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PN's Forum \ Computer \ Software \ Betriebssysteme \ Linux \ Backup von entfernen IMAP-Konten


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 06.07.2014, um 22:13:41



Hio,

wer bei einem größeren Mailanbieter ein IMAP-Konto hat und damit keinen direkten Zugriff auf die Dateien, muss einen anderen Weg nutzen um eine Sicherheitskopie zu erstellen (denn auch wenn man grundsätzlich bei IMAP schon viel Datensicherheit hat, gegen ein "versehentliches" Löschen aller Emails mitsamt Papierkorb hilft es auch nicht... sprich z.B. wenn das Konto gehackt wird oder remote beim Betreiber ein Fehler passiert und alles wegkommt und dann beim Öffnen des Clients mit einem Schlag auch lokal alles entfernt wird).

Nach langem Suchen hab ich endlich eine Möglichkeit gefunden.

OfflineIMAP
sehr schlankes Commandline-Tool, das keine zusätzlichen Pakete benötigt, schnell installiert ist und von der Konfiguration her relativ einfach und trotzdem sehr resilent.


Vorteil: die gesamte Ordnerstruktur wird so wie sie ist lokal gespeichert, effektiv sieht das ganze dann so aus als hätte man ein rsync mit dem entfernten Server gemacht (was ja auch gewünscht ist). Die Updates erfolgen inkrementell, es wird also nicht das gesamte Verzeichnis erneut herunter geladen bei jedem erneuten aufrufen. Und der Aufruf im Cronjob erfolgt ohne weitere Parameter, es wird eine Datei im home-verzeichnis des aktuellen Users ausgelesen, wodurch die crontab übersichtlich bleibt.

Hier mal ein Beispiel für Strato,
folgende Datei muss erstellt werden:
~/.offlineimaprc

Quellcode
[general]
accounts = poisonnuke

[Account poisonnuke]
localrepository = Local
remoterepository = Remote

[Repository Local]
type = Maildir
localfolders = ~/backup/mail

[Repository Remote]
type = IMAP
ssl = yes
remotehost = imap.strato.de
remoteuser = addr@example.com
remotepass = secret





andere Alternativen für diese Aufgabe, die ich mir angeschaut hatte:

getmail - kann zwar ein Maildir anlegen und remote mehrere Verzeichnisse auslesen, aber lokal alles nur in ein einziges Verzeichnis speichern. Für reine Backupzwecke also ungeeignet

fetchmail - markiert alle Nachrichten als gelesen und hat auch Probleme mit mehreren Verzeichnissen lokal

imapsync - kostet 50€ für die einfachste Lizenz ohne Support... dafür dass es ein simples cmdline-Tool ist kann ich diesen horrenden Preis nicht im Ansatz befürworten, so aufwendig ist so ein Programm nun auch wieder nicht... für 150€ gibt es dafür Support, der dann vermutlich für kleinere Firmen interessant ist.

imapcopy - benötig eine Java Virtual Machine, da ich sonst keine VM laufen lassen muss, ist mir das zuviel Ballast für so eine einfache Aufgabe, insbesondere der Stromverbrauch wird es danken.




greetz
Poison Nuke

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