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PN's Forum \ HiFi \ Schallerzeugung \ Lautsprecher \ Erklärung technischer Daten von Lautsprechern


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 08.04.2008, um 20:42:44



Hier eine Antwort von mir aus dem HF.de. Ein User hat gefragt, was die verschiedenen technischen Daten bei einem Lautsprecher bedeuten, in dem Fall eine B&W 683 8)



"I.M.T." schrieb:
ich hab mal wieder fragen an die teschnich interresierten.
1. was bedeutet das mit diesen -6db?
Frequenzumfang:-6 dB bei 30 Hz und 50 kHz
2. was bedeutet das mit der bezugsachse?
Frequenzgang:38 Hz - 22 kHz ±3 dB auf der Bezugsachse



diese Daten geben an, ab wann der Frequenzgang um 6dB oder halt 3dB abfällt. Die Bezugsachse ist dabei ein gemittelter Wert und die Angabe +-3dB bedeuted, dass der Frequenzgang innerhalb von diesem Frequenzbereich um nicht mehr als 3dB von dem Wert abweicht.

Und an der Kombination von den -6dB und -3dB Werten im Bassbereich kann man auch ungefähr ableiten, wie schnell oder wie langsam der LS im Pegel abfällt. Hier in dem Beispiel liegen die Werte schon recht weit auseinander, woraus man schlussfolgern kann, dass es auch unterhalb von 30Hz nicht sofort in den Keller geht...meistens:D


Zitat:
3.alles
Schallabstrahlung:Innerhalb 2 dB des Bezugsfrequenzgangs
Horizontal: über 60 Bogengrad
Vertikal: über 10 Bogengrad



gute Frage, so in der Form habe ich das noch nie gelesen, dass muss ich selbst erstmal etwas versuchen zu deuten.
Aber ich verstehe dass so, dass in einem Winkelbereich von 60° vor dem Lautsprecher auf horizontaler ebene und innerhalb von 10° in vertikaler Ebene der Frequenzgang um nicht mehr als 2dB vom Achsfrequenzgang abweicht. Diese Werte sind insbesondere dafür interessant, wie kritisch ein Lautsprecher für einen Raum ist. Nur diese Daten sagen halt nur, in welchem Bereich der Schall einigermaßen sauber abgestrahlt wird (die 683 sollte man dementsprechend idealerweise geradeaus zeigen lassen, weil man so am Hörplatz immernoch fast den richtigen Frequenzgang abbekommt, dafür aber auch die seitlichen Reflektionen wenig verfärbt sind, was insbesondere bei nahen Seitenwänden extrem wichtig ist.

Noch besser wäre aber eigentlich ein Abstrahldiagramm (Tannenbaumdiagramm usw), weil man weiß ja nicht, wie es nun außerhalb von 60° aussieht, obs da extrem unlinear wird oder auch noch einigermaßen sauber aussieht.



Zitat:
4.alles
Klirrfaktor: 2. und 3. Harmonische (90 dB, 1 m)
<1 %, 90 Hz - 22 kHz
<0,5 %, 120 Hz - 20 kHz


gibt an, wie stark die Obertöne in einem bestimmten Frequenzbereich bei einem bestimmten Pegel sind. Diese Obertöne sollten normalerweise von einem Chassis nicht erzeugt werden, da sie nicht zum Signal dazugehören. Je nach Eigenschaften der Chassis schwingen diese aber bei geraden Vielfachen (harmonische Obertöne) mit.
1% bedeutet, dass der Klirr um 60dB leiser ist und somit definitiv nicht mehr hörbar. :prost


Zitat:
Nennimpedanz:8 Ω (Minimum 3,0 Ω)


die Schwingspulen von den Chassis haben einen Widerstand, der allerdings frequenzabhängig ist. je höher der Widerstand ist, desto weniger Strom fließt bei gleicher Spannung und desto weniger Leistung gibt der Verstärker im Endeffekt ab. Aber bei hohen Impedanzen hat man den Vorteil, dass durch die notwendig höheren Spannungen die Kontrolle der Bewegung besser ist und auch der Dämpfungsfaktor ist besser (Kompensation von Überschwingern usw).
Das Minimum gibt an, wie niedrig die Impedanz hingegen bei sinken kann und das ist eigentlich immer die Stelle, an der der Bassreflexport (oder das geschlossene Gehäuse) zusammen mit dem Tieftöner die Eigenresonanz hat. Und 3Ohm ist shcon arg wenig, da braucht man einen sehr stromstabilen Verstärker. Besser sind eigentlich Lautsprecher mit deutlich höheren Minimalimpedanzen.


Zitat:

5.alles
Frequenzweichenfilter:1. Ordnung – Hochtöner
2. Ordnung – Mittentiefpass
2. Ordnung – Mittenhochpass
3. Ordnung – Tieftöner


gibt an, wie steil die Filter sind.
ein Filter erster Ordnung hat eine Flankensteilheit von 6dB/Oktave. D.h. ab der Trennfrequenz wird das eingehende Signal pro Oktave (Verdoppelung der Frequenz) um je 6dB leiser. Wenn ein Tiefpass also bei 100Hz beginnt, dann ist das Signal bei 100Hz sagen wir mal 80dB laut. Bei 200Hz sind es nur noch 74dB. Bei 400Hz entsprechend 68dB. Bei 800Hz 62dB usw.
Bei einem Filter 2. Ordnung sind es 12 dB/Oktave.
Bei einem Filter 3. Ordnung sind es 18 dB/Okt
wichtig ist, dass mit steigender Filterordnung auch die Phase immer mehr in mitleidenschaft gezogen wird. Also ideal wären ja eigenltich Filter mit 96 oder gar 128dB oktave. Nur wenn man diese auf IIR Basis realisiert, dann hat man Phasendrehungen drin, die so gewaltig sind, dass ein hörbarer Zeitversatz zwischen den einzelnen Chassis entsteht. Solche Filter können also nur mithilfe von FIR realisiert werden und das kostet richtig Kohle. Die K&H O500C kann das, kostet aber auch 9000€ pro Stk :D



Zitat:
6.?
Empfohlene max. Kabelimpedanz:0,1 Ω


auch ein Kabel hat einen Widerstand, wie die Schwingspule. Je länger und je dünner, desto höher ist dieser. Und das hat einen entscheidenen Einfluss auf den Dämpfungsfaktor.


greetz
Poison Nuke

CHILLOUT_AREA

#2 Verfasst am 09.04.2008, um 00:41:50



Da gebe ich dir 100% recht,das hat einen sehr grossen einfluss.


Zitat:
auch ein Kabel hat einen Widerstand, wie die Schwingspule. Je länger und je dünner, desto höher ist dieser. Und das hat einen entscheidenen Einfluss auf den Dämpfungsfaktor.




Und genau,nach diesen angaben, habe ich ja auch mein Boxenkabel gekauft.

Mehr kann man nicht machen ausser ,es wird teuer.


Zitat:
gibt an, wie steil die Filter sind.
ein Filter erster Ordnung hat eine Flankensteilheit von 6dB/Oktave. D.h. ab der Trennfrequenz wird das eingehende Signal pro Oktave (Verdoppelung der Frequenz) um je 6dB leiser. Wenn ein Tiefpass also bei 100Hz beginnt, dann ist das Signal bei 100Hz sagen wir mal 80dB laut. Bei 200Hz sind es nur noch 74dB. Bei 400Hz entsprechend 68dB. Bei 800Hz 62dB usw.
Bei einem Filter 2. Ordnung sind es 12 dB/Oktave.
Bei einem Filter 3. Ordnung sind es 18 dB/Okt
wichtig ist, dass mit steigender Filterordnung auch die Phase immer mehr in mitleidenschaft gezogen wird. Also ideal wären ja eigenltich Filter mit 96 oder gar 128dB oktave. Nur wenn man diese auf IIR Basis realisiert, dann hat man Phasendrehungen drin, die so gewaltig sind, dass ein hörbarer Zeitversatz zwischen den einzelnen Chassis entsteht. Solche Filter können also nur mithilfe von FIR realisiert werden und das kostet richtig Kohle. Die K&H O500C kann das, kostet aber auch 9000€ pro Stk



Du hast es ja bei mir gesehen ,welche Kabel ich habe ,und du kann dich gerne mal kundig machen.
Dann kannst du mir ja sagen ,ob ich meine gut gewählt habe.





 Poison Nuke  *

#3 Verfasst am 09.04.2008, um 06:45:41



naja, aber man muss deshalb ja nicht gleich richtig teuere Kabel nehme, wichtig ist nur eher der Querschnitt und die Länge. Je kürzer und je dicker, besto besser, ok nicht ewig dick, das ist klar :D
aber so 4mm² bis zu einer Länge von 5m und dann eventuell 6mm² und man ist auch mit Lautsprechern die eine tief liegende Minimalimpedanz haben noch auf der sicheren Seite.
Bei weniger anspruchsvollen LS reichen aber auch 2,5mm² locker bis zu 10m aus 8)



nur das ist halt ein Fakt, auf den man weniger achten muss und wo man auch nicht besonders viel Geld ausgeben muss :prost


Wichtiger ist da eher, dass man einen Lautsprecher nimmt, bei dem von vornherein die Minimalimpedanz am besten nicht so tief liegt. 6Ohm wären z.B. ne richtig feine Sache =)


greetz
Poison Nuke

CHILLOUT_AREA

#4 Verfasst am 09.04.2008, um 10:31:30



Wieso,meine Kabel habe ich doch günstig eingekauft ,die sind eine Mischung aus Qualität und vieleicht ein bißchen aus Prestige.

Das Van de Hul ,habe ich für 8 euro den meter,und das Oelbach für 7euro dem Meter bekommen,und das finde ich günstig.

Und die Cantons fangen bei 4Ohm an,das kann nur von vorteil sein.




bearbeitet von CHILLOUT_AREA, am 09.04.2008, um: 10:35:27


 Poison Nuke  *

#5 Verfasst am 09.04.2008, um 12:36:47




CHILLOUT_HÜNXE schrieb:
Das Van de Hul ,habe ich für 8 euro den meter,und das Oelbach für 7euro dem Meter bekommen,und das finde ich günstig. 8)



nagut, günstige Lautsprecherkabel fangen eigentlich bei 0,5€ bis 1€ je Meter an und dafür bekommt man auch schon sehr hochwertige, flexible Kabel 8)
nagut, ist ja auch egal jetzt, hast deine Kabel ja schließlich schon:prost


greetz
Poison Nuke

CHILLOUT_AREA

#6 Verfasst am 09.04.2008, um 12:41:34



Ob man dafür richtige kabel bekommt ,bezweifel ich aber.


Zitat:
nagut, günstige Lautsprecherkabel fangen eigentlich bei 0,5€ bis 1€ je Meter an und dafür bekommt man auch schon sehr hochwertige, flexible Kabel



Wichtig finde ich,das man kabel pauschal nicht über einen Kamm scheren kann.

Das fängt schaon da an,wie Rein die kabel sind,und ich denke das Kabel für o,5 bis 1 euro ,wirklich so rein sind sind,obwohl dies sich wiederum nur tausendstel bzw. hundertsel bereich niederschlägt (reinheit bezüglich widerstand im Kabel).





 Poison Nuke  *

#7 Verfasst am 09.04.2008, um 12:50:16



Chillout, dass sind Dinge, die es nicht wert sind, dass man sich darüber den Kopf zerbricht ;), die UNterschiede sind so gigantisch klein, das hört kein normaler Mensch. Wichtig ist wirklich nur, dass der Querschnitt für die Länge stimmt und dass es halt nicht zu lang wird :prost



greetz
Poison Nuke

Jazzy

#8 Verfasst am 16.04.2008, um 21:00:01



Bezugsachse ist die bei der Messung verwendete Mikrofonposition in Grad,meist 0Grad,kann aber auch 10 oder 30Grad sein,wenn die LS nicht fürs eingewinkelte Aufstellen konzipiert sind.


Mfg,Sven

 Poison Nuke  *

#9 Verfasst am 16.04.2008, um 21:07:51



nunja, bei den obigen Daten war ja keine Angabe zur Bezugsachse, daher habe ich oben einfach eine 0° Stellung vorrausgesetzt, da diese normalerweise logisch ist und bei den Tannenbaumdiagrammen von einigen B&W LS wäre das auch am logischten, da diese ausschließlich auf 0° einen linearen Fgang hatten.


greetz
Poison Nuke

typhson

#10 Verfasst am 03.10.2008, um 20:55:48



Thema Kabel,...

ich hab meine umsonst zu den ls dazubekommen, hab halt gesagt: ja hm, wenn ich noch 10m Kabel dazukriege nehme ich die.
Jetzt liegen 5m Kabel im Keller ,und ich hab 2,5 m 2mal2mm^2 an jeden Lautschprecher Standardstrippen halt,
da gabs mal ne interesante Seite, mal gucken ob ich die finde^^

mfg willi





hifi-killer

#11 Verfasst am 08.10.2008, um 11:29:26



zum thema

http://www.amazon.de/Lautsprecher-Handbuch-Theor...rk/dp/3790508071

TSP und mehr
http://www.selfmadehifi.de/param.htm


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

bearbeitet von hifi-killer, am 08.10.2008, um: 12:18:52


hifi-killer

#12 Verfasst am 08.10.2008, um 11:46:32




Der Wirkungsgrad
Verhältnis zwischen aufgenommener elektrischer Leistung
und abgegebener akustischer Leistung.
Üblicherweise 0,1% - 1% → 99% wandelt sich in Wärme um.
Was 100% Wirkungsgrad bedeuten würde:
1W Eingangsleistung → Wohnraum mit 104dB Schalldruck
auffüllen.
1W Eingangsleistung → Mikrofon 1m Abstand 112dB
.
Bei 10% → 102dB, bei 1% → 92dB.

Die Impedanz
Der Kupferdraht der Schwingspule läßt Strom nicht verlustlos
fließen.
In der Regel: Wechselstromwiderstand mit 4-8 (Ohm).
Realität, große Abweichungen:
Grundresonanz → elektromagnetische Gegeninduktion.
Hohe Frequenzen → Spulen wehren sich gegen schnelles Umpole
Frequenzweichen
Einzelner Lautsprecher → nicht in der Lage alle Frequenzen mit
konstantem Schallpegel, Abstrahlwinkel wiederherzugeben.
Erfordert: Frequenzbereich in mindestens 2 Bereiche aufteilen.
2-Wege-System: Tieftöner ( -2KHz), Hochtöner (2KHz- ).
3-Wege-System: Tieftöner, Mitteltöner, Hochtöner.
Hauptaufgabe → von Vorne herein Hörspektrum in Bereiche
aufteilen.
Tieftöner nur tiefe Töne, Hochtöner nur hohe Töne.

Elektrische Filter
Induktivität:
Z = ωL dies Bedeutet: für ω → ∞, Z → ∞ I → 0
→ Spule filtert tiefe Frequenzen für Tieftöner.
Kapazität:
Z = 1/(ωC) dies Bedeutet: für ω → 0, Z → ∞
I → 0 → Kondensator filtert hohe Frequenzen
für Hochtöner.
Filter 1er Ordnung
Einsatzbereiche von Hoch- und Tief-töner überlappen sich
Filter 2er Ordnung:
Dämpft mit 12dB pro Oktave.
Filter 4er Ordnung dämpft mit
24dB pro Oktave.
Filter 3er Ordnung:
Dämpft mit 18dB pro Oktave.

Frequenzweichen werden optimiert → möglichst linearer
Schalldruckverlauf.
Phasenfehler, Frequenzgemische nicht genug berücksichtigt.
Je steiler die Frequenztrennung, desto größer der
Phasenfehler
.
Die Lautsprecher der Box müssen versetzt werden in
vorgegebenen Abstand (Tabellen).
Bei 180°Phasenverschiebung hilft auch Umpolen.
360°
24-dB-Weiche
270°
18-dB-Weiche
180°
12-dB-Weiche
90°
6-dB-Weiche


und die jungen leuts hörn mucke über piezos

bearbeitet von hifi-killer, am 08.10.2008, um: 11:58:46

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