIR hat man das Problem, dass ungeachtet der Phasendrehung der Ton selbst nichtmal mehr richtig rauskam. Entweder die hatten sich verschluckt oder irgendwas anderes passte nicht. Es klang zumindest def. komplett anders, eine Pauke klang dann wie ein Chello oder so in der Art, als wenn halt noch Töne dazugekommen wären oder so. Ob FIR diese Effekte verhindern kann weiß ich nicht, nur müsste man dennoch erstmal das gesamte Setup und nicht nur den Sub über FIR laufen lassen, weil bei FIR ist die Zeitverzögerung nicht geringer wie bei IIR, es ist dann halt nur gleichphasig.


und Aufwand hatte ich damals allein wegen dem Setup für BruteFIR gerechnet. Als ich mich damit beschäftigt hatte, brauchte man eine bestimmte Distri, bestimmte Soundkarte, bestimmte Libs und Module und dies und das und eh dann BruteFIR mal soweit wäre das es gelaufen ist war bei einigen, wo ich einen Bericht gelesen hatte, schon etliche Wochen mit Monate vergangen. Daher hab ich gar nicht erst damit angefangen.


Wenn es heute einfacher ist, in der Form wie "apt-get install brutefir" und es läuft, dann wäre es nat. ideal 8)


greetz
Poison Nuke

Schimmelhirn *

#13 Verfasst am 25.03.2010, um 16:54:46




Poison Nuke schrieb:



Wenn es heute einfacher ist, in der Form wie "apt-get install brutefir" und es läuft, dann wäre es nat. ideal 8)



Genauso läufts... Ich hatte zuvor nur noch ein parr schwierigkeiten, weil in meinem alten Rechner gleich drei Soundkarten drin waren. Zwar alle erkannt, aber die falsche war als Standard eingestellt. Wenn man sich nicht mit Linux auskennt, hält sowas noch am längsten auf. Aber wie gesagt, ich hatte vom frisch installierten xubuntu ca. 3 Std. gebraucht um ein simples XO-Filter zu implementieren. Mit DRC wird es sicher nochmal ein paar Stunden brauchen, aber alles in allem überschaubarer Aufwand.





Barnie

#14 Verfasst am 25.03.2010, um 19:16:44




Schimmelhirn schrieb:
öhm, also nach meinem Verständnis kann ich mit (((acourate))) doch nur die Filterkoeffizienten erstellen... Das würde auch mit DRC gehen... nicht ganz so komfortabel, aber kostenlos. Einen Convoler brauch ich doch trotzdem noch zum Applizieren der Filter...? Oder was hab ich jetzt da gar nicht kapiert???


Ich glaub es gibt unter Foobar noch so ein Plugin um die Convolution in Win machen zu lassen, aber ich mag die Aufmachung von Foobar nicht, die Archivierung ist grausig.



Genau so ist es - für Foobar gibt's ein Plug-In und das ganze läuft dann wie ein Mediaplayer oder Winamp. Da werden dann sowohl die GLZ als auch der Frequenzgang korrigiert und zwar mit FIR.


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

ferryman

#15 Verfasst am 25.03.2010, um 19:25:46



Ach, dann geht das tatsächlich voll unter Windows. Ich hab gedacht man wär auf BruteFIR angewiesen. Schau an, schau an. Vielleicht sind die 350 Euro doch bald fällig.

Weisst du zufällig, wie das Plugin heisst?


Lamello rulez :p

Barnie

#16 Verfasst am 25.03.2010, um 21:04:12



Impulse Response Convolver 0.3

http://www.foobar2000.org/components/author/Peter


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

DarkSubZero

#17 Verfasst am 26.03.2010, um 15:09:19



Ein zusätzliches Problem bei Musikausgabe über PC ist, dass es sich nicht wie von einem analogen Zuspieler anhört. Ich habe bisher schon recht viel in dieser Richtung getestet und immer klang es von einem guten CD/DVD/BRP besser als über PC.

In Verbindung mit dieser Soundkarte:

http://www.musik-schmidt.de/SSL-MX-4.html

könnte man jedoch schon das ein oder andere Großprojekt günstig realisieren.


bearbeitet von DarkSubZero, am 26.03.2010, um: 15:13:30


TimB

#18 Verfasst am 26.03.2010, um 16:50:49



128 digitale Kanäle


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

ferryman

#19 Verfasst am 26.03.2010, um 16:53:25



Die nötigen externen Wandler werden den Spaß schnell verderben. Morgen auf der Prolight und Sound werd ich mich mal umschauen, wie die Profis ihr Zeug aktivieren.




Lamello rulez :p

Barnie

#20 Verfasst am 26.03.2010, um 19:12:03




DarkSubZero schrieb:
Ein zusätzliches Problem bei Musikausgabe über PC ist, dass es sich nicht wie von einem analogen Zuspieler anhört. Ich habe bisher schon recht viel in dieser Richtung getestet und immer klang es von einem guten CD/DVD/BRP besser als über PC.

In Verbindung mit dieser Soundkarte:

http://www.musik-schmidt.de/SSL-MX-4.html

könnte man jedoch schon das ein oder andere Großprojekt günstig realisieren.



Echt?? Findest du analog besser?? Ich spiele NUR digital zu... Daher ist es bei mir egal ob CD-Player oder PC oder Netzwerkplayer - höre da keine Unterschiede. Eigentlich höre ich auch analog kaum Unterschiede...


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

Der_Elektromeister

#21 Verfasst am 26.03.2010, um 19:50:48



Wenn der Player nen besseren D/A Wandler als der AVR hat ist es schon besser, den Player wandeln zu lassen und analog zuzuspielen. Ich höre da aber auch keinen Unterschied und spiele alles digital zu.


Grüsse, Andi.

ferryman

#22 Verfasst am 26.03.2010, um 19:58:48



Wenn man auch die Karte digital ausgeben lässt, und dann nen Studiowandler höchster Güte Wandeln lässt, wüsste ich nicht wo der CDP da noch punkten könnte.


Lamello rulez :p

DarkSubZero

#23 Verfasst am 26.03.2010, um 20:18:40



Digital habe ich noch nicht ausgegeben. Über PC schließe ich auch alles analog an und da ist der Klang vom Player halt besser. Vielleicht sollte ich es mal digital versuchen.



Barnie

#24 Verfasst am 26.03.2010, um 21:08:27



Ja versuch das mal. Bei mir klingt z.B. der DVD-Player besser weil digital angeschlossen als mein SACD-Player analog angeschlossen. Andererseits klingen der Netzwerkplayer und der Digitalplayer genau gleich weil beide digital angeschlossen - in beiden Fällen wandelt der AVR.


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

Schimmelhirn *

#25 Verfasst am 29.03.2010, um 08:27:23



Um nochmal auf BruteFIR und DRC zurückzukommen...

Ich habe am Wochenende mal DRC mit dem Foobar Plugin Convoler umgesetzt. Das funktioniert soweit gut. Der Bass wird absolut dröhnfrei. Ansonsten habe ich das Gefühl dass es leicht räumlicher wird. Das kann aber auch Einbildung sein. Leider verliert man durch DRC einiges an Dynamik. Der Pegel wird sicherlich um irgendwas zwischen 3 und 6dB gedämpft. Aber dafür eben absolut dröhnfrei (Zwei Peerless SLS-12 in 24l CB parallel mono).

Mal schauen wie ich das Messen kann... mit Carma kann man ja auch ein externes Testsignal generieren und messen. Mal sehen wann ich zu einem vorher/nachher Vergleich komme.

Da mir Foobar aber absolut nicht zusagt habe ich zunächst mal probiert das Ganze doch mit Linux und BruteFIR auf einer zweiten Partition im Dual-Boot-Modus umzusetzen. Wenn man Linux Neuling ist, ist das Ganze etwas tricky, weil man halt auch noch mit so ein paar nicht so ganz unwichtigen Details kämpfen muss.

Aber nach zwei Tagen intensiven beschäftigen läuft es zuverlässig. Die Musik wird in Rhythmbox abgespielt, läuft durch BruteFIR und kommt am Ende sogar an der Soundkarte raus

Eindeutig einfacher ist es, wenn man eine reine Convolution vom Soundkarteneingang zum Soundkartenausgang macht. Um den Player dazu zu kriegen, dass er sich mit BruteFIR verbindet war nicht ganz einfach.

Ergebnis ist natürlich das gleiche wie über Foobar - wäre ja schlimm wenn nicht ;)

Meine nächsten Versuche gehen dahin, dass ich mal nur den Bass korrigiere und gleichzeitig schaue ob ich eine Linkwitzentzerrung über BruteFIR hinbekomme. Wenn das klappt werde ich mir wahrscheinlich beizeiten einen Convolution-PC einrichten. Wie umfangreich das dann wird muss ich noch sehen. Entweder nur 4 Woofer als Multisub oder 2.4 für Musik oder komplett HK im 6.4. Leider kann ich damit erst später anfangen ;( Momentan fehlt das Geld und ausserdem das Wohnzimmer...

Die Filter habe ich übrigens mit DRC erstellt. Mit dieser Anleitung
http://www.duffroomcorrection.com/images/d/de/DRC_Guide_v1.0.pdf
klappt das wirklich sehr gut und komplett kostenlos. Zumindest zum Testen genau der richtige Weg. Dann kann man sich ja überlegen ob es acourate noch braucht. Für mich denke ich lohnt sich das nicht.

Grüße, Daniel


PN's Forum \ HiFi \ Signalverarbeitung \ aktive Frequenzweichen und Filter \ DCX oder BruteFIR?


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