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PN's Forum \ weitere interessante Themen \ Handwerkliches \ PPMA Tips


Hale *

#1 Verfasst am 17.11.2015, um 19:22:27



Kurze Vorgeschichte:
Auch wenn ich dem Gros an Videospielen mittlerweile entwachsen scheine, so ueben Beat-em-Ups nach wie vor einen gewissen Reiz auf mich aus.
Die Peripherie die ab Werk dafuer vorhanden ist, vertraegt sich allerdings nicht mehr mit meinen Daumenkuppen > es musste was neues her um laenger als nur ein paar Minuten spielen zu koennen ohne gleich Blasen auf beiden Daumenkuppen zu entwickeln. Im kompetitiven Bereich, werden dafuer gern Arcade Sticks verwendet; allerdings dann im Regelfall auch von jenen Personengruppen, die damit tatsaechlich auch aufgewachsen sind (also nicht ich).
Diese quasi vandalismussicheren Durckknoepfe aus den Automaten scheinen aber genau richtig.
Gesagt getan, Case mit den wenigen Holzbearbeitungs-Skills, die ich besitze entworfen und gebaut:

Fazit: Ja doch, das funktioniert, sieht aber echt bescheiden aus (Japan muss ne andere Farbwahrnehmung haben; sonst waere nicht "Violet" Pink, "Light Blue" Flieder und "Dark Blue" ne Playmobilfarbe).

Fast-forward einige Monate und ich Stelle fuer mich fest:
"Verdammt, meine Finger sind eigentlich viel zu kurz fuer die Abstaende und die Farbkombination ist auch echt nicht huebscher geworden zwischendurch; das geht sicher besser!" Gesagt, getan - neues Layout mit kleineren Druckknoepfen und anderen Abstaenden entwickelt (sprich maßgeschneidert fuer meine Haende), das ganze in Illustrator und Sketchup visualisiert und fuer gangbar befunden:


Tja und jetzt stehe ich da mit Teilen, die mir just heute vom Postbroten zugestellt wurden, frisch aus dem Laserschnitt und neben mir ne Tube "Acrifix" 192 von Evonik. Nur leider schreiben die auf der Tube weder was zum Verbrauch, noch dazu, welch Materialien fuer die Maskierung von Flaechen verwendet werden kann, die nicht verklebt werden sollen; und allen voran haben die Teile selbst nahe der jeweiligen Schnittkanten allesamt so eine.. tja wie kann ich das beschreiben... Wellenlinie(?) die vermutlich an der Oberflaeche entstanden ist, als das 5mm starke XT Acrylglas geschnitten wurde und ich weiss nicht so recht, mit was ich da jetzt dagegen vorgehen kann, um das weg zu polieren.



Frage daher:
Wer hat ein paar Tips, die verhindern, dass ich das eigentlich ganz huebsche Material versaue?



 Poison Nuke 

#2 Verfasst am 18.11.2015, um 01:09:29



Was für Klebungen hast du denn überhaupt eingeplant? Nut/Feder? Stoß? Phase?
Wenn man sich etwas auf Maß schneiden lässt, dann geht jeder Fertiger davon aus, dass man sich mit dem Fügen und Kleben auskennt, da das Wissen dazu essentiell für die Konstruktion ist.

Dazu gehört auch, dass du Oberflächentoleranzen hast durch den Herstellungsprozess (und bei Bemaßungen angegeben werden muss, in welche Richtung die Toleranz sein soll usw).

Je nach Stärke der Unebenheit gehst du jetzt mit groben und immer feineren Schleifpapier ran. Bei sehr groben Sachen erstmal mit 80 oder so anschleifen und dann in 1-2 Schritten auf 200 steigern. 120 könnte unter Umständen auch schon reichen, weil so wie ich das sehe, kann der Kleber wohl auch kleine Lücken füllen.

Beim Kleben möglichst soviel verwenden, dass die gesamte Klebenaht danach bedeckt ist und nicht zuviel rausläuft. Aber lieber etwas mehr als zu wenig. Den Rest würde ich versuchen, zu einer einheitlichen Fuge zu verstreichen. Teste das ganze vorher entsprechend mal aus.




greetz
Poison Nuke

Hale *

#3 Verfasst am 18.11.2015, um 11:30:21



Ist ein Drei-Achs-Laser gewesen, somit fielen Fasen bzw. Gehrungen flach. Vielmehr habe ich mich fuer multiple Naben die ineinander greifen entschieden; sprich eigentlich eine Mischung auch Nut/Feder fuer die Seiten und Finger-Joints bei den Ecken. Hinzu kommen zwei vollflaechige Verklebungen von Rahmenteilen, welche die herausloesbare Boden- wie auch Deckenplatte buendig einlassen. Zielsetzung war, so wenige Schrauben wie irgend moeglich zu verwenden.

Und jaoh, mag sein, dass davon ausgegangen wird, dass der Kunde Ahnung hat, wenn er was bestellt - allerdings ist dies mein erstes PPMA Projekt und ich gehe da ganz blauaeugig heran, kurzum habe nicht den leisesten Schimmer, was ich hier mache. ^^'
Dies spiegelt sich unter anderem auch darin wieder, dass ich eben keine Angaben zu Toleranzen vorgegeben habe, sondern eher "auf gut Glueck Puzzleteile schneiden lasse" die hoffentlich alle zusammen passen. Hier und dort habe ich dabei schon feststellen duerfen, dass ich's vielleicht ein bisschen uebertreiben habe und beispielsweise doch etwas zu wenig Material habe stehen lassen, was zu leichten Verformungen gefuehrt hat.


bearbeitet von Hale, am 18.11.2015, um: 11:32:52


Hale *

#4 Verfasst am 19.11.2015, um 21:05:27



http://www.acrifix.com/sites/dc/Downloadcenter/E...X-1R-0192-de.pdf
^-- Jetzt doch endlioch verarbeitungshinweise gefunden; aber die lassen mich jetzt schon hadern...

*Tempern bei 70-80°C der Teile vor der Verklebung
*Aanschleifen bei 240-320
*Mit Polyester-/Celluloseklebeband abkleben
*Produkt selbst im Zweifel mit bis zu 10% hauseigenem Verduenner auf die passende Viskositaet bringen
*Klebung selbst optimaerlweise unter UV Licht realisieren
*Erneut Tempern bei 70-80°C

Verdammte Axt.. Da habe ich mir ja was vorgenommen. >_>



 Poison Nuke 

#5 Verfasst am 20.11.2015, um 02:00:43



Tempern? Whut... also das ist eigentlich unnötig, weil es keine Temperaturspannungen geben dürfte in den Bauteilen, erst recht nicht nach dem Kleben (oder wird das Zeug beim Aushärten etwa warm). Das macht man normalerweise nur bei Fertigungsprozessen, wo mit hohen Temperaturen gearbeiten wird und dadurch Spannungen in den Teilen entstehen.

Aber gut, sollte ja in den Backofen passen. Dürfte dann vermutlich auch nur ne Stunde dauern bei der Größe.


Für UV-Licht reicht auch Sonnenlicht aus. Hm, blöde Jahreszeit


greetz
Poison Nuke

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