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PN's Forum \ weitere interessante Themen \ weitere Hobbys \ selbstgebrautes Bier


ferryman *

#1 Verfasst am 09.07.2013, um 08:47:05



Da veräppeln se mich Sieht lecker aus!

Das Neueste bei mir: DIY-Bier





Lamello rulez :p

bearbeitet von ferryman, am 09.07.2013, um: 08:48:09


Barnie

#2 Verfasst am 09.07.2013, um 09:31:02



Ne?! Echt?? Wie geht denn sowas??


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

ferryman *

#3 Verfasst am 09.07.2013, um 16:03:00



Prinzipiell braucht man wenig neben Gerstenmalz, Hopfen und Hefe. Einen großen Kochtopf zum Maischen und Würzekochen, ein Thermometer, ein wenig Gebastel und einen großen Eimer zum Vergären.

Wenn es jemanden interessiert, mache ich morgen ein paar Bilder von der Entstehung von ca. 50 Litern Sommerbier


Lamello rulez :p

Barnie

#4 Verfasst am 09.07.2013, um 16:05:25



Wenn es nicht zuviel Mühe macht, sehr gern!


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

typhson

#5 Verfasst am 10.07.2013, um 05:48:37



Wooot! Sehr sweet :daumen
Bilder unbedingt :angel

Die wichtigste Frage: Wie schmeckts denn?


bearbeitet von typhson, am 10.07.2013, um: 05:49:23


ferryman *

#6 Verfasst am 13.07.2013, um 22:22:17



Wie es schmeckt? Ich find's geil, trinke nur noch Selbstgebrautes, wenn ich die Wahl habe. Die Bier-möger unter den Beschenkten bis jetzt sind auch begeistert.

Mittwoch wurden gut 50 Liter Sommerbier (obergärig, etwas unter 5% Alc Vol. und süffig) auf der neuen Anlage hergestellt. Erstens: Malz schroten. Kann man fertig geschrotet im Netz beziehen, so kostet es die Hälfte.



Am Folgetag erstmal aufbauen. Top Wetter reduziert den Energieaufwand und hebt die Stimmung :-)

9,5kW Hockerkocher (Gas...), 70 Liter Edelstahltopf mit Basotect-Isolierung, ein Refraktometer zur Stammwürze-Bestimmung, ein digitales Thermometer und ein Braupaddel (= Dachlattte...) und gut 12kg geschrotetes Malz stehen bereit.

Darauf folgt die Wasseraufbereitung mit Calziumsulfat, Calziumchlorid und Milchsäure. Muss man nicht machen, steigert aber die Qualität und ich mag Chemie schon immer. Ziel ist, den Maische-PH zu optimieren und im fertigen Bier die richtigen Verhältnisse unter den Mineralien herzustellen. So werden Chlorid und Sulfat auf 1:1 aufgesalzen.



Dann wird das Wasser auf 64°C aufgeheizt, dann wird eingemaischt.


Und... Rühren! Der Duft ist der Wahnsinn! Frisch gebackenes Brot riecht so ähnlich.


Dann wird auf verschiedene Temperaturstufen erhitzt und dort "gerastet". Je nach Temperatur haben verschiedene Enzyme ihre Wirkungsmaxima, sodass Stärke unterschiedlich verzuckert wird. Darüber steuert man uA die Vollmundigkeit/Restsüße im Bier. Ich weiß da nur ungefähr was ich tue und halte mich an vorliegende Rezepte.

Danach gilt es, die Würze von ihren festen Bestandteilen zu trennen. Dazu habe ich mir eine Läutertonne gebaut.


Nachdem die Flüssigkeit abgelaufen ist, werden erhitzte (und aufbereitete) Nachgüsse darauf gegossen, welche weiteren Zucker auswaschen.
Das Zeug ist jetzt babbsüß, hat etwa soviel Zucker wie Cola.

Jetzt wird die Würze gekocht. Dabei wird Hopfen zugesetzt. Über die Hopfenmenge und Zugabezeit steuert man die Bittere/das Hopfenaroma des Bieres. Mein Sommerbier wird leicht herb, durch späte Hopfengaben erhält es auch viel Aroma des Hopfens.


Der grüne Schmodder sieht nicht so sexy aus, riecht aber lecker :)

Nach 90min Kochen wird in das Gärfass abgeseiht, dabei wird Heißtrub und Hopfenteile abfiltriert.



Das Ganze kühlt über Nacht ab, dann wird vorher rehydrierte Trockenhefe zugesetzt.

Einige Stunden später beweist stetiges blubbern, dass die Hefe ihre Arbeit aufgenommen hat. Da ich sehr vitale Hefe zugesetzt habe, war die Gärung schon 24h später beendet. Wenn ich die Flaschen gespült habe, wird abgefüllt. Es wird jeder Flasche eine definierte Menge Zucker zugesetzt, um die exakte Karbonisierung zu erreichen. Die Nachgärung in der Flasche sorgt dann für die Kohlensäure im Bier. Nach drei Tagen in der Flasche ist das Bier karbonisiert, und man kann erstes "Jungbier" probieren. Richtig gut ist das Bier nach 3-4 Wochen Lagerung!

All das ist nicht schwierig, wer einen Einkocher besitzt oder leihen kann, kann eigentlich auch brauen.

Der Zeitaufwand für den Sud inclusive putzen liegt bei gut 6h. Ist identisch, ob ich 20 oder 70 Liter braue.



Lamello rulez :p

bearbeitet von ferryman, am 13.07.2013, um: 23:11:40


ferryman *

#7 Verfasst am 15.07.2013, um 17:47:19



Und: cheers! Schaum ist noch wenig, da es noch nicht vollständig karbonisiert ist. In ein paar Wochen wird das richtig gut. Auch die Trübe geht dann noch zurück.





Lamello rulez :p

bearbeitet von ferryman, am 15.07.2013, um: 17:47:57


Barnie

#8 Verfasst am 15.07.2013, um 19:45:35



Wahnsinn Sieht echt lecker aus! Ich mag trübe Biere!


Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

TimB

#9 Verfasst am 15.07.2013, um 22:23:28



Meines Wissens nach eignet sich auch eine umgebaute Waschmaschine gut zum Bier brauen


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

ferryman *

#10 Verfasst am 15.07.2013, um 23:05:08



Ach was Quelle?


Lamello rulez :p

TimB

#11 Verfasst am 15.07.2013, um 23:13:41



http://www.sat1.de/comedy_show/clever/wissensbuch/content/00414/

http://www.ping.de/sites/lodders/bier.htm

http://www.wambier.de/michael/brauen/bbm6.htm


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

ferryman *

#12 Verfasst am 15.07.2013, um 23:28:02



Ganz toll. Amateure


Lamello rulez :p

Butze1979

#13 Verfasst am 16.07.2013, um 14:02:50



eine probeflasche zu mir. und genaue Anleitung mit Einkaufsliste. dann kann ich zum selbst umgebauten biermaxx selbst bier brauen und in fasschen abfüllen.


hier könnte ihre Werbung stehen.

ferryman *

#14 Verfasst am 16.07.2013, um 15:01:44



Frag mich am besten in 10 Tagen nochmal. Gebe dann gerne Starthilfe :-)

Und ich kann schon mal bisl was davon hochschicken.


Lamello rulez :p

de0815de

#15 Verfasst am 17.07.2013, um 12:41:23



Hmmmm, ob ich es doch noch mal waage??? Ich könnte dann ggf. auf meiner Hochzeitsfeier mein eigenes Bier verköstigen.

Was kostet das Brauen im Vergleich zum Kaufen mehr?


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

ferryman *

#16 Verfasst am 17.07.2013, um 12:50:08



Kann man so nicht sagen, den absoluten Löwenteil der Kosten machen die Gerätschaften aus. Gasbrenner, Edelstahltopf, Gärbottich, Läutervorrichtung.

Für normales Bier sind die reinen Rohstoff- und Energiekosten bei <50ct/Liter. Bei größerer Menge dann noch etwas weniger.

Mit Fixkosten, bei Ausnutzung der Steuerfreigrenze von 200 Liter pro Jahr, kostet der Liter dann eben 1-2€, also im Bereich von Kaufbier und darüber.

Die Überlegung spielt aber ob des großen Aufwandes eigentlich keine Rolle.




Lamello rulez :p

bearbeitet von ferryman, am 17.07.2013, um: 12:56:29


de0815de

#17 Verfasst am 17.07.2013, um 13:35:42




Zitat:
Die Überlegung spielt aber ob des großen Aufwandes eigentlich keine Rolle.



Stehe auf dem Schlauch? Du meinst das Selbstbrauen sich nicht rechnet?

Es ginge mir auch nur darum das es nicht exorbitant mehr kostet. Offensichtlich hält sich das die Waage, klammert man die Gerätschäften mal aus.

Bilder vom "Vorgang" hast du wohl leider keine gemacht?
Gibt es "öffentliche" Bezugsquellen oder wo beziehst du die Zutaten?


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

ferryman *

#18 Verfasst am 17.07.2013, um 19:03:02




Zitat:
Stehe auf dem Schlauch? Du meinst das Selbstbrauen sich nicht rechnet?



Ne, ich meine nur dass es bei geschätzt 12h effektiver Arbeit bis zum fertigen Bier in der Flasche vollkommen egal ist, ob der Sud 20, 25 oder 35 Euro kostet.

Zieht man Gerätschaften ab und arbeitet aus Spaß/Interesse, wie ich, ist das Bier sogar deutlich billiger als im Laden.

Was meinst Du mit Bildern vom Vorgang?


Lamello rulez :p

de0815de

#19 Verfasst am 18.07.2013, um 08:10:13




Zitat:
Was meinst Du mit Bildern vom Vorgang?



Deine Gerätschaften usw. ...


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

ferryman *

#20 Verfasst am 18.07.2013, um 09:59:48



Also bei mir werden die Bilder angezeigt























Lamello rulez :p

ferryman *

#21 Verfasst am 28.07.2013, um 16:29:58



So langsam kann man es auch schon trinken. Cheers!






Lamello rulez :p

 Poison Nuke 

#22 Verfasst am 28.07.2013, um 16:35:45



na dann Prost
hat es jetzt schon ausreichend Lagerzeit hinter sich? Du sagtest doch 3-4 Wochen bis es wirklich fertig ist?

Wie lange lagert überhaupt handelsübliches Bier in der Flasch eh es verkauft wird?


greetz
Poison Nuke

ferryman *

#23 Verfasst am 28.07.2013, um 16:45:12



Trinken kann man es schon zwei-drei Tage nach der Abfüllung, dann ist die CO2-Bildung abgeschlossen. Es schmeckt jetzt einfach noch recht jung, die Bittere ist noch nicht ganz ausgewogen und noch ein paar andere Sachen, die man nicht so einfach beschreiben kann.

Im Verlauf der nächsten Wochen wird das Bier geschmacklich runder und die Hefe sedimentiert, das Bier wird klarer.

Handelsübliches Bier dürfte auch einige Wochen Kaltreifung hinter sich haben.

Ist übrigens ein recht leichtes Bier geworden, mit nur 4-4,5% Alkohol. Passt zu der Hitze!


Lamello rulez :p

de0815de

#24 Verfasst am 22.11.2017, um 20:51:27



Inzwischen habe ich es auch mal gewagt. Zuerst mit Malzextrakten und verschiedenen Sorten. Um Geld zu sparen und die Menge zu erhöhen wurde auch mit Haushaltszucker gearbeitet.

Probleme gab es auch schon mal... weil wir einen unglaublichen Temperatursturz hinnehmen mussten und der Raum nicht beheizt werden konnte. Die Gärung kam komplett zu Stillstand. Mit Heizung fing es wieder gut an zu blubbern, doch das Bier war später noch immer sehr süß und die Haltbarkeit war ebenfalls schlecht. Da wir noch kein Refraktometer hatten, war man zusätzlich auch noch nach zwei Bier wirklich besoffen und nach einem Dritten folgte im Prinzip schon eine Alkoholvergiftung. Insgesamt war es sehr lehrreich, wenn man diesem Schlamassel noch was positives abgewinnen will.

Bislang am besten waren Weizen und Kölsch. Leider war das auch schnell alle. Aber da stimmte einfach alles.

Unsere Herausforderung ist derzeit die Lagerung. Bei den Flaschen bin ich auf 1Liter gegangen. Eigentlich sehr schade das dieses Gebinde sich nicht etabliert hat. Einen Bierkasten muss man sich dann bauen... ebenfalls eine Herausforderung, wenn man in die Tiefen des Behälterbaus einsteigt.

Eine schöne Beschäftigung ist das Thema Bier allemal.




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