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PN's Forum \ weitere interessante Themen \ Autos \ müssen neue Autos eingefahren werden? Und muss ein Motor ab und an "freigeblasen" werden?


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 28.06.2013, um 13:25:49



Tja, leidige Frage.


hier mal zwei beispielhafte Artikel die sich völlig Widersprechen

Pro Einfahren die ersten 1000km
http://www.auto-motor-und-sport.de/news/neuwagen...scht-700455.html

Einfahren mit "Vollgas", ohne Schonung:
http://www.heise.de/tr/artikel/Wie-geschmiert-1369325.html


der Heise-Artikel scheint zumindest auf Daten zu beruhen, die gemessen wurden. Man MUSS den Motor am Anfang sogar schonungslos treten, damit die Reibung zwischen Kolbenringen und Motorwand im Motorleben so gering wie möglich wird.
Der Motor hält also länger, wenn man am Anfang Vollgas gegeben hat, bzw wenn man die ersten 1000km nur max 2/3 Drehzahl fährt, würde der Verschleiß sogar wesentlich höher werden im restlichen Motorenleben.






Und das zweite Thema was denke auch ein wenig damit zusammenhängt, muss denn ein Motor wirklich noch "freigeblasen" werden und vor allem in welchen Situationen?
Also Kurzstrecken sind ja bekannterweise immer schädlich, weil das ganze System nie richtig warm wird, die Metalle durch unterschiedliche Ausdehnung höhere Reibung in der Warmlaufphase haben und der Ölfilm sich im kalten Zustand schlecht verteilt.


Allerdings sollte es hier doch reichen einfach mal etwas länger zu fahren damit alles warm wird und das Öl sich neu verteilt, oder? Vollgas bringt da sicher keine Punkte.



Und es wird behauptet, wer häufig im unteren Drehzahlbereich fährt, riskiert seinen Partikelfilter vom Diesel. Allerdings sagen viele Handbücher, dass die automatische Reinigung vom DPF bei niedrigen Drehzahlen funktioniert (ab 85kmh beim T4 z.B.).


Also ist da irgendwas wahres dran?


greetz
Poison Nuke

Joker (AC)

#2 Verfasst am 28.06.2013, um 14:53:12



Wie im anderen Topic schon geschrieben....
Meine 2. KTM hab ich 200km entfernt abgeholt- die ersten 5KM waren Stadt (Reicht für den obersten schrägen Ring- genannt Minutenring) ....als die warm war feuer frei. Und siehe da- locker 200 aufrecht sitzend (keine Verkleidung weil Supermoto)
....hatte die 1. nicht geschafft: Eingefahren nach Handbuch bzw Händlervorstellung.

Die 2. war auf Prüfstand mit 110 oder 111 PS - kann ich nachschauen auf HA.
Verlust wird bei 5-7% liegen (knapp unter 120PS Motor)
Im KTM Forum liegen Originale bei unter 100PS....

Der LC8 Motor hat Schmiedekolben und Aluzylinder beschichtet- also nicht ganz so empfindlich wie Gussbuchsen oder Guss-Rumpf.

Von mir also ein Bestätigt


Bildung Bremst^^
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 Poison Nuke  *

#3 Verfasst am 28.06.2013, um 15:17:13



Ok, also Einfahren wie bei Heise gesagt wird mit Vollgas.
Aber wenn die Kiste einmal ordentlich eingefahren ist, wird es nun durch regelmäßig niedertouriges Fahren schlechter? So wie ich das verstehe muss einmal eine große Hitze durch Reibung wirken, damit die Oberfläche der Zylinderwände ultraglatt wird. Aber das ändert sich ab dann ja nicht mehr


Oder würde die Leistung deiner KTM wieder übermäßig schlechter werden wenn du sagen wir 50tkm nur "ökologisch" fährst?


greetz
Poison Nuke

Joker (AC)

#4 Verfasst am 28.06.2013, um 15:49:38



Das Szenario die KT ökologisch zu bewegen bereitet mir Bauchschmerzen...

Spass beiseite...die ersten KM geht es erstmal nur um Brennraum,Kolben und Ringe.
Ich denke, wenn die Prozedur abgeschlossen ist, bleibt es recht lange auch so.
Der Restliche Antrieb braucht eine Weile. Inzwischen sind Fertigungstoleranzen und punktgenaue Materialauswahl so optimiert, das die oftmals ab 50.000 richtig
geschmeidig werden.

Die 690 als auch die 990 haben nach 50K kaum nennenswerten Verschleiss - mehr kann ich nicht sagen.



Bildung Bremst^^
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FlorianK

#5 Verfasst am 28.06.2013, um 18:37:02



Ich würde einen Motor nicht gleich voll belasten. Wenn man mal in so Lager schaut sieht man ja oft diese Blankstellen wo sich die Wellen einreiben. Die Chance würde ich ansatzweise dem Motor doch lassen. Außerdem bildet sich ja anfangs auch viel Abreibstoffe die man ja auch deutlich im Motoröl wiederfindet.
Mercedes - ( ich weiß es. Jet nicht mehr 100%tig ) - läßt den Motor auf den ersten 1000 etwas Schonzeit.das heißt nicht Vollgas. Ich denke die wissen schon sehr genau was sie da machen. Genaueres kann ich dir in ca 4Wochen sagen. Dann kommt mein Neuer.
In der Praxis fahre ich immer so ein, das ich morgentlich erst einmal in Ruhe warm fahre - heißt normale Fahrt im Stadtverkehr. Dann ist der Motor warm und kann normal -Mittel- belastet werden. Man soll aber nicht diesen Kaffeetrinker oder Renterdrive machen. Du kannst schon die Drehzahlen deutlich wechseln lassen.
Die Motore haben oft am Anfang Einfahröle drin. Das heißt die Reibung ist etwas höher als die später verwendeten. Bei Syn Ölen ist die Motorbelastung später fast gegen 0 - wenn er warm ist.



Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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bearbeitet von FlorianK, am 28.06.2013, um: 18:38:31


 Poison Nuke  *

#6 Verfasst am 29.06.2013, um 11:05:15




FlorianK schrieb:
Die Motore haben oft am Anfang Einfahröle drin.



das war vor 20 Jahren angeblich noch so gewesen aber heute bei keinem einzigen Auto mehr.
Also ausgehend von den Studien/Artikeln und dem was Joker auch schreibt, solltest du, wenn der Motor dann warm ist, die ersten 1000km richtig Vollgas geben, damit er eben sauber eingefahren wird. Der Abrieb bleibt auch nicht im Öl, sondern der Abrieb wird durch die hohe Temperatur an der Zylinderwand verbacken.

Wobei theoretisch hätte ich persönlich auch gern noch eine Bestätigung mehr. Aber man hört es immer öfter dass die Ansicht mit 1000km Schongang und Einfahröl schon lange überholt ist


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#7 Verfasst am 29.06.2013, um 11:43:34



Also ich werde es dir wie gesagt in ca 4Wochen sagen können. Oder schreib einfach mal einen KFZ Hersteller an. Mercedes -BMW oder Audi / VW als so mit die Größten werden da bestimmt Auskunft geben können. Ich wäre auch sehr vorsichtig auf so "alles auf den Kopf" stellende Theorien als Neuerung zu werten - und alle Anderen sind Trottel zu bewerten. Hat auch schon mal einer genau gewusst das die Erde ne Scheibe ist.
Wirklich am Besten das tun was der Hersteller sagt. Es kann ja auch sein das zB andere Faktoren da mit reinspielen und ein gemäßigtesEinfahren verlangen. Es gibt ja am Auto noch mehr als Zylinderwände.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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Joker (AC)

#8 Verfasst am 29.06.2013, um 12:35:38



Bei Hyundai (haben letzten Monat nen 35ix geholt) ist der 1. Ölwechsel bei 20.000 oder aber 1 Jahr- Einlauföl wäre da Quatsch.

Bei Motorrädern kommst du nach 1000 rein- und da geht es hauptsächlich um Kontrolle (Ölwechsel gibt es auch- der Abrieb ist durch die geringe Ölmenge sehr beträchtlich....und wg Nasskupplung)
Aus KTM Forum weiß ich, das die Motoren probegelaufen werden- bis Begrenzer.

Kann da falsch liegen.....
Was hätte der Hersteller vom harten Einfahren? Nix (Endverbraucher sehr wohl)
Was hätte der Hersteller vom Soften Einfahren? Weniger Garantiefälle? Wenn etwas nicht ganz 100% ist, gibt es in Garantiezeit weniger Schaden.....


Bildung Bremst^^
[Mein PC]
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FlorianK

#9 Verfasst am 29.06.2013, um 13:14:16




Joker (AC) schrieb:
Was hätte der Hersteller vom harten Einfahren? Nix (Endverbraucher sehr wohl)
Was hätte der Hersteller vom Soften Einfahren?


Du kusst bedenken das ein riesen Anteil von KFZ in Fuhrparks verschwinden. Wenn die Motoren nicht vernünftig halten machst du das 1 Jahr. Dann kannst du Flotten als Hersteller vergessen. Mercedes hatte zB heftig Probleme bei den Taxis. Da sind sehr viele ausgewichen und haben andere Hersteller gekauft.
Da ist schon sehr wohl ein Interesse das die Dinger halten. Aber eben auch nur mit einem Minimum an Kosten und Aufwand. Oft wird eine Summe in den Raum hestellt und dafür muss etwas gebaut werden. Das sind dann immer noch sehr heftige Summen - aber bei der Menge hinterher die hergestellt werden .......
Also ich bin mir nicht Sicher ob das so ist Robert - das mit den Ölen. Ich weiß das die erste Inspektion erst sehr spät anfällt - ich meine aber das immer noch Einlauföle benutzt werden die beim ersten Wechsel ausgetuascht werden.


Gruß Florian

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Der_Elektromeister

#10 Verfasst am 29.06.2013, um 13:51:24



Also bei Audi sind wohl die Fertigungstoleranzen so gering, dass mann gar nicht einfahren muss. Darum auch der erste ölwechsel erst nach 25000km oder so. Es wird jedoch empfohlen, die ersten 1000km verstärkt die Motorbremse einzusetzen, weil sich da irgendwelche Dichtungen besser anlegen, weil der motor auf zug belastet wird. Zumindest die ersten 3 Jahre hatte ich nie Probleme und ich bin ein alter Heizer.


Grüsse, Andi.

Joker (AC)

#11 Verfasst am 29.06.2013, um 13:55:21



Glaub, das ist nicht richtig rübergekommen. Natürlich halten Motoren vom ersten Kilometer selbst bei Dauerstress in der Regel die Garantiezeit.
Schäden gibt es immer-
Im Dauerstress fällt halt Garantie früher auf- ergo halt mehr Fälle- mehr Kosten.

Wie gesagt....bei heutigen Old/Youngtimern wurden Motoren (Guss) noch von Hand gebaut- auch nutzte man ein anderes Honbild/Tiefe- darum Einlauföl.
Wieviel Entwicklung in Motoren geflossen ist, merkt man zB an der Tatsache, das alte Motoren mit heutigen Magerabstimmung sofort zerstört würden.

@Elektro- Ja....mein Reden: Ordentlich Einfahren ist das A und O
Einfahren bedeutet nicht Vollgas und halten- sondern Spitzen und Schiebe raffiniert wechseln und steigern. Fehler ist im hohen Gang Vollgas (Auswaschung)
Meine Kleine 250er/32PS (WR) bekommt sie bis 10.000 U/Min
Hauptsache warm (Öl)....

Die KTM steht so gut im Futter, das Kollege mit R6 (170Kg/130PS/70Nm) bis 180 kein Land sieht (KTM 200Kg/116PS/104Nm Hinterrad)- und ich bin auch 20Kg schwerer.




Bildung Bremst^^
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bearbeitet von Joker (AC), am 29.06.2013, um: 14:10:18


FlorianK

#12 Verfasst am 29.06.2013, um 15:09:26



Info von VW


Zitat:
Anfang:
"Die wichtigsten Regeln beim Einfahren eines neuen Autos:

Auf den ersten 1.000 Kilometern Vollgas vermeiden und mit maximal Dreiviertel der Höchstdrehzahl fahren.
Mit mäßigen Drehzahlen fahren, bis das Motoröl 80 Grad Celsius erreicht hat. Das gilt besonders für Turbo- und Dieselmotoren.
Bremsanlage richtig „einbremsen“. Es dauert einige Kilometer und Bremsmanöver, bis sich Beläge und Scheiben eingeschliffen haben. Das gilt auch für generalüberholte Bremsen.
Geringere Bremswirkung durch stärkeren Pedaldruck ausgleichen.
Vor allem neue Dieselmotoren neigen zu erhöhtem Ölverbrauch. Den Ölstand bei jedem Tankstopp kontrollieren.
Neue Stoßdämpfer sind manchmal auf den ersten Kilometern etwas schwergängig.
Reifen erreichen erst nach 300 Kilometern die höchste Leistungsfähigkeit.
Neufahrzeuge so oft wie möglich lüften. Neuer Kunststoff dünstet aus.
Ende



Aus Auto-Motor-Sport:
"
Zitat:
im Motorenbau so stark verbessert, dass ein Einfahren des Autos nicht mehr zwingend nötig ist. Doch Kolbenringe und Zylinderlaufbahnen sind zu Beginn nach wie vor nicht perfekt aufeinander eingeschliffen

"




Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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bearbeitet von Poison Nuke, am 29.06.2013, um: 18:02:42


 Poison Nuke  *

#13 Verfasst am 29.06.2013, um 18:06:15



ob es nicht irgendwo mal einen Test gab, wo zwei identische Autos mal unterschiedlich eingefahren wurden. Ich denke irgendwas wird es doch sicherlich da geben. Einmal stark, aber unterschiedlich belastet wie von Joker und CE geschildert oder mal so wie von VW geschildert. Ich mach mal ne Anfrage bei VW.


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#14 Verfasst am 29.06.2013, um 19:00:50



Was auf jeden Fall die Langlebigkeit beeinflusst ist zB Kurzstrecke oder eben Langstrecke. Ich fahre meine Autos ca 4 Jahre. Dann haben die 260 - 280tsd Km gelaufen. Ich habe bei keinem bis heute einen wirklichen Motorenverschleiss gehabt. Das kann man ja sehr leicht am Kompressionsbild oder auch am Ölverbrauch feststellen. Den Fahrzeugen würde ich ohne mit der Wimper zu zucken die gleiche Strecke noch einmal und noch viel mehr zutrauen. Ich denke beim Motor brauchst du heute keine Angst mehr haben.
In den 70er und 90er Jahre hielten die Motore nicht so lange. Die zeigten tatsächlich schon bei ca 150tsd Km oft Schwächen. Oft waren es einfach nur die Ölschaftdichtungen die dann bereits getauscht werden mussten bis hin zu wirklich bereits verschliessenen Dichtringe der Kolben. Bei meinen Motorrädern wurden oft Kolben Übergrößen eingeschliffen. Im Winter lag oft mein Kawa Motor auf dem Tisch und ich habe neue Kolben eingebaut und ihn neu abgedichtet.


Gruß Florian

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Joker (AC)

#15 Verfasst am 29.06.2013, um 20:40:55



Klugscheissermodus an: Ölschaftdichtung= Ventilschaftdichtung, Kolbenringe wechselt man ohne Honung nicht. Falls Honbild noch gut vorhanden- Kolbenring grenzwertig....aber geht so lala.
Nikasilbeschichtete (Alu Rumpf) kann man machen- hält ja länger als Guss.

Es geht auch nicht so wirklich um kaputt- sondern ob der Motor die Leistung bringt (über paar PS mehr meckert ja niemand) und ob der die nächsten 100.000 etwas weniger verbraucht.

Nicht das ich falsch verstanden werde- kaputt bekommt man die ja nicht so schnell. Mein Schwager ist auch so ein Aspirant, der permanent im Standgas unter viel Motorgeschüttel erst dann einen Gang runterschaltet. Jedenfalls braucht der die untere Klopfregelung immer bis Anschlagˆˆ




Bildung Bremst^^
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FlorianK

#16 Verfasst am 29.06.2013, um 21:04:59



Richtig Ventilschaftdichtung ! Fiel mir nicht mehr ein. Ist auch schon 25 Jahre her
Und die Kolben wurden immer nur gewechselt wenn natürlich auf Übermaß geschliffen wurde. logisch.
Die beschichteten Zylinder gab es erst später
Meine Sturm und Drangzeit wo ich noch den Kawamotor zerlegt auf dem Wohnzimmertisch liegen hatte war in den 80er Jahren. Ich schraube eigentlich schon länger nicht mehr selber. Habe mir 2001 ne Gummikuh gekauft und fertig R1100S wenn du die kennen solltest.....


Gruß Florian

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de0815de

#17 Verfasst am 23.07.2013, um 12:10:51




Zitat:
Also sollte man nun einfahren/freibrennen oder nicht? Und was passiert überhaupt wenn nicht? Die Frage wird zum 3. mal einfach umgangen. Kann also keiner beantworten?



Die unverbrannten Ölreste eines Zweitakters mit Gemischschmierung mussten "Ausgebrannt" werden. Ob dies auch durch eine längere Vollgasfahrt ersetzt werden konnte???
Mein Mofa musste ich nie ausbrennen, da ich stehts solche Auspuffanlagen verwendete die ohnehin mehrere Kilo Teer hätten ansetzen können und ich ehr das Gewicht als den geringeren Strömungswiderstand gemerkt hätte.

Die oberdummen Gesetzgeber und die "listigen" Autokonzerne kämpfen ständig gegeneinander an.
So ist z.B. die "Motorbremse" bei meinem Audi gleich Null, damit wohl wieder irgendeine (Umwelt)Plakette erreicht wird (Ich habe alle Durchfahrsterlaubnisse und benötige 12 Liter Diesel)
Das der Wagen auf der Autobahn wie "losgelassen" rollt und ein Auffahren regelrecht erzwingt... kompletter Wahnsinn auf kosten der Sicherheit. Was nutzt da ein Bremsassistent, der ein paar Tausendstell weg macht, wenn die Prozente so leicht zu erreichen wären und die Bremsen obendrein noch schonen würden??? Offensichtliches Fahren ist kaum noch möglich. Also ständig "Bremse und dann wieder Gas"... das gibt es auf der "Normfahrt" nicht. Alles totaler Schwachsinn. So hat mein Mercedes, um schneller auf "Normzustand" zu kommen, 5 Liter auf den ersten 10km verbraucht, damit der CO-Wert passt. Der Kat donnert dann noch mal gute zwei Liter/100km weg. Ganz abgesehen vom höheren Gewicht und der Energieverbrauch der Herstellung... einen 6.000ccm 12 Zylinder könnte ohne Probleme mit 8-10 Liter/100km auskommen. Würde man nur die überblöden Gesetze nicht ständig befolgen müssen! Auch mit seinen 14-15 Liter auf 100km hatte der alle Plaketten, stark oder??

Für Spritverbrauch ist der Wirkungsgrad (in unterschiedlichen Belastungszuständen) und das Gewicht am entscheidensten. Gefolgt von Temperatur, Sauerstoffgehalt, Rollwiderstand, Luftdruck der Umgebung etc.
Bin mal gespannt wann der Gesetzgeber den Wirkungsgrad "erzwingt" und wie sich dann einen Karre verhällt die nicht mehr auf Fahrdynamik sondern wie ein Permanetmotor arbeitet Die blöden Kunden wird das kaum interessieren. Lesen weiter Zeitung und verleugnen die Physik


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

bearbeitet von de0815de, am 23.07.2013, um: 12:51:30


 Poison Nuke  *

#18 Verfasst am 23.07.2013, um 12:23:26



habs mal in den Thread zum Thema freiblasen verschoben


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#19 Verfasst am 02.08.2013, um 00:03:40



Habe gestern meinen neuen Wagen (Mercedes C T-Model, Diesel) abgeholt. Also die schreiben- bis 1500 Km nur 3/4 belasten. Nicht schneller als 140 Km/h fahren. Drehzahl nicht über 3tsd. ( Beginn rot bei 4500u/min)
Nach den 1500Km kann langsam gesteigert werden. Steht aber nichts genaues mehr.
Also im Prinzip und in der Praxis - Einlauffrist bis va 1500Km. Danei die Drehzahlen deutlich ändern.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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bearbeitet von FlorianK, am 02.08.2013, um: 07:44:38


 Poison Nuke  *

#20 Verfasst am 02.08.2013, um 08:00:29



jetzt müsste jemand noch einen C-Kombi holen und parallel mit Vollgas usw einfahren und dann nach ähnlichen Laufleistungen/Belastungen auf den Prüfstand stellen


greetz
Poison Nuke

 Poison Nuke  *

#21 Verfasst am 09.12.2013, um 09:19:33



wow, nach langer Zeit hab ich von VW eine Antwort erhalten



Volkswagen AG schrieb:
Sehr geehrter Herr Menger,

vielen Dank fuer Ihre E-Mail. Fuer die lange Bearbeitungszeit entschuldigen wir uns in aller Form.

Die in den Bedienungsanleitungen von Volkswagen ausgesprochenen Einfahrempfehlungen sind in ihrem Wortlaut seit langer Zeit sehr
aehnlich und scheinen somit auf alten Erkenntnissen zu basieren. Dieser Anschein entspricht aber nicht der Realitaet; ganz im
Gegenteil wird die optimale Behandlung eines neuen Motors regelmaessig hinterfragt und ueberprueft, um in Bezug auf Lebensdauer,
Zuverlaessigkeit, optimaler Leistungsentfaltung und geringer Reibung und Verbrauch ideale Voraussetzungen fuer die Funktion
aller Bauteile im Motor zu schaffen.

Dazu werden aufwaendige Untersuchungen und Forschungsvorhaben durchgefuehrt, die allerdings aus Gruenden der
Wettbewerbsfaehigkeit nicht veroeffentlicht werden koennen.

Die Empfehlung, den Motor unter hoechster Belastung einzufahren, ist zwar an mehreren Stellen in der Literatur zu finden, die
Veroeffentlichungen lassen sich aber alle auf eine gemeinsame Quelle zurueckfuehren. Sie stellen somit nicht die allgemeine
Expertenmeinung dar, sondern sind das Ergebnis einer einzelnen Forschungsstelle.

Diese Untersuchungen sind in der Automobilwelt allgemein bekannt und werden in der gesamten Fachwelt sehr kontrovers diskutiert.
In diesen Untersuchungen wird sich auf die Betrachtung von zwei sehr speziellen Reibstellen im Motor beschraenkt, aus deren
Untersuchung die Theorie abgeleitet wird. Schon bei dieser sehr eingeschraenkten Betrachtungsweise ergeben sich zum Teil sehr
unterschiedliche optimale Einlaufparameter fuer die beiden Reibstellen.

Im Gesamtmotor haben wir dagegen eine Vielzahl unterschiedlicher Reibstellen, die, jede fuer sich, optimale Einlaufparameter
erfordern. Somit kann eine Einfahrempfehlung fuer den Gesamtmotor nur einen Querschnitt durch diese sehr speziellen Parameter
darstellen und stellt in gewisser Weise einen Kompromiss dar. Ziel ist es dabei, unter moeglichst reproduzierbaren
Randbedingungen ein ideales Einlaufen aller Reibpartner sicherzustellen. Im Wettbewerbsvergleich faellt zudem auf, das alle
namhaften Automobilhersteller sehr aehnlich lautende Einfahrempfehlungen aussprechen, die inhaltlich mit denen von Volkswagen
vergleichbar sind.

Unter Beruecksichtigung einer realistischen Umsetzbarkeit des Einlaufens fuer alle Kunden, unter Beachtung von gesetzlichen
Regelungen, Strassenverkehrsvorschriften und Sicherheitsbestimmungen stellt die Angabe im Bordbuch den besten Kompromiss dar.

Fuer weitere Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfuegung.

Freundliche Gruesse aus Wolfsburg
Ihr Volkswagen Dialog Center





Da die Antwort allerdings nur sehr allgemein gehalten ist, wäre trotzdem meine Frage ein Posting weiter oben irgendwie interessant. Auch wenn es nur eine einzelne Studie war, frage ich mich gerade, wie hoch ist der prozentuale Einfluss der jeweiligen Reibstellen auf die Langlebigkeit und Leistung usw.


greetz
Poison Nuke

bearbeitet von Poison Nuke, am 09.12.2013, um: 09:21:46


FlorianK

#22 Verfasst am 09.12.2013, um 18:53:45



Ich glaube das ist nur noch theoretischer Natur. Für mich machen die eine ganz klare Aussage, das deren Einlaufvorschriften bindend sind - also Einfluß auf die Gewährleistung. Zum Anderen machen sie eine für mich klare Aussage, das es eben relevante Teile gibt, die eingefahren werden müssen und dadurch eine bessere Qualität bzw. Langlebigkeit des Motors erzeugt wird. Selbst wenn es sich um ein günstiges Teil handelt, was sich frühzeitig verabschiedet, kommt dann eine Montagerechnung oder sogar ein Ausfall des Motors zum tragen das wahrscheinlich in keinem Verhältnis steht.
Und ja - wäre schon interessant zu wissen um welche Teile es sich da handelt.
Ich persönlich halte dieses Vollgaseinfahren für Schwachsinn. Es gibt in solchen Abläufen immer Teile die sich im Laufe der Zeit verändern. Und ich denke das es nur gut sein kann das langsam zu machen. Allein die Thermischen Bedingungen in so einem Motor. Der wird im heißen Sommer gefahren und im knackekalten Winter......
Und - es ist doch heute schon eine irre kurze Zeit, bis der neue Motor eingelaufen ist. Früher waren das oft mehr als 20.000km bis der richtig gut wurde.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
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Soundicate

#23 Verfasst am 09.12.2013, um 18:59:56




Zitat:
Somit kann eine Einfahrempfehlung fuer den Gesamtmotor nur einen Querschnitt durch diese sehr speziellen Parameter
darstellen und stellt in gewisser Weise einen Kompromiss dar.



Unter Gesichtspunkten zB der Nachhaltigkeit könnte auch ein Kompromiss zu ungunsten der Laufleistung in Frage kommen


Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

Joker (AC)

#24 Verfasst am 11.12.2013, um 08:56:16



Wie zu erwarten eine diplomatisch-lauwarme Suppe. Was sollten die auch anderes sagen? Gebt mal richtig Gas.... die Betriebsanleitung ist quatsch.
Nochmal: Moderne Motoren haben wesentlich genauere Toleranzen/Reglungen/Materialien, als die älteren Schätzchen. Laufleistung über 200K sind kein Problem mehr - nur wie die Kilometer verlaufen werden ist die Frage.
Ketzerische Gegenfrage: Wenn soft besser ist, dann sollte 1/3 Drehzahl ja noch besser sein? Also man dreht einen Neuwagen nur noch 2k statt 6k. Und fährt auch besser nur noch 100 auf AB letzte Gang ?
Was mach ich eigentlich mit Motorsäge? Standgas?

Wenn ich das Drehzahlband von nem Motorrad sehe (ausgerechnet 4 Zylinder) dann ist 6k echt pillepalle.

Mal aus Nähkästchenplaudern.....
Einen alten Gussmotor drehzahlfest machen, und ich behaupte mal,das genau da die "einfahschwachstellen" im Motor sind, bedeutet Reibewert zu minimieren (Lagerspiel nicht zu klein) Kreuzhonung nachfluxen, Ventitrieb erleichtern und eingefallene Kolben oder aber Schmiedekolben......ganz wichtig: genügend Spiel.
Nach Warmlauf würde der im Rennen laufen.......
Das ist genau das was moderne Motoren schon haben (bis auf Minutenring)




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