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PN's Forum \ HiFi \ Filme und Musik \ Filmbewertungen \ Her


Hale *

#1 Verfasst am 08.04.2015, um 13:34:21




Mensch-Maschine-Beziehungen sind ja immer irgendwie kontrovers, aber Samatha wirkt schon deutlich attraktiver als Siri. ;)

Spike Jonze (der Director des m.M.n. besten Musikvideos bis zu diesem Tage) praesentiert uns mit Theodore (gespielt von Joaquin Phoenix) einen Semi-Hipster mit grauenhaftem Schnurrbart, grenzwertigen Oberhemden, pottenhaesslichen Hosen und einem Job, der so seltsam ist, dass man den Glauben an die Menschheit verlieren koennte.
Irgendwann in naher Zukunft (lass es 2050 sein), verdient Theodore sein Geld damit, anderer Leute Briefverkehr zu verfassen; mal einfuehlsam, mal schmalzig tropfend, mal rachsuechtig - je nach Bedarf. Seine letzte Beziehung mit noch-Ehefrau Catherine (Rooney Mara) ging vor geraumer Zeit in die Brueche und er pendelt zwischen dem Beuro und dem doch recht geraeumigen Apartement hin und her. Einzig das befreundeten Paerchen Amy (Amy Adams) + Charles (Matt Letscher) scheint eine groessere Relevanz in seinem Leben zu spielen; fernab dessen bekommen wir von seinem Privatleben nicht viel zu sehen. Bildaufbau, Scenerie und Farbpalette vermitteln eine insgesamt sehr positive Zukunft in einer Großstadt, deren Drehorte ich nicht eindeutig zuordnen konnte (mal sieht es mir aus wie Hong Kong, mal glaube ich eine amerikanische Stadt zu sehen und dann komme ich wieder voellig aus dem Konzept, als ein Zug des China Railway Service zu sehen ist; im Prinzip aber auch belanglos).
Die eigentliche Geschichte beginnt, als er ein neu am Markt erschienens Betriebsystem erwirbt, welches Lerncharakter aufweist. Die Kiste bootet nach der Installation neu, stellt ihm eine handvoll ziemlich persoenlicher Fragen zwecks Individualisierung und ploetzlich meldet sich Scarlett Johansson's Stimme zu Wort. Theodore benoetigt einige Minuten, um mit der AI, die redegewand, aber ein kleines bisschen frech daher kommt, zurecht zu kommen und kurze Zeit spaeter verraet diese Ihm, sie habe sich gerade "Samantha" als Namen ausgesucht, nachdem sie in 2/100tel Sekunden das Buch "How to name a baby" gelesen aus den 180000 Namen einen gewaehlt habe. ^^'
OK fortan laeuft es darauf hinaus, dass Samantha, die nun einmal lediglich die personifizierte Stimme einer AI ist, allerdings - super praktisch - auch auf Theodore's mobilen Endgeraeten verfuegbar ist, ihm in saemtlichen Lebenslagen behilflich ist und seine Saetze beenden kann, noch bevor er sie kennt. Zusehens nimmt sie ihm Entscheidungen ab und Theodore beginnt, sich emotional zu ihr hingezogen zu fuehlen.
Um nicht allzuviel Plot vorweg zu nehmen: Natuerlich eckt er mit dieser Beziehungsform bei Teilen der Gesellschaft an und auch die Beziehung selbst birgt Probleme.

Insgesamt moechte ich behaupten, dass "Her" ein glaubhaft umgesetztes Scenario darstellt, welches mir bis dato (zumindest jenseits von Anime wie beispielsweise "Time of Eve") nicht filmisch umgesetzt bekannt war und vor allem darauf verzichtet tadelnd mit dem Zeigefinger zu wackeln; sehr erfrischend.

Film: 8/10
Sound (O-Ton): 7/10
Bild: 9/10

Edit: Notiz an Poison: Ich musste den Titel zwingend in Anführungszeichen seltzen, da das Forum drei Zeichen nicht als Ausreichend erachtete


bearbeitet von Hale, am 08.04.2015, um: 13:35:40


 Poison Nuke 

#2 Verfasst am 09.01.2016, um 21:31:31



Interessanter Film über eine Romanze mit einem Computer, wodurch der Film ein wenig nerdig angehaucht ist
aber grundsätzlich denke für jeden etwas.

Die ganze Geschichte ist stellenweise sehr lustig, aber auch wieder ernst und ab und zu erschreckend realistisch. An anderen Stellen aber auch wieder nicht.
Der Film wird zumindest nie langweilig.

Schade ist nur, dass einige Sachen technisch einfach unsinnig sind. Warum hat der einen fetten TFT Monitor stehen der aus der Anfangszeit der TFT Bildschirme stammen könnte und im Wohnzimmer kommt alles über ein Hologramm in den Raum projeziert.


Auch dass die Computerstimme ab und an von Umstehen gehört werden kann und dann wieder nicht. Das ist absolut unstimmig den gesamten Film über. Allgemein gab es auch so einige offensichtliche Filmfehler, wie Unterschiede in der Kleidung des Darstellers beim Kamerawechsel.

Fand auch blöd, dass Scarlett Johannson absolut unverändert eingesprochen wurde. Weil man sieht die ganze Zeit Scarlett vor sich, wenn sie spricht. Man hat nicht den Eindruck, als würde sie aus dem Ohrhörer oder irgendwelchen Lautsprechern kommen oder gar synthetisch sein.
Passt nicht. Ihre Stimme an sich war natürlich schon eine sehr gute Wahl, wer sonst hat so eine zart rauchig, wispernde Stimme


soundtechnisch war sonst eh natürlich nicht viel los, der Film ist sehr ruhig. Stellenweise aber etwas zu ruhig, es fehlte auch irgendwie die Atmo ab und an.

Warum die sich für einen 70er Jahre Look des Films entschieden haben, bleibt mir auch ein Rätsel :


Film: 6/10
Sound (O-Ton): 6/10
Bild: 7/10



greetz
Poison Nuke

Hale *

#3 Verfasst am 10.01.2016, um 00:51:00



Du ignorierst einfach rotzfrech, dass da unter TID=8378 schon mal ne Rezession existiert? ^^'
Zumm Stimmwahl: Liegt vielleicht daran, dass ich die Tante noch nie in irgend einem Film gesehen hatte, aber ich war damit mehr als zufrieden.



 Poison Nuke 

#4 Verfasst am 10.01.2016, um 00:59:48



wahrlich glatt übersehen, sry


und du bist dir sicher, du hast sie noch nie gesehen? Weil sie hat bei echt vielen großen Filmen mitgespielt. Also wenn man keine Marvel-Filme kennt (denn sie war fast bei der Hälfte aller Marvel Filme dabei als Black Widow), dann gab es da noch Lucy und The Island und ein paar mehr.


greetz
Poison Nuke

Hale *

#5 Verfasst am 10.01.2016, um 10:48:02



100%ig sicher.
Bin gestern vor dem Abschicken des Posts extra noch einmal die IMDB Liste durch gegangen.
Die Marvel Geschichten meide ich ja eh kathegorisch aber der Rest war mir ebenso unbekannt.
Insofern bin/war ich da einfach nicht vorbelastet und konnte gar nicht in die Verlegenheit geraten, irgend eine Assoziation abzurufen.


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