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PN's Forum \ weitere interessante Themen \ Autos \ Das Milliardenprojekt BMW i3 - ab wann rentiert sich ein Elektroauto


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 01.08.2013, um 18:38:33



Hallo,

BMW pokert aktuell ja sehr hoch mit der neuen BMW-i Sparte. Über 2 Milliarden Euro investieren sie für die reinen Elektroautos des Konzerns... und sie sagen selbst, es darf nicht schiefgehen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/weltpremiere-...i3-a-913614.html


Ich habe mal überschlagsweise gerechnet, ob es wirklich eine Amortisierung gegenüber normalen Autos geben kann, denn grundsätzlich ist so ein E-Auto natürlich schon sehr sinnvoll.

Nicht nur weil elektrischer Strom derzeit noch relativ günstig ist, sondern auch weil E-Autos um ein vielfaches effizienter sind als Verbrennungsmotoren, die zu 90% der Zeit nicht im optimalen Bereich arbeiten und daher sehr viel Sprit für nichts verbrannt wird.



Der BMW i3 hat einen 22kWh Akku und soll im täglichen Pendlerbetrieb 160km schaffen, im EcoPro Modus sogar 200km. Wobei leider nicht definiert ist, was der Unterschied ist, und wie für diese Reichweite gefahren werden muss. Dank Rekuperation kann man aber davon ausgehen, dass im Stadtbetrieb der Verbrauch fast identisch zu Überland ist, abhängig davon wie selten der Fahrer die Bremse nutzt (bei einem guten Fahrer wird die Betriebsbremse vermutlich einrosten und muss ab und an absichtlich benutzt werden).

Wir nehmen daher für Stadt und Land den Mittelwert von 160km Reichweite an. Das ergibt 14kWh pro 100km. Bei einem derzeitigen Preis von ungefähr 25ct/kwh ergibt das für 100km 3,50Euro
Nehmen wir im Gegenzug ein vergleichbares Auto wie den VW Golf als 1,6er TDI, der liegt im Schnitt bei 6Liter in der Stadt. Summiert sich auf 8,40€ für 100km bei aktuellen 1,40€ pro Liter Diesel.

Ein VW Golf kostet um die 25.000€, der BMW i3 um die 35.000€, also rund 10.000€ mehr.

Die Wegkosten sind beim Sprit um das 2,4fach höher als beim BMW. Um die 10.000€ zu amortisieren muss man also


Quellcode
2,4x - x = 10.000
1,4=10.000 / x
x = 10000 / 1,4 = 7150 € 


7150€ Stromkosten bei 3,5€ pro 100km ergibt mindestens 210.000km die man fahren muss, ehe sich der BMW-i3 gegenüber einem Dieselfahrzeug armortisiert.

Steuern muss man zwar bis 2022 keine bezahlen und ab dann nur 50€ pro Jahr, aber die Kostenersparnis ist vernachlässigbar. Auch die Versicherungskosten sind leider wenn nur marginal geringer.

Sprich aus Kostenperspektive muss man eher schon Kurier oder so sein innerhalb einer Stadt und pro Tag die gesamte Reichweite ausnutzen und pro Jahr 50.000km fahren und dann mindestens 4 Jahre lang. Erst dann rentiert es sich so langsam.


Kurzum, wirklich lohnen tut sich der BMW-i3 rein von der Betrachtung der Kosten nicht. Es ist und bleibt die Art des Fahrens, die angenehmer bleibt und die durchaus ihren Reiz hat. Aber ich denke für einen Großteil der Autokäufer ist das nicht Argument genug.
Bleibt nur zu hoffen, dass es BMW nicht zu sehr schadet, denn eigentlich bauen sie echt schöne Autos.


greetz
Poison Nuke

Aonas

#2 Verfasst am 02.08.2013, um 01:04:31



Kein Elektroauto rentiert sich bisher. Genausowenig wie sich ein BMW/Daimer/Audi gegenüber nem Skoda oder so rentiert. Bisher geht es nur um das Fahrgefühl, Umweltbewusstsein usw. Und jeder der jetzt nen E-Auto kauft unterstützt die weitere Entwicklung in den Bereich (Early Adopter halt). In ein paar Jahren werden dann die E-Autos immer günstiger werden (v.a. die Akkus) und sich die E-Autos immer mehr rentieren.

Und die 2 Milliarden die BMW da investiert hat ist ja nicht nur für das i3 - BMW hat dadurch jede Menge Knowhow im Elektroauto Bereich. Und nicht nur da: das Chassis ist ja aus ganz toller Kohlefaser usw aufgebaut was man auch in normalen Verbrennungsautos verwenden könnte.



 Poison Nuke  *

#3 Verfasst am 02.08.2013, um 07:59:08



BMW sagt aber auch von sich selbst, dass der i3 kein Flopp werden darf, er muss sich also aus Sicht von BMW mindestens so verkaufen wie der BMW 1er oder so. Und ich denke das könnte knapp werden

Zudem ich überhaupt mal eine Berechnung machen wollte, weil an sich ist Strom ja noch deutlich günstiger und die Motoren brauchen auch noch deutlich weniger, also völlig daneben ist das Kostenargument nicht.


greetz
Poison Nuke

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