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PN's Forum \ Computer \ Software \ Betriebssysteme \ Windows \ Windows Server 2008 (R2) - Konfiguration einer virtuellen IP für Cluster / Loadbalancer


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 04.04.2011, um 23:45:13



Wer in die Verlegenheit kommt, einen Cluster mit Windows 2008 (R2) aufzusetzen, wird auch den ein oder anderen Fallstrick erleben, für den es keine offizielle Lösung gibt bei Microsoft.


Das Hauptproblem bei einem Cluster mit Loadbalancer ist, die Webslaves benötigen eine virtuelle IP, auf welche alle Antworten müssen, allerdings darf diese IP ja nicht direkt im Netzwerk auf den Servern erreichbar sein. Lediglich der Loadbalancer hat diese IP auf seiner primären Schnittstelle konfiguriert. Wenn nun eine Anfrage auf diese IP kommt, dann leitet der Loadbalancer per DirectRouting (wichtig, alles andere funktioniert nicht mit Windows Server) die Anfrage auf die interne ClusterIP von dem Webserver.

Der Webserver selbst antwortet dann über seine eigene externe IP auf die Anfrage.


Im Endeffekt muss man auf dem Webserver lediglich ein Loopback-Interface installieren:

Server-Manager - Diagnose - Gerätemanager -> Rechtsklick auf den Servernamen - "Legacy Hardware hinzufügen"

diesem neuen Interface weißt man die virtuelle IP mit.
WICHTIG: die IP muss mit der Subnetzmaske: 255.255.255.255 konfiguriert werden, andernfalls funktioniert die externe IP nicht mehr korrekt, sollte diese ebenfalls im gleichen IP Netz liegen.



Allerdings lässt sich das Loopback-Interface jetzt noch nicht vom Loadbalancer ansprechen, obwohl es bei Linux von Haus aus funktioniert (oh Wunder :D)


Bei Windows sind noch folgende Einstellungen über die Shell nötig, Vorraussetzung ist, man hat die Interfaces umbenannt! Andernfall muss man die korrespondierenden Namen entsprechend austauschen.



Quellcode
netsh interface ipv4 set interface "external" weakhostreceive=enabled
netsh interface ipv4 set interface "loopback" weakhostreceive=enabled
netsh interface ipv4 set interface "loopback" weakhostsend=enabled
netsh interface ipv4 set interface "external" forwarding=enabled
netsh interface ipv4 set interface "loopback" forwarding=enabled



weakhost heißt, die externe Netzwerkkarte soll auch Pakete annehmen können, die nicht direkt an ihre IP gerichtet sind.
Durch das aktivieren von forwarding werden diese Pakete dann auch weitergereicht, damit sie intern das Loopback-Interface überhaupt erreichen können.


und danach geht es dann auch mit dem Loadbalancer.


greetz
Poison Nuke

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