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PN's Forum \ weitere interessante Themen \ Handwerkliches \ Worx H3 Akku-Bohrhammer WX382 - Testbericht


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 04.09.2014, um 09:42:58



Hio,

Ich habe mir gestern bei Obi einen solchen kleinen Bohrhammer zugelegt, einfach weil ich einen für daheim benötigte und selbst mal sehen wollte, wie die sich so in der Praxis schlagen.


großer Vorzug: sehr klein, sehr leicht und eben kein Kabel
es gibt dazu noch SDS-plus auf Bohrfutter oder Bithalter Adapter. Das Gerät soll so also ein vollwertiger Akkuschrauber und Bohrhammer zugleich sein.

Im Vergleich zu einem professionellen Metabo Bohrhammer ist das schon ein gewaltiger Unterschied, auch vom Handling her:


Allerdings kommen da allein schon die Unterschiede in der Schlagleistung: 1 Joule beim kleinen Worx gegenüber 2,1 Joule bei dem kabelgebundenen Gerät.
Zudem man die Metabo auch auf reinen Schlagbetrieb umstellen kann, ohne Rotation (für Meißeln).



Wie geht es in der Praxis? 8mm Bohrer und 70mm tief gebohrt, mit dem Akku-Bohr ging das innerhalb von 30sek in Stahlbeton. Die Metabo ging da natürlich gefühlt wesentlich fixer durch, waren am Ende aber auch ca. 20sek, weil man eh nicht die ganze Zeit Vollgas geben kann.
Für so eine kleine Akku-Maschine aber schon erstaunlich finde ich. Insbesondere weil es halt ohne Anstrengung geht, man muss ja nur festhalten und nicht wie ein Ochse drücken

Naja, nur halt 1,3 Ah Akku sind dann eben nicht die Welt, nach bereits 6 Löchern mit erstmalig geladenem Akku war Schluss
Vermutlich bei 6mm und nur 50mm Tiefe dürften es ein paar mehr sein.

Das ist dann mit Abstand der größte Minus-Punkt. So eine Maschine ist echt nur für die Hausgebrauch geeignet, wenn man mal eben schnell ein Bild oder Lampe oder so aufhängen will und nur ein paar Löcher braucht. Insbesondere an der Decke macht es schon einen großen Unterschied, ob man 1kg ohne Kabel halten muss oder ne 3kg schwere Maschine mit nervigen Kabel hinten dran.


Fazit für mich: für 130€ bei Obi keine verkehrte Investition, weil meistens sind es nur kleine Arbeiten die man durchführen muss. Und wenn man dann doch die halbe Wohnung renovieren möchte bleibt allein schon wegen der Ausdauer keine andere Wahl als Kabel oder man investiert das 3 bis 4fache an Geld für professionelle Marken ala Makita/Hilti/Metabo/Kress usw.
Aber auch die sind dann nicht immer sehr viel leichter als ihre Brüder mit Kabel, im Falle der 1000€ teuren Kress BiPower hat man sogar fast noch etwas mehr Gewicht in der Hand (4,9kg Gewicht, dafür aber auch 10fache Leistung des Akkus und mit 2,9 Joule geht man durch Beton wie durch weiche Butter)


Die Worx H3 gibt es auch unter der Marke Rockwell H3 zu kaufen. Von welchem Hersteller das eigentliche Branding ausgeht weiß ich aber nicht.





greetz
Poison Nuke

FlorianK

#2 Verfasst am 04.09.2014, um 10:25:37



Nur mal so am Rande: Pneumatische Bohrhämmer bzw Bohrhämmer sind sowieso den Schlagbohrmaschinen vorzuziehen. Mit einem Bohrhammer kann man erheblich schonender Löcher bohren, vor allem aber auch für den Bediener erheblich komfortabler. Schlagbohrmaschine sehe ich .......sagen wir mal für mich persönlich nirgendwo mehr eine Anwendung.
Bei dem Bohrhammer darf man übrigens gar nicht drücken. Wenn man Pech hat zerstört man sogar das Hammerwerk.


Ich habe übrigens mal vor ca 15 Jahren, als ich mir ein Haus kaufte, eine Alphatools Maschine gekauft. Preis war (weiß nicht mehr ob das € oder soagr noch DM waren ) 25,- xxx gekostet. Ein Bohrhammer. Das Ding sollte nur so lange halten wie es dauert, in einem Raum die Fliesen abzuschlagen. Das Teil habe ich heute noch und wurde über mehrere Haushalte und Häuser unglaublich vergewaltigt. Nie etwas drann gewesen.
Man muss also auch oft mal überlegen ob sich eine Investition von mehreren Hundert € wirklich darstellen lässt. Ich hatte zwischenzeitig auch einen AEG Bohrhammer. Bei dem ist in der fast gleichen Zeit 2x das Bohrwerk geplatzt. Die AEG hatte umd die 350,- € gekostet.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

bearbeitet von FlorianK, am 04.09.2014, um: 10:30:49


 Poison Nuke  *

#3 Verfasst am 04.09.2014, um 10:46:12



Schlagbohrmaschinen finde ich persönlich haben nicht die geringste Berechtigung... ich mein damit ist es förmlich unmöglich ein Loch zu bohren. Man muss wie ein Ochse drücken, kommt trotzdem kaum durch und alle paar Sekunden löst sich die Arretierung vom Bohrer

Das SDS-plus System ist IMHO auch die einzig sinnvolle Lösung. Wobei ein bissle Drücken muss man schon, weil sonst schlägt sich die Maschine aus dem Loch heraus bzw es passiert schlicht gar nix, egal ob eine große oder kleine Maschine. Erst recht bei 10-20J Schlagenergie wird es schon echt schwer die Teile überhaupt noch im Loch zu halten. Da musste ich mich mit maximalem Körpereinsatz dagegenstemmen sonst wäre der Bohrer nichtmal ins Loch reingegangen. Ok und hatte meine seitliche Abstützung vergessen, weshalb ich mir damit den Oberschenkel gebrochen hatte, weil das Drehmoment ist ja einfach nur noch abartig bei den größeren SDS-max Maschinen

- Beiträge wurden automatisch zusammengefügt -
Grund: Doppelposting


hm, ich frage mich gerade eins:

rein rechnerisch betrachtet bei 1,3Ah und 12V haben wir den Akku also in maximal 200 Sekunden entladen, eher weniger. Das heißt die Maschine saugt mal eben locker flockig 20-25 Ampere aus dem Akku. Dieser besteht aus 3 LiIon Zellen (was bei 4V nominaler Spannung einer LiIon Zelle auch hinkommt). Ist dass denn so gesund? Immerhin sind das so um die 8 Ampere pro Zelle.

Der Akku ist nach den 6 Löchern auch wirklich abartig warm gewesen.


Ich denke mal der Akku wird auf diese Weise keine 1000 Zyklen überstehen, oder was meint ihr?


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#4 Verfasst am 04.09.2014, um 13:00:18



Nun ja ......ich habe noch nie einen Akkuschrauber oder Akkugerät auf Grund einer Maschinenschädigung ersetzt. Es waren immer die Akkus die nach 2-3 Jahren verreckt sind.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

Soundicate

#5 Verfasst am 04.09.2014, um 13:13:52



Reihenschaltung := I=konst!!

Aufgrund der 1,3Ah vermute ich mal, dass da keine klassischen 18650er-LiIo Zellen wie im Laptop drin sind, das wird eher ein LiPoly wie zB im Modellbau sein. Da sind 20C dann kein Problem. Wichtig ist nur, nicht mit mehr als 2C zu laden, bessen 1C.


Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

 Poison Nuke  *

#6 Verfasst am 04.09.2014, um 13:32:31



stimmt, Reihenschaltung klar
es sind zumindest LiIo laut Herstellerangabe, aber 20C, wtf das ist schon irgendwie übel. Was wäre eigentlich wenn der Entladestrom höher ist? Also ich meine Zellen die für 2C ausgelegt sind, und man entlädt sie mit sagen wir 4C, können die Schaden nehmen?

Naja, das kleine Ladegerät braucht 3-5 Stunden zum Laden, also das ist irgendwas bei 0,xxC


greetz
Poison Nuke

Soundicate

#7 Verfasst am 04.09.2014, um 18:35:59



Sie haben bei weniger Zyklen eine kleinere Restkapazität als bei Betrieb lt. Spezifikation.

Qualitativ ist das aber schwer zu schätzen...dazu kommt ja auch noch die (vermtl.) zu hohe Temperatur.
Du könntest allerdings nur bis 4,1V laden, das verlängert die Kapazität wieder


Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

 Poison Nuke  *

#8 Verfasst am 04.09.2014, um 18:48:07



12,10 Volt hat der Akku nach dem Aufladen, also scheinbar lässt die Ladeelektronik da sogar noch etwas mehr Spielraum nach oben.
Zudem die Ladeschlussspannung ja bei 4,25 Volt liegt eigentlich

Naja schauen wir mal, der Akku wird vermutlich eher durch lange Lagerung einen Schaden bekommen als durch zu häufige Nutzung bei mir


greetz
Poison Nuke

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