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PN's Forum \ Community \ Off Topic \ die minderwertige Qualität von fast allem... kann sich das je ändern?


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 12.11.2013, um 14:20:02



Eigentlich ist dieser Thread sinnlos... es geht grundsätzlich um die beständigsten negativen Eigenschaften, die der Mensch schon immer hat... Gier und Faulheit.


Egal in welchem Bereich, fast alles auf dieser Welt leidet darunter. Qualität ist mehr und mehr ein Fremdwort, egal wohin man schaut. Es ist mehr und mehr hoffnungslos überhaupt danach zu suchen, weil richtige Qualität so selten geworden ist, dass sie schier unbezahlbar wird.


Ich hoffe wohl einfach nur, dass irgendwann vllt mal irgendwelche höheren Tiere oder so rein zufällig auf den Thread hier stoßen oder es irgendwie zu ihnen kommt, in der Hoffnung dass sie sich besinnen oder so.



Was ist überhaupt das Problem:
Egal in welchem Bereich, es geht immer nur darum, möglichst hohe Gewinne einzufahren und möglichst wenig dafür zu tun. Die oberen Ebenen kürzen die Gehälter und senken die verfügbare Zeit, in denen etwas fertig gestellt wird. Die, die die eigentliche Arbeit machen, haben entweder wegen dem Gehalt keine Lust mehr zu machen als nötig oder wollen einfach nur so wenig wie möglich tun.

Am Ende werden Projekte innert kürzester Zeit durchgeboxt, sodass keine Zeit für Qualität bleibt. Überall stecken Fehler drin, es wurde über viele Sachen nicht ausreichend nachgedacht, sodass es Funktionsprobleme gibt usw.

mal ein paar Beispiele die mich gerade wieder massiv aufregen:

Software aus dem Hause Adobe... diese Firma hat mit die größten Mängel in ihren Produkten überhaupt... sämtliche Programme von denen sind randvoll mit Fehlern, undurchdachten Konzepten und verbrauchen exorbitant viel Rechenleistung für das was sie leisten. Sei es der ehemalige Flashplayer, der mehr Lücken als Zeilen Quelltext hat, sei es Photoshop, dessen Bedienung jeglicher Logik entbehrt, nur single-thread fähig ist und selbst bei simpelsten Aufgaben langsam ist... Lightroom setzt der Langsamkeit eine Krone auf und After Effects hat auch mehr Macken als Vorzüge.. usw

Das ganze geht über Microsoft, die auch nach so vielen Jahren noch kein sauberes Windows programmieren konnten... es müssen nur möglichst viele Features drin sein und es schön bunt sein und möglichst schnell ein neues Release nach dem anderen veröffentlicht werden. Aber selbst Windows 8.1 hat essentielle Probleme im Kern, braucht dauernd Patches, hängt sich vollständig auf, wenn eine IO-Ressource nicht sofort reagiert, ist so vollgestopft mit Funktionen, dass am Ende alles unnötig langsam wird und man kann auch fast nichts mehr deaktivieren ohne dass gar nichts mehr funktioniert.

Von Office mal ganz zu schweigen.

Konkurrenten dazu leiden aber selbst auch an Problemen. Linux ist leider nur einzig als Server eine saubere und stabile Sache... im Desktopbereich ist es weiter entfernt von einem ausgereiften Stadium als Windows. Und MacOS ist so übermäßig klicki-bunti dass ich persönlich darauf gar keine Lust habe.


Spiele erst recht... ausgenommen Blizzard gibt es nicht ein einziges Spielestudio, das noch wirklich Zeit investiert um Qualität zu liefern. Stattdessen werden Spiele zu Wucherpreisen verkauft und sind dafür bestenfalls in einem Alpha-Stadium.
Sei es eine völlig bescheidene Portierung, oder insgesamt undurchdachte Spielkonzepte oder einfach nur nicht ausreichend getestete Funktionen.
Für mich aktuelles Top-Beispiel ist Prototype 2 von Activision. Das Spiel würde nicht mal den Status "Pre-Alpha" verdienen. Es stürzt willkürlich ab, bleibt ab und an hängen, bzw Ruckelt massivst zwischendurch, die Steuerung ist alles andere als ausgereift und flüssig (Eingaben werden schlicht ignoriert, nicht verarbeitet), die Grafikoberfläche verschwindet hier und da, uvm.

aber es geht ja nicht nur um Software... Drucker, Staubsauger, sonstige Haushaltsgeräte, überall wird an allen Enden Material und "Geistige Leistung" gespart und am Ende gehen selbst die eigentlich teuren Produkte entweder schnell kaputt oder man schlägt sich mit irgendwelchen undurchdachten Sachen rum. Vorwerk-Staubsauger z.B. haben seit jeher instabile Knickfüsse, die sich auch nicht ohne weiteres reparieren lassen.

Weiter mit unzulänglichen Schraubenköpfen-Bit Systemen... Egal ob Torx, Spax oder was auch immer... kein Standard passt wirklich einwandfrei, egal wie teuer/premium man einkauft.



Insgesamt regt mich halt einfach tierisch auf, das man sich Tag für Tag immer und immer wieder mit Unzulänglichkeiten von irgendwelchen Dingen rumschlagen muss. Es ist in der heutigen Welt irgendwie fast unmöglich, einfach nur mal etwas zu "machen", so wie man es gerade machen möchte.
Sei es einfach nur mal eben entspannt ein Spiel spielen, oder mal eben entspannt einen Film schauen (Das scheitert gern mal an PowerDVD oder man muss ewig lange Werbung ertragen die sich nicht überspringen lässt, oder die Firmware muss erst geupdatet werden vom Player... oder ein Receiver stellt sich mal quer mit den Auflösungen, obwohl es kurz vorher ging).


Dadurch wird die eigene Seele natürlich auch immer mehr belastet, weil zumindest ich persönlich es nicht schaffe, so eine Übermacht an negativen Einflüssen zu ignorieren um nur die positiven Seiten zu sehen. Dafür sind dann Momente, wo einfach mal alles funktioniert echter Balsam für die Seele.


Wie geht es euch so, wenn ihr z.B. für ein Problem statt 30min, 2 Stunden braucht und die Ursache dafür eindeutig nicht bei einem selbst liegt sondern bei einem fehlerhaften Gerät/Programm und man auch schlicht keine andere Wahl hat, als damit zu arbeiten?


greetz
Poison Nuke

Butze1979

#2 Verfasst am 12.11.2013, um 16:02:23



als bei den Schrauben würde ich dir widersprechen. Wenn auf einer Schraubenpackung Pz2 drauf steht, dann passt auch der Pz2 Bit. und Torx ist einfach der nächste logische Schritt bei der Kraftübertragung. nach Schlitz,Kreuz, Innensechskant gab es immer eine Punkt mehr der Halt bietet.

Im Rest stimme ich dir zu. Mit was für einer Wonne bei der Bahn Geld verbrannt wird ist unglaublich...

Oder schau dir die ganze Großbaustelle in Deutschland an... erst planen, dann bauen, dann denken usw.

Oder die neue Generation ICEs die nicht geliefert wird, weils Siemens nicht gebacken bekommt.

und was die Zeit angeht... naja dann nehm ich es so wies kommt. dauert was 2 Stunden, ärgert mich das nun nicht mehr. Mach halt was anderes in der Zeit.


hier könnte ihre Werbung stehen.

bearbeitet von Butze1979, am 12.11.2013, um: 16:05:15


TimB

#3 Verfasst am 12.11.2013, um 17:10:34



Bei Torx-Schrauben muss Ich Butze zustimmen. Bis auf, dass immer der passende Schlüssel/Bit benötigt wird finde ich die ziemlich ideal: hohe Kontaktfläche und keine scharfen Kanten/Kerben im Querschnitt. Es wäre zwar noch besser, wenn die Toleranzen etwas kleiner wären, allerdings wären die Fertigungskosten und damit der Verkaufspreis höher.


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

bearbeitet von TimB, am 12.11.2013, um: 17:12:41


Rabx

#4 Verfasst am 12.11.2013, um 18:02:23



Ist schon traurig diese Entwicklung, ich könnte selber auch etliche Beispiele nennen aber dann würd ich mich wieder endlos aufregen. Ich beschränke mich also auf wenige.

Ich habe ja beim Marktführer für Zahnpflege-produkte gearbeitet und gefühlte 80-90% der Forschungsarbeit in den Entwicklungslaboren dort dienen nur noch dem senken der Kosten. Wobei dies sowhol durch Prozess optmierung als auch durch den Einsatz billigerer Einsatzstoffe oder gar dem kompletten ersetzen eines Produktes durch ein billigeres, unter dem selben Namen(!) stattfindet.

Oder Dr. Martens Schuhe früher Handgefertigt in England jetzt aus Taiwan und China in schlechterer Qualität aber zum selben Preis



Ich wäre sogar oft bereit auch mal mehr auszugeben dafür das ich dann auch was ausgereiftes, hochwertiges habe. Nur leider bekommt man mittlerweile meist schon gar nichts hochwertiges mehr zu angemessenen Preisen.

Habe erst letztens Bandshirts bestellt, einige davon waren von so schlechter Qualität das ich sie direkt zurückgeschickt hab. Sowas versteh ich nicht, wenn n Fruit of the Loom shirt ohne aufdruck (Qualität ist da ja ganz passabel) mich als Verbraucher nichtmal 3€ kostet....
Lieber zahl ich 2-3€ mehr für das Bandshirt und kanns dafür öfter als 2mal anziehen bevor s kaputt ist....


bearbeitet von Rabx, am 12.11.2013, um: 18:03:59


 Poison Nuke  *

#5 Verfasst am 12.11.2013, um 18:06:28



Ok, welche Torx-Schrauben von welchem Hersteller zusammen mit welchem Bit verwendet ihr denn?

muss zugeben, den einzigen bekannten Hersteller ist SPAX, aber bei dem passen zumindest selbst die Herstellereignen Bits fast gar nicht.

Damit meine ich, dass die Schrauben derart locker auf einem frischen Bit sitzen, dass man keine Kraft anwenden kann um sie ins Holz zu drücken. Ab Tx25 aufwärts wird das Problem zwar langsam geringer, aber bei weitem nicht inexistent. Das Problem bei den SPAX Schrauben ist, dass die Prägung im Schraubenkopf nicht tief genug ist, damit verbunden durch die Fertigungstoleranzen hat man so viel Spiel, dass die Schrauben um >20° in alle Richtungen sich bewegen können. Und das habe auch bei anderen Schraubenherstellern erlebt, kenne aber deren Namen nicht.
Bei Kreuzschlitz ist das Problem deutlich geringer, da allerdings ist natürlich das Problem, dass man die Schrauben nicht so gut mit viel Drehmoment anziehen kann.



Wobei, Großprojekte sind im Zusammenhang mit dem Thread auch ein gutes Beispiel. Allerdings muss man bei Deutsche Bahn und Siemens denke auch sagen, dass hier im Management viel Mist gebaut wird. Ein Beispiel was ich aus Sicht von Siemens kenne sind die Klimaanlagen, da wurde einfach von der Deutschen Bahn gesagt, sie wollen explizit die "billigen" haben, welche nicht für Temperaturen über glaube 38°C spezifiziert sind oder so.

Gleiches bei der Bundeswehr und der aktuellen Geschichte mit dem G36... die Bundeswehr hat explizit gesagt, die müssen nicht Dauerfeuer-Stabil sein... Heckler und Koch hat aber gesagt, dass das so nicht funktionieren wird.
Wobei auf der anderen Seite muss ich persönlich nach 8 Jahren Dienst an der Waffe sagen, ganz sinnvoll hat HK auch nicht gearbeitet, da gibt es einfach Stellen an der Waffe wo man sich fragt, wer sich sowas ausdenkt. Solcher Schwachsinn wie der Gaskolben der Antriebsstange an der Oberseite, der bei Verwendung von Übungsmunition, die ja am häufigsten durchs G36 geht, regelmäßig verklebt und dann geht gar nichts mehr, weil die Öffnung einfach so klein ist. Oder allein schon diese Bolzen die alles zusammen halten. Die lassen sich sowas von bescheiden entfernen und dann stellenweise halten sie nicht mal mehr. Da gibt es viele Waffen die wesentlich sinnvollere Konzepte haben, damit man sie zerlegen und das ganze trotzdem stabil zusammen hält.


greetz
Poison Nuke

apophisii

#6 Verfasst am 12.11.2013, um 19:16:14



Hi,

gute Schrauben:

EUROTEC
HECOFIX
BTI
HILTI

sehr gute TORX:

EUROTEC
BTI
STANLEY

Manchmal sind auch die Sachen von Wuerth brauchbar

Alle Bypack und Baumarktschrauben und Bits werden zu 90% in China gefertigt. Z.B. kostet bei uns ein guter Bit ca. 4 Euro und eine China Ware 49 cent


Liebe Grüße

Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.

 Poison Nuke  *

#7 Verfasst am 12.11.2013, um 19:54:41



wo findet man diese Schrauben? Und ich rede da auch im übrigen von Bits, die pro Stück 5-10€ kosten. Selbst bei denen hatte ich bisher keine ordentliche Schraube als Gegenstück finden können.


greetz
Poison Nuke

typhson

#8 Verfasst am 12.11.2013, um 21:58:16



Ich kann dir nur sagen, mach es besser.

Gründe eine Firma die selber Betriebsysteme, oder Bildverarbeutungssoftware, etc herstellt. Mal abgesehen davon, dass das natürlich sowieso unrealistisch ist, du würdest irgendwann vor den selben Problemen stehen.
Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben. Es ist einfach unmöglich ein perfektes Produkt zu entwickeln.


Thema Hardware:
Qualität hat halt ihren Preis. Insbesondere wenn sich die Leute auch mit geringerer Qualität zufrieden geben, wenn sie weniger bezahlen müssen. Dann gehen da die Stückzahlen runter und zusätzlich zu den höheren Produktionskosten, kommt dann noch die höhere Marge die verlangt werden muss. Beispiel der Hersteller deines Fahrrads. So ungewöhnlich ist das ja nicht, aber halt Kleinserie und deswegen entsprechend teuer. Trotzdem sind die doch pleite gegangen..

- Beiträge wurden automatisch zusammengefügt -
Grund: Doppelposting



Rabx schrieb:
Ich habe ja beim Marktführer für Zahnpflege-produkte gearbeitet und gefühlte 80-90% der Forschungsarbeit in den Entwicklungslaboren dort dienen nur noch dem senken der Kosten. Wobei dies sowhol durch Prozess optmierung als auch durch den Einsatz billigerer Einsatzstoffe oder gar dem kompletten ersetzen eines Produktes durch ein billigeres, unter dem selben Namen(!) stattfindet.



Naja, Zahnpasta ist halt Zahnpasta. Was soll man da noch groß erfinden. Ist das gleiche wie bei Spühl-, Wasch-, Putzmitteln allgemein. Und wenn man billiger produzieren kann, ohne das das Produkt schlechter wird, macht man das halt. Sonst macht das ein Konkurrent, die Leute kaufen dort und dann ist Ende für dich..



 Poison Nuke  *

#9 Verfasst am 12.11.2013, um 22:50:43




typhson schrieb:
Ich kann dir nur sagen, mach es besser.

Gründe eine Firma die selber Betriebsysteme, oder Bildverarbeutungssoftware, etc herstellt. Mal abgesehen davon, dass das natürlich sowieso unrealistisch ist, du würdest irgendwann vor den selben Problemen stehen.
Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben. Es ist einfach unmöglich ein perfektes Produkt zu entwickeln.


Thema Hardware:
Qualität hat halt ihren Preis. Insbesondere wenn sich die Leute auch mit geringerer Qualität zufrieden geben, wenn sie weniger bezahlen müssen. Dann gehen da die Stückzahlen runter und zusätzlich zu den höheren Produktionskosten, kommt dann noch die höhere Marge die verlangt werden muss. Beispiel der Hersteller deines Fahrrads. So ungewöhnlich ist das ja nicht, aber halt Kleinserie und deswegen entsprechend teuer. Trotzdem sind die doch pleite gegangen..



sei froh dass du das noch so sehen kannst. Werde etwas älter und arbeite selbst mal in einigen Firmen und entwickle selbst Produkte und du wirst merken, es geht eben doch auch besser. Das ist der Punkt der mich aufregt, ich kann sehr genau einschätzen, warum etwas so schlecht ist wie es ist und was hätte gemacht werden können, damit es mit wenig Aufwand besser wäre. Ich hab halt nun schon 1 Jahrzehnt in der Industrie in verschiedenen Bereichen gearbeitet.

Und super, ich produziere alles selbst, da werde ich ja nie fertig.


Das es funktioniert zeigt Blizzard als Softwareschmiede. Die machen es richtig. D3 ist zwar nicht in jeder Hinsicht so wie jeder es sich wünscht aber was es dafacto ist: ausgereift und durchdacht. Warum schafft Blizzard sowas und Adobe und Microsoft usw nicht. Spielt sich ja alles in ähnlichen Budget-Regionen usw ab.
Und das kann man auf viele Beispiele ausdehnen. Am eigentlichen Budget oder Bereitschaft der Käufer usw mangelt es ja nie, es mangelt einfach nur an der Einsicht der Manager und eben auch z.T. am Elan der Mitarbeiter (mit verschiedenen Ursachen)



Und dass Anbieter von Qualität wie z.B. Katz pleite gehen, liegt daran, dass der Sprung zu höheren Stückzahlen nicht geklappt hat. Wenn die großen Platzhirsche durch Marketing einen Newcomer platt machen, dann hat er halt keine Chance, egal wie gut er ist. Der Untergang von dem Hersteller war also der pure Kapitalismus und der Punkt, dass in unserer Gesellschaft der gewinnt, der das größere A***l*** ist. Das ist Fakt. Die Ausnahmen lassen sich an der Hand abzählen.




Und der letzte Satz von dir, den solltest du nochmal mit der Realität vergleichen. Klar, günstiger ist besser, aber eben fast immer auf Kosten der Qualität, wie hier denke nun ausreichend auch belegt wurde.


greetz
Poison Nuke

Rabx

#10 Verfasst am 12.11.2013, um 22:56:02




typhson schrieb:




Rabx schrieb:
Ich habe ja beim Marktführer für Zahnpflege-produkte gearbeitet und gefühlte 80-90% der Forschungsarbeit in den Entwicklungslaboren dort dienen nur noch dem senken der Kosten. Wobei dies sowhol durch Prozess optmierung als auch durch den Einsatz billigerer Einsatzstoffe oder gar dem kompletten ersetzen eines Produktes durch ein billigeres, unter dem selben Namen(!) stattfindet.



Naja, Zahnpasta ist halt Zahnpasta. Was soll man da noch groß erfinden. Ist das gleiche wie bei Spühl-, Wasch-, Putzmitteln allgemein. Und wenn man billiger produzieren kann, ohne das das Produkt schlechter wird, macht man das halt. Sonst macht das ein Konkurrent, die Leute kaufen dort und dann ist Ende für dich..




da wurde einiges erfunden die letzten paar jahre...
Mund und Zahnpflege ist mehr als nur "den dreck runterschruben"
Diese Produkte werden nachweisslich von mehr als 60% aller Zahnärzte empfohlen dabei sind es nur n paar wenige unter hunderten oder gar tausenden,
das erreicht man nicht wen man sich nicht deutlich abhebt in der qualität und die hat auch unter diesen massnahmen gelitten.
Solang dies aber stückchenweise passiert wirds kaum wem auffallen.....


bearbeitet von Rabx, am 12.11.2013, um: 23:02:47


typhson

#11 Verfasst am 13.11.2013, um 01:30:05



Blizzard Verantwortet doch auch Cod? Dachte ich zumindest als Publisher.

Das sehe ich bei Computerspielen auch viel eher als Problem, das die Entwicklerstudios eigentlich ganz gute Ideen haben, aber die Publisher nur im 2 Jahresrythmus die immer gleichen Blockbuster sehen wollen..


Das eigentliche Problem sind die Monopole wie du schon sagst. Aber dagegen kann man ja auch nicht wirklich etwas machen, die haben halt eine Marktlücke entdeckt und sofort komplett besetzt. Mit dem selber machen war auch nicht ernst gemeint. Ich meinte in den Produkten steckt halt trotzdem Jahrelange Entwicklerarbeit von unglaublich vielen Menschen. So leicht ist es dann doch nicht einfach ein konkurrenzfähiges Produkt aus dem Boden zu stampfen, und wenn muss man eigentlich auch deutlich besser sein um einen Anreiz zu liefern, dass die Leute vom Standart-Produkt wechseln.



TimB

#12 Verfasst am 13.11.2013, um 07:57:31




typhson schrieb:
...So leicht ist es dann doch nicht einfach ein konkurrenzfähiges Produkt aus dem Boden zu stampfen, und wenn muss man eigentlich auch deutlich besser sein um einen Anreiz zu liefern, dass die Leute vom Standart-Produkt wechseln.



Nur das bessere Produkt zu haben reicht allerdings in der Regel nicht aus


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

 Poison Nuke  *

#13 Verfasst am 13.11.2013, um 08:13:31




typhson schrieb:
Mit dem selber machen war auch nicht ernst gemeint. Ich meinte in den Produkten steckt halt trotzdem Jahrelange Entwicklerarbeit von unglaublich vielen Menschen. So leicht ist es dann doch nicht einfach ein konkurrenzfähiges Produkt aus dem Boden zu stampfen,



hab nie gesagt dass es leicht ist, aber ich meinte halt eben, wenn man die Ressourcen hätte, dann sehe ich es durchaus realistisch an konkurrenzfähige Produkte mit deutlich mehr Qualität zu liefern. Hatte sogar schon hier und da mal überlegt, mit Kickstarter sowas zu starten... aber der Markt ist dafür einfach zu dynamisch, als das man irgendwo sichere Chancen erwarten könnte.



Wobei ein Problem ist, je größer eine Firma wird, desto mehr steht sie sich auch selbst im Weg. Je mehr Menschen entscheiden wollen, desto mehr Abstimmungsprobleme gibt es, die Koordinierung bei großen Projekten macht zeitlich den größten Anteil aus.
Also wie auch schon gesagt wurde, kleine aber gute Ideen kommen da auch nicht mehr durch.
Aber wenn denn wenigstens die Blockbuster-Games ordentlich wären.

PS: CoD stammt mit von ActiVision. Noch Fragen?


greetz
Poison Nuke

Butze1979

#14 Verfasst am 13.11.2013, um 12:07:41



da hast du wohl recht robert, bei der Bahn war der ICE1 (mein Arbeitsplatz) noch das Aushängeschild der deutschen Hochgeschindigkeitsreisen, beim ICE2 gings noch, ab da wurde es nur noch billig... ICE-T/TD/3/VelaroD nur noch billig... unser ICE1 ist immernoch das Rückgrad des deutschen Fernverkehrs, so das er nach fast 20Jahren Dienst nochmal umgebaut wird, Thyristorstromrichter->GTOs-> und jetzt IGBTs

Zum Flughafen BER fällt mir nur ein, wieso regen sich alle übers Management auf und keiner fragt mal nach wieso Siemens es nicht schafft ne Brandschutzanlage zu bauen die funzt. Oder wieso es ein terminal gibt, wo keiner weiß wo der Ausschalter fürs Licht ist...


hier könnte ihre Werbung stehen.

typhson

#15 Verfasst am 13.11.2013, um 13:19:04




Poison Nuke schrieb:
Wobei ein Problem ist, je größer eine Firma wird, desto mehr steht sie sich auch selbst im Weg. Je mehr Menschen entscheiden wollen, desto mehr Abstimmungsprobleme gibt es, die Koordinierung bei großen Projekten macht zeitlich den größten Anteil aus.


Genau das meinte ich. Je mehr Entwicklungsarbeit in einem Produkt drinsteckt, desto komplexer ist es und desto mehr Menschen braucht man um da noch sinvoll was weiterzuentwickeln (ob das jetzt Züge sind, oder Software macht glaube ich nicht so den Unterschied). Wenn dann nicht alles in eine Richtung läuft wird das schnell ineffektiv. Da kommt man auch wieder zu dem Punkt motivierte Mitarbeiter, wenn die Leute kein gutes Produkt entwickeln wollen wird das meist auch nicht so gut. Letzendlich braucht man dann auch aber ein paar Leute die die Ideen haben wie das Produkt aussehen soll und sagen wo es lang geht, das Koordinieren ist dann nicht unbedingt ein demokratischer Prozess.
Ein Beispiel wäre da Apple (auch wenn das bei denen Klicki-Bunti ist), unter Steve Jobs hatten die zumindest eine klare Linie und Produkte die genau das konnten was sie sollten. Und so übertrieben teuer waren die auch nicht. Man hat ja gesehen was in den 90ern aus den geworden ist, als Jobs weg war. Keine Ahnung, ob die sich auch in Zukunft so halten können..

@Cod
Ich bin davon ausgegangen, das du mit den Spielen die unter Zeitdruck und ohne große Neuerungen veröffentlicht werden auch Cod meinst..



Mr.Ampere

#16 Verfasst am 13.11.2013, um 17:41:40



Ja mit der der Qualität das ist so eine eine Sache.
Hatte auch gedacht gibt du etwas mehr aus und kaufst deinen letzten TV (eine Röhre) im Fachhandel. Es ist ein Metz geworden. Nur Probleme in den vier Wochen wo ich den hatte war vier mal der Techniker da. Beim vierten mal hat er in mitgenommen. Das Problem war bei Metz bekannt. Und wurde nie gefixt.

Zu den Schrauben und Bits. Hatte mal mit einem Zimmermann ein paar Baustellen der hatte alles von Förch. Da hatte ich sogar oft m Probleme den Bit wider ab zu bekommen so hatten die gegriffen.



MfG

Mr.A

 Poison Nuke  *

#17 Verfasst am 13.11.2013, um 18:38:00




typhson schrieb:
@Cod
Ich bin davon ausgegangen, das du mit den Spielen die unter Zeitdruck und ohne große Neuerungen veröffentlicht werden auch Cod meinst..



daher hab ich das ganze ja auch so salopp formuliert in Form von "Publisher Activision, was erwartest du da anderes"


Und Steve Jobs hatte Apple wirklich gut getan... aktuell werden hab ich das Gefühl immer mehr Features reingestopft, die die ganzen Systeme wieder instabiler werden lassen.


greetz
Poison Nuke

de0815de

#18 Verfasst am 18.11.2013, um 13:23:03




Zitat:
es geht grundsätzlich um die beständigsten negativen Eigenschaften, die der Mensch schon immer hat... Gier und Faulheit.




Zitat:
...echter Balsam für die Seele



"Die größte Tragödie in der Geschichte der Menschheit ist wohl die, dass die Moral von der Religion mit Beschlag belegt wurde."
Arthur C. Clarke

Das Bewusstsein des Menschen arbeitet mit Worten und Zahlen, das Unterbewusstsein mit Bildern und Metaphern und lässt sich programmieren! Hypnose ist nicht so schwer erlernbar wie man zunächst denkt aber eben nur wenn man sich damit beschäftigt.

Es existiert keine ANGEBORENE Gier oder Faulheit und eine Seele ist nicht nachweisbar (was soll das sein???)! ...es sei denn als Hirngespinst im kollektiven Unterbewusstsein (Begriff nach C.G. Jung). Da gibt es "sehr reale" unreale Sachen

Wenn es dir ernsthaft darum ginge deinen Einleitungssatz zu erklären, dann würde ich mein Unterbewusstsein mit dem Bewusstsein befüllen was dich das hat schreiben lassen, bis es nicht mehr naiv zu erklären ist! Dann kommst du von ganz alleine darauf warum u.a. Qualität durch Werbung ersetzt ist und warum diese "Rückentwicklung" eine logische Konsequenz ist. Angedeutet wurde es:
Zitat:
Kapitalismus




Zitat:
Eigentlich ist dieser Thread sinnlos...

Kommt darauf an ob man sich traut und der ganzen Sinnlosigkeit stellt. Ist weniger komplex als eine Firma, für z.B. Schrauben, zu gründen


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

Hale

#19 Verfasst am 15.12.2013, um 22:09:01



Ich denke, im Großen und Ganzen gehe ich mit Poisons Beobachtung d'accord.
Wenn ich mich in meinen Raeumlichkeinen umsehe, sehe ich mich umgeben von Produkten, die sich spaetestens auf den zweiten Blick als mehr schlecht als Recht verarbeitet entpuppen und/oder dem angedachten Zweck kaum entsprechen: Presspan-Moebel von Ikea mit Schaumstoff statt Federn, Chuck die Zimmerpflanze im Plastiktopf in Terracotta-Optik, die x-te Frontloder-Waschmaschine mit Lagerschaden, etc.
Wenn mich nicht alles taeuscht, reduziert es sich auf das 15€ Zippo plus den 80€ Eastpack Rucksack, fuer die noch heute die lifetime warranty gilt - eine wahrlich magere Ausbeute.

Allerdings bin der Auffassung, daß man teilweise auch gute Produkte kaufen kann, so man gewillt ist, immens viel Zeit in die Recherche zu investieren und moeglichweise einen saftigen Aufpreis in Kauf zu nehmen.

Kleines Beispiel: http://www.carl-mertens.com/en/Collection/Eating...MOTO-oxid-1.html
Holz-, als auch Bambusstaebchen (sei es lackiert oder lasiert) ueberdauern m.M.n. auch nur einen stark limitierten Zeitraum. Die klassischen koreanischen Metall-staebchen gleichen von Haptik und Mundgefuehl eher einer Blechdose beim rauf beißen und Plastik - nunja.. wer schon einmal den "Great Pacific Garbage Patch" gesehen hat, moechte derlei vielleicht besser vermeiden.
Kurzum: Die Wahl muss entweder auf Glas, Keramik, Implantatium, Titan oder eben stink-normalen Edelstahl fallen. Bedauerlicherweise schien ich mit diesem, meinem - offenbar zu hohen Anspruch an Qualitaet - allein da zu stehen und fand mich schlußendlich nur noch zwei Klicks davon entfernt, Rohstaebe aus Titan von passendem Druchmesser und entsprechender Länge im 100 Stueck Set zu bestellen (mit Blick auf die zeitgleich laufende ebay Auktion fuer eine bezahlbare Drechselmaschine), um die Sache selbst anzugehen. Soweit ich entsinne, waeren das etwa 11€ Materialwert plus Laborcost gewesen. Jedoch stieß ich dann gluecklicherweise noch auf besagtes Red Dot Design Award dotiertes Produkt und konnte Vernunft walten lassen.

Gleichwohl beschreibt dies Beispiel eine Odyssee, an deren Ende ein Preis, der das druchschnittlichen Paerchen mindestens um Faktor 10, eher sogar 20 uebersteigt und natuerlich etliche Stunden Recherche, die womoeglich haetten beser investiert werden koennen. Und sei es nur, um sich das Fertigen von Gießformen fuer Keramik anzueignen.



Butze1979

#20 Verfasst am 16.12.2013, um 04:07:46



http://www.murks-nein-danke.de


hier könnte ihre Werbung stehen.

 Poison Nuke  *

#21 Verfasst am 16.12.2013, um 08:37:07



wobei man da z.T. auch differenzieren muss. Es gibt auch viele Produkte, wo die Minderwertigkeit nicht "geplant" ist, sondern einfach durch mangelnde Planung entstanden ist. Da sieht man z.T., dass die Sachen hastig entwickelt oder gebaut wurden, und daher bestimmte Aspekte des Produktes entweder durch Zeitdruck oder "Unwilligkeit" des Arbeiters nicht beachtet wurden.


Aber ich denke auch, das Thema hier überschneidet sich mit der geplanten Obsoleszenz.


greetz
Poison Nuke

Butze1979

#22 Verfasst am 17.12.2013, um 03:09:15



aber das eine schließt das andere nicht aus.


hier könnte ihre Werbung stehen.

 Poison Nuke  *

#23 Verfasst am 17.12.2013, um 08:20:19



also sollten wir das Thema am besten "geplante und ungeplante Obsoleszenz" nennen


greetz
Poison Nuke

TimB

#24 Verfasst am 17.12.2013, um 08:35:09






"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)

 Poison Nuke  *

#25 Verfasst am 18.12.2013, um 23:08:23



hier noch ein sehr passendes Beispiel:
http://forum.poisonnuke.de/index.php?action=ViewThread&TID=8098

und das kann man ja nicht mal der Obsoleszenz zuordnen, weil Software kann ja nicht "kaputt" gehen. Es sei denn man bezieht den Nerven-Zustand des Players mit ein
Das Spiel ist halt einfach nur völlig unausgereift... und das als Triple-A Titel mit eigentlich gigantischem Budget und 50€ Einstiegspreis, der sich eine ganze Weile gehalten hatte. Aber irgendwie gibt es ja kaum große Spiele-Produktionen, die auch nur im Ansatz ausgereift sind ... es ist eigentlich nur zum Heulen


greetz
Poison Nuke

 Poison Nuke  *

#26 Verfasst am 07.01.2014, um 10:26:18



Erightsoft SUPER... DER INKOMPETENTESTE HAUFEN PROGRAMMIERER DER WELT!
SCHWACHKÖPFE. VOLLPFOSTEN.


Es reicht ja schon das Adobe Premiere und After Effects zu unfähig sind, um simpelste Video-Encoding Aufgaben auszuführen, aber wenn eine freie Software so extrem verbuggt ist, die nun eigentlich schon etliche Entwicklungsjahre aufm Buckel hat... so einen SCHROTT sollte jedem Programmierer bei weitem zu peinlich sein das zu veröffentlichen. Die müssten sich freiwillig eigentlich umbringen dafür.



Manchmal hab ich echt die Schnauze gestrichen voll mit dem ganzen Schrott auf dieser Welt. Es gibt NICHTS was man mal eben "schnell" machen kann ohne dass man auch gigantische Probleme stößt und 90% der gesamten Arbeitszeit nur in die Lösung von Problemen steckt die andere Menschen verursacht haben.




greetz
Poison Nuke

PN's Forum \ Community \ Off Topic \ die minderwertige Qualität von fast allem... kann sich das je ändern?


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