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PN's Forum \ Computer \ Software \ Betriebssysteme \ Linux \ Installation von Debian Lenny auf 2TB Festplatten - was zu beachten ist


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 29.09.2010, um 22:25:42



Hio,

wer vorhat, ein Debian auf eine oder mehrere Festplatte a 2TB zu installieren, wird auf gleich mehrere Probleme stoßen:


MBR statt GPT

Wenn die Festplatten noch nicht initialisiert wurden und man sie vom Setupprogramm initialisieren lässt, dann macht dieses ohne Nachfrage eine GPT Partition Table drauf. Entweder haben die da einen Rechenfehler drin oder sie gehen nicht davon aus, dass man von so einer Festplatte booten wird. Denn ein BIOS erkennt GPT nicht und kann entsprechend nicht den Bootloader laden

Weiterhin kommt auch der alte Grub, der bei Debian Lenny dabei ist, nicht mit GPT klar, er bricht mit einem schwerwiegenden Fehler ab.


Wenn die Festplatten nicht initialisiert sind, dann muss man sie zwangsweise mit einem anderen System initialisieren. Entweder man bootet eine LiveCD auf der ein Gparted drauf ist (Wichtig, fdisk und parted versagen hier), oder man baut die Festplatte(n) in einen Rechner mit Windows ein und wählt bei der Initialisierung auf keinen Fall GPT aus, sondern eine MSDOS Partitionstabelle (Das ist der MBR).


Erst wenn die Festplatten einen MBR haben, kann man mit der Installation von Debian fortfahren.


ext3 oder XFS?
normalerweise stellt sich bei Linux keine Frage, ext3 ist das Standardsystem, vorallem bei Debian Lenny. Nur man sollte beachten, ext3 kann maximal 8TB.
Das ist mit 2TB HDDs ziemlich schnell erreicht.

Zudem dauert das Formatieren einer 2TB Partition mit Ext3 ungefähr eine Stunde!
(Western Digital WD20EARS)

Wegen der 8TB Grenze und der recht langen Formatierungszeit empfiehlt es sich, ein anderes Dateisystem zu wählen für die große Partition:

XFS

dieses kann wesentlich größere Partitionen und das Formatieren ist regelrecht innert Sekunden abgeschlossen.



HardwareRAID

Es bietet sich grundsätzlich an, bei mehreren großen Festplatten ein HardwareRAID Controller zu nehmen. Aktuelle Modelle wie die 3ware 9650SE bieten die Möglichkeit, dass man eine Bootfestplatte vom großen RAID abzwackt. D.h. es werden z.B. 10GB von einem 12TB RAID in Hardware Partitioniert und als eigene Festplatte exportiert. Das wird automatisch mit einem MBR initialisiert und man kann das System bequem in einem getrennten Bereich installieren.




Bei Ubuntu und Fedora Core in den aktuellen Versionen sollte es diese Probleme an sich nicht geben, da beide ext4 unterstützen, welches mit großen Partitionen gut zurecht kommt (genauso wie mit den 4kB Sektoren der WDs), zudem sie Grub2 mitbringen, welches GPT unterstützt. Allerdings bringt das nichts, solange man ein BIOS statt einem EFI hat. Ergo, wer noch ein normales BIOS ohne EFI Unterstützung hat, kann so oder so nicht von Festplatten booten, die größer als 2TB sind. Das ist auch der Grund, warum Seagate seine 3TB HDDs bisher ausschließlich als externe USB Festplatten verkauft.


greetz
Poison Nuke

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