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PN's Forum \ HiFi \ Schallerzeugung \ Selbstbau-Projekte \ DIY-Loudspeakers = Rock`n`Roll


Speakerbuilder *

#1 Verfasst am 10.11.2014, um 09:50:29



Alle sind herzlich eingeladen ihre wildesten, bravsten, grössten und kleinsten Selbstbau-Lautsprecher zu posten...

Ich beginne mit einem Speaker aus meiner Teenager-Zeit (80er). Visaton Bausatz Eiger II in Expotransmissionline-Gehäuse nach Bernd Stark. Das Taschengeld kam von einem Ferienjob in einer Stanz-Fabrik zu einem Stundenlohn von CHF 6.50. Die Boxen habe ich in einer Woche aufgebaut und die Winkel der Platten mit einer Raspel von Hand gemacht. Damals gabs noch nicht die "Ich bin doch nicht blöd" Mentalität sondern: Just do it!

Bauplan:

Voila:




„Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher.“ (Albert Einstein).

Speakerbuilder *

#2 Verfasst am 10.11.2014, um 10:57:47



Ein weiterer Speaker der 80er: Einer meiner ersten Lautsprecher (Oder in diesem Fall ein Leisesprecher) welcher eine komplette Eigenentwicklung war. Die Frequenzweiche habe ich nach Gehör und mit dem Taschenrechner gemäss Formeln und Tabellen entwickelt. Der Tiefmitteltöner kam wieder von Visaton: WS13NG. Der Höchtöner war eine Titankalotte von ACR mit Doppelmagneten.







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Grund: Doppelposting


In den frühen 90ern entdeckte ich Kevlar als Membranmaterial bzw. die Hexacone-Membran-Chassis von Eton Deutschland. Die Tiefmitteltöner habe von dieser Firma und der Hochtöner ist der berühmte T120K von Focal mit inverser Kevlarkalotte und verhältnismässig kleiner und leichten Schwingspule. Dieser Hochtöner wurde auch sehr in KRK-Studiomontioren verwendet. Die Frequenzweiche war wieder eine Eigenentwicklung. Leider habe ich nur noch dieses Foto dieser Box.



Schade gibt es die aktuellen Hexacone-Chassis nicht mehr in in ihrer natürlichen Materialfarbe gelb. Ein cooles optisches Detail war die inverse Staubschutzkalotte des Mitteltöners, welche sehr gut zum Hochtöner passte... Das war aber Zufall.

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In den mittleren bis späteren Neunzigern baute ich einen 150 Liter Bolliden mit dem W300S von Visaton, Focal-Hochtöner und einem Hexacone 17er. Erstmals konnte ich den Speaker mit einem Messsystem überprüfen. Entwickelt wurde er aber nach wie vor nach Gehör und mit dem Taschenrechner.




„Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher.“ (Albert Einstein).

Speakerbuilder *

#3 Verfasst am 10.11.2014, um 11:36:17



Ungefähr um 2000 wollte ich es wissen. Ich konnte das Messsystem CLIO4 erwerben. Ich kaufte mir 3 HighEnd-Chassis und baute sie in klassischer "Tannenbaum"-Anordnung in einem 80-Liter-Gehäuse ein. 25er Hexacone und 13 Hexacone von Eton plus eine klassische ScanSpeak-Kalotte. Unzählige Messprotokolle und dutzende von Frequenzweichen wurden entwickelt. Noch nie zuvor hatte ich so viel Zeit in die Frequenzweichenentwicklung investiert wie mit dieser Box. Das Gehäuse wie alle vorangegangen ist Handarbeit.





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Ich erkannte welchen enormen Einfluss die Schallwand auf das akustische Verhalten der Treiber hatte. Ein neues Schallwandprinzip musste her. Und ich verabschiedete mich für eine Weile vom Dreiwegkonzept und reduzierte mich auf das Wesentliche: Den Mittelhochtonbereich. Der Hochtöner: Vifa Ringstrahler mit Aluminium-Frontplatte plus SEAS Exel Magnesium Tieftöner mit Kupferphaseplug. Die abgeschrägten Gehäusekanten (Erstmals vom Schreiner gefertigt) waren aus akustischer Sicht ein Volltreffer. Damit konnte ich einen Frequenzgang von +/- 1 dB Toleranz erzielen und absolut symetrische Filterflanken 3. Ordnung. Ein Präzisionswunder.



Ein passender Sub mal geschlossen, mal mit Passivmembran wurde ebenfalls gebaut. Lautsprecher lackieren gehörte der Vergangenheit an denn mich interessierte viel mehr die Akustik.



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Hier eine der Experimentierweichen der Dreiwegbox mit Eton 25er, 13er und ScanSpeak-Hochtöner...



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Asymetrisch versetzte Hochtöner wurden getestet. Mit der Schallwand steht und fällt das akustische Verhalten im Mittelhochtonbereich.
Daraus entstand ein neuer Zweiwegerich wieder mit Eton 13er und Vifa Hochtöner, asymetrisch versetzt. Tolle Box aber der 13er war nicht einfach zu zähmen.









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Nun hatte ich von den mikrigen 13er Tieftönern mit Subergänzung die Nase voll und baute eine Experimentierbox für 17er Tiefmitteltöner. Diesem Gehäuseprinzip blieb ich bis heute treu. Es hat einfach sehr viele Vorteile im Bass- und Mitteltonbereich. Boxen verleimen? Kam nicht mehr in die Tüte. Das Experimentiergehäuse wurde komplett verschraubt. Meine Boxen wurden immer wie hässlicher... Und ich wurde immer mehr zum Freak... Wer jetz noch hinsieht ist selber schuld.






„Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher.“ (Albert Einstein).

Speakerbuilder *

#4 Verfasst am 10.11.2014, um 12:09:45



Mein Chassis-Händler brachte mir zum Testen 3 verschiedene ScanSpeak 18er vorbei. Interessant fand ich den Scan Revelator.
Ich kam damit in der Frequenzweichenentwicklung zu neuen Erkenntnissen und neuen musikalischen Highlights... Die Schallwand wurde modular abschraubbar und liess verschiedene Konzepte zu. Mein Hörraum war eine einzige Baustelle. Nicht hinsehen... hehe




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Danach folgte mein verrücktestes Konzept: Eine Dreiwegbox mit Scan 18er Revelator, Scan12erRevelator und Vifa Ringstrahler. Die Experimentier-Weiche war doppelstöckig...





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Mit dem kennenlernen eines Schreiners, welcher mit der Duetta Top von Udo Wohlgemut nicht zufrieden war und mich um Rat gefragt hat, begann die Entwicklung der Lumina.

So, das war in groben Umrissen meine Laufbahn meines Hobbys.

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Grund: Doppelposting


... Fast hätt ichs vergessen: Hier ein Bild der Zusammenarbeit mit dem Schreiner.

Endlich hatte ich einen Speaker, der optisch wieder etwas hergibt... Und den behalte ich für den Rest meines Lebens.




„Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher.“ (Albert Einstein).

Barnie

#5 Verfasst am 10.11.2014, um 14:34:38



Beeindruckender Werdegang, und ein schönes Hobby hast du da!




Mein Heimkino

Guter Bass ist Einstellungssache!

Speakerbuilder *

#6 Verfasst am 10.11.2014, um 16:55:22



Thanx Barnie.

Ja das ist ein Zeitraffer von fast 2 Dekaden bis zum Jahr 2004. Und heute messe ich mich mit dem Ergebnis meines Hobbys seit 10 Jahren mit der Welt-Elite auch im Profisektor (Recording-, Mastering-Studio und HighEnd). Geiles Hobby, wenn es im Jahr 2014 immer noch möglich ist, sich als OneManShow mit Firmengiganten anzulegen und sie zu verblüffen.




„Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher.“ (Albert Einstein).

Stewen

#7 Verfasst am 10.11.2014, um 21:07:34



Diese ganzen Probierweichen gehen doch bestimmt ganz schön ins Geld.
Wäre es da nicht genauso günstig gewesen, aktiv zu arbeiten?
Vor allem viel schneller?
Ich stelle mir das extrem mühselig vor: berechnen, löten, messen - und wieder von vorn...

Ich sehe gerade, geschraubt, nicht gelötet. Preisfrage: wie viele Lüsterklemmen sind in diesem Bild versteckt?

Da bist Du bestimmt aussagekräftig, welchen Unterschied man hört bei verlöteten Weichen zu verschraubten?


Als ich 14 war, war mein Vater so dumm, dass ich ihn kaum ertragen konnte. Aber als ich 21 wurde, war ich doch erstaunt, wieviel der alte Mann in sieben Jahren dazugelernt hatte.

bearbeitet von Stewen, am 10.11.2014, um: 21:12:23


Speakerbuilder *

#8 Verfasst am 11.11.2014, um 08:43:59




Stewen schrieb:
Diese ganzen Probierweichen gehen doch bestimmt ganz schön ins Geld.
Wäre es da nicht genauso günstig gewesen, aktiv zu arbeiten?
Vor allem viel schneller?
Ich stelle mir das extrem mühselig vor: berechnen, löten, messen - und wieder von vorn...

Ich sehe gerade, geschraubt, nicht gelötet. Preisfrage: wie viele Lüsterklemmen sind in diesem Bild versteckt?

Da bist Du bestimmt aussagekräftig, welchen Unterschied man hört bei verlöteten Weichen zu verschraubten?



Eine Zeit lang habe ich, um unterschiedliche Filtertypen und -Flankensteilheiten per Knopfdruck miteinander vergleichen, messen und dokumentieren zu können, mit einer Behringer Digitalweiche und Mehrkanalendstufe gearbeitet. Die Erfahrungen damit möchte ich nicht mehr missen. Schlussendlich bin ich aber trotzdem bei den Passivsystemen geblieben.

Ich hörte keinen Unterschied von verschraubten zu verlöteten Weichen.

Und natürlich ist es mühsehlig einen Speaker zu entwickeln. Grösstenteils war es aber für mich ein spannendes Abenteuer. Die Zeit verging dabei aber wie im Fluge.


„Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher.“ (Albert Einstein).

apophisii

#9 Verfasst am 11.04.2015, um 01:10:00



Sau geil finde ich Deinen Weg! Hätte ich damals doch angefangen mich mit der Materie vernünftig auseinanderzusetzten, anstatt nur irgendwelche Bausätze nachzubauen.

Mein erster Bausatz war von der Firma "Axton" glaube ich, danach habe ich mehrere Klassiker der Visaton gebaut. Inzwischen habe ich, bis auf die neuen Saschen von Visaton, so ziemlich alles mal gebaut. Natürlich nicht alle für mich!

Aber viel beeindruckender finde ich, Menschen zu sehen, die eine Vorstellung von einem Lautsprecher haben und diese dann komplett umsetzen können. Und noch beeindruckender finde ich, dass sich solche Menschen sich nicht zu schade sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen.

Speakerbuilder schrieb:

Zitat:
Endlich hatte ich einen Speaker, der optisch wieder etwas hergibt... Und den behalte ich für den Rest meines Lebens.




...und das sagt ein Entwickler

Der Lautsprecher sieht super aus, eine Blume Funierabwicklung


Liebe Grüße

Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.

Speakerbuilder *

#10 Verfasst am 11.04.2015, um 09:33:16




apophisii schrieb:
Sau geil finde ich Deinen Weg! Hätte ich damals doch angefangen mich mit der Materie vernünftig auseinanderzusetzten, anstatt nur irgendwelche Bausätze nachzubauen.

Mein erster Bausatz war von der Firma "Axton" glaube ich, danach habe ich mehrere Klassiker der Visaton gebaut. Inzwischen habe ich, bis auf die neuen Saschen von Visaton, so ziemlich alles mal gebaut. Natürlich nicht alle für mich!

Aber viel beeindruckender finde ich, Menschen zu sehen, die eine Vorstellung von einem Lautsprecher haben und diese dann komplett umsetzen können. Und noch beeindruckender finde ich, dass sich solche Menschen sich nicht zu schade sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen.

Speakerbuilder schrieb:

Zitat:
Endlich hatte ich einen Speaker, der optisch wieder etwas hergibt... Und den behalte ich für den Rest meines Lebens.




...und das sagt ein Entwickler

Der Lautsprecher sieht super aus, eine Blume Funierabwicklung



Hey das geht ja runter wie Öl. Vielen Dank für das Kompliment und die netten Worte! :)

Sowas hört bzw. liest man nicht alle Tage.

Axton kenne ich auch! Diese Bausätze kamen auf, als ich mindestens wöchentlich dem ACR-Shop in Biel meine Besuche abstattete... Dort war es aber vor allem die ACR-Pan, welche mich faszinierte.
Visaton finde ich nach wie vor eine sehr interessante Firma mit legendären Bausätzen und Chassis. Vor vielen Jahren kaufte ich mit die Chassis der Visaton Eiger2 und experimentierte damit herum. Allerdings vor allem mit selbstgebauten Gehäusevarianten. Von der Weichenentwicklung hatte ich damals noch keine Ahnung. Ich baute die Eiger-Chassis z.B. in das Expotransmissionline-Gehäuse von Berndt Stark ein... Die war wirklich "Stark"...

Eigentlich habe ich mein Ziel, einen persönlichen Referenzlautsprecher zu entwickeln, auch teilweise durch Selbstüberschätzung erreicht. Ich leugne nicht, dass eine "gesunde" Portion arrogantes Denken mitspielte, dass ich selber einen sehr guten Speaker schaffen kann, welcher es auch mit Fertigprodukten aufnehmen oder einige Spitzenspeaker sogar topen kann. Hätte ich im Vornherein gewusst, wie schwierig das sein würde und vieviel Zeit das in Anspruch nehmen würde, hätte ich es mir vielleicht 2 x überlegt, ob ich das wirklich machen sollte... Ich war aber besessen davon, liebte den Wettbewerb, vor allem den Musikgenuss und nicht zuletzt weil es eines der letzten Gebiete ist, in welchen man den echten Pioniergeist ausleben kann. Ich finde es toll, dass es keine Ausbildung zum Lautsprecherentwickler gibt. Hier muss man beinahe von A-Z alles alleine auf die Beine stellen. Hoffentlich bleibt das so.



„Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher.“ (Albert Einstein).

ferryman

#11 Verfasst am 11.04.2015, um 17:29:05



So, der Vollständigkeit halberhaben den Prototypen-Status leider noch nicht hinter sich gelassen, sind aber eine Macht wenn man wandnah aufstellen muss.





Später MHT-Einheit ersetzt und zwei 12" Subs in CB ergänzt. Und Basta. Sauberes Energieverhalten, knackscharfe Stereoortung mit super Tiefenwirkung, pegelfest.






Lamello rulez :p

tapsel

#12 Verfasst am 11.04.2015, um 18:26:16



Da wir das Thema ja gerade haben, dann von mir noch ein DIY Projekt mit 16er + HT-Kalotte ohne Waveguide.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt entwerfe ich im Bekanntenkreis Lautsprecher-Lösungen nach Visionen der Auftraggeber. Bei diesem Projekt war der Wunsch möglichst unauffällige Lautsprecher für das Esszimmer. So sind dann flache Bassreflexboxen mit Morel Bestückung entstanden, um die später ein Schreiner ein Sideboard gezimmert hat.





ferryman

#13 Verfasst am 11.04.2015, um 18:58:04



Machst Du die Weichen selbst?


Lamello rulez :p

apophisii

#14 Verfasst am 11.04.2015, um 22:02:54



An welche 12" denkst dabei Julian? Hast Du mal die Gehäusemaße?


Liebe Grüße

Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.

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