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PN's Forum \ weitere interessante Themen \ Elektronik / Elektrik \ tiefentladene LiPo-Zellen retten mit Labornetzteil


 Poison Nuke  *

#1 Verfasst am 17.02.2018, um 00:00:03



aus meinem Taschenlampen-Projekt hatte ich die beiden LiPo Akku-Packs einige Monate in meinem brandfesten LiPo-Container gelagert, aber leider vergessen ab und zu den Ladungszustand zu kontrollieren. Ich dachte ein paar Monate halten die locker durch. Leider war dem nicht so, ich hatte sie rausgenommen und kurz angeschlossen und festgestellt, dass die Taschenlampe nicht mal mehr angeht. Nur der Lüfter dreht sehr langsam hoch.

Am Multimeter angeschlossen zeigte sich die Katastrophe: 4,5V Spannung auf einem 3-Cell Pack der nominal 11,1V haben sollte. Entladungsgrenze liegt bei 9,6V, bzw 3,2V pro Zelle. Da war ich also schon weit drunter, d.h. die Akkus sind nahezu kaputt.

Ein normales LiPo Ladegerät hilft hier nicht mehr, die erkennen den Akkusatz nicht mal mehr. Also versuche ich gerade das erste mal, LiPo manuell zu laden. Dank Labornetzteil mit CV und CC geht das natürlich relativ gut, da man ja zuerst mit konstant 1C und danach konstant mit 12,6V (im Fall eines 3Cell Akkus) laden muss. Allerdings hab ich nicht vor, soweit hoch zu laden. Ich will die Akkus auf knapp 12V laden und dann das eigentliche Ladegerät wieder anschließen, welches die restliche Ladung übernimmt.


Im allergrößten Notfall, wenn man kein Labornetzteil hat, könnte man natürlich auch ein einfaches 12V Netzteil nehmen, welches maximal 1C Ausgangsstrom liefern kann. Wenn die Stromgrenze erreicht ist, regulieren die meisten Netzteile automatisch ihre Spannung runter. Optimal ist sowas auf keinen Fall, aber kann zumindest dem Akku kurzzeitig nochmal etwas Leben einhauchen. Die Leistung des Akkus wird in jedem Fall deutlich reduziert sein.


Ein wichtige Grundregel ist dabei immer zu beachten: solche Spielereien sind extrem gefährlich! Die Akkus darf man bei solchen Aktionen nicht eine Sekunde aus den Augen lassen. Regelmäßig sollte man die Temperatur im Auge behalten, die die Zellen haben. Sobald diese sich merkbar aufwärmen, sofort aufhören.
Im schlimmsten Fall kann ein Akku bei sowas explodieren, bzw unlöschbar abbrennen.

Ich habe mir für diese Zwecke eine alte Munitionskiste der Bundeswehr innen mit RiGips verstärkt, inklusive Deckel und das ganze in mehrere Bereiche unterteilt. Der Strom wird separat durch die Seitenwand durchgeführt, sodass ich den Deckel immer geschlossen halten kann. Sollte ein Akku wirklich abbrennen, dann passiert nicht viel, außer dass ich das ganze Ding vllt neu auskleiden muss. Wer sowas nicht hat, risikiert einen Wohnungsbrand, den die Versicherung nicht bezahlt.


greetz
Poison Nuke

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