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PN's Forum \ HiFi \ Schallerzeugung \ Lautsprecher \ echte Zweieinhalb-Wege


de0815de *

#1 Verfasst am 30.11.2017, um 16:17:11




Zitat:
Bei einem Zweieinhalb-Wege-System kommen zwei Tiefmitteltöner gleicher Größe zum Einsatz, wobei im Bassbereich beide Membranen parallel arbeiten und der Mitteltonbereich nur vom oberen Tiefmitteltöner abgestrahlt wird. Die musikalisch wichtige Mittenwiedergabe entspricht einem klassischen Zwei-Wege-System und bei tiefen Frequenzen steht die doppelte Membranfläche für eine deutlich gesteigerte Bassdynamik zur Verfügung. Wenn es gelingt, beide Tiefmitteltöner und den Hochtöner richtig anzusteuern, ist ein Zweieinhalb-Wege-System das effektivste Verfahren, um mit der kleinsten Anzahl von Lautsprecherchassis die bestmögliche Klangqualität und zugleich eine hohe Maximallautstärke zu erreichen.

Die Schwierigkeit bei der Konstruktion besteht darin, dass beide Tiefmitteltöner verschiedene Tiefpassfilter mit ganz unterschiedlicher Grenzfrequenz benötigen. Prinzip bedingt haben beide Tiefpassfilter daher auch ganz unterschiedliche Phasenfrequenzgänge, sodass sich im oberen Bassbereich die Schallanteile beider Tiefmitteltöner nicht richtig addieren. Das Phasenverhalten wird umso problematischer, je höher die Flankensteilheit des Tiefpassfilters für den unteren Tiefmitteltöner gewählt wird. Bei passiven Zweieinhalb-Wege-Systemen bleibt daher in der Regel nur ein Tiefpassfilter 1. Ordnung mit 6dB pro Oktave Flankensteilheit übrig, damit die Welligkeit im Amplitudenfrequenzgang nicht zu groß wird. Ein Tiefpass 1. Ordnung hat aber nur wenig Sperrwirkung für höhere Frequenzen, sodass der untere Tiefmitteltöner in den Mitteltonbereich hineinspielt, was er nicht soll. Die gesteigerte Bassdynamik durch den zweiten Tiefmitteltöner wird dann mit einer Beeinträchtigung der Mitteltonwiedergabe und der räumlichen Abbildung erkauft.

Anders verhält es sich bei der FS62. Es werden nicht nur beide 18cm-Tiefmitteltöner und die 30mm-Hochtonkalotte über jeweils eine eigene 200W-SINCOS®-Vollbrückenendstufe angetrieben, sondern eine exakt phasenparallele 3-Wege-Aktivweiche unterteilt alle Frequenzbereiche mit aktiven Linkwitz-Riley-Filtern 4. Ordnung, sodass der untere Tiefmitteltöner nur im Bassbereich arbeitet und im Mitteltonbereich nicht mehr hörbar ist. Die beiden unterschiedlichen LR4-Tiefpassfilter werden mit einer analogen Allpass-Matrix 2. Ordnung über Kreuz kompensiert und die akustische Übertragungsfunktion des Hochtöners wird über eine Linkwitz-Transformation in die LR4 Hochpassfunktion der Aktivweiche integriert. Die Phasenfrequenzgänge der drei Membranen sind über den ganzen Audio-Frequenzbereich deckungsgleich, sodass sie sich wie eine einzige Membran mit idealen akustischen Eigenschaften verhalten.
Durch die tiefe Übernahmefrequenz zum Hochtöner verhält sich die FS62 wie ein ideales Breitbandsystem und zugleich wie eine ideale Punktstrahlquelle mit homogener Schallabstrahlung.

https://www.audio.ruhr/high-end/182/audio-optimum-fs62?c=38

Übernahmefrequenzen: 150 Hz und 1,3 kHz
Untere Grenzfrequenz: 33 Hz (-3db)

Eine nette Spielerei.

Das macht man doch nur weil man es kann, oder???
Zitat:
die Vorteile des Prinzips

Warum nicht gleich drei Wege?


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

 Poison Nuke 

#2 Verfasst am 30.11.2017, um 16:57:22



Warum nicht gleich eine echte Punktschallquelle

solche Lautsprecher beeindrucken mich immer weniger, um nicht zu sagen widern mich an. Es ist nichts halbes und nichts ganzes. Kein echter Tiefbass, aber sinnlos tief für eine Koppelung... Schallzentren recht weit auseinander, keine saubere Schallführung usw. Warum sollte ich dafür 8000€ ausgeben. Würde ich nie tun und werde ich unter Garantie nie tun, egal wieviel Geld ich habe.


greetz
Poison Nuke

de0815de *

#3 Verfasst am 30.11.2017, um 19:02:05




Zitat:
Warum nicht gleich eine echte Punktschallquelle



Man könnte jetzt viel spekulieren aber das die technisch nicht perfekt umgesetzt wurden garantiert nicht. So "einfache" Fehler sind wohl kaum möglich???

Vielleicht macht man sowas wirklich einfach nur weil man es kann?


Zitat:
Es ist nichts halbes und nichts ganzes.



Jep, wirkt wie eine Verzweiflungstat... wobei die 8.000€ nicht zu hoch gewählt wurden. Ich weiß recht gut was einen dort erwartet. Das ist sehr unabhängig vom Preis und wenn man das Geld tatsächlich hätte isses auch schnell weg.


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 Poison Nuke 

#4 Verfasst am 30.11.2017, um 22:06:10




de0815de schrieb:

Zitat:
Warum nicht gleich eine echte Punktschallquelle



Man könnte jetzt viel spekulieren aber das die technisch nicht perfekt umgesetzt wurden garantiert nicht. So "einfache" Fehler sind wohl kaum möglich???



es ist ja wohl mal defacto keine Punktschallquelle, auch wenn sie das fälschlicherweise behaupten. Es ist ein ganz normaler Mehrwege Lautsprecher mit 3 seperaten Schallquellen. Auch wenn sie phasengleich arbeiten sollten (wozu ein FIR-Filter notwendig ist btw, durch den ein Delay entsteht), kommt der Schall immernoch aus 3 verschiedenen Richtungen je nach Frequenz. Off-Axis wird es zudem ganz chaotisch durch die fehlende Schallführung.


greetz
Poison Nuke

de0815de *

#5 Verfasst am 01.12.2017, um 00:31:35



Im Prinzip sind es mit dem BR sogar vier Quellen!

Die Filter erzeugen sicher kein Delay... dann wäre es eine Schrotte. Der ist Perfektionist und das wurde bereits mehrfach recht amtlich bestätigt. Wenn da steht das es sich wie eine Punktschallquelle verhält, dann kann man davon ausgehen das es keine bloße Behauptung ist. Gerade bei den Weichen macht ihm wirklich niemwnd was vor. Dann wäre ehr die Theorie als deren Umsetzung fehlerhaft. Und stimmte dann die Praxis nicht, dann stünde es sicher nicht zum Verkauf.

Was meinst du mit Schallführung? Ich kenne die Dinger noch nicht. Aber ich habe bereits gehört das ein Paar Geithain im Vergleich noch mieser abschließen als das mit den anderen Konstruktionen der Fall war.


Der Weisheit letzter Schluss ist das, was letzten Endes unwiderlegbar ist, um zu überleben, und muss nicht die Wahrheit sein, wenn es sich nicht lohnt zu überleben. Insofern waren die Dinosaurier nicht der Weisheit letzter Schluss. by www.deweles.de

 Poison Nuke 

#6 Verfasst am 01.12.2017, um 06:56:59




de0815de schrieb:
Die Filter erzeugen sicher kein Delay...


es gibt physikalische Grundprinzipien, die KANN niemand verändern. Die Frage ist, wie ist der Kompromiss. Man kann ja bis zu einem gewissen Bereich gleichphasig arbeiten lassen und dann ab dem unhörbaren Bereich steilflankig werden, wo die Phase dann egal ist.



Zitat:
Wenn da steht das es sich wie eine Punktschallquelle verhält, dann kann man davon ausgehen das es keine bloße Behauptung ist.

Das ist einfach nur dummes Marketing-Geblubber. Behaupten kann man immer viel. Stimmen muss es deswegen noch lange nicht. Die Definition einer Punktschallquelle ist eindeutig und das Objekt hier entspricht dem in keinster Weise. Punkt


greetz
Poison Nuke

Hale

#7 Verfasst am 01.12.2017, um 15:39:22



Hmm.. Da fragt sich der unbedarfte Laie:
Wuerde denn das Prinzip Horn nicht auch in die andere Richtung funktionieren?
Sprich eine Anzahl N Pappen/Kalotten/Sonstewas die alle in den Trichter troeten und auf der anderen Seite findet sich der - entsprechend kleiner geartete - Ausgang, Richtung Hoerer strahlend. Ignorieren wir hierbei mal moegliche Pegelverluste und/oder die Problematik mit der Phasenverschiebung.
Optimalerweile hier getrennt durch eine Wand mit den Schallwandlern im Nebenraum.



 Poison Nuke 

#8 Verfasst am 01.12.2017, um 18:27:31



nein so rum funktioniert es nicht. Das schmale Ende von dem Trichter/Horn wirkt wie ein schallharter Abschluss, der nötige Druck kann nicht aufgebaut werden, um die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit zu erreichen. Somit würde der Schall im Trichter bleiben bzw auf der anderen Seite des Treibers wieder austreten.

Mit Waveforming könnte man aber mehrere Hörner zu einem vereinen, aber das ist praktisch eigentlich unmöglich über den gesamten Frequenzvbereich realisierbar. B&M hat da schon viel Aufwand investieren müssen um einen Zylinderwellen-HT zu erschaffen.


greetz
Poison Nuke

de0815de *

#9 Verfasst am 01.12.2017, um 19:07:29




Zitat:
eine homogene Schallabstrahlung mit nur einer Hauptabstrahlkeule



Wäre also das zu realisierende Ziel...




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 Poison Nuke 

#10 Verfasst am 01.12.2017, um 19:42:29




de0815de schrieb:

Zitat:
eine homogene Schallabstrahlung mit nur einer Hauptabstrahlkeule



Wäre also das zu realisierende Ziel...




das ist was anderes. Das ist der Teil, der durch absolut phasengleiche Ansteuerung der Chassis erreicht wird, dadurch hat man im vertikalen Bereich weniger Kammfiltereffekte (völlig verhindern lassen die sich nicht, aufgrund der Abstände der Chassis zueinander). Weniger Kammfilter heißt, es gibt weniger Nebenabstrahlkeulen... aber was ist das eigentlich für ein Begriff " nur eine Hauptabstrahlkeule". Völlig sinnfrei. Mehr als eine Haupt... geht eh nicht weil dann wäre es keine Haupt... mehr. Kennt der Tontechniker aus dem Bereich der Niere und Superniere Charakteristik, oder der HF-Techniker aus dem Bereich des Weitverkehrsfunk.


Schallführung für die horizontale Abstrahlcharakteristik und Punktschallquelle sind zwei davon völlig unberührte Themen.


greetz
Poison Nuke

de0815de *

#11 Verfasst am 01.12.2017, um 21:12:59



Ok, danke für die Geduld. Will es nur einigermaßen verstehen.

Ich vermute mit den "Keulen" sind jeweils die akkustischen Zentren der einzelnen Treiber gemeint???

Bei Zeiten fahr ich mal hin und werde es mir erklären lassen...


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 Poison Nuke 

#12 Verfasst am 01.12.2017, um 21:58:23



Unter Keulen verstehen viele dann teilweise noch was verschiedenes, aber oftmals wird dann bei einer Superniere:


dann z.B. der obere Teil als Hauptkeule bezeichnet und das andere als Nebenkeulen. War zumindest in meiner Funk-Ausbildung so gelehrt worden (Superniere gibt es auch als Abstrahlcharakteristik von HF-Antennen)


Das ganze kommt einfach durch verschiedenphasige Überlagerung zustande.


Eins fällt noch auf: angeblich ist ja die Frequenzweiche linearphasig. Aber im wichtigen Übergangsbereich HT zu MT wird es trotzdem verschiedenphasige Anteile geben, einfach weil es keinen Mitteltöner der Größe gibt, der nicht aufbricht bei hohen Frequenzen. Damit sind die Schallzentren in jedem Fall zuweit für ein Aliasing voneinander entfernt und man hat auch bei Gleichphasigkeit noch das typische Doppelspalt-Problem.


Übrigens, das was Audio-Optimum da gemacht hat ist nicht neu:
https://www.prosoundweb.com/topics/sound_reinfor...improve_directiv




greetz
Poison Nuke

de0815de *

#13 Verfasst am 02.12.2017, um 10:24:33



Was wäre der Unterschied zwischen Phasenlinear und Phasenparallel? Er schreibt das sich die Phasen bei ihm nicht linear verhalten aber parallel.

Ich unterstelle mal das die Grundlagen der Physik dort ebenfalls bekannt sind und somit auch nicht verändert werden konnten. Aber die Hörerfahrung war bislang immer deutlich.
Ob es wirklich nicht neu ist kann ich nicht beurteilen...es wird behauptet das Theorie und Praxis erstmals gelungen wären. Mir war nicht einmal eine Besonderheit dieser Theorie bekannt und gehört habe ich es ja auch noch nicht. Lediglich eine weitere Behauptung wurde mir suggeriert... es ginge noch besser als das was ich schon gehört habe. Das steht ja noch aus!






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 Poison Nuke 

#14 Verfasst am 02.12.2017, um 11:47:31




de0815de schrieb:
Was wäre der Unterschied zwischen Phasenlinear und Phasenparallel? Er schreibt das sich die Phasen bei ihm nicht linear verhalten aber parallel.



ah ok dann hab ich das falsch gelesen

Phasenlinear bedeutet, dass die Phase über den gesamten Frequenzgang linear ist. D.h. bei einem einzelnen Impuls würden sich alles zum exakt selben Zeitpunkt bewegen. Das ist nur mit FIR und aktiv korrigierten Chassis erreichbar. Bei Phasenparallel ist lediglich die Phase um x * 360° verschoben. D.h. aber ein einzelner Impuls wird dann zeitversetzt wiedergegeben, sprich der Tieftöner würde dann z.B. zuerst den Impuls wiedergeben, dann der Mitteltöner und dann der Hochtöner. Das meinte ich auch mit Delay, es entsteht zwangsweise immer eine zeitliche Verzögerung, wenn man irgendwie versucht an der Phase etwas zu ändern.


greetz
Poison Nuke

de0815de *

#15 Verfasst am 02.12.2017, um 12:20:08




Zitat:
Ist dagegen die Phasenparallelität zwischen den einzelnen Wegen nicht nur grob angenähert, sondern im Rahmen der Genauigkeit aller frequenzbestimmenden Bauteile der Aktivweiche mathematisch exakt, verhalten sich Mehrwegesysteme akustisch wie "ideale Breitbandsysteme" mit vollkommen natürlicher Musikwiedergabe:


Ein solches Ergebnis konnte bisher nicht einmal simuliert werden und ist bei Audio Optimum zu hören: Die einzelnen Phasenfrequenzgänge von Tiefton, Mittelton, Hochton und akustischer Summe sind genau deckungsgleich und überhaupt nicht mehr als getrennte Linien zu erkennen. Die drei Lautsprecher arbeiten perfekt zusammen, d. h. in den Übernahmebereichen schwingen die beteiligten Membranen immer gleichzeitig auf das Musiksignal ein, sodass die Einzellautsprecher nicht mehr als solche hörbar sind, bzw. nicht mehr aus dem Klangbild hervorstechen.




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de0815de *

#16 Verfasst am 02.12.2017, um 13:33:20




Zitat:
Einfachere Prinzipschaltungen ermöglichen noch keine exakte Phasenparallelität und führen somit zu hörbaren Klangverfärbungen und Verzerrungen in der räumlichen Wiedergabe. Die Lösung besteht darin, die akustischen Hochpässe 2. Ordnung der Einzellautsprecher über Linkwitz-Transformationen in die LR4-Hochpassfunktionen der Frequenzweiche sowie in die Bu6-Hochpassfunktion der Basskorrektur zu integrieren und die Phasenfrequenzgänge in den einzelnen Wegen mit einer Allpass-Matrix 2. Ordnung über Kreuz zu kompensieren und damit zur Deckung zu bringen. Die zusätzlichen, mit T-Delay und MT-Delay bezeichneten Bessel-Allpässe 2. Ordnung, die in der Simulation noch nicht dimensioniert sind, bewirken für ±2 Oktaven um die Trennfrequenzen herum eine frequenzproportionale Phasenverschiebung und damit eine frequenzunabhängige Signalverzögerung, um die akustischen Zentren der Einzellautsprecher elektronisch verschieben zu können. Die Bessel-Allpässe werden durch akustische Messung am Realsystem dimensioniert.



Kann man nachbauen :-)




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 Poison Nuke 

#17 Verfasst am 02.12.2017, um 20:22:51



eins frage ich mich die ganze Zeit dabei: warum der ganze Aufwand. Phasenlineare/-parallele Aktiv-Weichen gibt es schon seit vielen Jahren. Das alle Chassis zeitgleich arbeiten ist nichts neues, bei Klein und Hummel O500 usw kann man das schon lange haben.

Hier wurde aber das ganze über IIR gelöst statt über FIR. Das Ergebnis ist im Endeffekt das Gleiche, aber es war sehr viel mehr Aufwand nötig. Und Klein und Hummel war mit seinen Filtern jetzt auch nicht übermäßig erfolgreich. Es gab einige Stimmen, dass die Lautsprecher auch ohne diese Maßnahmen eine extrem gute räumliche Abbildung haben.


greetz
Poison Nuke

de0815de *

#18 Verfasst am 05.12.2017, um 16:37:37




Zitat:
...d. h. erstmalig gibt es eine schlüssige Theorie für Mehrwegesysteme, nach der die resultierende Klangqualität gezielt optimiert werden kann.



Und man kann es nicht oft genug erwähnen...es gibt einen wirklich deutlich hörbaren Unterschied wofür man nicht erst ein "geübtes Ohr" entwickeln muss. Die "Stereo" hat sich über dieses Phänomen recht elegant ausgedrückt.

Ob das andere bereits so schon mal so gemacht haben kann ich nicht beurteilen und vom Entwickler wird das bestritten. Ich denke hier geht es tatsächlich darum den Stand der Technik neu zu definieren und ihn auch auch in Natura vorführen zu können. Bzw. das technisch machbare zu demonstrieren... ich kann es mir nur so erklären. Einen Normalverbraucher interessiert das sicher nicht. Aber jemanden mit High-End - Erwartungen wird das interessieren und er wird schlicht auch nichts besseres finden... unabhängig vom Preis.


Im HighEnd gelte dann tatsächlkich was hier steht und jeder mit DSP wäre vielleicht nah dran aber eben nicht so nah wie es technisch tatsächlich möglich ist. Der Preis, der Anspruch, nebst Anwendung entscheiden dann zuletzt was am Einsatzort werkelt.


Zitat:
1. Passive Frequenzweichen aus Drosselspulen, Kondensatoren und Widerständen, die zwischen den Leistungsverstärker und die Einzellautsprecher geschaltet werden.
2. Aktive Frequenzweichen mit analogen Operationsverstärkern
3. Aktive Frequenzweichen mit digitalen Soundprozessoren

Die erste Möglichkeit ist noch immer die häufigste und die billigste, weil sie mit nur einem Leistungsverstärker pro Stereokanal auskommt. Eine "zeitrichtige" – d. h. phasenparallele – akustische Addition der einzelnen Frequenzbereiche ist mit passiven Frequenzweichen aber nicht möglich, sondern bestenfalls eine grobe Annäherung. Anderslautende Behauptungen sind Werbeaussagen, die sich solange verbreiten, wie sie geglaubt werden.

Die dritte Möglichkeit wird sich bis zu einem gewissen Qualitätsniveau langfristig auf dem Markt durchsetzen und die passiven Systeme, die mit "High End" tatsächlich nichts zu tun haben, verdrängen. Jedoch kann nur das auf digitaler Ebene – annähernd gleichwertig, aber nicht besser – nachgemacht werden, was mit der hier vorgestellten, analogen Aktivweiche erst jetzt in der Praxis funktioniert. Für höchste Ansprüche in Bezug auf die Natürlichkeit der Musikwiedergabe bleibt die analoge LR4-Aktivweiche mit Linkwitz-Transformation und Allpass-Matrix unübertroffen.



Sagen wir mal so... wenn das stimmt kann es zumindest niemandem schaden wenn man es zukünftig auch noch besser könnte! Ob man das braucht muss jeder selbst entscheiden. Was aber HighEnd ist wäre dann definiert und muss sich zwangsläufig am Besten messen und nicht länger am ach so dicken Silberkabel.


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 Poison Nuke 

#19 Verfasst am 05.12.2017, um 17:59:39




de0815de schrieb:
er wird schlicht auch nichts besseres finden... unabhängig vom Preis.


Du verstehst laut deiner eigenen Aussage nicht, was hier passiert. Aber trotzdem machst du zu dem Thema eine Aussage, die leicht wiederlegbar falsch ist.



Zitat:
Jedoch kann nur das auf digitaler Ebene – annähernd gleichwertig, aber nicht besser – nachgemacht werden, was mit der hier vorgestellten, analogen Aktivweiche erst jetzt in der Praxis funktioniert.



keine Ahnung wer das behauptet hat, derjenige weiß aber ziemlich wenig über digiale Filtertechnik. Die konnte das hier gezeigte schon lange und kann es definitiv auch besser.



Und warum hörst du bitte nicht endlich mal mit der Lobhuldigung auf, die zum Teil echt ungerechfertigt ist. Wenn man nach der Aussage von Entwicklern geht, hatten wir schon 50.000 Lautsprecherrevolutionen in den letzten Jahrzehnten und jedesmal war es besser als alles zuvor dagewesene. Natürlich ist dieser Lautsprecher NICHT das Nonplusultra. Es ist ein weiterer (sehr guter) LS aber "perfekt" ist per Definition unmöglich und man kann den Kompromiss nur so klein wie möglich halten, aber es wird immer ein Kompromiss bleiben, auch hier. Und es gibt eine Menge Lautsprecher, die es mit der Audio-Optimum problemlos aufnehmen können (und mit einer Menge meine ich wirklich viele, alle für sich haben ähnlich große Worte geschwungen für ihre Entwicklung und sie spiele auch in einer ähnlichen Liga der "Zeitrichtigkeit" und des Auflösungsvermögen. Einige von diesen LS sind im übrigen schon einige Jahrzehnte alt und konnten vergleichbares leisten. Aber da wurde nie direkt auf die Phase eingegangen, da wurde gleich das gesamte Zeitverhalten korrigiert). Von daher einfach nur Schwachsinn was der Entwickler von Audio-Optimum behauptet, er kennt einfach nicht den Markt und die Vergangenheit. Der Unterschied ist nur: er hat das ganze anders gelöst. Also so gesehen ist es schon richtig, dass es so eine Weiche vorher noch nie gab. Aber das Ergebnis gab es vorher schon.

Und wer auf die Tester der "Stereo" hört, macht eh etwas falsch. Dort gab es noch nie einen aussagekräftigen Testbericht. Alles geschwängert mit irgendwelchen Lobhuldigungen, um die oftmals ungerechtfertigten hohen Preise zu rechtfertigen.


greetz
Poison Nuke

FlorianK

#20 Verfasst am 06.12.2017, um 09:59:50



Totale Marketinggeschichte. Da wird jedesmal die Physik auf dem Kopf gestellt. Verschiedene Filtertypen klammern sich messtechnisch zu 90 % aus. Dann wird dem Kunden was von Strahlung und Woodoo erzählt und viele springen gleich auf den Zug auf. Beutelschneiderei nach meiner MEinung.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

de0815de *

#21 Verfasst am 07.12.2017, um 13:30:06



Ich will das Thema nicht überstrapazieren und was die technische Entwicklung angeht habe ich wirklich wenig Ahnung.

Der Entwickler behauptet aber nicht irgendwie die Physik überwunden zu haben. Warum man das jetzt überhaupt auf so ein Niveau runter bringt ist mir gerade mehr ein Rätsel wie die Technik die hier zum Einsatz kommt und ohrenscheinlich bei anderen Konstruktionen bereits erfolgreich eingesetzt wurde.

Der Mann hat ziemlich sicher einen enormen Sachverstand zum Thema und bereits andere Referenzgeräte entwickelt. Das der es nötig hätte seine Technik mit blankem Marketinggerede zu beschönigen ist extrem zweifelhaft. Zumal jeder ernsthafte Zweifler die "Tüftelei" anhand detailierter technischer Dokumentation nachvollziehen und dann geziehlt das Voodoo ansprechen könnte.
Zum anderen beschreibt er eindeutig wo es noch Potenzial gibt und wo eben nicht bzw. wo aus heutiger Sicht die technischen Grenzen liegen.

In der "Stereo" haben die ein gewisses Phänomen umschrieben das denen ganz offensichtlich ebenfalls aufgefallen sein muss...mehr habe ich damit nicht zum Ausdruck bringen wollen.

Wie gesagt, muss man nicht überstrapazieren. Vielleicht will es aber mal jemand nachbauen







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FlorianK

#22 Verfasst am 07.12.2017, um 15:12:07



DAs haben die Leute aber alle gemeinsam / Aus unerklärlichen Gründen finden die das Goldhaar in der Suppe.


Gruß Florian

Alles immer nur meine Meinung !
http://www.audioclub.de

 Poison Nuke 

#23 Verfasst am 08.12.2017, um 00:48:27




de0815de schrieb:
Der Mann hat ziemlich sicher einen enormen Sachverstand zum Thema



streiten wir ja auch nicht ab. Ich bewundere auch die vollbrachte Leistung. Aber im Endeffekt könnte ich dir meine Entwicklungen auch so rüberbringen, dass du denkst das sei das Nonplusultra, einfach weil die Vergleichbarkeit fehlt.

Man muss jetzt halt einen Schritt zurücktreten und das ganze objektiver betrachten. Das fehlt im Moment.

Lasst den Lautsprecher mal im Blindtest (!) gegen eine O500C, BM50 oder einem nach Pfleid entzerrten LS antreten. Gibt noch einige mehr, aber das wäre mal ein Anfang.


greetz
Poison Nuke

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