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PN's Forum \ Computer \ Software \ Betriebssysteme \ Linux \ Erste Schritte mit Suse 10.3 - Ein Erfahrungsbericht


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 21.04.2008, um 19:57:01



Hallo,

heute wurde uns auf dem Lehrgang hier förmlich Suse Linux 10.3. aufgezwungen.

Nunja, ich hatte zwar vorher schon häufig mal mit Linux zu tun gehabt, in dem ich jegliche Linuxdistributionen installiert und für Servereinsatz vorkonfiguriert habe, bzw bei Problemen auch mal Dateisystemprobleme oder falsche Partitionszuweisungen usw korrigiert habe usw.

Aber heute war das erste mal, dass ich mit Linux auch richtig gearbeitet habe.
Also erstmal angefangen mit der Installation, die im Vergleich zu Windows wirklich bedeutend besser und schneller ist, zumal hier auch schon vor dem Setup alles mögliche einstellen kann, was bei Windows derzeit noch vollkommen ausgeschlossen ist. Selbst bei Vista kann man ja bis auf die Partitionierung nix weiter machen :X


Bei Suse kann man aber schon gleich am Anfang sagen, welche Sprache man nutzen will, welche Softwarepakete installiert werden sollen (auch Office usw kann man gleich auswählen), welche Grafikoberfläche genutzt werden soll, wie das Netzwerk konfiguriert werden soll und noch ein paar andere Kleinigkeiten.


Nach 20-30min ist dann auch schon ein komplett lauffähiges Suse installiert. Wenn man sich für eine der beiden verbreitesten Grafikoberflächen (Gnome oder KDE) entschieden hat, fühlt man sich auch schon fast wie in Windows :D

Nur ein Druck auf "Strg+Alt+F1" belehrt einem dann schnell wieder eines besseren, denn unter Windows gibt es nicht so eine nette Konsole 8)


Unter KDE wird man auch erstmal gleich ein Startmenü vorfinden, wie es bisher nur Windows Vista User kennen, nämlich mit Programmsuche und aufklappenden Untermenüs, aber wenn ich ehrlich bin: Microsoft hats sogar mal ne ganze Ecke besser hinbekommen, in Sachen Startmenü muss sich zumindest Suse noch einiges von Vista abschauen, zumindest was das Handling angeht


Ansonsten hat man aber schon recht schnell ein recht gut laufendes System mit standardmäßig sehr viel nützlicher Software. So ist gleich ein komplettes Office Paket drauf, mehrere Webbrowser stehen zur Verfügung, die Spieleauswahl ist auch sehr groß und wenn doch mal was fehlen sollte, dann kann man mit Yast sehr effizient neue Software hinzufügen, hier deutlich besser wie bei Windows (dort muss man sich erst ewig durch die Softwareauswahl durchklicken). Bei Yast sucht man einfach nach einem Begriff und schon wird einem alle Software angezeigt und auf der normalen DVD ist dabei sogar schon alles mögliche dabei, von jeglichen Webserveranwendungen, über Grafikprogramme, weiter Spiele usw. Und wem das nicht reicht, der lässt sich die Paketauswahl über Internet anzeigen und bekommt die aktuellste Software, in nicht gerade geringem Umfang.


Weiterhin fühlt man sich aber schon fast wie unter Windows, lediglich die Menüs sind teilweise komplett anders strukturiert. Und die mitgelieferten Werkzeuge sind einfach deutlichst besser.
Also Notepad und Paint sind einfach ein Sch***dr*** gegen die mitgelieferten Tools in Suse. In Windows muss man erstmal Tools wie Notepad++ usw nachinstallieren usw.


Und vorallem ist die Laufzeitstabilität beeindruckend. Man kann einfach im Betrieb Software, Treiber usw installieren und muss nicht neustarten.
Lediglich die Erkennung von USB Sticks ist nicht soo sauber. Wenn dieser mal automatisch gemounted wird, dann muss man ihn umständlich über seinen Namen ansprechen, und wenn das ein längerer ist, dann ist das teilweise schon blöd, zumindest in der Shell.

Habe daher teilweise die Sticks dann einfach manuell gemounted 8)


Und noch ein Negativpunkt: die Verzeichnisstruktur von Linux ist doch seehr gewöhnugnsbedürftig, weil es einfach weiter verteilt ist wie unter Windows. So ganz blick ich noch nicht durch, weil die meisten Einstellungen für das Sytem usw macht mach in /etc/, aber einige andere wiederrum in /var/ usw.
Vorallem die Konfiguration vom Nameserver ist damit recht nervig, weil eben der eine Teil im etc, der andere im var gemacht werden muss :X


aber insgesamt doch ein recht positiver Ersteindruck von Suse. Ich werde aber die nächsten Tage noch damit weiterarbeiten.


Werde es aber definitiv trotzdem nicht auf meinen eigenen Rechnern installieren, weil ganz einfach Cinema 4D nicht funktioniert und wie man sich sicher denken kann, kann ich gar nicht ohne dieses Programm, auch mit PC Spielen tu ich mich dann wohl schwer, die meisten sind einfach nur für Windows, genauso wie SOundkarte und Grafikkarte...da Treiber für Linux zu finden ist auch nicht einfach :Y


greetz
Poison Nuke

 Poison Nuke  *

#2 Verfasst am 22.04.2008, um 21:50:26



achja, wem langweilig ist, gebt mal folgenden Befehl ein, wenn ihr als root eingeloggt seid:



Zitat:
rm -R /*



unter Windows würde man da wohl zigmillionen Fehlermeldungen erhalten, Linux aber führt den anstandslos aus:D

(PS: der Befehl bedeutet: lösche ALLES ;))


hatte ich heute mal im Unterricht getestet, 3min später gab es nur noch eine Kommandozeile, in der kein Befehl mehr funktionierte. Aber das System lief noch :L



Was aber schon irgendwie nervig ist:
KDE hat irgendwie Probleme mit einigen Grafiktreibern. Zumindest die Standardtreiber mit der onBoardgrafik vertragen sich wohl nicht so recht, alle 30min oder so friert das gesamte System ein, wenn man im Grafikmodus ist.


Und eine Installation auf einem Hardware RAID0 ging auch nicht so einfach, hatte ich vorhin probiert. Da brachte Grub einfach nur noch einen Error, weil die Festplatten nicht in der device.map registriert waren, nur die manuelle Installation von Grub wollte auch nicht so recht funzen :X


also ganz so problemlos wie Windows ist Linux wohl nicht. Bzw auf beiden Seiten gibt es eigentlich im gleichen Maße Probleme.



Im Moment würde ich sogar sagen, dass der einzige Vorteil von linux gegenüber Windows die deutlich bessere Rechteverwaltung ist. Systemdienste können so z.B. unter anderen Konten ablaufen und root ist und bleibt der einzige, der alles darf, alle anderen haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, sodass auch nicht ein anderer Benutzer so einfach das System zerschießen kann.


greetz
Poison Nuke

inthro

#3 Verfasst am 22.04.2008, um 23:36:27



Ich habs aufgegeben....kriege meine FW Karte unter Linux nicht zum laufen.
Und ohne die keine Musik. Und ohne Musik nützt mir das beste Betriebssystem nichts.

In Sachen (benutzerfreundlicher) Hardwareeinbindung muss Linux noch einiges nachholen.
Obwohl das ja im Grunde falsch formuliert ist....die Hersteller müssen endlich mal ihren Ar*** hochbekommen und zumindest die Quellcodes für Treiber freigeben. Von Treibern direkt vom Hersteller kann man ja heute fast nur träumen. Und wenn, dann mit unakzeptablen Einschränkungen (zB mein Laserdrucker....der druckt zwar, aber nur mit den notwendigsten Einstellungen).
War/ist ja schon mit NTFS so eine Sache.

Naja...ich habs mir mal engesehen...ist auch noch auf der Platte, aber seit dem (aus welchen Gründen auch immer) die Oberfläche auf englisch daherkommt, habe ich die Lust verloren, damit noch mehr Zeit zu verbringen.


Grüsse Andy



 Poison Nuke  *

#4 Verfasst am 23.04.2008, um 07:06:32



ja das stimmt, die Hardware muss entweder von direkt unterstützt werden oder man hat sozusagen ein Problem :Y

Aber nunja, wie ich ja im zweiten Beitrag geschrieben habe, im Endeffekt ist es gar nicht mal mehr so verschieden zu Windows. Beide haben sich aneinander angeglichen. Daher kann man eigentlich schon ganz gut bei Windows bleiben.


greetz
Poison Nuke

 Poison Nuke  *

#5 Verfasst am 16.06.2010, um 22:44:27



bin gerade zufällig über diesen alten Thread gestolpert, muss hier aber noch was ergänzen, nicht das jemand noch auf den Gedanken kommen könnte, ich würde Suse in irgendeiner Form "gut" finden

Also nachdem ich nun seit ein paar Jahren tagtäglich mit Linux arbeite muss ich einfach nochmal explizit es loswerden:


SUSE ist der letzte Dreck!
mittlerweile finde ich es sogar schlimmer als Windows.

Es ist instabiler als Windows (man kann sagen die Hardware muss für Suse gebaut worden sein, denn bei auch nur bei einer klitzekleinen Sache die Suse nicht passt, stürzt es regelmäßig ab.
Weiterhin ist es einfach nur absolut überfüllt mit zigtausend nutzlosen Funktionen, die auch gleich mal alle schön mitinstalliert werden und das ganze nur übel aufblähen und EXTREM (!) langsam machen. Da ist sogar Windows ressourcenschonender als Suse. Das nenn ich mal ein Kompliment für Windows :D

die Systemkonfiguration mit YAST ist auch das letzte, da fragt man sich, ob die Entwickler das auch jemals selbst eingerichtet haben, der totale Krampf. Da ist ein Debian schneller manuell über die Konfigdateien eingestellt als eh man sich in YAST durchgekämpft hat.

allgemein ist eh die ganze Verzeichnisstruktur von Suse ist auch teilweise ziemlich verzwackt, also auf intuitive Weise findet man hier nichts, weil nur wenige Sachen dort liegen wo sie bei anderen Distributionen sind oder wo man sie erwarten würde.



wollte ich nur mal so loswerden, da ich mich fast jeden Tag damit rumschlagen muss :X


greetz
Poison Nuke

Stripes

#6 Verfasst am 17.06.2010, um 22:33:11



Könnte von mir sein!

YAST ist überflüssiger Müll, ab Version 11 ist Suse so vermüllt worden wie es nur geht, die Quallität der Quellen ist auch nicht das Wahre.

Wenn du Suse Nach altem Muster konfigurierst lässt es sich damit Arbeiten aber was Novell daraus gemacht hat ist echt Müll, ob die Enterprise Versionen genauso schlecht sind?

Debian ist ja schon sehr Anfängerfreundlich, Ubuntu noch viel mehr, gibt derzeit wohl keinen Grund Suse zu installieren.

Kennst du Gentoo?

Das ist das Debian von heute


Addicted to good music!


 Poison Nuke  *

#7 Verfasst am 17.06.2010, um 22:45:06



klar kenn ich Gentoo 8)
aber das muss man viel Geduld mitbringen...schonmal Gentoo von Grund auf installiert? Da wirst nicht froh wenn du es eilig hast :D

dafür aber wirklich bis ins letzte anpassbar, also wer ein ultrastabiles und exakt zugeschnittenes System sucht das genau das tut was er will und der auch Zeit und Muße hat sich mit allem auseinanderzusetzen, der ist mit Gentoo bestens bedient :hail





greetz
Poison Nuke

manollo139

#8 Verfasst am 18.06.2010, um 09:42:10



gentoo einrichten ist ein graus!
Vorallem wenn nahezu alles fertig ist und man dann feststellt, dass die treiber für sound und grafik nich funzen wollen!

Das war mein 2. aber gleichzeitig bisher letzter versuch mit gentoo!
Der 1. hatte super geklappt. aber neues system --> 1000000 neue Probleme!!!


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DIY-Hifi-Forum

 Poison Nuke  *

#9 Verfasst am 18.06.2010, um 09:51:01



also für mal eben schnell ein Hardwarewechsel ist es auch nicht gedacht, man muss sein System kennen und wissen wie man die Treiber einbindet, insofern es überhaupt richtige Treiber für die eigene Hardware gibt. Ich finde Gentoo wenn als Serversystem ganz sinnvoll, man kann es zwar auch als Officerechner einsetzen aber da ist mir persönlich wegen der Treibergeschichte auch etwas zu umständlich. Da dann doch lieber ein Ubuntu oder Debian.


greetz
Poison Nuke

manollo139

#10 Verfasst am 18.06.2010, um 11:02:56



Wenn man erst nen laufendes Ubuntu hat.
Dann kann man auch auf jedenfall Gentoo ans laufen bringen.
Ist aber wirklich nur sinnvoll, wenn man gerade neue Hardware hat. Und die nächsten jahre damit weiterarbeiten möchte.
So als Arbeitstier zum programmieren oder so. Wo man auch mal performance braucht!
Zum Surfen usw lohnt das nicht.


Interessengemeinschaft DIY Hifi
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Stripes

#11 Verfasst am 18.06.2010, um 17:10:30




manollo139 schrieb:
Wenn man erst nen laufendes Ubuntu hat.
Dann kann man auch auf jedenfall Gentoo ans laufen bringen.


Würde ich so nicht sagen, Ubuntu ist sehr gut dokumentiert, weshalb ich es auf dem Dektop auch sehr mag.
Gentoo als Desktop ist nur etwas für Leute die viel Server mäßiges auf dem Rechner testen möchten um genau zu sehen wie sich entsprechendes auf der "echten" Hardware macht.(meist Vollprofis)
Für Alltägliches würde mich Gentoo als Desktop nerven, da würde ich sogar leiber Suse nutzen

Wenn deine Hardware nicht ein hartnäckiger Linux Feind ist lässt sich beim Thema Grafik, Sound etc. meist mehr bei Ubuntu in den Dokus finden.

Tipp: Beim Hardware kauf nicht das Billigste und Neuste nehmen sondern mit Bedacht und Blick auf Linux kaufen

Btw. Suse: Hat jemand Enterprise Versionen im Betrieb? Würde gerne mal wissen was die besser machen bzw. wo da der große Unterschied ist.



Addicted to good music!


 Poison Nuke  *

#12 Verfasst am 18.06.2010, um 17:39:06



man hat dann lediglich Anspruch auf Support. Also das gleiche wie Windows OEM und Vollversion.

Auf gut Deutsch, man bezahlt dafür, dass die ihren eigenen Murks supporten.


greetz
Poison Nuke

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