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PN's Forum \ HiFi \ Schallerzeugung \ Lautsprecher \ Lautsprecher aus Beton ?!


Speedy *

#1 Verfasst am 25.11.2010, um 22:23:44



Werte Forenmitglieder,

in diesem Thread soll rund um das Thema "Lautsprecher aus Beton" diskutiert werden.

Anlass zu diesem Thread ist dabei:
- der Wunsch eines Dr. Dipl. - Ingenieurs für Baustoffe an der TU ein paar LS besitzen zu wollen

- die kostenfreie Verfügbarkeit der Rohmaterialien im Baustofflabor

- mein Urlaubssemester im kommenden Sommer (mit genügend Freizeit)


In diversen Foren wird zwar rege über die Problematik von der Herstellung und Verwendung des Baustoffes Beton diskutiert, aber niemand hat wirklich umfassende Erfahrungen mit dem Umgang von Beton oder die benötigten Zusatzstoffe und Zusatzmittel, die das Einbringen des Werkstoffes erleichtern.

Als Teammitglied des Betonboot-teams der TU Dresden können wir bereits auf einige sehr erfolgreiche Projekte im nationalen und internationalen Vergleich zurückblicken und wissen um den richtigen Umgang mit Beton bescheid.

Wer sich gerne ein paar Projekte ansehen mag, darf dies gerne unter http://betonboot.de/ tun.
Die dort vorgestellten Projekte zeigen die Möglichkeiten mit diesem tollen Werkstoff nur annähernd auf.

Nun soll das interessante Projekt eines Lautsprechers in Angriff genommen werden.

Doch dafür brauche ich eure Hilfe.


Bisher heißt es immer, je steifer und schwerer das Gehäuse eines Schallwandlers ist, desto besser.
An anderer Stelle wird erwähnt, dass die typische Resonanz von Holzgehäusen fehlt und der Lautsprecher somit anders klingen würde.

Hat jemand bereits Erfahrungen mit BetonLautsprechern sammeln können?
Oder gibt es vielleicht driftige Gründe, Gehäuse nicht aus Beton zu fertigen?

Ich hoffe auf eine rege Teilnahme in diesem Thread und würde am Ende auch gerne Resultate aufzeigen wollen.

Grüße


Mein Wohnkino

 Poison Nuke 

#2 Verfasst am 25.11.2010, um 23:06:13



wenn Gewicht und Verarbeitung kein Problem sind, dann ist das ideal. So einige Lautsprecher wurden aus Stein gemacht und "Holzklang" ist eh sowas für sich...ein Lautsprecher soll nicht klingen. Ergo wäre auch damit Beton wieder von Vorteil.

Die Basis der B&W Nautilus ist übrigens auch aus Beton.


Was Beton interessant macht, ist die Möglichkeit jede beliebige Form zu erzeugen, das macht ihn sogar überlegen gegenüber anderen Werkstoffen. Und erst recht die Steifigkeit von dem Material. Es sollte dann aber auch entsprechend ein paar hochwertige Chassis zum Einsatz kommen, weil so ein Lautsprecher ist förmlich für die Ewigkeit :L



Die Sache ist natürlich jetzt, was baut man. Grundlegend würde ich sagen, Hochtonhorn, MT Horn und ein kräftiger BR Tieftonteil. Das wäre IMHO für so ein Projekt das ideale, weil gerade ein Hornhals kann nie steif genug sein und lässt sich mit Holz auch nur sehr aufwändig erstellen. Hingegen die Negativform für einen Hornhals ist einfacher erstellt.


greetz
Poison Nuke

de0815de

#3 Verfasst am 26.11.2010, um 02:28:21



was habt ihr für ein budget?


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

FlorianK

#4 Verfasst am 26.11.2010, um 04:18:34



Es gab früher auch schon einige Konstruktionen aus Beton. Auch einen größeren Hornlautsprecher der aus einer Betonmischung aufgebaut wurde. Grundsätzlich geht das mit Beton - aber wichtig ist natürlich die passende Mischung.Die kannst du natürlich nur durch probieren herrausbekommen. Ich denke eine grundlegende Aussage in dem Sinn kann man nicht machen.Grundsätzlich sollte die Wandung nicht auf den Lautsprecher wirken. Ein Vergleich: du baust eine Box als Dreiwegelösung. Als Materialbasis nimmst du zB. MDF. Baust du nun ein Tieftongehäuse kannst du das sehr gut aus einer bestimmten Materialstärke wie 22mm machen. Im Tieftonteil kannst du dann Ringversteifungen einsetzen und das Schwingungsverhalten positiv verändern. Durch die somit eintretende Verkürzung der Abstände veränderst du die Resonanz der Platten nach oben und somit außerhalb der des Tieftonbereiches. Sehr gut für den Angesprochenen Tieftonteil. Aber - negativ wäre diese Maßnahme eventuell für den MT oder HT Teil. Diesen kann man zB sehr gut durch die Verbindung von Gehäuse + Gummi + zB Sperrholz durchführen. Diese Kombination dämmt super das Verhalten der Wandung. Erheblich besser als zB dickere Wandung oder die oft angesprochene Verklebung von KAcheln oder Keramikplatten auf der Wandung. Also Grundsätzlich ist Beton sehr gut - wie Pois auch schon geschrieben hat ist natürlich die freie Formbarkeit toll.
Das Resonazverhalten müßt ihr jedoch prüfen und ausprobieren.Für zB MT und HT kann es nachteilig sein relativ dünne und harte Mischungen zu nehmen.Stell dir eine Wandung aus dünnem Stahl vor ( würdest du erst gar nicht nehmen weil das wie eine Glocke klingen würde ) - die würde gar nicht in Frage kommen - obwohl sie hart ist. Also immer alles abhängig von Material ( auch Mischung ) - Form und Materialstärke und und und.
Was man nun mit Beton mischen kann, müßt ihr dann nach und nach ausprobieren.Es gibt Mischungen aus zB Holz und Beton. Aber mit Sicherheit sehr interessant und ich denke auch von Erfolg gekrönt. Was nagativ bleibt ist natürlich das doch sehr hohe Gewicht.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

de0815de

#5 Verfasst am 26.11.2010, um 06:12:16



ich glaube was die wollen oder gemacht haben geht ja gerade in den bereich "probieren" was geht! und wie "leicht" kann und stabil kann man damit bauen.

die freie wahl der formgebung lässt sicher die frage offen was die optimale form den für den jeweiligen treiber wäre! ich bin gerade "auf" die pyramide gekommen und bin schon als fleisig am rechnen. der vorteil einer solchen kunstruktion ist die stabilität und die absolut ungleichmäßige wellenreflextion.

für alle diese formen könnte ich mir negative aus styropor vorstellen! dann die gewebebewährung und im anschluß eine betonmischung. sind denn mal alles seiten trocken, dann "brennt" man den styropor aus und hat ein solides gehäuse
das es zementgebundene spannplatten gibt, das ist hier vielleicht sicher schon bekannt. aber der vollständigkeit halber noch einmal erwähnt.
ich hab auch nicht so richtig die ahnung warum man fast immer auf MDF kommt. aber es hat jedenfalls seinen grund

also wären die grundeigenschaften, die ein werkstoff für lautsprecher haben muss, neben der formgebung, von wichtigkeit.

in holland gibt es einen hanfbeton, den kann man spritzen! es ist sogar möglich bleche für autos damit zu machen. die häuser werden damit so leicht das man die heutigen wolkenkratzer nahezu ohne stahl bauen könnte oder halt viiiiiiiel höher die "bleche" kannste nicht mit einem hammer zertrümmern und die form geht einfach wieder in den ursprung zurück.

bei euch geht es aber wohl grundsätzlich um den einsatz von "herkömmlichen" beton. oder hat das ganze einen noch tiefern sinn? geht´s um die werkstoffentwicklung oder um die erschliesung neuer märkte??? das macht jedenfalls sehr neugierig.

oder will der herr einfach nur gute lautsprecher? selbst das alleine wäre ja schon sehr spannend

- Beiträge wurden automatisch zusammengefügt -
Grund: Doppelposting


schreib doch mal eine art pflichtenheft!


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

FlorianK

#6 Verfasst am 26.11.2010, um 08:50:09




de0815de schrieb:
ich bin gerade "auf" die pyramide gekommen und bin schon als fleisig am rechnen. der vorteil einer solchen kunstruktion ist die stabilität und die absolut ungleichmäßige wellenreflextion. !


Das reicht so auch nicht. Du mußt versuchen, das die reflektierenden Wellen nicht zB wieder auf die Membrane treffen.Du bekommst ja - sagen wir einmal Auswirkungen auf den Klang weil die Druckverhältnisse wirken - aber auch zB die reflektierenden Wellen mit einer starken Macht auch wieder auf die Membrane knallen. Das kann dir auch bei dreieckigen Formen passieren.
Gut wäre es wenn einmal die Wandung ruhig bleibt und die eigentlich reflektierende Welle in einem Sumpf "verläuft".

- Beiträge wurden automatisch zusammengefügt -
Grund: Doppelposting



de0815de schrieb:
ich hab auch nicht so richtig die ahnung warum man fast immer auf MDF kommt. aber es hat jedenfalls seinen grund


Weil MDF eben eine gute Eigendämmung hat.Wenn du viele gleich große "Bretter" aus unterschiedlichen MAterialien in die Hand nimmst und da mit dem Finger anklopfst - ahst du immer unterschiedliche Resonanzverhalten.Also das Verhältnis woe schwingt das Holz - und wieviel Schall geht durch.
Es gibt da viele versuche die schon gemacht wurden - und da kam u.a. raus das zB zwischen 19mm und zB 22mm MDF gar nicht mal ein soo großer Unterschied ist wie man vermuten würde.Und es kommt auch zB darauf an - wie verhält sich das Medium bei der bestimmen Frequenz.Man kann also auch sagen - im Verhältnis zur Wandstärke gibt es unterschiedliche MAterialien die besser oder schlechter sind bei Bass - MT oder HT.
Insgesamt sind das aber immer Vergleiche bzw Kompromisse zum Gewicht und Kosten des Materialeinsatzes.Eine ein Meter dicke MDF Platte ist für Bass und MT / HT gleich gut geeignet - da sind dann natürlich auch immer die Grenzen überschritten.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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de0815de

#7 Verfasst am 26.11.2010, um 09:17:51



was empfehlen wir also dem betonbauer?


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

FlorianK

#8 Verfasst am 26.11.2010, um 09:25:27



Na - richtig empfehlen geht da nicht. Er soll ausprobieren. Wenn Gewicht untergeordnet ( wird ja wohl auf jeden Fall schwerer als zB MDF ) ist auf jeden Fall ein Versuch mit fast Ergebnisgarantie.


Gruß Florian

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de0815de

#9 Verfasst am 26.11.2010, um 09:42:50



gewicht wird bei dem wohl ehr eine andere rolle einnehmen!
die sind wohl im "leichtbaubeton" unterwegs. aber papier werden die nicht aus beton machen
welche formen sind wohl von interesse! hmmmm, na klar würde ich hörner empfehlen aber noch ehr würde ich "ins haus eingegossen" machen ...wenn ich´s könnte. den raum als dreick ausgeführt

oder, wenns um markt geht, dann eine "standartkopie", in besser und günstiger ...ein eckhorn werden die kaum machen können

wir kennen die herausforderung nicht so richtig. aber entweder müssen die preise drücken oder was gaaaanz tolles machen. alles andere gibt es ja schon oder???


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

Speedy *

#10 Verfasst am 26.11.2010, um 15:10:17



Hallo Leute,

WOW - ich bin sehr über die rege Teilnahme in diesem Thread überrascht und erfreue mich an dem allgemeinen Interesse über das anstehende Projekt.


Das Institut für Baustoffe beschäftigt sich natürlich mit (für einige von euch sicherlich) "Sondermischungen". Von normalen Beton, wie man ihn zum Bau von Gebäuden kennt, haben diese Mischungen in der Regel nicht mehr viel gemeinsam.
Die im ersten Post angesprochenen Zusatzmittel und Zusatzstoffe sind Partikel, die die Eigenschaften des Betons wahnsinnig beeinflussen können.

Die Verwendung von speziellen Textilgweben, anstatt der üblichen Stahlbewehrung, ermöglicht dabei die Realisierung von beliebigen Formen. "Runde Kanten" sind also möglich.
Man kann sich dieses Gewebe in etwa wie ein Fliegengitter oder Gaze.
Seht euch einfach kurz die Projekte der Vergangen Jahre beim Betonboot an. Diese könnten einen kleinen Eindruck vermitteln, was machbar ist.
oder hier:
http://baublog.tu-dresden.de/index.php/2010/08/s...aus-textilbeton/
oder diser Stuhl aus Textilbeton ( ohne hinterem Fuß)
http://www.tu-dresden.de/biwitb/baustoff//institut/hempel_06.htm

Die erzeugte Qualität der Bauteile an Oberflächen und Verbindungen ist sehr "vorbildlich".

Wie bereits richtig angesprochen wurde, geht es (meistens nur mir) um leichte Konstruktionen der Boote.
Mittels der Textialfasern und dem Spezialbeton ist es möglich Wandstärken von gerade einmal 2mm herzustellen. Ein Boot mit der Länge von 5m wiegt damit sensationelle 16kg.
Der Lautsprecher könnte also an geegnetten Stellen auch sehr dünn ausfallen. Wie der Argumentationsstand momentan aufzeigt, wäre dies für den Lautsprecher aber weniger vorteilhaft.

Also werden es eben dickere Wände des Lautsprechers. Eventuell dann mit dünnen Stahlstäbchen zur Bewehrung.
Das sind aber Sachen, die ich im nachhinein konstruktiv lösen werde.


Eigentlich wollte ich die Empfehlung zu einem geeigneten Lautsprecherset in einem separaten Thread durchführen, aber es scheint mir hier wohl eher angebracht zu sein.


Gebaut werden insgesamt 2 Stereopaare.
Davon eines für den Baustoffler und eines für mich.

Für den Baustoffler ist dabei der Superduperoptimale Klang NICHT erstrebenswert. Es geht ihm hauptsächlich darum, ab und zu seine bevorzugte Musik zu hören

folgende Kriterien sind dabei zu erfüllen:

- Kompakte LS

- bevorzugte Musik: Opern und Klassik

- höchstwahrscheinlich wird es keine Subunterstützung geben.

- das Gesamtbudget für die komplette Stereoanlage ist nicht festgesetzt, kann sich aber in der Region 1000€ bewegen und wenn es sein muss noch etwas drüber.
Ich rechne bisher für Verstärker, CD Player und Kabel etwa 500€ ein.
Das sollte meiner Meinung nach ein ausgewogenes Verhältnis darstellen.


Das zweite Paar wird etwa zeitgleich mit dem anderen Paar entstehen und wird für mich sein.

Anfangs wollte ich nur ein kleines Paar SelbstbauLS, welche ich mir an den Schreibtisch stellen kann.
Mittlerweile habe ich mein Projekt schon an der ein oder anderen Stelle vorgestellt und wurde ständig gefragt, warum ich bei dem Aufwand nur KompakteLS bauen möchte.

Ich könnte mir unter Umständen auch vorstellen, ein paar spitzen StandLS zu bauen, die an einer separaten Kette hängen.

ABER:
Selbstbau ist mir da etwas zu heikel.
Sicherlich ist es möglich sehr gute und hochwertige LS zu bauen, aber der Fakt, dass er LS vorher nicht probegehört werden kann, ist mir nicht so recht.

Dann ging die Diskussion weiter in Richtung vollaktiv. Welche wohl leichter die Möglichkeit bietet, den Frequenzverlauf an die eigenen Vorlieben anzupassen.
Aber ich befürchte, dass das preislich zu intensiv werden könnte.

Allerdings habe ich auch schon die allgemeine Faszination über HornLS vernehmen können und wäre davon auch nicht abgeneigt.
Zumal diese Konstruktion bautechnisch interessanter ist.


Da ich mir selber noch sehr unsicher bin, möchte ich mich zunächst gern um das Päarchen für den Baustoffler kümmern wollen.

Gibt es Tips für einen geeignetten Bausatz, der
- möglichst ohne innere Verstrebungen auskommt und
- die oben genannten Bedingungen (vor allem Einsatzgebiet) erfüllt?


Vielen Dank im Voraus


Mein Wohnkino

bearbeitet von Speedy, am 26.11.2010, um: 15:13:03


de0815de

#11 Verfasst am 26.11.2010, um 15:25:37



wow, 2mm
bautechnisch dürfte das projekt sicher eine herausforderung werden http://www.hifi-selbstbau.de/index.php?option=co...id=331&Itemid=36

da steckt nach meiner meinung jede menge gehirnschmalz drinne und ist sicher nicht soooo einfach zu bauen. vielleicht aber mit beton teilweise einfacher zu realisieren?


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

Harry Balls

#12 Verfasst am 26.11.2010, um 17:36:44



keine ahnung ob schon bekannt:
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browse...104&thread=17721


"Only a Sith deals in absolutes..."

FlorianK

#13 Verfasst am 26.11.2010, um 18:16:52



Speedy hast du mal einen Link zu einem Betonhersteller bzw über die Möglichkeiten der Betonmischungen ? Gibt es so etwas ? Gerade die Verbundgeschichten mit verschiedenen Fasern wäre mal interessant.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

Speedy *

#14 Verfasst am 26.11.2010, um 20:31:01




Zitat:
bautechnisch dürfte das projekt sicher eine herausforderung werden http://www.hifi-selbstbau.de/index.php?option=co...id=331&Itemid=36



Würde es mit Sicherheit - wäre mir dann aber doch etwas zu viel "Fummelei"
Die Kompakten für ihn dürfen gerne einfacher Gestalt sein.


Zitat:


vielen Dank,
ist mir bereits bekannt



Zitat:
Link zu einem Betonhersteller



Leider habe ich keinen Link.
Die Rezepte und speziellen Mischverfahren bekommt das Labor zumeist von den Herstellern oder muss es erforschen.

Leider habe ich mir die Skripte der Vorlesungen meist nicht herunter geladen, sonst könnte ich dir die insgesamt 6 Semester Baustoffvorlesung gerne zukommen lassen.
Einen kleinen Einblick bekommst du unter:
http://betonboot.de/ --> Textilbewehrter Beton

Mehr kann ich leider erstmal nicht machen.


Mein Wohnkino

roadrunner

#15 Verfasst am 28.11.2010, um 22:02:17



Sehr interessantes Thema.
Hatte vor einiger Zeit mal einen Bericht im HiFi-Forum gelesen und auch wieder gefunden.
Die haben sich da auch eingehend mit der Mixtur beschäftigt, falls Du den Thread noch nicht kennst.
http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-883.html


Rechtschreibung ist Höflichkeit am Leser! Gruß Jörg

de0815de

#16 Verfasst am 04.12.2010, um 05:23:11



hier ist auch noch was schönes ...aus einem gußhttp://propirate.net/betonboxen/
und die haben welche "von der stange" http://www.audiograde.de
endgeil http://focht-beton.de/fein/ls/va3p_03.jpg


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

bearbeitet von de0815de, am 04.12.2010, um: 05:48:35


de0815de

#17 Verfasst am 04.12.2010, um 06:50:34



http://www.selbst.de/wohnen-deko-artikel/farben-...rben-105814.html
auch noch mal ein schöner bericht und tricks etc.
ebenso hier erfahrungen und anleitung http://www.expli.de/anleitung/lautsprechergehaeuse-aus-beton-bauen-3375/

dein thema und mein fehlschlag inspirieren mich gerade enorm
ein ausreichend großer und trapetzförmiger pflanzkübel aus beton wäre gerade meine erste wahl. bin ja mal gespannt zu was mein hirn mich da jetzt wieder hin führt


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

Speedy *

#18 Verfasst am 25.02.2011, um 14:55:31



Hallo,

Die Bearbeitung meiner studentischen Projektarbeit zieht sich leider noch etwas hin. Daher kam es hier in letzter Zeit zu keinem Fortschritt.

Aber: langsam wird es ernst. Die Freizeit rückt in greifbare Nähe.

Ich habe mich bisher nicht weiter nach Lautsprecherbauanleitungen umsehen können.
Stattdessen habe ich mich von den Bauberichten der Bastler inspirieren lassen. Dafür waren eure Links sehr hilfreich.

Die Durchführung des Betonierens sollte auf jeden Fall klar gehen.
Kleine Nettigkeiten bei der Umsetzung, wie Fasen und eingelassene Lautsprecher, sind für mich ein Muss. Eine Oberflächenbehandlung wird es wahrscheinlich nicht geben.

Leider bereiten mir allerdings die Streben im Inneren des Lautsprechers reges Kopfzerbrechen.
Dafür brauch ich euren Rat. Die dienen doch der Aussteifung und der Reflexion im Inneren des Lautsprechers und sollten unbedingt vorhanden sein?! Oder habe ich da bisher etwas falsch verstanden?

Das wird bei den ausgewählten Bausätzen nicht einfach:
Aus Vergleichsgründen möchte ich dem Baustoffler nun die Duetta Top light bauen und mir die Duetta.

Dem Baustoffler ist der Preis für die Lautsprecher egal.
"Es muss nur schön klingen" und die bereits genannten Einsatzgebiete sind seine einzigen Anforderungen. Das machte mir die Suche nach einem geeignetten Lautsprecher bisher recht schwierig.

Preisgünstige "Alternative" zur Duetta wäre nach wie vor die CT239.

Bitte nennt mir weitere mögliche Lautsprechersätze, die dem Einsatzzweck der gelegentlichen Beschallung für die genannte Musikrichtung gerecht werden.

Es geht nicht um eine möglichst komplizierte Form der Lautsprecher, sondern einfach nur ums "gekonnte durchziehen" und ein befriedigendes Ergebnis.

Grüße




Mein Wohnkino

de0815de

#19 Verfasst am 26.02.2011, um 03:10:43



also nach meinem verständnis spielt die form im hoch und mittelton ehr eine rolle, da du damit gewaltig die richtwirkung beeinflusst und im gehäuse die schallwellen reflektiert werden.
um die gehäusereflektionen sehr gering zu halten bzw. um deren überlagerungen so gering wie möglich zu machen, wäre eine dreiseitige pyramide wohl das optimum.
das gehäusevolumen spielt bei hohen tönen weniger eine rolle als bei tieferen tönen, da tiefe töne immer mehr membranhub benötigen und somit "luft" zum atmen. die rückwärtige luft wird somit zum membranmedium. das ist der grund warum ein gehäuse auch dicht sein muss. auch bei scheinbar offenen gehäusen (bassreflex) ist das überaus wichtig.
die steifigkeit spielt immer mehr dann eine rolle, je tiefer die töne werden. je höher ein ton, um so geringer seine wellenlänge und um so empfindlicher reagiert dieser ton auf gehäuseformen. aus diesem grunde macht es sinn die abstände von hoch und mitteltönern genau nach übergang der wellenlängen zu gestallten. ein ideal ist im grunde nicht erreichbar.
als ideal anzusehen wäre, aus heutiger sicht, eine punktschallquelle. so haben hersteller verschiedene koaxialsysteme entwickelt und breitbandlautsprecher. alles hat div. vor und nachteile und kommt technisch/physikalisch bedingt NIE an das original und "naturgetreu" heran. für jeden ton einen schallwandler und gehäuse wäre wieder sinnlos, da alles viel zu groß und breit gefächert wäre.
mein fazit: je größer der raum und um so weiter der sitzabstand, um so mehr wege kann man sich erlauben. ...und um so höher muss der wirkungsgrad der schallwandler sein
im grunde kann man sich dem nur annähern und ist und bleibt dennoch meilenweit davon entfernt.
ein köpfhörer kann da schon sehr nahe ran kommen und doch fehlt einem da wieder das "es fasst mich regelrecht an"!
im hochton kann man bereits mit einem plasmastrahler, also einem lichtbogen, extrem genau nachbilden ...weil eben keine masse mehr bewegt wird, sondern die luft bereits selbst als medium genutzt wird. das geht, eben wegen der wellenlängen, auch nur begrenzt. so wären für den bass wellenlängen von mehreren metern notwendig. was zwar technisch sicher möglich wäre. aber vermutlich in wohnräumen nicht realisierbar ist
ich hab weiterhin keine ahnung welchen energieaufwand das dann bedeuten würde. man wird sicher nicht gleich ein ganzes atomkraftwerk benötigen. aber ich vermute schon das enorme energie dort fliesen muss.

beton ist im grunde so steif, jedenfalls sollte man es dann so auslegen, das eigentlich keine streben mehr notwendig wären.
im hoch und mittelton bietet es den vorteil sehr komplexe formen zu ergiesen und im bass kommt dann die steifigkeit zum tragen.
die wellenlängen sind dann so lang, das sie nicht mehr in das gehäuse passen und somit durch das gehäuse durch gehen. ...ich glaub das jedenfalls gerade. es könnte auch sein sich sich der druckkammereffekt aufbaut??? vielleicht erklärt das noch mal jemand?
jedenfalls, alle energie die für das "verbiegen" des lautsprechergehäuses NICHT verwendet wird, wird eben als energie an die luft abgegeben. und wir wollen das die luft schwingt und die wellen überträgt.


so, und nun hättest du z.b. die tollsten lautsprecher der welt. meintwegen breitbandplasmatweeter und alles ginge auch im hörraum zu integrieren ...dann kommt die größte schwachstelle im system. du hast einen raum. in der regel irre viele reflektionen. die wände schreien dich förmlich nur so an. DU willst aber deine lautsprecher hören und nicht deinen raumkäpfst mit wellenlängen von 20m und mehr und kannst eigentlich nicht gewinnen. schön wenn man bauen kann und unendlich viel kohle und vor allem platz. pentagonform oder gleich ein dreick und alles schön riesig.
denn, der ideale raum ist: kein raum. irgendwo am drahtseil hängend und nichts über und unter dir. konstante temperatur ...weil auch das wieder einfluss auf die wellenlängen nimmt. und somit muss auch die zusammensetzung der luft noch passen. kennste ja vom helium, ...das überträgt die wellen eben wieder anders.

meine erfahrung ist: such dir ein paar schöne wandler raus und suche ganz zum schluß den fehler bei den lautsprechern. fehlt dir der bass, dann bau einfach mehr bässe ein passt der sound nicht, dann ist in der regel die tonquelle dran schuld ...jedenfalls wenn der raum entsprechend präpariert ist.

ich würde mir etwas suchen was diesem stoff auch seine vorteile abverlangt. also eine ehr komplexere form für den hoch und mittelton, ...jdenfalls was einen holzbauer an den rand des wahnsinns treiben kann aber einen gieser müde lachen lässt. und dann einen schönen bass.

ich bin nach wie vor davon überzeugt das auch für meine vier PD-subs beton das beste wären. und fände ich 390L betonblumenkübel, dann kämen die dinger da auch rein. ...und ich find noch welche!


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

Speedy *

#20 Verfasst am 06.04.2011, um 14:04:10



So
heut hab ich endlich meine Verteidigung zur Projektarbeit absolviert und kann mich fortan mit der Herstellung der Lautsprecher auseinander setzen.
Eine Werkstatt steht mir bereits zur Verfügung.

Bisher ist mir jedoch noch etwas unklar, was mit den inneren Verstrebungen in den Lautsprechern ist und wie es sich klanglich verhält, wenn man die einfach rauslassen würde. Über eine ausreichende Steifigkeit des Gehäuses mache ich mir bei 3cm Wandstärke für den HT / MT eigentlich keine Sorgen. Ich habe nur mal was gelesen, dass das Gehäuse nicht zu steif sein sollte.

Meine Absicht ist es, das Laustsprechergehäuse aus einem Guss her zu stellen. Das wird man allerdings mit den inneren Verstrebungen nicht umsetzen können. Daher ist mir der Gedanke aufgekommen, diese nachträglich einzukleben. Das klappt allerdings nicht wegen den kleinen Chassisöffnungen. Daher wirds wahrscheinlich eine Bodenplatte geben müssen, über die die Verstrebungen eingebracht werden.

Es gibt also noch einige theoretische Fragen zu klären und dann kanns hoffentlich losgehen.



Mein Wohnkino

TimB

#21 Verfasst am 06.04.2011, um 14:08:41



Wozu noch Verstrebungen, wenn man das Gehäuse schon aus Beton baut?
(Meine Meinung)


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

Speedy *

#22 Verfasst am 06.04.2011, um 14:39:25



Soweit ich bisher verstanden habe, sind diese inneren Verstrebungen nicht willkürlich und ausschließlich zur Versteifung des Gehäuses angeordnet. Sie sollen wohl auch dienen im Inneren des Gehäuses Reflexionen zu erzeugen, die den Klang beeinflussen.


Mein Wohnkino

TimB

#23 Verfasst am 06.04.2011, um 14:45:28



Welcher LS ist denn so konstruiert, dass er auf die Reflexionen der Verstrebungen angewiesen ist?


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

de0815de

#24 Verfasst am 06.04.2011, um 17:54:00



er meint sicher modale erscheinungen und will diese vermeiden!


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

 Poison Nuke 

#25 Verfasst am 06.04.2011, um 22:18:38



genau, das ist der eigentliche Punkt, dass es keine stehenden Wellen gibt, die man außerhalb des LS dann auch deutlich hören würde.


und zu steif gibt es bei einem Lautsprecher nicht. Wäre mir neu dass sowas möglich wäre. Jeder große Hersteller achtet peinlich darauf, dass die Gehäuse so extrem steif wie nur möglich sind.



und bei Beton hat man an sich viele Möglichkeiten, denn man muss eh eine Gussform herstellen. Wichtigster Punkt ist schonmal, keine geraden Wände zu verwenden, eine Wölbung, vorallem von vorn nach hinten, macht sehr viel bei der Steifigkeit aus und wirkt auch gegen stehende Wellen im Inneren. Und dann kann man in der Gussform auch noch Kerben machen, bzw Kanäle, welche dann am Ende Erhebungen auf der Oberfläche ergeben, welche als Versteifung wirken.


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#26 Verfasst am 06.04.2011, um 22:33:20



In den 80er hat es schon einmal Hersteller gegeben die Beton gebaut haben. Das waren Hörner. Sehr gute Optik und auch sehr gut vom Schwingen. Du kannst so ein Gehäuse relativ einfach bauen. Du formst aus Syropor ein Innenleben - das wie Pois auch schon ausgeführt hat wenn möglich rund oder schräg ausgerichtet sein sollte. Dann auf die Wellenlänge achten - wenn das geht. Kommt da natürlich auf das Chasis an sich auch an und wo du zB auch trennen willst. Diesen Block kannst du dann in einen größeren Kasten stellen und so zu sagen rundherum mit Beton auffüllen. Also erst den Boden eingießen - dann Block reinstellen und fixieren. Außenrumm mit Beton auffüllen und zum Schluß eben die Decke drauf gießen. Dort wo die Chassis später hin kommen bereitest du natürlich alles vor. Dann hast du von außen ein Kastenförmiges Ghäuse und innen ...... so wie du es willst. Prinzipiell brauchst du die Streben dann innen nicht. Wenn du Alles schön rund ausführst ist das ausreichend. Aber bei dem punkt eben Wellenlänge ansehen. Bei den Flächen darauf achten das sie nicht zu lang oder großflächig werden. Sonst bringst du auch Beton zum Schwingen. Ich hatte die Tage schon einmal gesucht - aber leider die Betonteile nicht mehr gefunden.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

 Poison Nuke 

#27 Verfasst am 07.04.2011, um 00:43:12



Styropor ist natürlich eine sehr gute Idee, um die Form zu erstellen, hätte ich jetzt gar nicht dran gedacht :hail

lässt sich vor allem auch gut "schnitzen" und da kann man dann auch entsprechend die Negative für Verstrebungen reinschneiden. Grundsätzlich würde ich das schon machen, so 1cm breit und 5cm hoch z.B. kann ja schon Wunder bewirken.



Und ich würde in jedem Fall mit Stahlarmierungen arbeiten. Gerade im Tieftonbereich sind die Belastungen nicht ohne und Beton reißt gerne ein und dann ist das ganze schnell durchgebrochen. Das kann mit einer Armierung nicht passieren.


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#28 Verfasst am 07.04.2011, um 00:47:13



ich habe vergessen oben dabei zu schreiben. das Styropor kannst du dann aus den Chassiöffnungen rausreißen. den Gruss natürlich nass in nass. Stahl rein ja.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

de0815de

#29 Verfasst am 07.04.2011, um 07:17:51



vielleicht kommen wir ja an eine seiner betonformeln ich würde jedenfalls gewebeteile gleich mit einmischen!
das syropor kann man sicher auch gut ausbrennen, ...nur um die liste hier noch fort zu führen

ich glaube aber das ihn ehr die optimale gehäuseform probleme bereitet? er war doch betonbauer? der will wissen wo es auf schrägen ankommt und welche verstrebung für den schall "unsichtbar oder sichtbar" sind.


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

FlorianK

#30 Verfasst am 07.04.2011, um 08:04:59



ICh würde erst einmal ausrechenen wa an Volumen nötig ist. Das dann in einen Kugelrunden Syroporblock umrechnen + Strebenvolumen - Abflachung im Bereich der Chassis. Bei den Streben würde ich die auf Grund der Eigensteifigkeit so ausführen, dass es keine Kreuzstreben sind, sondern ca 2 - 2,5 cm breite Stege die im Styro eingearbeitet sind. Um das zu verdeutlichen mal ein Beispiel auf einem flächigen Styroblock: Auf dem Styroblock einfach einen 2- 2,5 cm breiten und 3-4cm tiefen "Schützgraben" fräsen oder schneiden. Das kannst du auch an dem Kugelblock machen und so umlaufende Aufkantungen formen. Denn nach dem Guß ist der "Graben" ja eine Erhöhung.Diesen gefrästen Kugelblock kannst du denn in eine Außenkiste packen die du auch wieder abstrackt formst. So kannst du innen und außen die wirklich wildesten Formen gestalten. Da mußt du dann natürlich den Chassis bei ihrem Abstrahlverhalten Rechnung tragen. Frag doch mal unbedingt Ferry und Mano ob die nicht Lust haben, da mitzumischen. Wäre auch ein klasse Projekt für unsere neue Kategorie DIY Projekte.Vielleicht sogar als aktiv Lösung per FerryfilterGTILösung Wäre eine tolle Sache !!


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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bearbeitet von FlorianK, am 07.04.2011, um: 08:17:38


Speedy *

#31 Verfasst am 07.04.2011, um 09:58:20



Hallo Leute,

ich freue mich über eure rege Teilnahme und die vielen Tips.

Zum Herstellungsprozess habe ich mir auch schon einige Gedanken gemacht und bin dabei auch an einer ähnlichen Idee wie dem Styropor hängen geblieben. Da gibt es noch das Styrodur. Das ist wesentlich formstabiler und lässt sich dadurch leichter und formstabiler herstellen. das herausfummeln des Styrodurs wird dadurch zwar etwas schwieriger, wird aber auch ganz gut funktionieren.
Problematisch bei einem solch leichten inneren Kern ist jedoch, dass er beim verfüllen der Form auf Grund seiner niedrigen Dichte erhebliche Auftriebskräfte bekommt. Da ich den LS in einem Stück produzieren möchte, werde ich Fließbeton verwenden. Der ist sehr fein und anfangs sehr flüssig und braucht auch bei der Verwendung von bestimmten Zusatzmitteln etwas Zeit zum ansteifen. Diese Erhärtungszeit ist etwas kritisch, da sich hier der innere Würfel noch nach oben setzen kann.

Um dem entgegen zu wirken, werde ich die Chassis- und Terminalöffnungen durch gefräste PVC Blöcke entstehen lassen und diese einfach mit dem inneren Kern verschrauben.

Eigentlich wollte ich keine Stahlmatte verwenden und stattdessen auf die Textilbewehrung zurückgreifen. Da die Anwendung von diesen Textilien in der geschlossenen Form jedoch nicht möglich sein wird, wirds wohl doch ein Stahlkorb werden müssen.

Sollte dies wirklich so sein, wirds sehr schwierig mit wilden und abstrakten Formen des Lautsprechers. Zugegebener Maßen gefallen mir diese auch nicht so sehr. Ich steh ein bisschen auf eckige und kantige LS.
Von der Form her gab bei meinen Probehörorgien allerdings auch schon einige LS, die mir durch die besondere Form immer im Gedächtnis geblieben sind und durch ihre dezente unkonventionelle Form auch meist gut gefallen haben.

Bspw wie die
Aurum 970


B&W 802 "die kleinen Fetties"



[geht weiter]

Ich könnte mir also eine geringfügig veränderte Form vorstellen.
wie rechts im folgenden Bild zu sehen:


Gerne könnte das Gehäuse auch ähnlich den Heco Celan LS aussehen. Die mag ich mit ihrem Sarg ähnlichen Erscheinen recht gern und ließe sich auch mit der Stahlbewehrung gut herstellen.


Sollte die Gehäuseform tatsächlich vom originalen Bauplan von Udo abweichen, hab ich keine Ahnung, was da hinsichtlich der Abstrahlcharakteristik berücksichtigt werden muss.
Dann bräuchte ich dringend eure Hilfe.
Mit Ferry habe ich schonmal über das aktive Konzept geredet. Allerdings habe ich das notwendige Kleingeld für die entsprechende Hardware derzeitig nicht zur Verfügung.
Ich denke daher an eine spätere Aktivierung der LS nach und halte dies nicht für ausgeschlossen.


Grüße


Mein Wohnkino

bearbeitet von Speedy, am 07.04.2011, um: 10:12:24


de0815de

#32 Verfasst am 07.04.2011, um 10:16:42



Florian, du meinst also das ein lautsprecher im "inneren" kugelförmig sein sollte und natürlich mit passendem volumen zum treiber? erkläre doch noch schnell warum.

jetzt muss er noch wissen wie die front am besten aussehen sollte und warum?

Speedy, geht nicht auch zellstoff? ich habe meinen estrich damit gemacht, dann brauchste keinen stahl mehr! es gäbe ja auch stahl in form von "büroklammern", die könnte man einmischen.

Das mit dem auftrieb hatte ich z.b. auch noch nicht bedachtdas ist dann vielleicht schon schwerer zu lösen!
styropor oder was auch immer kann man auch mit der gasflamme mal kurz schrumpfen! mit div. lösemitteln reagiert das auch sehr extrem schrumpfend. das dürfte jedenfalls das geringste problem sein!?


wenn du willst was du noch nie gehabt hast, dann tu was du noch nie getan hast!

bearbeitet von de0815de, am 07.04.2011, um: 10:27:25


FlorianK

#33 Verfasst am 07.04.2011, um 16:36:49



Die Innenform sollte Kuglähnlich aufgebaut sein weil sich eben die Reflektion relativ verlaufen und auch keine bis wenige Refektionen auf die Membrane zurückprallen. Das Volumen ist klar - muß entsprechend ausgerechnet werden.
Das mit dem Auftrieb ist ja logisch aber auch kein Problem. Das kannst du stabähnlichen Abstandhaltern lösen. Diese Kanäle werden dann später auch verfüllt. Zum Beton selber wirst du ja wohl selber mehr wissen als wir - das mußt du selber beurteilen. Wenn die Faserverstärkung reicht ist doch OK. Das kannst du besser beurteilen. Ansonsten machst du einfach mal einen Versuch - macht doch auch Spaß.Das mit der Schallwand mußt du dir mal erarbeiten. Ferry hat in der Richtung über seine Waveguide-Geschichte auch schon Versuche gemacht. Sonst frage den mal. Ich bin ein Hornkopp - und habe mich mit der Materie eigentlich noch fast gar nicht beschäftig. Ist aber wichtig.
Die Außenform des Lautsprechers ist auch ..... sagen wir mal weniger wichtig ( außer Schallwandgröße und Kantenausführung )da kannst du auch die zB bower & W Formen nehmen oder eben was dir gefällt.
Aushärtezeit ist klar - mußt du durchrechnen - pro cm Stärke .... Minuten Stunden - Wochen - Jahre - Jahrzente ? Weißt du auch besser.
Prinzipiell würde ich aber deutlich gerundete Außenformen wählen. Ansonsten brauchst du auch nicht die Kiste in Beton zu gießen. Der Voteil und Kick sollte da ja eigentlich die freie Formung sein.Da bist du bei Holz und anderen Werkstoffen ja mehr eingeschränkt - und das wäre ja genau der Vorteil von Beton.Eine stabile Kiste kann man auch aus Holz bauen.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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 Poison Nuke 

#34 Verfasst am 07.04.2011, um 20:51:44



genau Kugelförmig kann aber auch schnell das Gegenteil von "Reflexionen verlaufen sich" sein, denn je nach genauer Form und Position der Schallwand kann es sogar sein dass ALLE Reflexionen wieder zur Membran zurückkommen. Das kann schnell tückisch werden. Darum haben die Nautilus von B&W ja so eine Tropfenform.


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#35 Verfasst am 07.04.2011, um 21:06:03



Das stimmt ja vom Prinzip. Dann bau mal einen Bass/MT bzw so ein Gehäuse das es noch halbwegs aussieht.Totlaufen ist das Beste - klar - aber mehr Theorie in meinen Augen.Das hat man ja auch schon mit unterschiedlichen Dämmpfungsdichten usw probiert.Normalerweise - je nach Chassis - brauchst du das Gehäuse ja nur im Bassbereich.Mit dem Reflektieren stimmt natürlich was du schreibst - aber das kann man sich ja auch mal grob aufzeichnen das man da nicht so eine "Satschüssel" aufbaut Ich denke das mittlerweile über 90% der Lautsprecher mit Kalotten / oder gekapselte Sys. bestückt sind - oder eben gleich Exoten.Also Schwerpunkt Bassgehäuse.Aus dem Grund kannst du ja auch schön die Stege / Streben einarbeiten.



Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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bearbeitet von FlorianK, am 07.04.2011, um: 21:08:08


Speedy *

#36 Verfasst am 07.04.2011, um 21:28:25



ok,
das mit der Kugelform habe ich mir gedacht. dann hab ich ja letzendlich überall parallele wandstellen.
mir schwebt daher ein oval bis trapezförmiger Grundriss vor, welcher nach oben und unten hin geringfügig dünner wird.

So wird das Gehäuse nicht unnötig breit und bleibt dadurch hoffentlich äußerlich noch etwas ansehnlich.

Mit der Schallwand werde ich mich wohl sicherheitshalber an das Original halten.
Dann tritt da hoffentlich kein "Problem" auf, welches zum Verlust der Klangqualität führen könnte.


Bezüglich Beton:
Zellstoff als Bewehrung wäre eher ungebracht, da dieser ja auch nicht formstabil ist und somit bei der Betonage verrutscht. Da wären die Textilmatten, welche beim Betonboot verwendet werden vllt etwas angebrachter.

Ganz ohne Bewehrung möchte ich die LS auch nicht lassen. Die Verwendung von Stahlfasern ist zwar eine gute Idee, für meinen Qualitätsanspruch der Betonoberfläche jedoch nicht möglich.
Ebenso kritisch wirds mit der Verwendung der Textil- oder Glaskurzfasern.

Scheint also auf die Verwendung von Stahlmatten hinauszulaufen. Günstigerweise haben wir da gerade noch welche in 4mm rumliegen und sind für die Verwendung im LS recht gut geeignet.
Ich wollte mich damit jedoch nicht hinsichtlich der Form der LS einschränken.

Nur um es an dieser Stelle nochmal zu erwähnen:
Mir geht es nicht um die Konstruktion des "Super-konstruktiv-absolut-genialen"-Lautsprechers. Ich möchte einfach gerne ein Paar neue LS haben und wollte das einfach mal mit dem Beton probieren. Wenns am Ende im Betongehäuse nicht gut klingt, würde ich mir auch ein Holzgehäuse bauen. :)
Es ist für mich einfach ein Projekt, welches ich mir vorgenommen habe. Dabei muss berücksichtigt werden, dass das mein erstes DIY Projekt ist und bisher absolut keinen Schimmer in Sachen Selbstbau habe. Somit ergeben sich mir Fragen, über die sich routinierte Selbstbauer schon lange keine Gedanken mehr machen. Bspw der Sachverhalt mit der Notwendigkeit der inneren Verstrebungen...
An dieser Stelle auch ein kurzes Lob ans Forum. Es ist einfach spitze, wenn einem hier so gut geholfen wird.


@ Florian:
so ein Horn aus Beton ist sicherlich auch ne feine sache.



Mein Wohnkino

FlorianK

#37 Verfasst am 07.04.2011, um 21:35:01



Ein Horn ist fast unkritischer als andere Formen. Und beim Horn ist das Problem mehr im Bereich der Abmessungen
Also lies dich mal in die Thematik an und dann gib Gas ---- aber mit Fotos !!
Rohlinge - Gießform - und und und. Das bist du uns schuldig
Und schon einmal Gedanken machen wie du die Chassis festschraubst und dicht in das Gehäuse bekommst.
Sagtest du nicht das du das als dipl Arbeit oder so etwas machen willst ? Da mußt du doch einen Begeleiter oder so etwas haben.Dann dürftest du doch keine Überlegungen haben welchen Werkstoff bzw welche Zusammensetzung das sein muß.
Bissken mehr tun !!!!!


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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bearbeitet von FlorianK, am 07.04.2011, um: 21:37:50


 Poison Nuke 

#38 Verfasst am 07.04.2011, um 21:40:40




FlorianK schrieb:
Das stimmt ja vom Prinzip. Dann bau mal einen Bass/MT bzw so ein Gehäuse das es noch halbwegs aussieht.Totlaufen ist das Beste



Welche Schallwellen im Bass? Mensch Florian, den Subwoofer will ich mal sehen, wo überhaupt auch nur eine einzige Schallwelle im benutzten Bereich entsteht :L

das ist doch eine reine Druckkammer, ob das ne Kugel, oder Pyramide oder was auch immer ist, im Bass gibt es keine Schallwelle und damit auch keine Reflektionen, zumindest nicht bei sinnvoll großen Gehäusen mit einem Übertragungsbereich von nicht deutlich bis über 100Hz ;)


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#39 Verfasst am 07.04.2011, um 21:42:33



Das wird doch ein Zweiweger ? da kurbelt du bis ...... sagen wir mal 2,5 kHz hoch.Oder bin ich falsch ? Und die Anteile gehen ja nicht nur eine Strecke.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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bearbeitet von FlorianK, am 07.04.2011, um: 21:43:42


Speedy *

#40 Verfasst am 07.04.2011, um 21:51:01



Ursprünglich war es angedacht die Betonlautsprecher als Projektarbeit zu realisieren. Diese habe ich allerdings (endlich!) abgeschlossen und habe nun noch fast ein halbes Jahr Zeit bis zur Diplomarbeit.
Da ich als angehender Bauingenieur jedoch meine Diplomarbeit nicht mit dem Bau von Betonlautsprechern zubringen kann, wollte ich diese Idee in der bis dahin verbleibenden Freizeit umsetzen.

Selbstverständlich steht mir auch bei dieser Aktivität der erfahrene Baustoffler zur Seite. Aber auch er weiß nicht immer alles. :D
An der Uni gibt es im Bereich Elektrotechnik noch die Akustiker. Die haben eine Interessengruppe für die Entwicklung von Lautsprechern, welche ich demnächst mal aufsuchen werde. Vielleicht hat sich da ja schonmal jmd an Beton "versucht". Bei denen wird es mir dann auch möglich sein, die LS im reflexionsarmen Raum der TU Dresden messen zu lassen. Dann hat man am Ende wenigstens ein handfestes Ergebnis.


Die Chassis werde ich mit eingelassenen Gewindehülsen befestigen.


Mein Wohnkino

FlorianK

#41 Verfasst am 07.04.2011, um 21:53:47




Speedy schrieb:
Die Chassis werde ich mit eingelassenen Gewindehülsen befestigen.


Oder gleich drann denken und einfach dicke Wandung. Dann kannst du einfache dübel nehmen Wollte dich nur ärgern !!

Wenn du dann gegossen hast bzw dabei bist. Würdest du mir mal eine Probe zusenden. Einfach mal einen dicken Klecks. Ich suche noch ein Material, das ich kostengünstig ebenfalls in Formen gießen kann.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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bearbeitet von FlorianK, am 07.04.2011, um: 21:56:16


Chaos

#42 Verfasst am 26.08.2013, um 14:41:15



Hallo Leute,

ich bin neu bei euch. Da ich keinen Vorstellungsthread gefunden habe mache ich das hier.

Hallo zusammen!

Ich bin durch Zufall auf diesen Thread gestoßen. Mich würde interessieren was aus Speedy's Projekt geworden ist.

Meines steckt in der Versuchsphase.

Also, kurz umrissen, ich möchte einen Scan Speak 26W8534G00 in 110 Liter BR unterbringen. Dazu noch eine 12 Literbehausung für den Scan Speak 18W8434G00 schaffen. Der Hochtöner ist ein BG Neo3 mit Frontplatte.

Alles wird Aktiv angesteuert.

Fest steht nur das ich eine Gussform baue mit der ich Deckel, Boden, Rück und Seitenwand in einem Teil herstellen möchte.
Zwecks besserer Herstellbarkeit wird die Front separat gegossen und später mit Messingdübeln und VA-Schrauben(natürlich mit Lautsprecherdichtband versehen) befestigt.

Das sind meine Eckpunkte. Nun stehe ich vor der Wahl des Beton's und weiß einfach nicht weiter.


MfG Chaos



 Poison Nuke 

#43 Verfasst am 26.08.2013, um 15:08:24



da ich nun in der Wohnung von Speedy wohne und ich die Schablone für die Betonlautsprecher samt Skizzen "getragen" habe, kann ich nur soviel sagen, dass das Projekt bisher noch nicht umgesetzt wurde.
Aber soweit ich mitbekommen habe, sollte für solche Sachen ein Beton mit sehr feiner Korngröße genutzt werden, um größtmögliche Stabilität zu erreichen.
Nur ich wette da gibt es vermutlich noch mehr Sachen zu beachten.


Wobei ich persönlich, der bisher Beton bisher nur für einfache Fussböden/Wände usw verwendet hat, würde einfach eine sehr feste Mischung aus 1 Teil Zement und 3 Teilen feinkörnigen Sand (<1mm Korngröße) machen. Bei guter Vermischung und nicht zuviel Wasser (max 0,5 Teile, sodass es sehr dickflüssig bleibt und nicht von alleine verläuft) sollte das Zeug ohne Ablagerungen Abbinden und sehr fest werden.

Allerdings bin ich nur Hobbyheimwerker, denke ein Bau-ing könnte dir das besser beantworten. Wobei ich denke dass bei normalen Lautsprechern das nicht soo wichtig ist.

Eventuell kann man noch dünne Stahlarmierungen einflechten, dass würde die Stabilität massiv verbessern.
Und wichtig dass du die Verschalung sauber mit Folie auskleidest, denn bei purem Holz wird das Wasser aus dem Beton gesaugt bevor diese vollständig abgebunden ist und es wird krümelig.


greetz
Poison Nuke

Chaos

#44 Verfasst am 26.08.2013, um 15:44:07



Genau bei der der Konsistens des Beton's sehe ich das Problem in Verbindung mit der Armierung.

Wie soll ich denn jetzt meine Wunschform beschreiben. Im Querschnitt soll der Lautsprecher einem Trapez mit gebogenen Seitenteilen ähneln. Dann wird es schon ein wenig schwer den Beton an der Rückwand vernünftig zu verdichten. Für die Abbindung des Gemisches, wird die ganze Form mit Folie umwickelt(ca 7 Tage lang).
Dann muß ich auch noch Verzögerer reinmachen damit ich mir Zeit lassen kann. Ich besitze ja nur Hobbymaschinen.
Ich kann also nur Säckeweise(40kg) anrühren.
Vor dem Guss sprühe ich die Form mit Klarlack ein, der dann noch gewachst wird.


Naja, ich werde es schon schaffen.


Wenn es interessiert gebe ich meine Erfahrungen weiter.

Danke für die schnelle Antwort


MfG Chaos



Stewen

#45 Verfasst am 01.09.2013, um 00:18:00



Ich hatte mich auch mal zu dem Thema informiert und diesen Fred in "einem anderen Forum" gefunden. hoffe niemand stört es wenn ich den hier mal poste.
Da gibt es auch Rezepte usw.: http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-883.html


Als ich 14 war, war mein Vater so dumm, dass ich ihn kaum ertragen konnte. Aber als ich 21 wurde, war ich doch erstaunt, wieviel der alte Mann in sieben Jahren dazugelernt hatte.

PN's Forum \ HiFi \ Schallerzeugung \ Lautsprecher \ Lautsprecher aus Beton ?!


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