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PN's Forum \ HiFi \ Anlagen unserer Mitglieder \ Noch so eine verquere Wohnraum Kompromissloesung


Hale *

#1 Verfasst am 27.12.2013, um 20:01:28



Mixed Personen- und Anlagenvorstellung

Der Tage frisch hinzu gekommen: Maennlich, weiß, ca. 1,80, Ende 20, Goatee, Pferdeschwanz und Brille.

Wie ich bereits bei der Registrierung schrieb, ist es die gelungene Kombination aus dunklem Website CSS, der vergleichsweise kleinen Userbase (inkl. entsprechend niedrigem Anteil an gewerblich agierenden Nutzern) und des konzentrierten Wissens, die mich davor bewahrten, meine Zeit auf diesem anderen, großen, deutschsprachigen A/V BBS zu vergeuden.
Gerade letzteres gibt Aufschluss ueber Sinn- und Unssinn der einen oder anderen Anschaffung und hilft dabei, den Geldbeutel zu schonen. (Wer zwischen den Zeilen liest, wird hier bereits erahnen: "Aha, wieder so'n Spinner, der Silberkabel mit Fließrichtung kauft." - genau diesem inneren Drang will ich mit Faktenwissen entgegen wirken und da sind einige der Threads hier Gold, oder eben Silber, wert.)

Kurz zu mir: Ueber Jahre hinweg hatte ich mit dem Ruf des Tech-Guys in meinem Bekanntenkreis zu kaempfen; gluecklicherweise ebbt dies langsam ab. Vermutlich wurde langsam aber sicher klar, daß ich eigentlich keinen blassen Schimmer habe. "Verdient" hatte ich mir selbigen mit zahlreichen Gadgets um Haus und Hof: Hier mal ein LED-beleuchter Wohnungsflur, um Nachts nicht immer den Lichtschalter suchen zu muessen, dort eine CCD Kamera im Treppenhaus mit Livebild auf einen PSOne Monitor neben der Wohnungstuer, da irgend ein Vorbewohner ja unbedingt den Tuerspion zu spachteln musste, etc.

Letztes Jahr begann ich dann allerdings zusehens das Beduerfnis zu verspueren, mal das Problem mit den Moebeln anzugehen und im Zuge dessen vielleicht mal etwas mehr Material aus der Natur in die eigenen vier Waende zu bringen. Dies ist zwar, in Ermangelung an ausreichend Werkzeug bisher noch nicht in die Tat umgesetzt, aber zumindest habe ich mich im Sommer an einen Boxenbausatz gewagt, der (im Stereo Setup) nun die uralten No-Name Boxen verbannte.
Die fertig zugeschnittenen 58x58mm Balken stehen auch schon im Flur. Mit diesen gehe ich als naechstes das Sitzpodest an.


Natuerlich gestaltet sich der Umbau des Wohnzimmers (ich wohne nur zur Miete in einem Altbau in der Hauptstadt) mit den begrenzten finanziellen Mitteln schwierig, aber der Mediendesign-Background hilft mir dabei, die grobe Planung im Kopf zumindest zu Papier zu bringen und vor allem - weniger rechnen zu muessen.

Was bisher verbaut ist, bewegt sich auf dem Einstiegslevel:
Da waeren derzeit zwei angebliche Dreisitzer Couches (Fabrikat Ikea) die eine zuvor kahle Wand mit dem Maßen 404x335cm flankieren, an der ich die Technik unterbringe. Sobald das zuvor erwaehnte Podest fertig ist, werden diese ausgetauscht gegen fuenf Kinosessel, die ich guenstig erstehen konnte. Man achte hier auf die Standfueße, die zwingend eine Verschraubung mit dem Boden voraussetzen; das macht sich ganz schlecht mit meinem Dielenboden:


Oberhalb der Couches projeziert ein Epson EH-TW3200; Single-Chip DLPs vertrage ich nicht und fuer einen LCOS haette das Budget hinten und vorn nicht gereicht. Im Store wurde mir zwar nahe gelegt, eines der neueren Modelle mit 3D Support zu nehmen, aber die 2D Bildguete konnte bei denen subjektiv nicht ganz mithalten. Vermutlich ein Tribut an den groeßeren Funktionsumfang. Gut zu sehen sind die sorgsam konfektionierten RG59-BU Leitungen fuer YUV, Composite und Y/C, sowie der zusaetzliche Vorsatzfilter aus Nylonstrumpfhose:


Geworfen wird das ganze auf eine, ich moechte mal sagen abenteuerliche, Konstruktion, die aus einer 10mm Rohspanplatte besteht, auf die eine 3mm MDF Platte vollflaechig aufgeleimt wurde. In dieser sind insgesamt 28 Magneten mehr oder minder Pi mal Daumen buendig eingelassen, verspachtelt und dann mit etlichen Schichten Grundierung und Farbe gestrichen.


Sinn und Zweck des Ganzen ist natuerlich die Maskierung des Frames, wobei ich sowohl der horizontalen, als auch der vertikalen Maskierung aehnlich hohen Stellenwert zuschrieb (als Fan von asiatischen Animationen trifft man leidergottes auf einen recht hohen Anteil an noch verbliebenem 4:3 Material).
Hierfuer fungieren dann abermals 3mm MDF Platten mit eingelassenen Magneten als Rahmung - jeweils vier Stueck, je nach anliegendem Format unterschiedlich breit, umspannt mit Buehnenmolton.


In der Praxis funktioniert das im Prinzip blendend; lediglich den Fakt, daß die Authoring Studios den Crop nicht zu beherrschen scheinen, habe ich hierbei nicht bedacht, so daß hin und wieder doch ein kleiner Spalt Rest-Projektionsflaeche aufblitzt.


Hint: Noch einmal wuerde ich das nicht so machen. Der Aufwand war enorm, unter bestimmten Blickwinkeln zeichnen sich die Magnete im Bild ab (trotz zig Schichten Grundierung und Farbe), die fehlende Motorisierung nervt gewaltig und eigentlich will man (ich zumindest) die Speaker sowieso hinter der Leinwand verschwinden sehen.
Im Zuge des Baus der "Leinwand" habe ich dann auch gleich noch einmal die Wand neu gestrichen, in einem Bordeaux-aehlichen Violetton, der den Vorhaengen recht nahe kommt und neue Regale gebaut (auf dem letzen Bild sind noch die nun abgedienten alten Speaker unterhalb des rechten Regals zu sehen):


Links der Leinwand ist eine der Boxen aufgestellt (plus ein wenig Krimskrams), rechts findet sich im selben Abstand die Zweite, plus Zuspieler und einem Gitarren-Amp. Das Regal muss derzeit folgendes aushalten:
*Zwei betagte, auf YUV-Output umgebaute, Spielkonsolen die eigentlich nur fuer Beat-em-ups verwendet werden.
*Ein Sony BDP-S185 Bluray Player (Hong Kong Modell, das nur Region A bzw. R3 schluckt - Bewusste Entscheidung wegen der niedrigeren Film Preise auf Amazon.com - kam mit einem Strom Stecker Typ G daher, der sich aufschrauben ließ und einen Stecker Typ C preis gab - lucky me)
*Ein Onkyo TX-SR313 - klarer Einstiegs-AVR, der zwar alle aktuellen, kommerziellen Audio Formate (bis auf DSD) zu dekodieren vermag, dessen DAC aber nicht gerade glaenzt und der vor allem ein hoffnungslos unterdimensioniertes Netzteil mit bringt; Mir ist absolut schleierhaft, wie das Teil angeblich 5(6) Speaker antreiben soll.
*Ein tonnenschwerer Maranz 2330B Stereo Amp, der zwar um Welten besser klingt, als der Onkyo, gleichzeitig aber ne Macke hat, was den Volume Regler angeht und vor allem - keine Fernbedienbarkeit bietet.
*Besagtes Boxenset, eine Vota 2 aus der ADW Schmiede - bisher konnte ich mich allerdings nicht dazu aufraffen, diese mit Furnier, Lack oder sonstigem zu Ummanteln, so daß hier immer noch der blanke MDF-Look den Blick auf die Wand truebt. Derzeit spiele ich mit dem Gedanken, einfach durchfaerbten Quarzsand vollflaechig zu verleimen und hierbei wiederum einen Farbton zu waehlen, der der Wand aehnelt. (Aehnlich der Vorgehensweise bei Table-Top Gelaendebau) Habe da so ein leicht schimmerndes Violett im Sinn:


Nicht zu sehen sind:
*Ein geliehener XRGB-Mini - ein Scaler von Micomsoft, der an und fuer sich eher fuer 240p Gams entwickelt wurde, sich aber bei "plumpem" Video- und Filmmaterial auch nicht unbedingt schlecht schlaegt.
*Eine Terratec Phase 24FW, deren DAC schon ziemlich nice ist, die allerdings schon zwei mal notduerftig repariert wurde. (Das kleinere Schwestermodell leidet nicht an dem - bei diesem bekannten - Problem der Eingangsspannungsregelung: regelmaessig braten zwei Elkos durch)
*Eine Windows Kiste zum Zuspielen von 10bit AVC Videos mit fancy animierten Untertiteln fuer Situationen in denen mein Japanischverstaendnis dann doch nicht ausreicht plus dem Audio Archiv.

Nachwort:
Bisher keine 2,5k€ ausgegeben und bereits ein halbwegs zufrieden stellendes Ergebnis erzielt. =)

edit: Typos


bearbeitet von Hale, am 28.12.2013, um: 18:03:38

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