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PN's Forum \ HiFi \ Allgemeines \ Entkoppeln oder Ankoppeln


elton *

#1 Verfasst am 28.03.2010, um 21:10:43



So, eine Frage habe ich auch noch zu dem Subwoofer. Aber im Prinzip eher allgemeiner Natur.

Ich habe einen Laminatboden und wenn man auf dem läuft, gibt dieser auch minimal nach. Unter mir wohnt nur eine Holzpelletsanlage, welche sich über tiefe Bässe wohl nicht beschweren wird. Ohne den Subwoofer je in meinen 4 Wänden gehört zu haben, weils noch in den Sternen steht, wann er gebaut wird (ich warte noch auf Bauteile), profitiert der Subwoofer eher von Ankopplung (mit spikes) oder Entkoppeln mit Tennisbällen? Was würde man durch Ankoppeln/Entkoppeln erwarten? Gedacht ist der Subwoofer eher für Musik denn Filmton. Ich verspreche mir damit eine bessere Wiedergabequalität durch direkteren Tiefbass, als es bei meinem jetzigen Bandpass der Fall ist.

Liebe Grüße, elton


Meine Nachbarn hören gute Musik - ob sie wollen oder nicht.

FlorianK

#2 Verfasst am 28.03.2010, um 22:08:03



Du die Spikes und die Tennisbälle sollen eigentlich das Gleiche bewirken.Wenn du die Gehäuse noch bauen mußt kannst du auch gleich das Gehäuse unten mit einer Art Aufkantung versehen, in die du dann zB die Tennisbälle setzt. Dann sieht man sie von außen nicht und du hast eine tolle Entkopplung.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

im Kino

#3 Verfasst am 28.03.2010, um 22:18:31




FlorianK schrieb:
Du die Spikes und die Tennisbälle sollen eigentlich das Gleiche bewirken.Wenn du die Gehäuse noch bauen mußt kannst du auch gleich das Gehäuse unten mit einer Art Aufkantung versehen, in die du dann zB die Tennisbälle setzt. Dann sieht man sie von außen nicht und du hast eine tolle Entkopplung.



Hi,

Du liegst mit Deiner Aussage leider verkehrt. Tennisbälle entkoppeln und Spikes koppeln an!

Grüße



Andreas87

#4 Verfasst am 28.03.2010, um 22:25:27



und wäre es in der Situation, sprich Laminatboden, nicht besser zu entkoppeln?


"Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."


manollo139

#5 Verfasst am 28.03.2010, um 22:34:52



Da er sagt, dass der boden etwas bewegung hat!
würde ich sagen ja!
Auf ganz festem Laminat wäre ankoppeln sinvoll genau wie auf fliesen!


Interessengemeinschaft DIY Hifi
DIY-Hifi-Forum

FlorianK

#6 Verfasst am 28.03.2010, um 22:42:12



? Erklär das bitte einmal ?!!


Gruß Florian

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TimB

#7 Verfasst am 28.03.2010, um 22:49:58




manollo139 schrieb:
Auf ganz festem Laminat wäre ankoppeln sinvoll genau wie auf fliesen!


schon mal festes Lamit gesehen?

und IMHO ist entkoppeln immer besser


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

manollo139

#8 Verfasst am 28.03.2010, um 22:50:32



Bei festem Boden, der sowieso nicht mitschwingen kann.
Ist es vorteilhaft, dem subwoofer einen noch besseren stand zu geben.

Bei "weichem" boden der mitschwingen kann (was zu dröhnen führen kann) ist das entkoppeln vom boden (schwingungen werden vom absorber aufgenommen) sinvoller!


Interessengemeinschaft DIY Hifi
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TimB

#9 Verfasst am 28.03.2010, um 22:52:41




manollo139 schrieb:
Bei festem Boden, der sowieso nicht mitschwingen kann.
Ist es vorteilhaft, dem subwoofer einen noch besseren stand zu geben.



Wieso?

und was ist wenn der Subwoofer gut genug ist, dass der Estrich nennenswert mitschwingt?


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

manollo139

#10 Verfasst am 28.03.2010, um 22:55:13



Okay ich bin nicht von poisons oder tiefdrucks subs ausgegangen!



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Andreas87

#11 Verfasst am 28.03.2010, um 22:56:05



Also wäre es doch hier sinnvoll, ihn wie hier http://forum.poisonnuke.de/index.php?action=ViewThread&TID=2155&Seite=1 in Post 25 beschrieben zu entkoppeln, oder?


"Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."


FlorianK

#12 Verfasst am 28.03.2010, um 23:06:10



Manollo - sorry meine Mail kam dazwischen. Ich wollte einmal erklärt haben wieso die Spikes Ankoppeln sollen und Tennisbälle entkoppeln.Gibt es einen Thread irgendwo - oder besser eine Testanordnung, die wirklich gut und nachvollziehbar gemacht wurde die wirklich nachweisen kann, dass Spikes Ankoppeln ? Das scheint mir im Moment unlogisch.Ich verstehe das nicht und sehe das eher bei der Betrachtung Ankopplung im voodoo Bereich. Für mich logischer ist eine Entkopplung von Gehäusen die zu schwach ausgelegt wurden.Kann mir einer da mehr Input geben ? Artikelhinweise !??!


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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bearbeitet von FlorianK, am 28.03.2010, um: 23:07:37


elton *

#13 Verfasst am 28.03.2010, um 23:30:31



wenn ich auch mal wieder was dazu geben darf, weswegen tennisbälle entkoppeln und spikes ankoppeln.

entkoppeln heißt, dass (bewegungs)energie des subwoofers (schwingen) durch medien "vernichtet" wird. durch die elastischen verbindungen von subwoofer zum boden, hier also gummi, wird diese bewegung aufgenommen und im elastischen gummi in wärme umgesetzt und "venichtet".

nun stell dir das mal mit harten kleinflächigen spikes vor. die bewegung wird kaum bis gar nicht gestört sondern direkt durch die spikes durchgeleitet.

deswegen also das mit dem an- und entkoppeln. klar nun? meine frage war nun, würde dieser subwoofer eher durch ankoppeln oder entkoppeln "gewinnen"? schon jemand mit laminat erfahrung sammeln dürfen?

letzten endes sind das jetzt nur 10 euro, die bei einer neuen pollinbestellung dazukommen. wollte nur allgemein, in die runde fragen, ob sich die 10 euro merklich lohnennen kleinkrieg anzetteln wollt ich damit nicht.

gruß


Meine Nachbarn hören gute Musik - ob sie wollen oder nicht.

bearbeitet von elton, am 28.03.2010, um: 23:31:41


 Poison Nuke 

#14 Verfasst am 29.03.2010, um 00:19:18



nochmal als Zusammenfassung:

Entkoppeln:
- die Lautsprecher auf etwas weiches draufstellen, damit keine Schwingungen zum Boden übertragen werden, egal in welche Richtung.

wann sinnvoll?
wenn der Boden zum mitschwingen neigt, vorallem Parkett, Laminat, Holzböden allg, oder wenn die Etage tiefer "empfindliche Gemüter" sind, wobei dies nur teilweise helfen kann


ankoppeln:
- der Lautsprecher wird kippelfrei aufgestellt, dies ist der Hauptgedanke beim Ankoppeln, damit der Lautsprecher stabil steht. Gleichzeitig wird das Lautsprechergehäuse damit etwas beruhigt, ein Teil der Schwingungsenergie kann auf den Boden abgeleitet werden. Wenn man den LS richtig anschraubt wäre es ideal. Vorraussetzung ist allerdings ein stabiler Untergrund.

wann sinnvoll?
bei Steinböden jeder Art, da hier ein Lautsprecher normalerweise nicht absolut gerade stehen kann, daher sind einstellbare Spikes nötig um das zu ermöglichen. Diese müssen allerdings exakt eingestellt werden, auf den zehntel Millimeter oder genauer, damit der LS wirklich nicht kippeln kann.




Ankoppeln und Entkoppeln in Kombination

auch das geht, bzw ist sogar sinnvoll wenn man relativ "leichte" Lautsprecher und keinen Steinboden hat. Man legt unter die Lautsprecher eine schwere Steinplatte (je schwerer desto besser), diese selbst wird vom Boden entkoppelt um keine Schwingungen zu übertragen, der Lautsprecher selbst wird an die Steinplatte angekoppelt oder gar angeschraubt, damit hat der LS trotz eventuell weichem Untergrund einen stabilen Stand.


Je schwerer der LS ist, desto unsinniger wird es aber dann irgendwann. Bei einer Grande Utopia z.B. macht das nur noch aus optischen und standtechnischer Sicht sinn, man braucht da nat. noch einen passenden Untergrund, der 80kg pro 1mm² verträgt :L


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#15 Verfasst am 29.03.2010, um 01:22:46



Ich habe immer noch keine Erklärung gefunden bzw einen Beweis.Was du schreibst Pois ist einleuchtend - jedoch für mich noch kein richtiger Beweis das es sich bei der Klangänderung um eine entsprechend geänderte Körperschallübertragung handelt.
Meine Meinung dazu ist, das einfach die Entkoppelung des Gehäusebodens eine Schallveränderung bewirkt. Also bei einem Schwachwandigen Lautsprecher die Schallübertragung verhindert wird.Aus dem Grund suche ic ja auch einmal einen wirklichen Test der auch beschrieben ist - also Versuchsaufbau.
Meine Erklärung für die Schallveränderung ist einfach das ein zB Subwoofer der zu schwachwandig ist - Energie durch die Wandung abgibt und somit unkontrolliert klingt.Durch die xxxkoppelung durch Spikes oder Dämpfungselemente klingt der Sub präzieser und einfach besser. Ein Vergleich von beiden Sys wäre einmal gut - aber gemessen und gehört.
Das Gleiche würde ich auf andere Lautspreceher übertragen die im Vollbereich arbeiten.Meine Erfahrung ist schon das es sich oft besser anhört - aber was nun wirklich dazu führt kann ich nicht sagen.Faktoren wie sich ändernde Gehäusehöhe spielen da ja auch rein.Außerdem die Mitteltonanteile die auf das Gehäuse wirken.
ich finde das interessant - suche jetzt auch schon den ganzen Abend nach einem Test oder eine Anordnung wo das wirklich einmal ausgetestet wurde - alles nur Aussagen.
Aus dem Grund finde ich auch deine Aussage mit dem schweren Lautsprecher so passend - je schwerer um so unwirksamer die Maßnahme.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

bearbeitet von FlorianK, am 29.03.2010, um: 01:23:52


 Poison Nuke 

#16 Verfasst am 29.03.2010, um 09:05:50



ich denke 99% der Aussagen sind subjektiv aber sie lassen sie relativ einfach physikalisch erklären daher sagt auch kaum einer dass es nur Voodoo ist.

Fakt ist, Lautsprecher erzeugen Körperschall durch die Bewegung der Membran. Je leichter das Gehäuse und je weniger es bedämpft ist, desto stärker kann es mitschwingen. Diese Schwingung vom Gehäuse verändert auch die Charakteristik wie ein Tieftöner arbeitet, es arbeitet gegen ihn. Wenn der Boden auch noch mitschwingen kann, kann es zu Resonanzen kommen, die auch keiner erfunden hat.

durch die oben genannten Maßnahmen kann dafür gesorgt werden dass der Lautsprecher das macht was er machen soll.

Das ist eine der ältesten Erkenntnisse im Lautsprecherbau überhaupt und ich denke wenn man Messungen sucht müsste man zig Jahrzehnte zurückgehen. Seit dem wird das wohl einfach nur noch als feste Erkenntnis weitergegeben. Warum dauernd das Rad neu erfinden, in den 50er Jahren oder so waren die Menschen auch nicht blöde...auch damals gab es sowas schon, auch wenn es heute gern übertrieben wird (vorallem mit Spikes die "besondere" Eigenschaften haben.



Die interessantere Frage wäre die, wie müsste ein Gehäuse aussehen, damit diese Maßnahmen unnötig werden. Dafür kannst du ja einfach mal gern bei den Herstellern anfragen. Messungen diesbezüglich wirst du dann zu Hauf bekommen.

Ich für meinen Teil finde es sinnlos darüber zu lamentieren. Es ist eine simple Maßnahme bei der man sich keinen Zacken abbricht und die def. etwas bringen kann. Das ist nix wo man ewig messen und testen muss. Wenns Probleme gibt mit dem LS dann einfach probieren entweder es hilft oder nicht. Man hätte dann zumindest eine Möglichkeit ausgeschlossen.


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#17 Verfasst am 29.03.2010, um 09:46:22



Danke für deine Info - ich weiß das es über bereits viele Jahre so gehandhabt wird - und trotzdem fehlt der Beweis. Eine wirkich deutliche Verbesserung erlebst du auch oft mit sehr gut aufgebauten Lautsprechern - die wirklich gute Gehäuse mit entsprechenden Verstrebungen, Wandungen und anderen ergänzenden Maßnahmen haben. Und das ist der Ansatz für mich das Ganze etwas anzuzweifeln.Das die Maßnahme etwas bringt steht für mich außer Frage - ich habe nur in den Begriffen An oder Abkoppeln und der damit verbundenen Aussage so meine Zweifel.
Das man vor 50 Jahren gute Lautsprecher gebaut hat ist mehr als klar. Die stechen ja heute noch viele Konstruktionen aus.Vor allem haben die nicht ständig versucht die Physik auf den Kopf zu stellen.
Egal - lassen wir das - muß jeder selber seinen Weg finden.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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TimB

#18 Verfasst am 29.03.2010, um 09:52:49



Wo liegt bei einem harten Boden, wie bspw. Fliesen, der Vorteil vom Ankoppeln gegenüber dem Entkoppeln

Meiner Meinung nach ist entkoppeln doch immer besser, zumal ja nicht nur der Oberboden mitschwingen kann sondern auch der darunterliegende Estrich
(natürlich braucht es dafür potentere Subwoofer)


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

FlorianK

#19 Verfasst am 29.03.2010, um 10:09:52




TimB schrieb:
Wo liegt bei einem harten Boden, wie bspw. Fliesen, der Vorteil vom Ankoppeln gegenüber dem Entkoppeln


Tim das ist genau der Punkt, den ich nicht verstehe- ich halte allein die Überlegung schon für ..... Für den Fall das diese Geschichte so stimmt - stellt sich doch die Frage warum ich Schwingungen weitergeben soll - an Stelle sie weg zu dämpfen.Das man Schwingungen eigentlich nur theoretisch handeln kann haben wir doch schon alle gemerkt. Da sind so viele Faktoren die einem wieder einen Strich durch die Rechnung machen das man sich doch nur annähern kann bzw. Ausprobieren muß. Warum klappen zB die DBA's bei den meisten doch nur teilweise. ( Alle Aussagen natürlich immer im Preis / Leistungsverhältnis angepaßt !! )
Die Reihenfolge kann für mich nur sein - stabiles Gehäuse - und wenn die Box nicht auf Teppich ( je nach Anwendung und Fall )steht - entkoppeln und fertig.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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elton *

#20 Verfasst am 29.03.2010, um 17:14:59



Ich denke mal, dass das Ankoppeln nur in recht wenigen Fällen etwas (be)wirkt. Die mechanische Schwingung des Lautsprechermembrane durchsetzt natürlich (mehr oder weniger) auch das Gehäuse, soweit sind wir ja alle d´accord. Diese Schwingung bzw Vibrationen sind, wenn wenn überhaupt am Gehäuse spürbar. dieses "wenn überhaupt" liegt einfach an der Gesamtmasse; da die meisten Subwoofer aber richtig Masse mitbringen, wird es wohl schwer werden diese großen Kisten auch "vernünftig" zum Schwingen zu bekommen. So, nun stellen wir uns also diesen doch eigentlich seltenen Fall vor: Sollte das Gehäuse also noch schwingen, kann man diese Schwingung also gut vom Boden entkoppeln um auch den Rest der Eigenschwingung zu "vernichten", damit nur noch die komprimierte Luft hörbar ist.

Wenn wir nun aber noch einen schwingungsfähigen Boden hätten (vermutlich wie ich mit meinem Laminat), kann man den wahrscheinlich eher noch durch die Gehäuseschwingungen zum mitschwingen anregen, als durch die Luft selber, denn die Luft ist komprimierbar und würde also den recht harten Boden eher weniger zum Schwingen anregen können, als es die vibrierende Gehäusemasse könnte. Der Fall, dass der Subwoofer also mit dem Schall den Boden anregt und diesen ebenfalls zur Klanggewinnung nutzt, wird also recht unwahrscheinlich werden, zudem man im besten Falle auch noch Glück haben muss, dass die Anregung auch auf der richtigen Frequenz liegt um einen Gewinn zu bringen. ich denke da sind Raummoden dann doch viel effektiver zur Klangbeeinflussung als Spikes.

Für mich klingts im Moment noch logisch und ich komme damit gut hin, und ihr?

Manchmal muss man nur diskutieren, bis man selbst auf die ideen kommt, die Spikes wegzulassen :D


Meine Nachbarn hören gute Musik - ob sie wollen oder nicht.

 Poison Nuke 

#21 Verfasst am 29.03.2010, um 19:29:42



das Problem beim entkoppeln ist, der Lautsprecher kann sich dennoch bewegen. Er kann sich mehr bewegen als wenn er fest stehen würde. Mag sein dass ein langanhaltenden Nachschwingen minimiert wird, aber dieses auf den Impuls eines TT reagieren, wenn der Lautsprecher entkoppelt ist kann er einfacher der Bewegung vom Tieftöner ausweichen.

Wenn er fest auf einem festen Boden steht, dann geht das nicht so einfach, der Tieftöner müsste erst eine Hebelkraft überwinden um dann den Lautsprecher zum kippen zu bringen und das erfordert dann doch mehr Energie, ergo ist ein angekoppelter Lautsprecher einfach "standhafter" bezüglich kräftiger Impulse vom Tieftöner.


Klar, wie schon gesagt wurde, bei einer richtigen "Männerbox", die auch ein paar kg auf die Waage bringt, ist das unnötig man man sollte gute Dämpfer verwenden damit der LS einfach ordentlich steht, aber es gibt halt auch LS die bringen nicht so viel auf die Waage und so bei LS unter 50kg ungefähr würde ich sagen eine gute Ankoppelung an etwas massives, bringt schon noch etwas, vorallem wenn die Pegel etwas höher werden. Mein 18er schaffen es, dass eine massiv verstärkte und verstrebte 5cm Holzplatte deutlich fühlbar mitschwingt bei hohen Pegeln. Also es ist nicht so dass da keine nennenswerten Kräfte auftreten. Bei mir stemmen sich halt 500kg pure Masse dagegen, die Gehäuse als gesamtes Bewegen sich garantiert nicht. Nur wenn es lediglich 50kg wären könnte ich mir gut vorstellen dass bei hohen Pegeln man bei Tennisbällen unter den Subs fast schon zusehen könnte wie das Gehäuse nach von und hinten gerissen wird. Auf Steinboden und mit Spikes würde das deutlich weniger sein.


greetz
Poison Nuke

audiohobbit

#22 Verfasst am 19.04.2010, um 18:06:11



Dann trage ich mal folgendes aus Maschinenbauing.-sicht bei:

Bei einem idealen LS schwingt NUR die Membran, sonst nichts.

Bei einem realen LS schwingt auch das Gehäuse in einem gewissen Maß mit und zwar mehr oder weniger gegenphasig zur Membran. Um diese Schwingung zu unterbinden hilft nur Masse. Um dann noch evtl. Anregungen des Bodens zu vermeiden, sollten entkoppelnde und dämpfende Elemente zwischen Gehäuse und Boden.

Daher hilft es, das Gehäuse mit schweren Platten am besten fest zu verschrauben, am besten oben und unten, und zwischen untere Platte und Boden dann Gummielemente o.ä. Wobei gerade bei Gummielementen ist die ganze Sache nicht berechenbar. Technisch betrachtet handelt es sich hier um Feder-Dämpfer-Kombinationen. Diese haben immer bei einer gewissen Frequenz eine Durchlässigkeit. Kann man bei Gummi nicht manuell berechnen. Man geht einfach davon aus, dass die Dämpfung von Gummi so hoch ist, dass auch die Durchlässigkeitsfrequenzen so stark gedämpft werden, dass es keine Rolle spielt. Viele Gummielemente die ich so gesehen habe, sind mir da gefühlsmäßig zu hart.
Man könnte das messen mit Beschleunigungsaufnehmern am Boden direkt neben der LS-Aufstandsposition.

Spikes sollen nun wohl eine möglichst feste "Verbindung" ohne Verschraubung zu einem schweren nicht-schwingenden Boden schaffen, Beton z.b. (Wobei der auch mit schwingen kann) und damit praktisch die Beschwerungsplatten ersetzen. Die Spitze soll sich dabei wohl gezielt etwas in den Boden bohren um eine nahezu formschlüssige Verbindung zu schaffen und damit auch höhere Querkräfte übertragen zu können, als bei reinem Aufstand, da bei letzterem nur die Reibung für die zu übertragende Querkraft verantwortlich ist, und die Reibung (in erster Näherung) nicht von der Aufstandsfläche abhängig ist, sondern nur von der Normalkraft (=Gewichtskraft des LS) und dem Reibkoeffizienten.

Nun sind aber die schwingenden Massen in LS (also die schwingende Einheit Membran + Schwingspule) oft recht weit weg von den Spikes und daher kann der LS unten bombenfest am Boden stehen aber oben wo die Membran sitzt, trotzdem noch scwingen.

Besser wäre da aus mechanischer Sicht, Gewicht in die Nähe des schwingenden Systems zu bringen, da die Massenträgheit der Eigenschwingung des Gehäuses entgegenwirkt.

Man kann also zu dem Schluss kommen, dass auf jedem Boden ein Beschweren des LS nahe den größten schwingenden Massen und eine gleichzeitige Entkopplung zwischen LS+Gewichte und Boden immer wünschenswert ist.

Ob und wie sich das alles klanglich auswirkt, bleibt dabei offen.
Am meisten wird es sich bei sehr großen bewegten Massen, also i.d.R bei Subwoofern auswirken.


PS: Wer einen Test zu Spikes sucht, in der Hobby Hifi 6/01 soll angeblich einer sein.


Grüße

Christian

bearbeitet von audiohobbit, am 19.04.2010, um: 18:12:38


shorty

#23 Verfasst am 24.10.2011, um 13:10:43



Auch wenn der Thread schon etwas älter ist, mal ne kurze Frage zu dem Thema. Ich müsste meine LS/Sub entkoppeln, habe aber gleichzeitig das Problem, dass der laminat nicht waagerecht verlegt ist, ich also in der Höhe justieren muss. Hat jemand eine Idde wie das vllt. etwas preisgünstiger geht als mit den SSC Liftpoint 1.6?

Für nen Tip wäre ich dankbar.


Gruß Fabian

 Poison Nuke 

#24 Verfasst am 24.10.2011, um 13:52:47



so teuer sind die doch gar nicht wie es scheint ?
hab die jetzt für 36€ das Stück gefunden. Klar nicht billig, aber kostenfrei lassen sich solide Füsse die Höhen-verstellbar sind und zusätzlich noch entkoppeln ja auch nicht unbedingt herstellen.

die einzige Alternative, damit es nicht nach Gebastel aussieht, wäre sich selbst solche Teile Drehen zu lassen und entsprechend mit fein-Gewinde versehen um eine Höhenverstellbarkeit zu Gewährleisten samt Aufnahme für einen "Gummiponöbel"
Das wäre aber auch nicht wenig aufwändig und ob es günstiger wird wage ich auch zu bezweifeln.


greetz
Poison Nuke

shorty

#25 Verfasst am 26.10.2011, um 21:46:06



Den Stückpreis finde ich auch noch realistisch. Jedoch haben die eine maximale Tragkraft von 15 kg welche auch nicht überschritten werden sollte. Leider bieten
SSC keine größer dimensionierten Füße an. D. h. lt. Aussage des Herstellers, das ich einfach meherere benutzen soll, in meinem Fall ca. 6 Stck/LS + 6 für den Sub. Zum Einen finde ich es ganz schön umständlich alle 6 Füße passgenau einzustellen und zum Anderen ist halt der Multiplikator dadurch relativ hoch und somit würden die Füße bei mir knapp 650€ kosten - das finde ich viel.


Gruß Fabian

bearbeitet von shorty, am 26.10.2011, um: 21:47:28


Barnie

#26 Verfasst am 04.03.2013, um 21:29:33



Hi!

Ich muss mein neues Schlagzeug von der Bausubstanz entkoppeln damit der Trittschall von den Fusspedalen nicht auf den Boden übertragen wird. Jetzt gibt es im Netz eine Menge Anleitungen für schallentkoppelte Podeste. Unter anderem wird da behauptet, dass die Platte, auf der das Schlagzeug dann steht, möglichst schwer und dicht sein soll - am besten 3cm dickes mdf oder sogar Stein damit die Platte schon möglichst viele Vibrationen aufnimmt und in sich vernichtet. Das Ganze wird dann auf halben Tennisbällen platziert. Ich frage mich nun ob das mit der Materialdichte stimmt und ob das nicht auch mit dünneren Platten (2cm Spanplatte z.B.) funktioniert? Unter so schweren Platten werden die Tennisbälle ja fast platt gedrückt und dass Vibrationen im dichten Material vernichtet werden, kann ich irgendwie auch nicht so recht glauben. Ich meine, wenn ich eine Steinplatte auf den Boden stelle und darauf rumhüpfe, überträgt sich der Körperschall praktisch 1:1 in den Boden. Hingegen das was die Vibrationen abfedert, nämlich die Tennisbälle, werden doch bei so schweren Platten völlig plattgedrückt und übertragen somit auch wieder einen Teil der Vibrationen. Was meint ihr, dicke schwere oder eher dünne leichte Platte nehmen??

Gruss
Barnie




Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

TimB

#27 Verfasst am 04.03.2013, um 21:48:00



Je schwerer die Platte, desto weniger wird diese zum schwingen angeregt.

Geringere Schwingungsamplitude -> Geringere Kraft, die durch die Dämpfungselemente auf den Boden übertragen wird.


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

 Poison Nuke 

#28 Verfasst am 04.03.2013, um 21:48:50



eine schwere Platte hat den Vorteil, dass sie ein hohes Trägheitsmoment hat und damit ein Teil der Energie für die Anregung der Platte benötigt wird. Eine dünne Platte hat zudem das Problem, dass sie recht instabil ist.

Das die Tennisbälle platt gedrückt werden, ist natürlich schon ein Problem, aber ich denke 4 stk wären so oder so zu wenig um ein komplettes Schlagzeug und Schlagzeuger zu tragen. mit 8 Hälften sollte das Problem IMHO aber auch beseitigt sein.

Der einzige Fallstrick ist die Eigenresonanz zwischen Platte und Feder (Tennisbälle). Zumindest bei größeren Konstruktionen muss man darauf achten, weil die Frequenz durchaus im interessanten Bereich liegen kann.
Eventuell kann Speedy das hier genauer sagen, bzw beim berechnen helfen?


greetz
Poison Nuke

TimB

#29 Verfasst am 04.03.2013, um 21:52:54



Die Tennisbälle dürften eine recht hohe Dämpfung haben, weshalb die Resonanzfrequenz weniger kritisch wäre.

- Beiträge wurden automatisch zusammengefügt -
Grund: Doppelposting



Poison Nuke schrieb:
Eventuell kann Speedy das hier genauer sagen, bzw beim berechnen helfen?



Für die Berechnung bräuchte man Werte für die Steifigkeit und die Dämpfung von Tennisbällen und Ich weiß nicht ob man Werte dafür bekommt


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

 Poison Nuke 

#30 Verfasst am 04.03.2013, um 22:37:25



naja, werden die nicht eigentlich auch ziemlich genau berechnet? Bzw muss das nicht sogar genormt sein, damit jeder Hersteller weiß, in welchem Maße er das herstellen kann? Diese Werte sind ja so gesehen mit das wichtigste bei Tennisbällen.


greetz
Poison Nuke

ferryman

#31 Verfasst am 04.03.2013, um 22:57:52



Es reicht doch die Aussage, dass die Platte schwer sein sollte. Wozu mit Zahlenwerten hantieren? Statt der Tennisbälle könnte man ja auch vollflächig Schaumstoff oder Basotect oder vergleichbares nehmen, dann ist das Gewicht der Platte kein Problem mehr.


Lamello rulez :p

Barnie

#32 Verfasst am 04.03.2013, um 23:03:43



Also doch ne schwere Platte. Graust mir jetzt schon vorm Schleppen. Bei Basotect hätte ich Bedenken ob es nicht zu fest ist und so einen Teil der Stösse an den Boden weitergeben würde...


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

 Poison Nuke 

#33 Verfasst am 04.03.2013, um 23:07:30



vollflächig Basotect hat aber schon wieder die gegenteilige Wirkung, da es eine sehr hohe Kraft erfordert, eh überhaupt eine Komprimierung von dem Material und damit Energievernichtung stattfindet. Dadurch wird eine nennenswerte Menge Energie auf den Boden übertragen.


Und Zahlenwerte darum, weil im ungünstigen Fall (Masse-Feder) die Resonanzfrequenz von dem Konstrukt gleich mit der Frequenz ist die durch den Trittschall entsteht und dieser dadurch mehr oder minder nicht gedämpft wird. Sicherlich unwahrscheinlich aber nicht ausgeschlossen.


greetz
Poison Nuke

ferryman

#34 Verfasst am 04.03.2013, um 23:27:52



Kann man dann nachträglich anpassen.

Basotect kann man ja auch prima stückeln.


Lamello rulez :p

FlorianK

#35 Verfasst am 04.03.2013, um 23:31:20



Simmerringe, Tennisbälle und ne OSB fertig. Dann biste entkoppelt.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

Barnie

#36 Verfasst am 05.03.2013, um 10:47:34



Ah, du meinst ganze Tennisbälle und die Simmerringe damit sie nicht verrutschen? Auch ne interessante Idee! Ich könnte statt den Simmerringen auch einfach Löcher in die Platte borhen wo die Tennisbälle dann leicht darin versinken...


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

bearbeitet von Barnie, am 05.03.2013, um: 10:52:23


FlorianK

#37 Verfasst am 05.03.2013, um 18:00:59



Geht auch klar !


Gruß Florian

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